Hilfe... Problem die eigene Stimme zu hören...?

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gernotf

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Hallo!

Gleich vorweg, sorry, bitte mich nicht für verrückt zu halten - klingt dämlich aber:
hab momentan ein für mich riesiges Problem.

Bislang gern mal - auch im Tonstudio - Covers bzw. auch Karaoke gesungen.
Aufnahmen etc. mit der Musik irgendwie im Hintergrund oder Kopfhörer hatte ich nie Probleme. War zwar anfangs (und in dem Stadium bin ich immer noch) merkwürdig, sich selbsts zu hören, aber ok.
Jedenfalls hats mir Spass gemacht, mich selber im Song zu hören, wenn er fertig war, manchmal sogar wirklich sehr gut!

So, nun gings daran, das erste eigene Lied aufzunehmen.
Selbst gespielt immer mit Gitarre begleitet, hat mir mein Gesang mit meiner doch eher tieferen Stimmt gut bis sehr gut gefallen :D

Tjo, nun will ich das ganze aber mal aufnehmen, einzeln in den Spuren verpackt mit Cubase zum Demo umbauen. Hab mich dann eben a capella aufgenommen.
Aufnahme geklappt, war bald mal im Kasten, dachte, wird genauso "gut" klingen wie in Begleitung, da ichs so sang, wies mir am besten gefiel.

Dann der Schlag ins Gesicht ;-)
Ich konnte das nichtmal schneiden, weil - ich kann meine Stimme ohne Instrument einfach nicht hören ;-)
Klingt jetzt dämlich, ich hör mich da fast wie ein Hooligan am Fussballplatz in meiner Wahrnehmung an... bin echt total verzweifelt, da ich grad die Freud dran verliere...

Anderen die Aufnahme vorgespielt hör ichs nur so in der Richtung... klingt eh wie immer - was ich für ein Problem hätt ;-)
Möchts net im Studio einspielen/einsingen - bissl sparen, und wenn das Equipment schon daheim rumsteht...

Kennt das Gefühl dabei jemand? Wie kann man das in den Griff bekommen?
Glaub nicht, dass es mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun hat, das ist da ;-)

Ich weiss nicht, wie besser beschreiben, ich singe wie immer, nur nehm ich mich - wie soll ich sagen - vom Klang her einfach nur als "schrecklich" wahr...
(PS. Nein - ist auch kein Suderfred oder Jammerei - ich möcht einfach wissen, wie ich dieses komische Gefühl in den Griff bekommen, Erfahrungen hören, wie sich andere selber wahrnehmen etc.)
Danke schonmal ;-)
 
moniaqua

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Ich konnte das nichtmal schneiden, weil - ich kann meine Stimme ohne Instrument einfach nicht hören ;-)
Klingt jetzt dämlich, ich hör mich da fast wie ein Hooligan am Fussballplatz in meiner Wahrnehmung an... bin echt total verzweifelt, da ich grad die Freud dran verliere...

Anderen die Aufnahme vorgespielt hör ichs nur so in der Richtung... klingt eh wie immer - was ich für ein Problem hätt ;-)
Möchts net im Studio einspielen/einsingen - bissl sparen, und wenn das Equipment schon daheim rumsteht...

Kennt das Gefühl dabei jemand?
Ja.

Mit Instrumenten hoert sich's imho auch bei mir wesentlich besser an. Warum weiss ich ned.

Kann auch sein, wenn es a capella war, dass Du kraeftig gefallen bist oder sonst leichte Intonationsprobleme hattest. A capella ist ned ohne...

Probier vielleicht mal, die Gitarrenspur vorher aufzunehmen und dann durchzuschleifen beim Aufnehmen (Kopfhoerer nehmen, dass nix auf's Mikro geht), dann kannst Dich an der Gitarre orientieren.
 
gernotf

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Danke Monika!

Aufnahme hab ich so gemacht, erstmal eben a capella eingesungen.
Hat mir net recht gepasst, da ich Töne wirklich nur dann treffe, wenn ich mitspiele.
Also, die glorreiche Idee geboren, erst eine Passage (Zeile, Strophe was auch immer)
so lang mit eigener Gitarrenbegleitung zu spielen/singen, und dann exakt diese Stelle ohne Instrument aufzunehmen...
Hab vorsichtshalber die ganze Zeit das "Band" laufen lassen, sprich ehrlich alles drauf ;-)
Naja, das Schneiden ist zur Qual geworden *uiuiuiwiemusssichdasanhören:screwy:*

Und genau darin liegt mein Problem - hab mein bestes gegeben, und ich kanns einfach nicht hören, da ich finde, ohne was klingts eben wie irgendwo am Fussballplatz ;-)
Und, ich hab halt doch eine Gesangs-Grundausbildung absolviert...
 
IcePrincess

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Lass' Dir lieber die Begleitung im Hintergrund.
Das Gehör, eine Passage oder einen ganzen Song a capella zu singen muss man sich erwerben. Dafür reicht normalerweise eine Gesangs-Grundausbildung (also das, was ich mir drunter vorstelle) so wenig aus, wie der einwöchige C-Chorleiter-Crashkurs wenn man die Gehörbildung nicht schon halbwegs drauf hat. Du solltest für so was eben Intervalle sauber singen können.
 
gernotf

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Hatte es ja "leider" so geplant, die Instrumente rund um den Gesang aufzubauen, und sozusagen den Text als Pilotspur als erstes aufzunehmen ;-)
Rein die Drumline existiert, sprich, lediglich der Rythmus ist fertig, an dem sich der Rest orientiert (sorry, mein erstes eigenes ;-)))
Gitarre existiert deshalb noch nicht, da ich noch auf der "Suche" nach dem passenden Sound usw. dazu bin...
Darum die Idee, als erstes den Text aufzunehmen, damit ich mir leichter mit der Wahl und Entscheidung zur Gitarre tue.

"Fertig" ist der Song mit strassentauglicher Begleitung mit der Westerngitarre, ist aber so nicht als Endprodukt gedacht.
 
IcePrincess

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Ich würde die geplante Gesangsmelodie auf der Gitarre spielen und sie mir mittels Minidisc oder Walkman auf die Ohren geben, und dann halt so einsingen. Du wirst von der Gitarre in der Aufnahme nix hören, aber hast sie.
Wenn das nix ist kann ich nur den Rat geben, viel, viel Gehörbildung zu betreiben und noch ein halbes Jahr oder so zu warten.
 
gernotf

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Danke für den Tipp ;-)
Werds eh so machen, nochmal die Gitarrenspur einzuspielen (irgendwie sträub ich mich dagegen noch soooo lang zu warten, das betreib ich eher nebenbei ;-))
 
moniaqua

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Ich würde die geplante Gesangsmelodie auf der Gitarre spielen und sie mir mittels Minidisc oder Walkman auf die Ohren geben, und dann halt so einsingen. Du wirst von der Gitarre in der Aufnahme nix hören, aber hast sie.
Wenn das nix ist kann ich nur den Rat geben, viel, viel Gehörbildung zu betreiben und noch ein halbes Jahr oder so zu warten.

Ich wuerd Dir auch raten, das so zu machen. Naemlich aus genau dem Grund:

Lass' Dir lieber die Begleitung im Hintergrund.
Das Gehör, eine Passage oder einen ganzen Song a capella zu singen muss man sich erwerben. Dafür reicht normalerweise eine Gesangs-Grundausbildung (also das, was ich mir drunter vorstelle) so wenig aus, wie der einwöchige C-Chorleiter-Crashkurs wenn man die Gehörbildung nicht schon halbwegs drauf hat. Du solltest für so was eben Intervalle sauber singen können.

Ich hab jetzt schon jahrelang mehr oder weniger Gesangsstunden, hab davor jahrelang Instrumente gespielt und denke, ich fang so langsam an, sicher a capella zu singen. Wobei immer noch nicht sichergestellt ist, dass ich nicht sinke... Vielleicht bin ich ja nur einfach a weng dappert und andere koennen das schneller. Aber ich kann mir ned vorstellen, dass man ohne extraordinaeres Talent mit einer Grundausbildung von wenigen Monaten auf sicheres a-capella-Singen kommt.
 
IcePrincess

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Schneller geht's nur wenn Du mit einem absoluten Gehör gesegnet bist ;)
 
gernotf

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Naja, ich hör ganz gut - aber ok ;-))))

Hab an sich den Ansatz für meinen Song gesucht, eben erst die Vocals "fertig" zu haben, und von da aus das Drumherum aufzubauen.
Ich versuchs doch mit dem Drumherum zuerst ;-)
 
bobcät

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Naja, ich hör ganz gut - aber ok ;-))))

Hab an sich den Ansatz für meinen Song gesucht, eben erst die Vocals "fertig" zu haben, und von da aus das Drumherum aufzubauen.
Ich versuchs doch mit dem Drumherum zuerst ;-)

Normalerweise fängt man mit einer "Schmutzspur" an. Hör die bpm raus, lass Metronom laufen, und dann Hauptinstrument (Gitarre) und Vocals halbwegs sauber. Diese Spur wird die Grundlage für die Aufnahmen und sobald alles richtig aufgenommen ist, kannste sie löschen. Notfalls machstes eben so wie schon empfohlen, nur die Gesangslinie auf der Gitarre spielen. Hauptsache du kannst dich nachher orientieren.
 
gernotf

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@bobcät - Danke erstmal ;-)
Sagen wirs mal so, diese "Schmutzspur" gibt es mehr oder weniger.
Hab als erstes eine Drumline erstellt (die bisher recht gut passt), dann mal die Rythmus-E-Git drübergelegt.
Ok - mit der hab ich so mein Problem - da ich den passenden Sound/Anschlag nicht finde.
Akkustisch allein klingt das Lied recht gut, darauf möcht ich aufbauen - total cleaner Sound eben (benötige zwischendurch einen langen Überhall, den werd ich evtl. extra bauen).

Dachte mir einfach, ich tu mir leichter den Gitsound zu finden, wenn der Text als Pilotspur da ist...

Inzwischen ists eher eine andere Richtung, da ich das Konzept, das ich mir vorbereitet habe, nicht hält. Versuche nun andere Ansatzpunkte - Eure Ideen helfen mir sehr viel weiter!
Mal schauen, was heute Abend aus dem Keller (mit Ministudio) mit zurückkommt ;-)
 
milamber

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vielleicht habe ich das Problem falsch verstanden, also sorry falls ich jetzt Müll rede:

die Melodie irgendwie anders einspielen und zu dieser zu singen, halte ich für kontraproduktiv. Beim Gesang gehts ja schließlich nicht darum eine "einfache" Melodie perfekt zu kopieren sondern um die Phrasierung und diese wirst nicht so gut hinbekommen wenn irgendeine Melodie dazu dudelt und Dich verwirrt bzw. Dich eingrenzt.

Lass den Mix (also die Instrumentalversion) auf dem Kopfhörer laufen und mische auch Deine Stimme (also Monitor) dazu. Stelle die Lautstärkeunterschiede so ein, dass es für Dich einfacher zum einsingen ist. Manchmal gibt es ja Instrumente, die dagegen laufen, diese kannst Du ja ein wenig leiser machen. Und was gut hilft: gebe ein wenig Hall auf Deinen Monitor (also auf das was Du gerade singst), weil es sich dann immer besser anhört als ganz trocken.

P.S. eine "Schweinespur" (wie ich sie mit ein paar Freunden immer nenne :)) bringt Dir in dem Fall auch kaum etwas. Zum einen muss sie natürlich schon auf Click eingespielt sein und zum anderen würde sie das gleiche bewirken wie die Gesangsmelodie auf dem Instrument eingespielt.


Hatte es ja "leider" so geplant, die Instrumente rund um den Gesang aufzubauen, und sozusagen den Text als Pilotspur als erstes aufzunehmen ;-)
Rein die Drumline existiert, sprich, lediglich der Rythmus ist fertig, an dem sich der Rest orientiert (sorry, mein erstes eigenes ;-)))
Gitarre existiert deshalb noch nicht, da ich noch auf der "Suche" nach dem passenden Sound usw. dazu bin...
Darum die Idee, als erstes den Text aufzunehmen, damit ich mir leichter mit der Wahl und Entscheidung zur Gitarre tue.

"Fertig" ist der Song mit strassentauglicher Begleitung mit der Westerngitarre, ist aber so nicht als Endprodukt gedacht.

das wird nicht funktionieren. Zumindest halte ich das für sehr unrealistisch :). Du brauchst die rhythmische Basis um die Melodien zu legen. Sei es der Gesang oder das Solo. Nimm also die Akkorde des Liedes ganz einfach mit Keyboard oder Gitarre zum Schlaugzeug(!) auf um überhaupt die Songstruktur zu erkennen. Später kannst Du diese "Akkordspur" ja immer noch eintauschen.
Achte dabei auf die Intensität des Songs um sie auch mit der Stimme bringen zu können. Schließlich soll das Lied ja nicht langweilig werden und sollte sich irgendwie steigern oder Dynamik haben.

Ich gehe meistens so vor:
da ich hauptsächlich Gitarrist bin, fange ich oft mit Gitarrenriffs an. Diese nehme ich mir dann auf und überlege mir eine vorläufige Songstruktur. Dann programmiere ich das Schlagzeug (leider habe ich noch kein richtiges :( -> ändert sich aber hoffentlich bald). Danach nehme ich die Gitarre noch einmal auf, weil sie nur so zu den Drums grooven kann. Dann nehme ich den Bass auf (schalte dabei oft alles bis auf die Drums stumm), dann kommt der Rest. Das Solo kommt nach dem Gesang, da ich mit dem Solo das Thema des Gesangs aufgreife. Wenn ich soweit bin, spiele ich manchmal die Gitarren noch einmal ein, weil ich feststelle, dass mir der Sound nicht so ganz zusagt oder dass ich sie lebendiger und abwechslungsreicher machen kann, da ich jetzt den Gesang höre.


so, ich habe das geschrieben, um Dir mal eine mögliche Reihenfolge zu zeigen :).
 
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Danke milamber!

Habs nun mittlerweile so vor, am Freitag doch noch mal ins Studio zu gehen, ich denke, ich spar da an der falschen Stelle.
Prinzipiell find ich die Ansätze sehr gut, diese Schmutzspur evtl. mit anderem Instrument einzuspielen (bin ebenfalls an sich nur - beginnender - Gitarrist).
Werd mal schauen, wie das der Profi so vorhat, schwierig, wennst absolut keine Erfahrung hast, und dann gleich so anfangst.
Andererseits, die Sounds sind im Kopf, und wieso nicht raus damit ;-)
 

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