Hilfe: Wie benutze ich die Kirchentonleiter ?

von Bluesmaker, 20.12.07.

  1. Bluesmaker

    Bluesmaker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.07   #1
    Hallo,

    ich tu mich mit der Musiktheorie schwer :( ...

    Wie eine Kirchentonleiter aufgebaut ist, weiss ich. Mit Intervallen und Intrervallstrukturen kann ich auch etwas anfangen (ich kenne nicht unbedingt alle Töne auf dem Griffbrett aber die Intervall der Töne auf dem Griffbrett).

    Was mir nicht gelingt ist, wie ich z. B. ahand der Kirchentonleiter (C-ionisch, D-dorisch usw.) ableiten kann welche Töne bzw. Skalen ich zu einer Akkordfolge spielen kann. :(

    Einmal angenommen ich habe die Akkorde C / F / G. Wie wende ich nun was an um zu erkennen, welche Intervalle oder Kirchenmodi (wie z.B. C-ionisch, E-phrygisch etc.) ich
    zu dieser Akkordfolge spielen kann :confused:

    Über einen konstruktiven Rat (auf einem für mich nachvollziehbaren d.h. geringeren Level) wär ich Euch definitiv dankbar !
     
  2. Schrax

    Schrax Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.07   #2
    wenn man annimmt, dass diese Akkordfolge in einem Lied vorkommt das in Cdur geschrieben ist, kann du über die Akkorde folgendes spielen:
    C (maj7): Ionisch
    F (maj7): Lydisch
    G (7): Mixolydisch

    Ionisch ist der erste Mode- C der erste Ton
    Lydisch ist der 4te Mode- F der vierte Ton
    Mixo ist der 5te Mode- G der 5te Ton

    (in Klammer hab ich die 4Klänge geschrieben- nicht verwirren lassen)
     
  3. Bluesmaker

    Bluesmaker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.07   #3
    Ok, das ist für mich nachvollziehbar, vielen Dank.
    Wie ist es, wenn ich zum Beispiel beim Ton "C" als Startpunkt bleiben will ? C- ionisch, klar, aber kann ich F-lydisch und G-myxol. "transformieren" ???
     
  4. Corny

    Corny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.07   #4
    Ok, also auf einem erst mal niedrigen Level:

    Fangen wir mit den Skalen an.
    Da du dich in C-Dur befindest, nimmst du dir die Töne von C-Ionisch und schreibst sie mal nieder. Unter jeden Ton schreibst du - ab dem C aufsteigend - eine römische Ziffer:

    C D E F G A B
    I II III IV V VI VII

    Du hast nun 7 Stufen erhalten. Wenn du nun die Töne der C-Dur-Tonleiter von jeder Stufe aus aufwärts spielst, erhältst du verschiedene Skalen. Die eigentlichen Töne bleiben gleich, die Position der Halbtonschritte verändert sich aber. Somit ergibt sich folgendes Bild:

    I: C-Ionisch
    II: D-Dorisch
    III: E-Phrygisch
    IV: F-Lydisch
    V: G-Mixolydisch
    VI: A-Aeolisch
    VII: B-Lokrisch

    Das ist zunächst mal das Grundmaterial an Skalen, mit dem du arbeiten kannst. Nun zu den Akkorden aus C-Dur. Ich gehe mal davon aus, dass du keine Noten, aber Intervalle kennst.

    Schreibe über jeden Ton von C-ionisch erst die Terz, dann die Quinte. Wenn du dabei nur die Töne aus C-Dur verwendest, ergeben sich die Qualitäten der Intervalle ganz von selbst und es entstehen folgende Akkorde:

    I: C-Dur (CEG)
    II: D-Moll (DFA)
    III: E-Moll (EGB)
    IV: F-Dur (FAC)
    V: G-Dur (GBD)
    VI: A-Moll (ACE)
    VII: B-Dim. (BDF)


    Du hast nun einen Grundstock an Skalen und Akkorden innerhalb der Tonart C-Dur, die du zueinander spielen kannst. Wie welche Skala zu welchem Akkord klingt musst du selbst herausfinden.

    Diese Infos sind zudem universell auf jede Dur-Tonart übertragbar. Das bedeutet, dass die Akkordgeschlechter und Skalen immer auf derselben Stufe stehen.
     
  5. guitar_franzl

    guitar_franzl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.07   #5
    Kollege hat sehr ausführlich erklärt und super aufgeschrieben - dazu ergänzend praktische Übung :
    Lerne nur noch beginnend mit E-Saite - zuerst C Dur TonleiterTöne - also auf E-Saite "f-g-a-h-c-d-e" (von dort is ja Alles wieder selbe - nur Oktave höher) .
    Spiele darauf immer zuerst Akkord und jeweilig dazugehörige Skala .
    zb.
    1) Fmaj Akkord 1.Bund = Skala F-A (3Punkt Skala = pro Saite 3Töne)
    2) G7 Akkord 3.Bund = Skala G-H etc.
    dies machst auch auf A-Saite und denkst im Kopf immer Töne mit - danach kombinierst A + E-Saite - daraus ergeben sich sämtliche Akkorde und gleichzeitig auch Skalen (aber immer zuerst Akkord anspielen damit hörst wie Skala zum Akkord klingt) .
    Bringt Vorteil, daß 1. alle Akkorde in allen Lagen in C Dur lernst und gleichzeitig Plektron-Wechselschlag + Skalen trainieren kannst ...
     
  6. Gast 120987345

    Gast 120987345 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.07   #6
    Cmaj7 (CEGH) = Fmaj7 = G7 = C ionisch = F lydisch = G Mixolydisch

    Du kannste alles Modes von C-Dur über jeden der 7 Stufenakkorde spielen, denn es sind die gleichen Töne
     
  7. Bluesmaker

    Bluesmaker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #7
    Ich danke Euch allen mit Euren Beiträgen ! Ich habe mir fest vorgenommen, mich mit der Materie näher auseinanderzusetzen und da sind Eure Beiträge eine wichtige Hilfe für mich.

    Bisher habe ich mich immer vor der Theorie "erfolgreich" gedrückt bis ich nun feststellen muss, so "erfolgreich" war es doch nicht, denn ab einem bestimmten Punkt gehts nicht ohne.
     
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