Hilfe - Wo Skalen lernen?

von Punka, 14.03.08.

  1. Punka

    Punka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.08   #1
    Hi,

    da ich ein Buch für Skalen suche, allerdings drei gefunden habe, die mir diesen Job zu erfüllen scheinen, brauche ich eure Hilfe. :D

    Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit einem dieser drei Bücher oder mal was gutes/schlechtes gehört ... oder möchte einfach so sagen, welches er aus dem Bauch heraus empfehlen würde. *g*

    http://www.amazon.de/Bass-Guitar-Scales-Techniques-Applications/dp/0976291754 <- auf das bin ich durch die amerikanische Zeitung Bass Player gekommen, wurde dort schon sehr oft beworben und scheint so ziemlich alles zu bieten, zu dem Thema

    dann hab ich gestern aber noch diese beiden im neuen Music Store Katalog entdeckt:

    http://www.musicstore.de/is-bin/INT...yID=&JumpTo=OfferList&NewCountry=DE&toCat=125 <- davon kenne ich das Gitarrenpendant, das hat ja fast jeder Gitarrist ^^ Kann das Bassteil also verkehrt sein? Immerhin ist es nen 10er günstiger

    und dann noch dieses hier -> http://www.musicstore.de/is-bin/INT...yID=&JumpTo=OfferList&NewCountry=DE&toCat=125 mit dem Verlag habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht, darum bin ich denen wohl gesonnen

    Also ihr seht, ich steh vor einem Dilemma. ;) Wer kann mir helfen? Welches Buch soll ich nehmen?
     
  2. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.08   #2
    Spar dir das Geld.
    Ich hab' bisher kein Buch für Skalen gesehen, dass wirklich brauchbar war.

    Skalen sind für jeden frei zugänglich, also braucht man dafür auch kein spezielles Buch.

    Im Anhang sind 2 Blätter, die ich im Unterricht meinen Schülern gebe.

    Das ist für den Anfang schon recht viel, auch wenn's nur 2 Skalen sind.
    Die anderen muss ich erst noch scannen.
    Ausserdem ist noch ein Rohling dabei, dann kannst du dir die Übungsblätter selber basteln.
    Du wirst sehen, Übungen selbst erstellen ist sehr viel effektiver.

    Kauf dir lieber ein ordentliches Theoriebuch, um den Zusammenhang zwischen Skalen und Akkorden zu verstehen.
    Da würde ich dann zur Jazzharmonielehre von Sikora raten.
     

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  3. Punka

    Punka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.08   #3
  4. BassMax_der_I.

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    Erstellt: 14.03.08   #4
    Hehe, icha uch nicht, aber Danke für die Skalen ^^ hatte ich mal bei dir unterricht. kommen mir so bekannt vor ;) Hab auch mal solche bekommen von meinem lehrer, aber irgendwie verbummelt.
     
  5. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.08   #5
    Schlimm?! Äh, ja!:)

    Nein, also mal im Ernst, also das sind so die absoluten Basics, die man schon drauf haben sollte, aber keine Panik, dass ist schnell gelernt.

    Äolisch und Ionisch sind die Namen der Skale, vllt. besser als Moll- und Dur-Skala bekannt.
    Terz, Quinte, Septime sind Intervalle (es gibt auch noch Prime, Sekunde, Sexte und Oktave).
    Mit ihnen drückt man das Verhältnis eines Tones zu einem anderen aus.
    Eine große Terz ist bspw. vier Halbtonschritte vom Ausgangston (als Grundton markiert) entfernt.
    Eine Quinte ist sieben Halbtöne vom Ausgangston entfernt.

    Aber am einfachsten kannst du dir das eigentlich mit Hilfe der Pattern (Griffbilder) merken.
    Die große Terz zum G auf der E-Saite, liegt auf der A-Saite einen Bund darunter.
    Dieses Muster lässt sich jetzt von jedem Ausgangston wiederholen.

    Die Griffbilder sind also für alle Tonarten verwendbar.

    Die wohl wichtigsten Skalen für den Anfang:

    Ionisch
    Dorisch
    Phrygisch
    Lydisch
    Mixolydisch
    Äolisch
    Lokrisch

    Nicht erschrecken, mach erstmal Ionisch und Äolisch.

    Arpeggios sind eigentlich nur gebrochene Akkorde.
    Du spielst also die Töne des Akkordes nicht gleichzeitig, sondern nacheinander.

    Alles andere führte jetzt ein bischen zu weit, beschäftige dich zu aller erst mit den Intervallen und den Skalen.

    EDIT:

    Ich seh grad, dass das noch die alten Blätter sind.
    Schreib' dir am Besten noch unter die Reihe mit den einzelnen Tönen, jeweils unter einen Ton, Folgendes:

    Für Äolisch: 1 2 b3 4 5 b6 b7 8

    Für Ionisch: 1 2 3 4 5 6 maj7 8

    Das sind die intervallischen Strukturen der Skalen.
     
  6. Punka

    Punka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.08   #6
    Okay, vielen Dank, dann greif ich mir jetzt mal meinen Bass. :)
     
  7. Schmuddelfutz

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    Erstellt: 14.03.08   #7
    Frank Sikoras Jazz-Harmonielehre habe ich mir auch zugelegt, und ich hatte zu dem Zeitpunkt eigentlich 0 Ahnung. Ich habe das Buch zugegebenermaßen nie durchgeschafft (es ist nicht explizit für Bass geschrieben und später wird es tatsächlich sehr komplex, finde ich), aber schon nach den ersten Kapiteln hatte sich mein Jamming wohl so stark geändert, dass mein Gitarrist und Drummer mich damals hoch lobten!
    Also zuschlagen, das sieht erstmal nach dem sprichwörtlichen Mt. Everest aus, aber es lohnt sich.
     
  8. Punka

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    Erstellt: 14.03.08   #8
    Ich war eben in der Bibliothek und da hab ich mir mal die beiden Bücher "Elementare Musiklehre" von Bessler & Opgenoorth und "Jazz & Pop - Harmonielehre" von Axel Kemper-Moll ausgeliehen, damit sollte erstmal interessante Lektüre vorhanden sein. :)
     
  9. DeBiba

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    Erstellt: 15.03.08   #9
    Ich hab von Skalen keinen ahnung kann mir vielleicht jemand ein blatt oder so mit den wi9chtigsten an debiba@web.de (meine E-mail addresse^^) schicken damit ich die lernen kann. Gibts die auch als Tab da ich nicht wirklich gut Noten lesen kann
    Danke schon mal
     
  10. TheBug

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    Erstellt: 16.03.08   #10

    Ich kapier ncihw as deise skalen bedeuten... da sind ansich ja töne, die zugehörigen intervalle zum grundton... aber wie spielt man die? in beliebiger reihenfolge? doer von links nach rechts aufm griffbrett oder...?
     
  11. Punka

    Punka Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #11
    Vom Grundton aus kannst du machen was du willst ... du kannst auch mit der Dominante hin zum Grundton leiten ... das is quasi das "legale Spielfeld", wenn etwas in zB A-Dur gespielt wird.
     
  12. Thora

    Thora Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #12
    Ich hab so eine "Skalen Poster" (hab ich mal im Buchladen entdeckt) das hängt in meiner Übungsecke und man kann immer mal hinschielen, wenn's mal etwas hakt. Da steht auch immer gleich eine kurze Beschreibung drunter.
    Ich finde das sehr praktisch.

    Ich hab auch mal gleich ein unscharfes Bild davon gemacht. Das Ding hat eine ISBN-Nummer, die kann ich gerne weitergeben :)
     

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  13. PVaults

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    Erstellt: 16.03.08   #13
    Kann ich gut verstehen. Musikalische Zusammenhänge über Skalen zu erklären, bringt musikalisch nichts als Gefuddel. Vergiß es.

    Was du verstehen mußt, ist die Art und Weise, mit der Akkorde zusammenhängen. Das zeigt die Funktionslehre.

    Für die Einführung ein gutes Buch:
    Dachs/Söhner - Harmonielehre, es gibt zwei Bände, bekommt man gebraucht für unter 5 €. Eine klassische Harmonielehre, gilt bis heute, und ganz besonders in der Popularmusik. Sehr verständlich, moderne Skalen werden hier nicht erörtert, weil nicht notwendig:

    C-ionisch (C-Dur-Tonleiter) = D-dorisch = E-phrygisch = F-lydisch = G-mixolydisch = A-Äolisch (auch Natürlich Moll genannt) = H-lokrisch.

    Du nimmst also die C-Dur-Tonleiter und beginnst für E-Phrygisch bei E in der C-Dur Tonleiter. Praktisch ist es absoluter Blödsinn, sich für jeden Akkord die Skala neu aufzuschreiben.

    Beispiel:

    Die Akkordfolge wäre:

    C - Em7 - Am7 - Dm7 - G7 - C - auch wegen der Stufen 3625 genannt.

    Nach den Skalentheoristen (-terroristen?!?) müßte man das ganze so erfassen:

    Über C-Dur: C-ionisch
    Über E-Moll: E-Phrygisch
    Über A-Moll: A-Äolisch
    Über D-Moll: D-Dorisch
    Über G-Dur7: G-Mixolydisch

    Due spielst in der Praxis immer die Töne der C-Dur-Tonleiter, und auf jedem Ton erhält dieselbe Tonleiter einen neuen Namen - dann wird von diesen Leuten behauptet, diese Skalen hätten unterschiedlichen Charakter. Das ist aber falsch, wie du selbst ausprobieren kannst. Die Skalen erhalten nur einen "eigenständigen" Charakter, wenn man sie aus diesem Zusammenhang herausreißt - braucht man nicht bei PopRockPunkSchlagerUndWasSonstNoch.

    Die Bezeichnungen der Skalen leiten sich aus dem griechischen Tonordnungssystem - dem Vorläufer der Gregorianik - ab. Leider ist die heutige Anwendung so anders als damals, daß man die heutigen Bezeichnungen als FALSCH bezeichnen muß, weil sie ja heute in Harmonik eingebettet sind und völlig anders wirken.

    Wenn du jedoch die Funktionslehre anwendest, erkennst du etwas anderes:
    Du verwendest immer die gleiche "Skala", nämlich C-Dur. Die weiteren Akkorde stehen direkt in einem Verwandschaftsverhältnis.

    Passende Akkorde findest du aufgrund der Tatsache, daß diese Akkorde durch den QUINTENZIRKEL geordnet sind und du sie entgegen dem Uhrzeigersinn wie eine Reihe herunterspielen kannst! Wird auch Quintfall genannt. Jetzt sollte auch klar sein, daß ein Musiker nur dann ein ernsthafte Musiker ist, wenn er den Quintenzirkel völlig beherrscht. Wer das nicht kann, sollte es lernen oder vielleicht Malen gehen, Batik ist auch ein schönes Hobby oder vielleicht am Rechner rumschrauben.

    Über die Funktionstheorie kannst du aber auch erkennen, WARUM welche Akkorde in den nächsten leiten, du bekommst also ein viel tieferes Grundverständnis über Musik.
    Begriffe wie Tonika bzw. Dominante sollten nicht nur geläufig sein, sie sollten auch erklärt werden können. Dazu gibt es 1000000000 Seiten im Netz.

    Viele Musiker denken, wenn man am Instrument übt, kommt man schon weiter. Irrtum. Sie verbessern bestenfalls ihre Mechanik, die Musik, die sie spielen, verstehen sie aber nicht.
    Empfehlenswerter ist, eine Stunde üben, und eine Stunde nachdenken, aufschreiben, lesen und studieren, wenn man Musik als Hobby mit professionellen Ambitionen betreiben will - mehr Zeit ist immer besser.

    Auch Physik ist wichtig - es sei nur die Obertonreihe genannt, die allein automatisch zu weiteren Erkenntnissen führt...

    Musiktheorie ist also ein ganz praktisches Feld, nicht dröge Theorie. Keiner, der richtig gut spielt, spielt ohne Theorie - ohne Ausnahme!

    Oft wird ja das Argument eingesetzt, die Musiktheorie würde die Kreativität behindern.
    Leider ist das das Totschlagargument schlechthin, weil es zum einen derjenige gar nicht ausprobiert haben kann, wie es ist, wenn das Wissen erweitert ist. Zum Zweiten tarnt man damit gerne das Unvermögen, zu erkennen, daß alle bisherigen Kompositionen gleich sind, weil es die betreffende Person weder hört noch analysieren kann. wer analysieren kann, kann normalerweise solch einfachen Akkord-Verbindungen wie oben aufgeführt ohne am Instrument zu sitzen sofort aufschreiben.

    Wenn die Erkenntnis weiter vorangeschritten ist, kommt man zu dem Punkt, daß man gewisse Verbindungen austauschen kann... - und dann fängt es erst richtig an, interessant zu werden...

    Also, richtig reinhängen!
     
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