Hohe E-Saite schwingt nicht mehr frei und anderes Saiten-Problem

von Smoked Illusion, 12.10.05.

  1. Smoked Illusion

    Smoked Illusion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.05   #1
    Guten Morgen (gähn)

    Ich hab mit meiner Epi Les Paul Custom EB folgendes Problem:

    Die ganze Zeit hatte ich nen 9er Satz drauf, habe anfangs auf E oder Dropped D gespielt. Im moment is die Gitarre auf Dropped C gestimmt (As I Lay Dying etc...), und ich habe mir nen 10-46er Satz drauf gezogen.

    Seitdem kann ich alles was höher als der 14te Bund ist nicht mehr sauber auf der hohen E Saite klimpern, weil die Saite auf den Bundstäbchen aufliegt. Wie kann ich das Problem lösen?

    Dachte schon an die Brückchen, aber dann stimmt die Bundreinheit ja nicht mehr.

    Ach, wo ich gerade hier poste, gibt es ne Möglichkeit, dass die Saiten straffer sind? Es passiert mir öfter, dass der Klang eben verfälscht wird, weil ich unbewusst einige Millimeter bende, gerade bei schnelleren Sachen, oder zb. dass sich beim Soldierside/Intro von SOAD die Töne nicht mehr 100&ig richtig anhören. Oder ist das nur mit einem noch dickeren Satz zu erreichen. Wenn ja, welche Stärke ist für Dropped C am sinnigsten.

    Danke euch schonmal für die Tipps.

    Gruß
    SmokedIllusion
     
  2. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.10.05   #2
    Das Problem dass die Saiten ab dem 14. Bund aufliegen liegt höchstwarscheinlich an der Halskrümmung.
    Durch den neuen Satz Saiten dürfte der Hals sich etwas verzogen haben, ist soweit kein Problem.

    Das lässt sich über den Halsstab (Truss-Rot) korrigieren. Dazu entfernst du an der Kopfplatte dieses kleine Plättchen, darunter befindet sich der T-Rot. Je nach Instrument benötigst du einen Inbus oder Sechskantschlüssel, hast du nicht den passenden Schlüssel gehst zum Musikladen, die dürften einen haben. (Keine Bange die Dinger kosten weniger als 5 Euro)

    Jetzt drehst du denn T-Rod in die gewünschte Richtung, immer nur 1/4 umdrehungen mit wenig Kraft. (Überdrehst du den T-Rot kann er reissen, dann wirds teuer. Das soll dich nicht abschrecken, denn man merkt ganz gut wenn das Ding gespannt genug ist, es soll dich nur auf etwaiges hinweisen).
    Hast du die erste 1/4 Drehung geschafft lässt du den Hals bzw. die Gitarre eine ganze Weile stehen damit sich das Instrument neu einstellt.

    Du wiederholst dann den Vorgang solange bis es wieder passt. Fertig!



    Dropped C iss ja schon echt tief...da solltest du vll. mal ´nen 11er Satz verwenden (vll. sogar noch stärker, wenn du damit zurecht kommst'). Aber generell fühlen sich Saiten auf Gibson Instrumenten ´weicher´an, da Gibson eine kürzere Mensur verwendet. Das sollte dir klar sein.
     
  3. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 12.10.05   #3
    Wenn es ab dem 14. Bund ist, dann liegt es nicht mehr an der Halskrümmung. Bei der LP ist der Hals ja ab dem 15. Bund mit dem Body verleimt, in dem Bereich kann man nichts einstellen. Es ist ganz normal, wenn die Saiten schnarren nach dem runterstimmen. Wegen der geringeren Spannung schwingen sie weiter aus. Lösung wäre entweder noch dickere Saiten aufzuziehen oder die Brücke höher zu schrauben, sprich die Saitenlage zu erhöhen. Das Problem mit den unvermeidlichen Bendings kommt auch von der geringeren Saitenspannung. Die Greifhand muß sensibler werden, ansonsten helfen wieder dickere Saiten (die aber auch wieder Probleme mit sich bringen) oder man lebt damit..
    Gitarren sind nun mal nicht für extremes Runterstimmen entworfen. Man kann mit der Saitenstärke einiges ausgleichen, handelt sich aber dafür andere Nachteile ein. Es ist immer ein Komromiss mit dem man entweder klarkommt oder auch nicht. Eine echte Lösung wäre nur eine längere Mensur, grad die LP hat eine extrem kurze.
     
  4. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.10.05   #4

    Stimmt natürlich soweit....hab ich ganz vergessen.

    Aber könnte es nicht tatsächlich an der Halskrümmung liegen, zumindest z.T.?
    Wenn man den Hals ´gerader´ macht per T-Rot sollte sich eine etwas höhere Saitenlage ergeben ohne dás Stoptail-piece höher zu setzen?..oder bin ich da falsch gewickelt?
     
  5. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 12.10.05   #5
    Die Idee stimmt, aber es ist genau andersherum: je konvexer der Hals, desto höher die Saitenlage. Man muß die richtige Kombination zwischen Halskrümmung und Brücke finden, um auf die optimale Saitenlage zu kommen. Wenn man das Stop-Tailpiece höher schraubt, dann verändert sich allerdings gar nichts an der Saitenlage... ;)
    Beim verstellen von Brückenhöhe bzw. Trussrod braucht man die Oktavreinheit übrigens nicht nachzustellen (ausser es sind sehr große Veränderungen, aber meist geht's ja um Nuancen).
     
  6. Smoked Illusion

    Smoked Illusion Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.10.05   #6
    Tagchen

    Vielen Dank für eure Antworten und Hilfe.
    Ich werde mal etwas rumprobieren wenn ich zuhause bin und melde mich dann noch einmal.
     
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