Ich muss aber trotzdem noch einmal nachfragen, weil meine Vorstellung über das Zustandekommen von Kapazitäten gerne mal belächelt werden.
Mein DMM jagt einfach eine vordefinierten Strom auf ein Bauteil und misst nach einer vordefinierten Zeit die erreichte Spannung. Das Gerät wählt den Bereich nicht automatisch, da muss ich händisch einen Wert aus einer siebenstufigen Skala zwischen 2n und 600μ F wählen.
Welche Zeit und wieviel Ampere verwendet wird, bleibt dabei ungenannt.
Die LCR Hand Helds - selbst die ü-200 € Geräte - bieten nur vordefinierte Testfrequenzen wie z.B. 100/120/1k/10k/100k Hz - was ja nun auch nicht als pluralistisch zu bezeichnen ist.
Ich finde es aber wichtig, für die Kategorisierung eines Tonabnehmers zu wissen, welche Frequenzen wie stark belastet werden. Das kann man aber wohl nur mit teurer Messtechnik prüfen, die schnell den Preis einer Custom Shop Gitarre erreicht.
Aber warum wird so etwas nicht gemacht? Ist das Ergebnis doch zu unspektakulär? Ist der Aufwand zu groß? Kann das nicht Automatisiert werden?
Selbst bei Zollner finde ich nur zwei Einträge zu der Suche nach dem Wort Oszilloskop in den Kapiteln zum Tonabnehmer:
Manfred Zollner - Physik der Elektrogitarre - 5. Magnettonabnehmer (5-66) schrieb:
Das Gehör ist kein Oszilloskop – das Schallsignal wird vielmehr in Frequenzbänder (Frequenzgruppen) zerlegt, und erst die Ausgangssignale dieser Analysebandfilter werden bezüglich ihrer Zeitabhängigkeit analysiert.
Manfred Zollner - Physik der Elektrogitarre - 5. Magnettonabnehmer (5-76) schrieb:
Um Klarheit zu erhalten, bei welcher Frequenz ein Impedanzmessgerät arbeitet, kann die Messfrequenz z.B. während der Messung mit einem Oszilloskop überprüft werden.
Da steht nicht, dass es auch verwendet wurde.