Hoyer-Gitarren Userthread (vintage -> bis 1987)

Im Gegensatz zu meiner ersten E-Gitarre, einer Hertiecaster, war die Hoyer spieltechnisch ein Traum. Die Pickups waren allerdings nicht fürs spielen mit Verzerrer geeignet. Klangen sehr sauber.
 
Bezugnehmend auf meine Posts 286 und 291 über meine Hoyer Modell 29. Sie war längere Zeit beim Gitarrenbauer um restauriert zu werden. Die erste Befürchtung von ihm war, dass eventuell die Pickups defekt wären. Zum Glück funktionieren beide noch und es mussten nur neue Kabel verlötet werden. Hals und Bünde waren auch noch tip top und benötigten keine grossen Arbeiten. Der von mir abgeschliffene vordere Gitarrenkörper (hellblaue Lackierung des Vorbesitzers) wurde auf meinen Wunsch hin nur geölt und nicht mehr lackiert. Mir gefällt dieses Finisch besser als die lackierte Rückseite. Das Resultat der Restauration gefällt mir sehr gut.

Nun ist sie wieder bei mir und ich spielte seit Ende der 60ger Jahre wieder damit. Sie fühlt sich, gegenüber meinen anderen älteren Gitarren eher «klobig» an. Die Greifhand rutscht nicht so geschmeidig über den Hals, wie bei der Ibanez und der Westone. Bei der nicht ganz professionellen Messung des Halses sah ich, dass die beiden anderen Gitarren bei Dicke und Breite am 5. Bund sehr ähnlich mit ca. 24 mm Dicke und ca. 44 mm Breite sind. Die Hoyer fällt da schon etwas dicker mit 27 mm und einer Breite von 47 mm aus. Ich musste mich erst wieder daran gewöhnen, ganz klar aber, sie wird nicht die absolute Lieblingsgitarre zum spielen.

Vom Klang her gefällt mir der Klang des Hals Pickups deutlich besser als der Steg Pickup. Die Klangregelung mit den 4 Positionen B-, T+B+, T+B-, T- ist für heutige Zeit nicht mehr üblich. Mir fällt als erstes auf, dass B- und T-B+ deutlich leiser ausfallen als die anderen beiden Stellungen. Dabei ist der Klang bei B- heller als z.B. T- der deutlich dunkler ist.

Speziell für heute ist der Anschluss der Gitarre über Cinch Stecker. Das Kabel ist natürlich auch sehr alt und im Handel so nicht mehr erhältlich. Das Kabel ist mittlerweile auch nicht mehr sehr flexibel, so dass ich mich früher oder später mit dem löten einer neuen Verbindung befassen muss. Aus verschiedenen Gründen kommt ein Umstieg auf Klinke nicht in Frage, da der Body auch zu wenig tief ist. Ich weiss auch, dass der Vorbesitzer damit schon Probleme hatte und der Anschluss an der Gitarre ersetzt werden musste.

Mittlerweile steht sie, wie meine anderen alten Gitarren im Rack und wartet darauf bespielt zu werden.

Mein Fazit: Die Restauration hat sich auf jeden Fall für mich gelohnt, sie gefällt mir auch jetzt noch sehr gut. Ein Verkauf der Gitarre steht auch nicht zur Debatte.
 

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Hallo Boardercross,

super, dass Du uns wieder an der Restauration teilhaben lässt. Deine Typ 29 ist schon ein in Würde gealtertes Instrument, mit geradezu einzigartiger Formgebung. Habe sie im Prospekt von damals entdeckt und das hier angehangen, es dürfte sich um das Prospekt aus 1963 handeln, vermutlich.

Pass' gut auf das seltene Stück auf, hast es ja schon eine halbe Ewigkeit, Respekt!

Ulricoso

Auszug Prospekt 1963.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Speziell für heute ist der Anschluss der Gitarre über Cinch Stecker.
DIN Stecker wäre richtig, Cinch gabs da glaub ich noch gar nicht.

Schönes Teil, an dir Form kann ich mich auch noch erinnern, war schon etwas speziell.
 

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