Hoyer-Gitarren Userthread (vintage -> bis 1987)

  • #361
Im Gegensatz zu meiner ersten E-Gitarre*, einer Hertiecaster, war die Hoyer spieltechnisch ein Traum. Die Pickups waren allerdings nicht fürs spielen mit Verzerrer geeignet. Klangen sehr sauber.
 

  • #362
Bezugnehmend auf meine Posts 286 und 291 über meine Hoyer Modell 29. Sie war längere Zeit beim Gitarrenbauer um restauriert zu werden. Die erste Befürchtung von ihm war, dass eventuell die Pickups defekt wären. Zum Glück funktionieren beide noch und es mussten nur neue Kabel verlötet werden. Hals und Bünde waren auch noch tip top und benötigten keine grossen Arbeiten. Der von mir abgeschliffene vordere Gitarrenkörper (hellblaue Lackierung des Vorbesitzers) wurde auf meinen Wunsch hin nur geölt und nicht mehr lackiert. Mir gefällt dieses Finisch besser als die lackierte Rückseite. Das Resultat der Restauration gefällt mir sehr gut.

Nun ist sie wieder bei mir und ich spielte seit Ende der 60ger Jahre wieder damit. Sie fühlt sich, gegenüber meinen anderen älteren Gitarren eher «klobig» an. Die Greifhand rutscht nicht so geschmeidig über den Hals, wie bei der Ibanez* und der Westone. Bei der nicht ganz professionellen Messung des Halses sah ich, dass die beiden anderen Gitarren bei Dicke und Breite am 5. Bund sehr ähnlich mit ca. 24 mm Dicke und ca. 44 mm Breite sind. Die Hoyer fällt da schon etwas dicker mit 27 mm und einer Breite von 47 mm aus. Ich musste mich erst wieder daran gewöhnen, ganz klar aber, sie wird nicht die absolute Lieblingsgitarre zum spielen.

Vom Klang her gefällt mir der Klang des Hals Pickups deutlich besser als der Steg Pickup. Die Klangregelung mit den 4 Positionen B-, T+B+, T+B-, T- ist für heutige Zeit nicht mehr üblich. Mir fällt als erstes auf, dass B- und T-B+ deutlich leiser ausfallen als die anderen beiden Stellungen. Dabei ist der Klang bei B- heller als z.B. T- der deutlich dunkler ist.

Speziell für heute ist der Anschluss der Gitarre über Cinch Stecker. Das Kabel ist natürlich auch sehr alt und im Handel so nicht mehr erhältlich. Das Kabel ist mittlerweile auch nicht mehr sehr flexibel, so dass ich mich früher oder später mit dem löten einer neuen Verbindung befassen muss. Aus verschiedenen Gründen kommt ein Umstieg auf Klinke nicht in Frage, da der Body auch zu wenig tief ist. Ich weiss auch, dass der Vorbesitzer damit schon Probleme hatte und der Anschluss an der Gitarre ersetzt werden musste.

Mittlerweile steht sie, wie meine anderen alten Gitarren im Rack und wartet darauf bespielt zu werden.

Mein Fazit: Die Restauration hat sich auf jeden Fall für mich gelohnt, sie gefällt mir auch jetzt noch sehr gut. Ein Verkauf der Gitarre steht auch nicht zur Debatte.
 

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  • #363
Hallo Boardercross,

super, dass Du uns wieder an der Restauration teilhaben lässt. Deine Typ 29 ist schon ein in Würde gealtertes Instrument, mit geradezu einzigartiger Formgebung. Habe sie im Prospekt von damals entdeckt und das hier angehangen, es dürfte sich um das Prospekt aus 1963 handeln, vermutlich.

Pass' gut auf das seltene Stück auf, hast es ja schon eine halbe Ewigkeit, Respekt!

Ulricoso

Auszug Prospekt 1963.webp
 
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  • #364
Speziell für heute ist der Anschluss der Gitarre über Cinch Stecker.
DIN Stecker wäre richtig, Cinch gabs da glaub ich noch gar nicht.

Schönes Teil, an dir Form kann ich mich auch noch erinnern, war schon etwas speziell.
 
  • #365
  • #366
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  • #367
Hallo open-g,
ist ja interessant. Danke für den Beitrag.
Weißt Du, wer hinter diesem Beitrag steckt?
VG
fifty-sixty
 
  • #368
  • #369
Ja, habe auch den Eindruck, das KI gut mitgewirkt hat. Bin bei Minute 20,... manches ist KI-mäßig ein wenig verdreht, verallgemeinert,...
aber sehr viel stimmt scheinbar auch.
 
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  • #370
... und manches scheint auch einfach falsch zu sein: Afaik waren alle Standorte der Firmen Hopf eben nicht in Bubenreuth / Tennenlohe, sondern in/um Taunusstein.
 
  • #371
Wieder ein Neuzugang in meiner Sammlung :-)
Eine 5069S. SN46164. Schwarz, mit verchromten Schlagbrett. Das Schlagbrett sieht für mich original aus. Beim Innenleben bin ich nicht sicher. In das Schlagbrett wurde einzusätzliches Loch gebohrt. Auch einige Lötstellen sehen etwas unprofessionell aus. Wahrscheinlich wurde dort ein zusätzlicher Schalten nachgerüstet und später wieder entfernt. Als Pickups sind zwei Seymour Ducan (DCJ und DD-M)verbaut. Weiß jemand ob die original in der dritten Serie der 5069S verwendet wurden?
Ich habe hier gelesen, dass die 5069Sin drei Serien gebaut wurde. Welche Unterschiede gab es denn zwischen diesen Serien? Ich habe Modelle mit und ohne Schlagbrett gesehen, auch das Shaping auf der Rückseite ist nicht bei allen Modellen ausgearbeitet.
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  • #372
Der Pickguard ist original, ich hatte die V in weiß mit einem Spiegelpickguard.
 
  • #373
Hallo
die 5069S wurde (grob eingeteilt) in 3 Serien gebaut:

1.Serie SN4200x bis ca SN4215x mit etwas breiterem Hals und die Brücke noch ganz in Messing ausgeführt
Hoyer 5069S 42047 03.webp

2.Serie dann SN4215x bis SN42499, der Hals dann etwas schmäler, die Brücke verchromt, aber mit 2 Seitenteilen ausgeführt
Hoyer 5069S 42234 04.webp

3.Serie dann ab SN 46001, wie 2.Serie aber Brück ohne die Seitenteile und der Body mit dem bellycut
Hoyer 5069S 46252 05.webp
Hoyer 5069S 46347 02.webp


Die 5069S war sichtlich das erfolgreichste Hoyermodell in den 80er Jahren, es dürften fast 1000 Stück in diesen 3 Serien gebaut worden sein. Sie hatten alle DiMarzio Tonabnehmer, den DP103 (PAF) am Hals und den DP101 (dual sound) an der Brücke, der dann mit dem Phasenschalter (Miniswitch), stets auch 250k Poties.

Gruß Ulricoso
 
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  • #374
Super, lieben Dank für die Info. Wieder was dazu gelehrt :-)
 
  • #375
Mal ne Frage an die Experten: Ich besaß Anfang der 70er eine Hoyer Flying Arrow, die aber wie eine 67er Gibson V aussah. Also keine 5069S.
Was war das denn für ein Modell ?
 
  • #376
Mal ne Frage an die Experten: Ich besaß Anfang der 70er eine Hoyer Flying Arrow, die aber wie eine 67er Gibson V aussah. Also keine 5069S.
Was war das denn für ein Modell ?

Nachdem was ich bisher hier gelehrt habe, war das dann die 5069 (ohne S)
Die gab es von ca. 1972/73 bis ca. 1976/78. Sie hatte einen eingeleimten Hals und die Regler waren im Dreieck angeordnet. Auch wurden die Saiten nicht durch den Korpus gehührt. Bei reverb.com wird gerade eine angeboten.
 
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  • #377
Danke für die Info 👍
 
  • #378
Nachdem was ich bisher hier gelehrt habe, war das dann die 5069 (ohne S)
Die gab es von ca. 1972/73 bis ca. 1976/78. Sie hatte einen eingeleimten Hals und die Regler waren im Dreieck angeordnet. Auch wurden die Saiten nicht durch den Korpus gehührt. Bei reverb.com wird gerade eine angeboten.
Die hat einen reparierten Halsbruch und wird bei Reverb für > 1600,-, bei Kleinanzeigen für 1499,- angeboten, ist das nicht ein bisschen derb ?
 
Grund: ty
  • #379
Die hat einen reparierten Halsbruch und wird bei Reverb für > 1600,-, bei Kleinanzeigen für 1499,- angeboten, ist das nicht ein bisschen derb ?
FInde ich auch übertrieben. Für die Hälfte wäre ich ggf. interessiert.
 
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  • #380
Servus zusammen,
seit 1984 besitze ich eine wunderbare, immer noch unverbastelte Hoyer Explorer sunburst mit der Seriennummer 24. Ich würde gerne herausfinden wieviel Stück damals davon gebaut wurden ? Das exakte Baujahr würde mich auch interessieren - vielleicht kann jemand darüber etwas sagen? Herzlichen Dank und Grüße in die Runde
 

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