Mein absoluter Traum wäre es genug Zeit zu haben um mich gänzlich der Musik zu widmen. Nicht nur einfach ein großer Bassist zu werden, sondern vielmehr alles ausprobieren was mir in die Hände kommt. Und das ohne Sorgen ob es jetzt klappt oder ob ich für meine Brötchen in Zukunft betteln muss wenns daneben geht. Einfach TUN und Freude daran haben. Ich liebe es einfach auf neue Instrumente zu stoßen und dabei unweigerlich schon diverse Konstellationen von Instrumenten und Musikern einer fiktiven Band auszubrüten.
Aber das wird wohl der Traum von vielen sein und auch bei 99,9% der Leute irgendwann mehr oder weniger schmerzlich zerplatzen.
Vernünftig betrachtet will ich in naher und ferner Zukunft eigentlich Ein festes Einkommen und genug Zeit um nebenher ab und zu mal aufzutreten. Momentan am liebsten mit einer Dicke-Eier-Heavy-Metal-Band, in 10-20 Jahren wahrscheinlich eher mit ner Jazztruppe
Edith will noch eine Geschichte hinzufügen:
Vor nicht allzulanger Zeit habe ich mal einem Projekt "Kunsttherapie trifft auf Musiktherapie" beigewohnt. Sprich ein dutzend Menschen ohne Vorkenntnisse in Kunst und v.a. Musik haben in 2 Gruppen abwechselnd frei musiziert und zum Gehörten gemalt. Dabei waren 90% der Beteiligten vor absolut unbekannten Instrumenten gesessen. Und auch ich bin dort mit neuen Dingen konfrontiert worden, z.B. hab ich vorher noch nie etwas von nem Monochord gehört. Und auch diverse Percussioninstrumente (z.B.
http://www.schlagwerk.com/english/tuned_percussion/tuned_percussion.php , Schlagwerk-->Big Bom; genial!) waren mir unbekannt. Jedenfalls beginnt dann aus der Stille heraus eine freie Musik. Das spiegelt wie ich denke ganz gut wieder, was ich am liebsten machen würde. Ganz ohne denken in richtig/falsch, analysieren, überprüfen usw. einfach etwas tun und Spaß dabei haben. Mal hier mal da, mal dies mal das, ganz ungezwungen.
Grandios wäre es natürlich auch, wenn ich damit das bewirken könnte was ich bei diesem Projekt erlebt habe. Angesichts der entstandenen Klänge, den Gedanken und die Art und Weise wie diese zu Papier gebracht wurden haben doch tatsächlich nicht wenige Teilnehmer ein paar Tränen abgedrückt.
Naja, bevor noch einer zu Lachen anfängt schiebe ich diese Vorstellungen mal wieder ins Reich der Träume
