Ibanez S1625 extreme Dead Spots

von tokodomo, 15.07.04.

  1. tokodomo

    tokodomo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.04   #1
    Hallo,

    ich habe mir vor etwa einer Woche diese Gitarre blind (mach ich nie wieder) bei einem Online-Händler gekauft. Nun habe ich folgendes Problem, an manchen Bünden und besonders auf der G-Saite gibt es ziemliche Dead Spots - es ist fast kein Sustain da! Die Bundierung scheint okay zu sein und die Saitenlage habe ich auch ziemlich hochgeschraubt. Als Hörbeispiel habe ich ein paar Soundfiles erstellt. Alles ohne Effekte oder Noise Gate etc. - also vollkommen trocken. Einmal Clean und einmal mit ein wenig Drive. Wenn ich mit dem Vibratohebel den Ton an den entsprechenden Bünden höher oder niedriger ziehe dann ist das Sustain wieder da. Also für mich sind das eindeutig Dead Spots...
    Mir ist auch klar das wahrscheinlich jedes Holzinstrument eine oder mehrere Resonanzfrequenz(en) hat, wo der Ton nun mal schneller ausklingt, aber in diesem Maße hab ich das noch nicht erlebt. Was sagt ihr dazu? Die Gitarre an sich ist mein Traum, sehr gute Verarbeitung, super Trem und geniale Optik...
     

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  2. Ray

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    Erstellt: 15.07.04   #2
    spricht dafür. Kannste auch testen, in dem du die gitarre mal nen halbton höher und tiefer stimmst. Wenn die Deadspots dann jeweils nen Bund tiefer und höher rutschen, dann sinds wohl schon echte Deadspots. Mit der Saitenlage oder einem einzelnen kaputten Bund hats jedenfalls dann nix zu tun.

    ich hab an meiner Strat einen nervigen Deadspot, wo der Ton nur halb so lang oder sogar nur ein Drittel so lang ausschwingt.

    Allerdings nicht ganz so krass wie bei deinem ersten Soundbeispiel. Das ist schon heftig...2 Sekunden oder so?


    Tja,viel viel spielen, dicke Saiten drauf, dickes Plek, voll in die Saiten.....und in 20 Jahren sind die Deadpsots schwächer :-)
     
  3. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.07.04   #3
    du machst einem ja wirklich mut :)

    mfg
    BlackZ :rock:
     
  4. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.07.04   #4
    Alternative: er stimmt seine Gitarre nen Viertelton höher/tiefer.

    ich hab mich schon mal gefreut, weil ich dachte, mein Deadspot wäre weg. hatte aber nur die Klampfe mit der zeit leicht nach oben verstimmt. :-)
     
  5. tokodomo

    tokodomo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.04   #5
    Erstmal Danke für die Antworten ;)

    Oder ich schicke die Gitarre wieder zurück, noch hab ich Zeit. Gefallen tut sie mir aber...
     
  6. tokodomo

    tokodomo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.04   #6
    Der war dann sicher auch von Anfang an da, oder?
     
  7. JSX

    JSX Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 15.07.04   #7
    Hi und wilkommen im Forum,

    die andere Möglichkeit die Deadspots gleich weg zu bekommen ist eine Klangoptimierung.
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.07.04   #8
    Jupp.

    Als Ausgleich dafür hat sie auch nen extremen Live-Spot. :-)

    Mit der von JSX angesprochenen Klangoptimierung müsste man dann erreichen können, dass alle Töne das Niveaus dieses Live Spots erreichen.

    Ist halt net billig. Mal abwarten, mittlerweile gibt es ja schon mehr Adressen für diese Optimierungen, wenn das mal Fabrikmässig aufgezogen wird, wirds vielleicht billiger :-)

    Ne Arme-Leute-Variante ists, ne Anlage (am besten im schalldichten Proberaum) auf voll Pulle einzustellen und dann ne Woche nonstop deine Klampfe direkt vor den Lautsprecher zu stellen. Sollte so laut sein, dass die Schallwellen das Ding fast umschmeissen. :-)

    Inoffoziell nennt sich das wohl die "Abi von Reininghaus-Variante", weil der das seinerzeit mal publik machte.

    Kleine Verbesserungen lassen sich dadurch erreichen.
     
  9. JSX

    JSX Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.07.04   #9
    Da sage ich jetzt besser nichts dazu.

    Abi hatte das mal in einer E-Mail an mich erwähnt,
    aber das hat nicht so gefruchtet.
    Irgent etwas hatte es da zerschossen gehabt. :)
    Ich weiß es nicht mehr so ganz genau was es war.
    Er war ja auch einer der 3 Testpersonen bezüglich der Klangoptimierung.

    Ab und an kann man auch mal mit dem Emil verhandeln was den Preis angeht.
     
  10. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.07.04   #10
    Keine Ahnung mehr, wo ich das herhab. Vielleicht stands mal in seiner G&B Kolummne, oder auf seiner HP, oder sonstwo. Es ist mir zumindest 2 oder 3 mal über den Weg gelaufen. Zuletzt hats ein Werksstoffwissenschaftler (und Gitarrist) mir gegenüber erwähnt, der das auch selber ausprobiert hat. Mit mässigem, aber empirisch nachprüfbarem Erfolg. Bei ihm gings weniger um deadspots, sondern mehr um das Auskling-Verhalten auf den hohen Bünden.

    PS: der Tip war net ganz ernst gemeint :-)

    Aber ich werds selber demnächst mal machen.


    Man sollte Kleinigkeiten nicht unterschätzen. Vor ein paar Monaten z.B. hab ich ja erst angefangen, meinen Deadspot 7.Bund D-saite (und 12. Bund A-Saite, wenn auch schwächer ausgeprägt (wegen anderer Obertöne? )) auszumerzen.

    Hab erst ne Testreihe von ca 200 Anschlägen gemacht und nen Durchschnittswert ermittelt für den Ton ermittelt. Für den Hausgebrauch durchaus genug. Da wars dann so, dass die D Saite am 7.Bund tatsächlich nur gut ein Drittel der Ausschwingzeit hatte wie an den anderen Bünden (hier hab ich mit testweise nur einige Bünde rausgesucht und halt auch nen Mittelwert genommen).

    Dann hab ich ein paar MOnate vor dem fernseher unplugged auf der Gitarre rumgehauen. 13er Saiten, 1mm nicht angespitztes Stahlplektrum, volle Wucht in die Saiten. Also wirklich absolutes Rohr. V.a. Barreegriffe über 6 Saiten und bis zum 12. Bund.

    Täglich zwei Stunden Fernsehen (nie hab ich soviel Mist gesehn wie in dieser Zeit :-) ), das über drei Monate......heute liegt der Deadspot bei ner Zeit, die zwischen der Hälfte und Zwei Drittel des Mittelwertes der anderen Bünde liegt.

    Trotz Fehlerquellen und ein wenig "Wunsch ist der Vater des Gedankens" -Syndrom ein mehr als eindeutiges Zeichen.

    V.a. setzt der Ton nicht mehr so abrupt ab. Vorher klang er ganz normal und ging dann von 100 auf Null zack aus. Jetzt faded er ein wenig.


    Auch bei meiner 12-saitigen merke ich z.B., dass schon kurze Zeit des Einspielens Veränderung bringt. Trotz nicht-massiver Decke.

    da die Gitarre überwiegend auf den unteren Bünden gespielt wird, sind nur die halbwegs eingespielt. Die oberen klingen wie am ersten Tag, viel lebloser und kälter. Die unteren werden langsam weicher und lebendiger.

    Gering, aber hörbar.
     
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