Ich raffe es nicht... harmonisieren einer melodie

von Ilovemetalmusic, 26.11.07.

  1. Ilovemetalmusic

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    Erstellt: 26.11.07   #1
    moin.

    ich weiß Suchfunktion und so...

    anscheinend bin ich zu blöd um die beiträge zu verstehen....

    ich habe meine gitarre folgendermaßen gestimmt c - g - c - f - a -d

    ich spiele bspw. auf der d-saite (in meinem tuning somit c) die drei anfangstöne einer melodie - a# (10. bund) c (12. Bund) a (9.bund) - und möchte dazu nun die zweite gitarre, damit es schön traurig klingt eine moll-terz höher spielen, welche töne habe ich dann, wenn ich in der tonart bleiben will? ich beginne auf dem ton c +3 ht weiter = d# ?

    vielen dank für die unterstützung....
     
  2. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 26.11.07   #2
    Also zu den Tönen Bb C und A wären die Terzen (in der Tonart, ich tippe auf g-moll):
    D, Eb und C
     
  3. Ilovemetalmusic

    Ilovemetalmusic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #3
    kannst du mir jetzt noch erklären, wie du da vorgehst?
     
  4. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 26.11.07   #4
    Oh, vor der Frage hatte ich Angst ;)

    Also, erstmal: Tonart bestimmen.
    In diesem Fall recht intuitiv, ich spiele selber Metal und bin deshalb spontan davon ausgegangen, dass du die Töne im Wechsel mit der leeren G-Saite spielst, und die Töne die du vorgegeben hast, haben diese These nicht wiederlegt.

    2. Skala anschauen:
    G A Bb C D Eb(oder E) F(oder F#) G
    (die Alternativen in Klammern entstünden bei harmonisch (das F#) oder melodisch (beide) Moll)

    3. Die Terzen raussuchen:
    - Bb -> 2 Töne darüber liegt in der Skala das D
    - C -> Eb (da du es traurig haben wolltest; C E als große Terz klingt doch eher "durig")
    - A -> C
     
  5. Ilovemetalmusic

    Ilovemetalmusic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #5
    welche skala liegt da jetzt vor?

    G-Dur?
     
  6. Ilovemetalmusic

    Ilovemetalmusic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #6
    geh ich von Bb zwei töne weiter? müsste es bei der moll terz nicht 1 1/2 sein?
     
  7. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 26.11.07   #7
    Oh, sorry, hätte ich dran schreiben können :)
    Nein, es liegt g-moll vor, gehe ich zumindest (aus o.g. Gründen) von aus. Es kann sich bei den 3 Tönen die du genannt hast aber auch um irgendeine andere Skala handeln, dazu bräuchte man dann ein paar Infos mehr.
    Ich meinte mit 2 Töne weitergehen nicht 2 Ganztonschritte sondern 2 Töne in der Skala. Wenn du auf jeden der 3 Töne eine kleine Terz draufsetzen willst, dann bräuchtest du dazu ein Db, das wäre ein Ton, der in g-moll nicht vorkommt.

    PS: Du kannst Beiträge, falls du etwas ändern möchtest oder noch eine Frage hinzufügen möchtest auch noch nachträglich bearbeiten. Dazu gibt es rechts unten im jeweiligen Post den Button "Ändern"
     
  8. Ilovemetalmusic

    Ilovemetalmusic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #8
    habe das riff,welches ich (zum teil) zweistimmig spielen möchte in guitar pro getabt...

    vielleicht kannst du ja mal einen blick drauf werfen...

    wäre echt verdammt cool von dir...

    wie kann ich mir eigentlich das harmonisieren drauf schaffen? wie gehe ich am besten vor?


    ich habe mir bereits ein lehrbuch gekauft, "die neue harmonielehre" von frank haunschild, allerdings ist mir das zu theoretisch...d.h. ich kann das erlernte nicht wirklich gut umsetzen
     
  9. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 26.11.07   #9
    Ja, hab ich, kannste mal hier dranhängen. (Zum Antworten auf "Erweitert" und dann unten "Dateianhänge verwalten")

    Also der Haunschild wird hier immer wieder empfohlen, soll ein sehr gutes Buch sein. Ansonsten schau dich mal hier im Forum um, die Frage nach Einstiegsmöglichkeiten in die Harmonielehre taucht immer wieder auf, ich kann dir da leider nicht wirklich weiterhelfen, hab das über die Jahre in Musik- und Instrumentalunterricht gelernt, musste mir das nicht selbst beibringen...
     
  10. Moose!

    Moose! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #10
    Hallo,

    ich bin auch gerade dabei, dieses unendliche Gebiet zu erforschen. Als praktisch erweist sich immer ein Tasteninstrument, weil man dort gerade Intervalle etc. einfacher/schneller erkennen kann. Wenn du natuerlich die ganzen Noten aufm Griffbrett auswendig kannst, super.
    Dazu les ich mir dann eigentlich die ganzen Beitraege hier im Forum durch, sind ja auch extrem viele Links zu anderen Seiten, wobei ich da eine hervorheben wuerde (fand ich zumindest ganz gut)
    http://www.justchords.de/theory/index.html

    Ganz wichtig dabei ist, sich zu konzentrieren! Sobald du merkst, du bist nicht 100% dabei, lass es und mach spaeter weiter. Sonst kriegt mans nie in den Kopf. Klar, dabei alles nochmal praktisch dann testen, is auch nich verkehrt, nicht nur lesen.

    Falls du ein neues Buch suchen solltest(?), habe ich gehoert, dass "Die neue Harmonielehre" von Frank Sikora sehr gut sein soll, hab's aber nicht! Also kann dir dazu nichts sagen.

    Cheers
    Moose!
     
  11. Ilovemetalmusic

    Ilovemetalmusic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #11
    vielleicht kannst du mir ja sagen, wie ich erkenne um welche tonart es sich handelt und wie man das herausfindet....:)
     

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  12. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 26.11.07   #12
  13. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 26.11.07   #13
    1. Ich würde mich zu allererst immer auf mein Gefühl verlassen. Gibt es einen Ton, den du als Zentrum empfindest?

    Wenn du von dem Ton aus spontan eine Tonleiter rauf und runter singst, hast du beim Grundton das größte Gefühl des Einrastens.

    In deinem Beispiel solltest du das Grundtongefühl beim g haben. Er wird auch permanent hervorgehoben.

    2. Reihe alle Töne, die du verwendest hast, der Tonhöhe nach auf und setzte sie in Beziehung zu dem Ton, den du als Zentrum ausgemacht hast. Denk daran, daß normalerweise Stammtöne nicht doppelt vorkommen. Das stimmt zwar nicht immer, aber oft.

    Deine Töne sind: G A Bb C D Eb

    Bezogen auf G hast du diese Intervalle: 1 2 b3 4 5 b6.

    Jetzt mußt du nur noch den Aufbau von Dur und Moll kennen oder kennenlernen (Solltest du dir mal selber Ableiten, dann prägt sich das am besten ein):

    Dur = 1 2 3 4 5 6 7 (8)
    reines Moll = 1 2 b3 4 5 b6 b7 (8)
    (es gibt noch zwei weitere Moll-Varianten)

    Ein Vergleich mit deinen Tönen weist eindeutig auf moll. Grundton G und moll heißt G-moll.

    Rein Theoretisch gäbe es auch die Möglichkeit, daß du Bb-Dur verwendest (gleiche Töne wie G-moll - parallele Tonart). Aber beim Bb ist das Gefühl des Einrastens nicht da.


    Das Buch ist wirklich eine der besten und verständlichsten Harmonielehren, eigentlich die beste, die ich kenne. Aber Einsteiger werden damit mit Sicherheit überfordert sein. Die sollten erst mal eine auf Einsteiger ausgerichtete Harmonielehre verwenden oder die Einführungen im Internet durcharbeiten.

    Gruß
     
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