Ich weiß aller Anfang ist schwer...Tortur Akkorde wechseln

  • Ersteller Ann Fänger
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...eben Akkord Wechsel ist nicht gleich Akkord Wechsel. Ein Wechsel von E-Dur nach A-Moll ist etwas anderes, als von D-Dur nach H7... von "einfach" nach "schwer" steigern und das was "einfach" geht, trotzdem viel üben.

Aber nix ist unmöglich! Ich habe erst nach gut 20 Jahren für mich entdeckt, dass auch das C-Dur Shape mit/als Barree nutzen lässt. Ist erst ziemlich unbequem..., aber so gibt's immer noch was zu lernen.

Von einem "sportlichem" Dehnübungsprogramm, halt ich nicht so viel, wohl aber von Pausen, wenn es beginnt weh zu tun!!!
 
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Es ist einfach UNVORSTELLBAR wie das jemals funktionieren soll.....aber wäre die Gitarre ein unmöglich zu spielendes Instrument würden es ja nicht soviele Menschen gerne spielen....
Habe mir nun mal ein Lied rausgesucht dass ich spielen kann...also "kann" ist jetzt Zuviel gesagt...gezupft in einem Tempo dass jede Melodie zunichte macht, ABER es tut mal ganz gut :)
 
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Ganz wichtig ist, dass jeder Finger in seinem Bund bleibt.
Die gängigsten Akkorde bekomme ich mitlerweil blind hinn, nur ich bin ein bischen langsam.

Üben, üben, üben ..... und Geduld haben.
 
Um zunächst auch mal kurz auf den Zug der Eselsbrücken aufzuspringen: Eine Alte Deutsche Gitarre hält ewig
So wurde mir das vor gefühlten Ewigkeiten beigebracht.

Das Wechseln der Akkorde habe ich damals so geübt, dass ich mich in ein stockdunkles Zimmer gesetzt und alle zwei Takte die Akkorde gewechselt habe. Das klang zu Beginn furchtbar, aber man ist gewissermaßen ja gezwungen, blind zu wechseln.

Gerade zu Beginn würde ich Wechsel wie C <--> Am oder E <--> Am üben. Auch der schlichte Wechsel zwischen E-Dur und E-moll kann dabei helfen, ein Gefühl dafür zu bekommen, mit einem Finger präzise eine Saite blind zu treffen.
Wenn die einfachen Wechsel funktionieren würde ich auf einen Takt bzw. später auf halbe Takte verkürzen.
Im Anschluss dann die Wechsel erweitern, z.B. Am --> C --> D --> Am --> ...
Wieder mit zwei Takten beginnen und steigern.

Dieses Vorgehen hat bei mir schnell zu Fortschritten geführt, vielleicht hilft es ja. :)
 
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Ich habe auch erst vor ein paar Wochen wieder angefangen und ich weiß was du meinst, vor allem A-Dur nervt mich noch hin und wieder.
Langsam kommt auch endlich die Hornhaut an die Fingerkuppen, nach einer halben Stunde tut es nämlich schon ziemlich weh.

Länger als eine halbe Stunde übe ich eher selten, wenn dann lieber mehrfach am Tag.
 
Länger als eine halbe Stunde übe ich eher selten, wenn dann lieber mehrfach am Tag.

Ehrlich gesagt schaffe ich es kaum länger als eine halbe Stunde am Stück, vor allem bei neuen Inhalten. Danach merke ich, dass es nichts mehr bringt. Dann lieber Pause und später noch einmal. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es für mein Gehirn so eine Anstrenung darstellt Finger auf eine Saite zu legen. :eek:
 
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Üben. :) Klingt langweilig, ist aber so. :engel:

Ich weiß noch, dass ich als Anfänger irgendwann mal von G-Dur nach C-Dur wechseln wollte, was schon ganz gut ging, aber mit zwei Einzeltönen dazwischen, A und B, also quasi:

--3--------0--
--0-----0--1--
--0--2-----0--
--0--------2--
--2--------3--
--3--------x--


Ich erinnere mich heute noch (20+ Jahre später) an Blut, Schweiß, Tränen und das leicht irre Lachen des schleichenden Verstandsverlustes, weil es einfach nicht gelingen wollte, auch nach Tagen und Wochen.

Aber: Irgendwann hat es geklappt. Und heute wäre es mir gar nicht mehr vorstellbar, dass eine solche Figur ein Problem darstellen kann, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte. :)
 
Manchmal hilft es auch die Gitarre mal 2 Tage in die Ecke zu stellen oder ganz andere Dinge zu versuchen.
Und schwupps klappt des
 
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Manchmal hilft es auch die Gitarre mal 2 Tage in die Ecke zu stellen oder ganz andere Dinge zu versuchen.
Und schwupps klappt des

Das habe ich mich hier nicht getraut zu schreiben - aber das ist mir - zwangsweise - auch schon passiert. Ich war eben auf Dienstreise oder sonst nicht zu Hause und konnte die Klampfe nicht mitnehmen. Dann wieder hingesetzt und plötzlich kommt man über die Hürde. Man hat ja erfolge und es geht weiter, nur vergisst man dass beim nächsten "Blut, Schweiß und Tränen"-Stück :whistle:.

Nicht aufgeben ist die Maxime. Danke, dass die Profi's hier ihre Erfahrungen teilen :opa: :great:
 
Das habe ich mich hier nicht getraut zu schreiben - aber das ist mir - zwangsweise - auch schon passiert. Ich war eben auf Dienstreise oder sonst nicht zu Hause und konnte die Klampfe nicht mitnehmen. Dann wieder hingesetzt und plötzlich kommt man über die Hürde. Man hat ja erfolge und es geht weiter, nur vergisst man dass beim nächsten "Blut, Schweiß und Tränen"-Stück :whistle:.

Nicht aufgeben ist die Maxime. Danke, dass die Profi's hier ihre Erfahrungen teilen :opa: :great:
Ich finde das Wichtigste ist.....nicht zu verkrampfen.
Wenn was ums verrecken nicht gehen will auch nach dem 250. Versuch dann was anderes machen.
Reinbeißen in eine Sache ja......verkrampfen nein
 
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Ich hätt noch einen Tipp, klingt banal aber:
Nicht hinschauen.

Bis das Hirn die Impulse vom Sehnerv verarbeitet und Sachen wie "Finger liegt richtig" realisiert hat vergeht bis zu einer Sekunde.
Wenn man es dann mal kann, braucht man das Schauen ja nur, dass man an die richtige Stelle (also z.B. 9. Bund) fährt, aber wie die Finger genau liegen geht über Muskelgedächtnis und Tastsinn.

Gehör und Tastsinn löst das Hirn nämlich unter 0,1sec auf, damit funktioniert Musik machen, wenn man "wartet", bis das optische "Finger liegen richtig" da ist, KANN man nur zu spät sein.
Wenn man sich das nicht bewusst macht, dann macht Augentier Mensch nun mal das, was er immer macht: Etwas machen und dabei zugucken, um sicherzustellen, dass es passt - und das ist da hinderlich.

Heißt praktisch:
Mal 2 Akkorde suchen und voll bewusst, am besten mit geschlossen Augen, nur hörend und fühlend den Wechsel üben.
Sobald das geht die nächsten. Dadurch lernt man nämlich auch, mit allen Fingern gleichzeitig umzugreifen, wenn man es optisch gesteuert macht, zwingt man sich quasi zu einem Finger-für-Finger-Umgreifen.

LG
 
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wenn man "wartet", bis das optische "Finger liegen richtig" da ist, KANN man nur zu spät sein.
Stimmt. Man kann zwar auch “vorausschauend“ spielen, für optische Korrekturen fehlt dann aber auch die Zeit. Und wenn man mehrere Finger gleichzeitig umsetzen muss, ist das auch zu viel. Zur Kontrolle der Lage/Höhe der Greifposition reicht es, da ist vorausschauendes Spielen hilfreich. Die Griffe selbst müssen aber sitzen. Also rein ins motorische Gedächtnis damit ;).
Irgendwann klappen dann sogar viele Lagenwechsel blind.
 
Bei Wechseln zwischen bestimmten Akkorden landen einzelne Finger wieder auf der selben Saite. Im Sinne der Bewegungsoptimierung (so wenig wie möglich) und Orientierung kannst du üben, mit dem entsprechenden Finger in Saitenkontakt zu bleiben.

genau, z.B. beim Wechsel zwischen E und D bleibt der Zeigefinger (ohne Druck) auf der G-Saite und gleitet nur einen Bund weiter. So hat man schon mal einen Fixpunkt, an dem sich die anderen Finger orientieren können.
Wenn man es dann noch schafft, den A-Akkord mit alternativem Fingersatz zu greifen (siehe unten, Video), dann kann man die Akkordfolge A-D-E greifen, indem der Zeigefinger immer auf der G-Saite bleibt ;)

ca. ab 1:47 zeigt er die Alternative zum üblichen Fingersatz


Man kann z.B. auch beim E-moll variieren, ob man dafür Zeige- und Mittelfinger oder Mittel- und Ringfinger benutzt, je nachdem, wohin die Finger anschließend müssen. Ich kann z.B. viel leichter von Em zum G wechseln, wenn ich den Em mit Zeige- und Mittelfinger spiele. Wechsel zu Am oder C fällt mir dagegen leichter, wenn ich den Em mit Mittel- und Ringfinger greife.

Das klingt vielleicht für Anfänger zunächst verwirrend, ich will nur damit sagen: man sollte im Hinterkopf haben, dass es nicht in Stein gemeißelt ist, was in irgendwelchen Anleitungen steht. Manchmal gibt's auch gute Alternativen, die einem das Leben leichter machen.
 
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...und weil das hier ein E-Gitarren-Thread ist, sollte man auch nicht unterschlagen, dass man auf der E-Gitarre meistens auch ganz gut ohne voll ausgespielte offene Akkorde leben kann.

Nicht falsch verstehen: Ich finde es immer noch gut und richtig und wichtig, dass ein Gitarrist einen ganz normalen Akkord hinbekommt.
Aber: Es ist auch erlaubt, auf der E-Gitarre zum Aufbau von Motivation recht früh in Riffs, Powerchords, Doublestops, Licks, etc. einzusteigen, bei denen man "nur" die Finger auf 2 Saiten koordiniert bekommen muss und nicht "alle" Saiten spielt. Kann als Abwechslung durchaus schnell Freude bringen und verhindern, dass man beim Akkord-lernen verkrampft.

Aber klar - es gibt Songs wie "House Of The Rising Sun", wo es nicht ohne geht, und auch viele Rock-Klassiker von Hendrix bis Clapton spielen recht viele "echte" Akkorde. Man kann aber auch mal einfach mit dem Riff von "Seven Nation Army" oder (Gott bewahre) "Smoke On The Water" einfach Freude haben.
 
Es ist auch erlaubt, auf der E-Gitarre zum Aufbau von Motivation recht früh in Riffs, Powerchords, Doublestops, Licks, etc. einzusteigen, bei denen man "nur" die Finger auf 2 Saiten koordiniert bekommen muss und nicht "alle" Saiten spielt. Kann als Abwechslung durchaus schnell Freude bringen und verhindern, dass man beim Akkord-lernen verkrampft.
Bevor ich Akkorde gelernt habe, habe ich auch viel Zeit in Riffs, Powerchords und besonders viel in Licks (Blues) investiert.
Das hat mich aufm Griffbrett viel sicherer gemacht. Wichtig ist den kleinfinger zu verwenden.

Akkorde waren für mich sehr einfach anfangs. Ein paar Akkorde lernte ich aber auch vorher, durch einige Songs.

Die erste Woche habe ich ein/zwei Saitige Songs gespielt. (Seven Nation Army, Smooth Criminal, Enter Sandmann, Smoke on the Water)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich spiele jetzt aktiv seit 3 Wochen und bin bei Akkorden auch etwas gefrustet.
Bisher kann ich A,Am,E,Em,D,G,C und ein paar Power Chords ohne großartig denken zu müssen und komme damit bei relativ langsamen Liedern gut mit. Knocking on heavens door, Mississippi queen, etc...
Das F jedoch bringt mich fast um.

Ich lerne mit TrueFire und in einer Lektion geht es darum das Lied House of the rising sun nachzuspielen. Arpeggiated chords...
Ich kann es nicht mehr hören!

Aber der Vergleich mit der Tastatur hat mir Mut gemacht. Vor vielen Jahren musste ich auch noch schauen, welche Taste ich drücke. Ähnlich ist es mit den Akkorden.
Selbst über die drei Wochen merke ich schon, dass ich mit den Saiten nicht mehr durcheinander komme, etc...

Mein wichtigstes Lernerlebnis ist jedoch : nicht draufgucken. Erfühlen maximal. Ansonsten visualisieren und greifen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verzweifle auch häufig am Üben der Akkordgriffe. Als Perfektionist war auch oft schon die Überlegung da, was anderes zu machen und die Gitarre zu verkaufen.

Hab mir mittlerweile ein Keyboard geholt. Allerdings nicht als Ersatz für die Gitarre sondern als Alternative. Wenn ich mich zu sehr verbissen hab, bleibt die Gitarre eben mal ne Woche stehen und ich übe an den Keys. Und wenn ich dann die Gitarre in die Hand nehme klappt es auf einmal besser.

Also dran bleiben. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
 
Ich spiele jetzt aktiv seit 3 Wochen und bin bei Akkorden auch etwas gefrustet.
Bisher kann ich A,Am,E,Em,D,G,C und ein paar Power Chords ohne großartig denken zu müssen und komme damit bei relativ langsamen Liedern gut mit. Knocking on heavens door, Mississippi queen, etc...
Das F jedoch bringt mich fast um.

Dafür dass du erst 3 Wochen spielst, kannst du ja schon was.
Für die Barré-Akkorde (F),wirst du noch mehr übenmüssen.
In jedem Lehrbuch für Anfänger wird darauf hingewiesen, das die Griffe nicht einfach sind.
 

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