Improvisieren-Was ist der beste Einstieg ?

von The Dust, 26.12.07.

  1. The Dust

    The Dust Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.07   #1
    Spiele schon so ein halbes Jahr E-Gitarre und komme, auch ohne Lehrer, gut voran(also Achtung Autodidakt ;)). Eigentlich bin ich kein "Ich will jetzt die tollsten und schnellsten Solis der Welt spielen können"-Typ aber nach so einem sehr inspirierenden Video http://youtube.com/watch?v=LWHKeC4IEgA bin ich schwach geworden. Also, bin jetzt ziemlich unschlüssig, wie denn jetzt der optimale Einstieg eines Autodidakten mir 6 Monate Spielerfahrung in die Improvisation ausschaut. Da habe ich mir bis jetzt das https://www.musiker-board.de/vb/tab...chmelzen-tonleitern-auf-basis-pentatonik.html und das http://www.justchords.de/guitar/scales1.html angeschaut, bin aber etwas verwirrt. Das Tutorial von "relact" basiert ja auf der Pentatonik und das andere steigt jetzt mit der C-Tonleiter ein. Welche Skalen oder ganz Allgemein welche Methode ist für mich am geeignesten und ist es schlauer wenn ich mir erstmal ein bisschen Musiktheorie anschaue ? Könnt ihr mir weitere Tutorials empfehlen ?
     
  2. rockbaby

    rockbaby Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.07   #2
    also ich persönlich unterstütze die musiktheorie. an deiner stelle würde ich mit der pentatonik anfangen. erste prosition in a-moll und dann über nen 12bar blues losspielen:
    A A A A D D A A E D A E
    macht spaß und laune
     
  3. rockbaby

    rockbaby Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.12.07   #3
    Warum die Pentatonik?
    Es ist sinnvoll, mit der Erarbeitung der Pentatonik zu beginnen, weil die Töne der Pentatonik in der Regel harmonisch zu jenen Akkorden klingen, die der Tonleiter zugrunde liegen. Um ein Gefühl zu entwickeln, welche Töne nicht "falsch" klingen (wenn man sie beispielsweise auf der Eins stehen lässt) ist es sinnvoll, die Klangfarbe der fünf Töne der Pentatonik in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Und das in Bezug auf die der Tonart zugrunde liegenden Akkorde. Alle anderen Töne außerhalb der Pentatonik erzeugen in der Regel eine tonale Spannung, die nach Auflösung dieser Spannung verlangt.

    Die Grundzüge sind in Wikipedia schon recht anschaulich und sehr detailliert beschrieben:
    http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre...Dur-Pentatonik
    http://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre...oll-Pentatonik
     
  4. NOMORE

    NOMORE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #4
  5. dave_murray

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    Erstellt: 27.12.07   #5
    eigenartig.. ich improvisiere immer nach gehör, und es funktioniert auch immer gut :screwy:

    mfg
     
  6. sunburnslapper

    sunburnslapper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #6
    Pentatonik halte ich auch für wichtig und gut für den Anfang. Danach kannste dich mit den Tonleitern auf einer Seite beschäftigen. Wenn das klappt nimmste noch die "normalen" Tonleitern dazu in den verschiedenen "Stimmungen" z.B. Lydisch, Dorisch, Mixolydisch, usw. Wenn du die alle ein wenig beherrscht, kannste sie einfach kombinieren, und einzelne Töne durch Bendings spielen, in die Töne Sliden und Hammer ons und Pull-offs benutzen. Damit müsstest du ne ganze Ecke was zu tun haben. Bei den Bendings würd ich dir empfehlen ein Stimmgerät daneben zu legen und darauf zu achten das ich wirklich in den richtigen Ton ziehe, weil unsaubere Bendings klingen einfach nicht gut. Das Buch oben "In Vivo Guitar" ist schon gut, aber für Anfänger viellcht nicht so ganz geeignet, da viele Fachausdrücke der Musiktheorie verwendet werden, ich habs selbsts und war anfangs ganz schön überfordert. Die Skalen zu den Sachen die ich jetzt geschrieben hab, findest du außerdem reichlich im Netz. Schöne Grüße, Dominik
     
  7. MartymcFly

    MartymcFly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #7
    The Pentatonic Workbook von Bernd Kofler kann ich empfehlen. Ist zwar sehr technisch, aber bestens geeignet um die Pentas zu verinnerlichen und kennenzulernen...
     
  8. Wödan

    Wödan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #8
    Eine ganz wesentliche Übung um Improvisieren zu "lernen" ist zu improvisieren.
    Natürlich solltest du dir Skalen ansehen, die Pentatonik ist aus oben genannten Gründen eine gute Wahl, aber das wesentliche kann man nicht aus Tutorials lernen.
    Am besten nimmst du dir einen Jamtrack, solche gibts zuhauf zum Beispiel auf lern CD oder im Netz und legst los. Es wird wahrscheinlich eine Weile dauern bis das Ergebnis für dich zufriedenstellend ist, aber das liegt daran, dass man einfach Erfahrung braucht um gut und schön zu improvisieren.
    Also mein Rat: Just do it!
     
  9. The Dust

    The Dust Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #9
    Ok danke für die Antworten, dann werde ich mich wohl mit der Pentatonik beschäftigen. Habe noch vor etwas Theorie dazu zu lesen (wobei ich nicht grade ein Buch kaufen will).
    @Wodän
    Ist klar, habe ja schon meine 2 Dur und 2 Moll-Pentatonikpatterns beisammen und das improvisieren(wenn man es so nennnen darf:rolleyes:) klappt jedesmal besser.
     
  10. Gast 120987345

    Gast 120987345 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #10
    Improviasation macht erst dann Sinn, wenn man einen Ton-Pool am Start hat, auf welchen man zurückgreifen kann. Es mag Leute geben, die ohne Skalen improvisieren, das klingt dann in aller Regel auch so.

    Beschäftige DIch mit Moll-Pentatoniken und ihren 5 Posis. Dann erarbeite Dir so schnell es geht die 5 Drei-Noten-Pro-Saite-Fingerings der Dur-Leiter und improvisiere über die Stufenakkorde.

    Und lass Dir nix von Geisterimprovisatoren erzählen, die angeblich ohne Skalenwissen abgehen wie Schmidts Katze, das ist dusseliges Gefasel und in der Regel eine Ausrede für Üben.
     
  11. Hooker

    Hooker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #11
    Es soll diverse Ausnahmen geben. Ich gehör leider nicht dazu und habe mir auch Skalen draufgeschafft.

    In der Regel wird man keine guten Gedichte schreiben, wenn man der Grammatik nicht mächtig ist.
    Wenn man die beherrscht ist aber leider auch nicht garantiert dass man zu einem Goethe wird.
     
  12. zypsilon

    zypsilon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #12
    Trifft die Sache perfekt. :great:

    Also ich habe das Improvisieren mit der Musiktheorie angefangen, war ein hartes Jahr :D aber es hat sich gelohnt. Wenn du aber nicht ein sehr verstandeslastiger Mensch bist, würde ich es eher langsam angehen und zuerst viel aus Gefühl zu Liedern spielen. Bei einfachen Blues/Rockliedern sollte die Pentatonik gute Dienste leisten.
     
  13. The Dust

    The Dust Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.08   #13
    Habe da ein paar Verständnissprobleme. Also, es gibt in der Pentatonik 5 Patterns (die ich beherrsche), das ist schon mal klar. Kann ich diese Pattern frei auch dem Griffbrett verschieben ? Dieses Tut https://www.musiker-board.de/vb/tab...chmelzen-tonleitern-auf-basis-pentatonik.html gibt ja eine fixe Position der Patterns vor. Dann gibs ja die Moll und Dur-Pentatonik. Welche von den beiden ist jetzt eher wichtiger und leichter ? Und wie unterscheiden sie sich überhaupt ? Bleiben die Patterns die selben ? Habe da schon lange in den Wikibooks herummgelesen, aber einer sagt das, einer sagt wieder was anderes.....Und das mit den Grundtönen ist auch noch ein bisschen schwammig...
     
  14. Battery_1988

    Battery_1988 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.08   #14
    Kannst du bisschen was über das Buch sagen`? Wie stehts mit den Erklärungen, zb grad über Kirchentonarten?
    Sind die "Noten" Tabs oder richtige Noten?
     
  15. Hooker

    Hooker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.08   #15

    Ist im Grunde ganz einfach.

    1. Die Moll- und Dur-Pattern unterscheiden sich nicht vom Pattern an sich sondern nur durch die Definition des Grundtones!!

    2. Die Position ist natürlich NICHT fix sondern ist frei wählbar sonst könntest du sie ja nur für eine Tonart verwenden.
    Die relative Position der 5 Pattern zueinander (also innerhalb einer Tonart) ist allerdings sehr wohl fix.

    Das ist alles was du wissen musst.
     
  16. The Dust

    The Dust Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.08   #16
    @Hooker
    Danke, das klärt natürlich alles :)
     
  17. LostLover

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    Erstellt: 05.01.08   #17
  18. Ragtime

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    Erstellt: 24.01.08   #18
    Wenn ich also die A-Moll Pentatonik (im 5. Bund) in den dritten Bund verschiebe, habe ich dir G-Moll Pentatonik? Wie sieht das aus, wenn ich eine Saite höher (also auf der A-Saite) anfangen will. Dann muss sich doch auch das Pattern ändern, oder?

    Genau bei dem Thema (Impro/Skalen) zermarter ich mir auch momentan den Kopf...
     
  19. NOMORE

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    Erstellt: 24.01.08   #19
    Die Pattern verschieben sich natürlich durch Änderung des Grundtones !

    Hier zur Ansicht: www.blueslessons.de

    lg,NOMORE
     
  20. Hooker

    Hooker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.08   #20
    Ganz genau. (Abgesehen davon, dass es nicht die Am-Pentatonik, sondern lagen- und grifftechnisch eine Am-Pentatonik von vielen ist.)
    Wenn du im 5ten Bund auf der A-Saite beginnst, dann spielst du zwar ein D aber deswegen ist das Pattern trotzdem ein Am-Pattern.

    Da du im 5ten Bund A-Saite beginnen willst, gehe ich davon aus, dass du in Dm improvisieren willst.

    Das Am-Pattern besteht aus folgenden Tönen: A-C-D-E-G
    Das Dm-Pattern besteht aus: D-F-G-A-C

    Dementsprechend musst du ein anderes Pattern verwenden (Deren gibt es ja 5. Das wovon wir bisher sprachen, ist übrigens Pattern Nummer 2 :))

    Also spiel das Pattern Nummer 5 im 5ten Bund.
    Da dieses Pattern einen Grundton auf der A-Saite hat kann es durch Verschieben in den 5ten Bund als Dm-Pattern verwendet werden.

    Das Pattern sieht so aus:

    1: | 5---8
    2: | 6---8
    3: | 5---7
    4: | 5---7
    5: | 5---8
    6: | 5---8

    Fett gedruckt ist der Grundton

    Hooker
     
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