Improvisieren

von phil87, 30.04.07.

  1. phil87

    phil87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #1
    Hi!

    Ich weiß es gibt schon 100 andere Threads über Improvisation aber keinen der mich weitergebracht hat...

    Ich hab in den anderen Threads gelesen, dass man einfach die Scales (zB Am - Pentatonik) lernen soll und sich aus dieser Pentatonik eben ein Solo (würd ich bei mir nicht als Solo bezeichnen :p) "kreieren".

    Das hab ich auch versucht aber nur zum Teil mit Erfolg.
    zB: wenn jemand anders Rythmusgitarre spielt mit den Akkorden: Am, F, C, G dann passen die Töne auf der Am Pentatonik dazu.

    Meine Frage:

    Woher weiß ich, wenn jemand anders Rythm - Guitar spielt zB eine Akkordfolge C, Am, E, F, Bm welche Tonleiter zu den Akkorden passt?

    Danke schon jetzt mal für eure Hilfe ;)
     
  2. Freddy3792

    Freddy3792 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #2
    Zur bestimmung der Tonart gibt es auch 100 Threads...
     
  3. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 30.04.07   #3
    Entweder durch Try & Error. Oft bestimmt der erste oder letzte Akkord einer Folge die Tonart.

    Oder indem Du die Töne kennst, aus denen die Akkorde bestehen.

    Beispiel:

    Am = A C E
    F-Dur = F A C
    G-Dur = G H D
    C-Dur = C E G

    Wie unschwer zu erkennen ist, setzen sich alle diese Akkorde aus Tönen der C-Dur-Leiter (bzw. A-moll-Leiter) zusammen. Also kannst Du die A-Moll-Penta (bzw. C-Dur-Penta nehmen) nehmen.

    Diese Folge ist ziemlich sinnlos, da sie keine gemeinsame Tonart hat. So sind z.B. E-Dur und B-moll (H-Moll) weder mit C- noch mit F-Dur verwandt. Das wäre so, als würdest Du zweimal in einem Satz die Sprache wechseln.

    Lässt Du hingegen das B weg und spielst e-moll statt E-Dur, erhältst Du wiederum die Töne von C-Dur/A-Moll als Gemeinsamkeiten und kannst nun ebenfalls mit der entsprechenden Penta spielen. Die Pentas enstehen ja immer aus den jeweiligen Dur- oder Molleitern, wobei halt 2 Töne jeweils fehlen

    Am = A C E
    F-Dur = F A C
    Em = E G H
    C-Dur = C E G

    Du kannst Dir zudem hier einen Quintenzirkel ausdrucken:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Quintenzirkel

    Jeweils drei direkt nebeneinander stehende Akkorde (plus die zugehörigen Mollparallelen) entstehen immer aus derselben Tonleiter. Der mittere Akkord bestimmt die Tonart, also z.B. G D A = D-Dur.
     
  4. phil87

    phil87 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #4
    Danke für deine Antwort!!
     
  5. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.07   #5
    um Hans_3 etwas unter die Arme zu greifen (übrigens- danke für´s Lob) hätte ich da wieder einen kleinen Link auf die Seiten des Kollegen, der zu der Thematik "Tonartbestimmung leicht gemacht" (nämlich mit den allseits beliebten Powerchords) auch was zum Nachlesen anzubieten hat:

    http://www.karl-jürgen--klimke.de/Quintenzirkel.html

    Der entscheidende Hinweis steht übrigens relativ weit unten - aber - Lesen bildet. YouTube gucken zwar auch, aber doch nicht so!:rolleyes:
     
  6. madeye

    madeye Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #6
    ich habe eine frage zu folgendem zitat aus dem link:

    ist der letzte satz nicht falsch?

    wenn ich von einem C (A-Saite dritter bund) zur quinte G (D-Saite fünfter bund) kommen will, muss ich vom C aus gesehen 7 halbtonschritte (also 7 bünde bei der gitarre) weitergehen, aber doch ohne das C mitzuzählen, oder?

    sonst würde ich ja bei F# ankommen.

    ich bin beim besten willen kein theoretiker, aber das kommt mir irgendwie falsch vor.

    bitte um bestätigung bzw. korrektur.
     
  7. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 02.05.07   #7
    Abseits ist wenn der Schiedsrichter pfeift... :D

    Da hast Du Recht, die von Dir zitierte Darstellung ist in Sachen Zählung der Halbtonschritte nicht richtig.
     
  8. phil87

    phil87 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #8
    Ja, glaub ich auch... wenn man die Quinte mit Halbtonschritten sucht dann sollten es 8 Töne sein, außer man zählt den 1. Ton nicht mit

    Beispiel: C

    C C# D D# E F F# G


    --> G ist die Quinte von C

    Beispiel: D

    D D# E F F# G G# A


    --> A ist die Quinte von D

    Bin aber auch nicht so ein Profi, vl kann das irgend jemand der sich besser auskennt bestätigen?
     
  9. stef77

    stef77 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #9
    Tach.

    Das mit dem "ersten Ton mitzählen" bezieht sich meiner Meinung nach auf die erste Betrachtungsweise, daß die Quinte der "jeweils fünfte Ton" (find ich bemerkenswert schwammig formuliert, aber das nur am Rande) sei. Also Prim (1.), Sekunde (2.), Terz (3.), Quarte (4.), Quinte (5.). Insgesamt ein komischer Absatz. Wenn ich absolut gar keine Ahnung von dem Thema hätte, könnte ich der ganzen Erklärung auf der Seite glaub auch nicht wirklich folgen.

    Grüße
     
  10. Hans_3

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    Erstellt: 02.05.07   #10
    Das zeigt auch mal wieder schön, dass es oft erheblich einfacher ist, Dinge zu tun als sie unmissverständlich zu erklären :D Wie mit der Abseitsregel beim Fußball: Jeder sieht, wenn ein Spieler im Abseits steht, aber wehe, mal soll jemandem diese Regel erklären :screwy:
     
  11. stef77

    stef77 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #11
    Das hier ist aber das Anfänger-Forum und nicht das Been-There-Done-That-Forum. ;-)
    Ich finde eher, als Anfänger muß man sich auch manchmal durch vielleicht schwierige Erklärungen durchbeißen; es läßt sich halt nicht alles auf einen einfachen Nenner bringen. Und wenn ich jetzt Anfänger bin und diesen genannten Absatz lese, verstehe ich weniger als vorher.

    Grüße
     
  12. Hans_3

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    Erstellt: 02.05.07   #12
    Das sehe ich beides auch so.

    Allerdings verstehe ich jetzt die Logik Deiner Zeilen nicht ganz: Einerseits lernen durch Durchbeißen - andereseits in diesem Falle weniger schlau als vorher trotz Durchbeißen?
     
  13. stef77

    stef77 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #13
    Mmmh, vermutlich mißlich formuliert. Ich finde, daß der Absatz, um den es oben geht (von wegen fünf Töne weiter, aber auch irgendwie sieben Halbtöne, und immer inklusive des ersten Tons) versucht, die Thematik sehr zu vereinfachen wie auch der restliche Artikel (Quintenzirkel = böses Wort und so...), was deswegen - für mich - mehr Verwirrung stiftet als es voranbringt. Wenn ich mich hingegen hinter eine Harmonielehre wie vom Haunschild oder vom Sikora klemme, ist das zwar nicht einfach zu verstehen, aber auf lange Sicht besser, weil das Fundament klar erklärt wird.

    Also so in etwa jedenfalls - wobei: Jeden das seine. :-) Nichtsdestotrotz ist das nur der eine Aspekt; der andere ist, daß Probieren manchmal (vielleicht auch oft) immer noch über studieren geht.

    Grüße
     
  14. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 03.05.07   #14
    OK, jetzt ist mir klar, wie Du das meinstest.:)
     
  15. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.05.07   #15
    @madeye/Rest:
    wo Ihr Recht habt, habt Ihr Recht (man sollte halt doch alles genau durchlesen, bevor man Links setzt). Das mit dem siebten Ton war mir sonnenklar, das mit dem ersten mitzählen ist mir nicht aufgefallen:o .
    Trotzdem - mir ging´s um die Bestimmung der zur jeweiligen Tonart gehörenden Akkorde mit den Powerchords, und die Idee war mir noch nicht gekommen. Damit kann man nämlich auch ohne das theoretische Grundwissen schnell zu einer Lösung kommen, die dann vielleicht wieder Appetit auf mehr Wissen macht.
    Ach ja, das stand auf besagter (etwas längerer) Seite etwas weiter unten!
     
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