Interface gesucht - hochwertig und erweiterbar

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Hallo Leute,

ich habe demnächst warscheinlich eine größere Geldsumme zur Verfügung und möchte einen Teil davon in ein neues Audio-Interface investieren.

Ich habe seit Jahren ein M-Audio Fast Track Ultra 8R und es hat mir bisher gute Dienste geleistet. Ich habe bis jetzt kleinere akustische Projekte aufgenommen - maximal Trio oder Quartett. Nun war ich aber damals dumm und habe nicht bedacht, dass ich irgendwann mal mehr als 8 Kanäle brauchen könnte. Deshalb habe ich nicht auf eine ADAT Schnittstelle geachtet. :rolleyes:

Es scheint mir aber jetzt nicht sinnvoll irgend ein anderes günstiges Gerät mit ADAT zu kaufen um dann bei 16 Kanälen wieder an der selben Stelle zu stehen. Stattdessen möchte ich gleich in die nächste Liga einsteigen und am Frontend keine halben Sachen mehr machen.

Mein Blick ging erstmal in Richtung RME, aber ich habe nicht ganz gefunden was ich suche. Zudem bin ich etwas verwirrt was die verschiedenen Übertragungsarten AES/EBU, MADI und Netzwerk angeht. Also ich habe etwa verstanden worum es jeweils geht, aber kann nicht entscheiden was für mich am sinnvollsten ist.

Die Anwendung wäre ein mobiles Rack mit dem ich überall aufnehmen kann. Ich habe nicht vor Outboard-Equipment zu benutzen ... hab ich probiert, gefällt mir vom Workflow nicht.

Ich möchte: Ein zentrales Interface, nach Möglichkeit mit zwei oder mehr (8) hochwertigen Mikro-Vorverstärkern. Hier will ich nicht in drei Jahren merken, dass ich ein neues Gerät brauche. Also sollte es Modular erweiterbar sein, zB in Form eines oder mehrer RME Octamic II. Der Haken ist, dass ich mit einem Win7-Laptop arbeite um mobil zu sein und daher wohl auf USB angewiesen bin. Lösungen mit Aussicht auf mehr als 16 Kanäle habe ich allerdings bis jetzt nur mit Firewire oder PCIe & Co gesehen.

Mehr als 24 Kanäle gleichzeitig kann ich mir dann allerdings auch wieder nicht vorstellen zu brauchen. Wie macht man sowas mit professionellen ansprüchen? Welche Schnittstelle eignet sich zwischen den Preamps und dem Interface?

Budget würde ich für 16Kanäle mal grob mit 2000€ Ansetzen. Gerne kaufe ich auch gebraucht, denn ich habe keinen Zeitdruck. ;)

Danke für eure Vorschläge.

Gruß!

Edit: Ich sehe gerade dass es vielleicht bei Motu was in der Richtung gibt, habe aber keinen Vergleich wie sich die Preamps da so qualitativ einordnen. Mehrere ADAT eingänge wären halt auch ok, da ich nicht höher als 44.1kHz 24bit auflösen möchte.
 
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Das Motu 896 hat definitiv sehr gute Preamps.
Man sagt - so zwischen Focusrite und RME.

Kann man über zwei mal Adat + SPDIF + AES/EBU auf 28 Spuren "aufbohren".

CueMix-Software finde ich (am Mac) nicht so intuitiv - aber ich arbeite auch eher selten damit.

Clemens
 
Aktuell entwickelt sich im ProAV-Bereich, auch für Recording und Produktion, alles mehr und mehr richtung IP-Übertragung, egal um welche Art von Medien es geht. RME wird sich dem auch nicht mehr lange verschließen können. Dante scheint sich hier als Standard zu etablieren, ich denke diesem Format gehört die Zukunft und wird langfristig MADI komplett ersetzen.

Das schöne an Dante ist, man braucht sich überhaupt keine Gedanken machen was Erweiterung oder sowas angeht, einfach ein zusätzliches Gerät ins Netzwerk hängen und fertig, die Schnittstelle hat jeder Computer schon eingebaut.

Ob das für dein Anliegen geeignet weiß ich nicht, was Zukunftsfähigkeit und Flexibilität angeht, ist es aber unschlagbar.
 
Motu 896Mk3 klingt schonmal nicht schlecht. Mich stört nein bisschen dass es 2HE im Rack belegt, aber mal sehen.

Ich guck mich mal bei den Netzwerk-Interfaces um.
 
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ja, die haben da ein nettes system am start, ich werde es hoffentlich in den kommenden wochen mal in einer studio-umgebung auf recording-tauglichkeit testen können.

hier gibts eine übersicht über verfügbare geräte, wird immer mehr: http://dev.audinate.com/kb/product_catalogue/webhelp/
 
Warum wird eigentlich von allen Herstellern eine explizite Dante-PCI(e)-Card empfohlen?
Was macht die besser, als einen normale Netzwerkkarte?

Cool finde ich das System vor allem für Studios, die mit vielen Aufnahme- und Abhörräumen arbeiten - eben Netzwerk.
Direkt am Aufnahmeplatz digitalisieren, schnell mal das "Multicore" um 8 Kanäle "erweitern", indem man einfach ein Modul von Raum B nach Raum A bringt - sehr flexibel.

Andererseits ist man dann gezwungen, die Lieblings-Preamps vom Siderack in ein Case zu packen - und so Sachen wie "über den 2-Kanal-Amp XY schicken wir die Vocals aus Raum 4 und die Gitarre aus Raum 3" gehen dann nicht mehr so einfach.
Preamps müssen in die Aufnahmeräume - kleine Pegelkorrekturen (bei den nicht Ferngesteuerten) erfordern eine Aufnahmepause ...

Im (Ein-Raum-) Homestudio ist es überdimensioniert.

Clemens
 
Hm. Also ich denke auch, dass ich die Vorteile der verschiedenen Übertragungsarten nicht wirklich ausspielen kann.

Eingentich wäre für mich ein USB-Interface mit genügend ADAT-Eingängen völlig ausreichend. Der Kasten müsste dann lediglich eine gute Treiber-Architektur und Kopfhörer-/Main-Outs haben, denn Preamps und Wandler für's Frontend wären dann eh extern.

Die RedNet-Geräte sind mir sowohl etwas zu teuer und auch zu groß. Ich müsste dann egal wieviele Kanäle ich vorort brauche immer den großen Kasten mitnehmen.
 
C
  • Gelöscht von bob
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Ich habe mir ein FireFace UFX gegönnt und bin mehr als zufrieden. Das Ding frisst zwar dein Budget schon so auf (wenn dein altes Interface Direct Outs hat, könntest dus aber ja als Mikropreamp nutzen), aber ist mega komfortabel. 4 Mikropreamps + 8 Line-Ins und jeweils 2x (!) Adat I/O. Sehr geil ist auch, dass du über den USB-Slot am Interface selbst auch direkt ohne Computer Multitrack aufnehmen kannst. Finde ich äußerst gut, weil du gleichzeitig zum Computerrecording direkt noch ein Backup mitlaufen lassen kannst, falls dir mal der PC abschmiert. Der DSP macht seine Arbeit gut und mit der totalmixsoftware ist die ganze Sache äußerst gut zu händeln. Ich hatte vorher ein FireFace UC. Wenn du die DSP-Effekte nicht brauchst und dir 2 Mikropreamps (+ 6 AnalogIns + 1x Adat I/O) reichen, ist das auch ein tierisches Interface.
 
Kann das mit dem UFX nur unterschreiben - bin auch höchst zufrieden.
 
@vill-hamonix:
Ich hab bisher auch die virtuelle Soundcard gehabt und jetzt eine PCIe-Karte (RedNet PCIe DANTE). Vom Sound her, ist das kein Unterschied. Aber von der Zuverlässigkeit, der Latenz und der Kanal-Anzahl ist das ein großer Unterschied. Die Latenz geht wirklich gegen null. Also weniger als 1 ms. Und die DVS kann halt "nur" 64 Kanäle. Die RedNet 256. Das kann vielleicht für den zentralen Rechner wichtig sein, wenn man eben nicht immer schleppen will.

Ich selbst habe die RedNet aber wegen der geringen Latenz und der Zuverlässigkeit. Da gibts keine Dropouts und ein Live-Rack im PC ist super, wenn es schnell genug ist.

Gruß
Carsten
 

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