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Ist es heutzutage unmöglich Songwriter und Performer zu werden?

Die Musik(er)branche ist nun wirklich gar nicht wie früher.
Schon, es steckt weiterhin viel Arbeit dahinter, wenn man selbst nicht produzieren kann, sucht man sich die Leute, oder das Label. Wie früher, muss man aber auch etwas anbieten können, Songs, die es wert sind, zu produzieren.
Einen mittelmäßigen Song, kann ein Produzent auf "weltniveau" heben. Das war früher nicht anders. Songwriting sollte man nicht unterschätzen, Songs die man selbst hammer findet (die man selbst geschrieben hat), können für die breite Hörerschaft nur mittelmäßig sein, das geht dann in der Flut der anderen, massenhaften Mitbewerber, schnell unter, findet keine Beachtung.
Und auch die Kunden (Hörer) haben sich verändert. Vom musiktransportierenden Medium (Spotify & Co.) ganz zu schweigen.
sicher, die "Kunden" sind heute Andere wie früher. Es sind viele Kunden dazu gekommen, es sind aber auch sehr viele Genre dazu gekommen. Es gibt eine große Vielfalt von Kunden, von Genres.

Wie "früher" ist es aber immer noch. Die Genre (bzw die Kunden) wollen bedient werden, mit Außergewöhnlichem, mit guter Musik, je nach Sparte. Ich denke, es ist eine dumme Ausrede, zu behaupten, alles hat sich verändert, nichts geht mehr.

Wenn man es richtig macht, hat man heute die breite Palette der sozialen Medien, das hatte man früher nicht, vorausgesetzt, man hat etwas anzubieten, was Gutes, das die Sparte bedient, das was die Hörer mögen, bzw sich aus der Masse heraushebt, so wie früher.
 
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Zum einen: Nein, früher war da einiges anders (wenngleich es sicher nie leicht war). Zum anderen geht es dem Threadersteller offensichtlich eher um die Gegenwart als um eine historische Aufarbeitung.

Ach, Jan, die Chance, als Singer/Songwriter/Performer "entdeckt" zu werden, um damit zu Wohlstand zu kommen, war schon immer sehr sehr gering - da hat sich von früher bis heute gar nichts geändert.

Sich darüber zu beklagen, ist wohlfeil, hilft dir aber auch nicht weiter.

Wer nichts anzubieten hat, was für ein Publikum relevant ist, der blieb früher und bleibt auch heute auf dem Hobby-Status.

Wer das Glück hat, einen Song oder besser mehrere Songs zu schreiben/zu performen/aufzunehmen, die zufällig für ein kleines, aber zahlungsfreudiges Publikum, oder für ein zahlungsfaules, aber großes Publikum relevant sind, der wird es wohl mit viel Arbeit (Ochsentour, Social-Media, Merch, ...) schaffen, sich als Künstler zu etablieren - für eine Saison oder vielleicht auch für länger.

Heutzutage brauchst du kein teures Mietstudio mehr, um ordentliche Aufnahmen und Produktionen deiner Songs zu machen.
Heutzutage brauchst du die "Gatekeeper" - Plattenlabels, Radio-Redakteure, Fernseh-Redakteure - nicht mehr, um deine Produktionen einem Publikum bekannt zu machen - Social-Media sei Dank.

Dafür macht heutzutage wohl jeder Hinz und Kunz mit überschaubarem Talent und begrenztem Ideenvorrat seine mittelprächtigen Songs, und "müllt" damit die Social-Medien voll - da musst du als guter kreativer Künstler erst mal gegen anstinken.
Die Leute, das potenzielle Publikum hat ja auch nur begrenzt Zeit, in dem ganzen "Müll", der auf Social-Medien als "Songs" ausgekübelt wird, nach den echten Perlen zu suchen.
Oder solange in Social-Medien zu verbringen, bis "der Algorithmus" ihnen die Songs anbietet, die sie gut, richtig wirklich gut finden.

Nimm es sportlich.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

In der letzten Woche hat auch jemand im Lotto gewonnen. Es geht also.
Genau, du hast es exakt erfasst!

Als Musiker/Singer/Songwriter/Performer den Durchbruch zu schaffen, war und ist wie ein Lotto-Gewinn.
Nicht planbar, nicht durch gute Ausbildung erzwingbar.
 
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Ach, Jan, die Chance, als Singer/Songwriter/Performer "entdeckt" zu werden, um damit zu Wohlstand zu kommen, war schon immer sehr sehr gering - da hat sich von früher bis heute gar nichts geändert. …
Wie du meinst. Die Diskussion und meine Zeit sind es mir nicht wert, aus dem Nähkästchen zu plaudern und am Thema vorbei von früher zu berichten. Jeder darf und soll seine Meinung haben, wie auch immer die zu bewerten ist. ;)

Für den Threadersteller jedenfalls relevant: Der Wert von Musik und die Vergütung als Musiker haben sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen dramatisch geändert.
 
Für den Threadersteller jedenfalls relevant: Der Wert von Musik und die Vergütung als Musiker haben sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen dramatisch geändert.
Richtig, vom guten zum schlechten, und vom schlechten zum guten, in verschiedenen Bereichen.

Wer in der Vergangenheit verharrt und die Gegenwart ob ihrer (vermeintlichen) Ungerechtigkeit anklagt, macht zwar in Diskussionen eine gute Figur.

Hilft exakt aber gar nicht weiter.
Die heutigen Realitäten sind einfach anzuerkennen, um in heutigen Umständen der heutigen Realität zu versuchen, sich einen Lebensunterhalt als Musiker/Performer/Künstler aufzubauen.

Man muss ja auch nicht von seiner Kunst leben können, um als Künstler künstlerisch erfolgreich zu sein.
Gundermann z.B. blieb Baggerfahrer, um seinen Brötchen die Miete zu bezahlen.
Im Gegenzug blieb er als Künstler künstlerisch unabhängig und musste keine kommerziellen Kompromisse hinsichtlich seiner Kunst eingehen - weil, die Miete und die Brötchen verdiente er sich als Baggerfahrer.

Vielleicht auch ein Modell für heutige Künstler?

Grüße
 
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Ja das kann funktionieren !
 

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