Ist es normal daß ich dauernd denke, daß es meine Lieder schon gibt?

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lukas2148
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Hallo,

ich habe schon ein paar "Sachen" komponiert. Ich weiß nicht ob ich es Lieder nennen kann, weil so richtig fertig ist noch keines (meistens fehlen aber nur die Texte, grundsätzlich gehen sie schon, hab halt einzelne Stücke und die Anordnung wie oft und wann Refrain und Strophe und Bridge ist halt noch "offen"). Nur hab ich auch wenn ich etwas kleines improvisiere dauernt das Gefühl das ich das nicht richtig selbst schreibe, das es irgendwie nach anderen bekannten Liedern klingt, was dadurch sein kann das ich diese im Kopf hab und unbewusst ein paar Teile/Akkorde davon spiele.

Irgendwie kann ich nicht so richtig stolz auf meine Lieder sein da ich immer den Hintergrundgedanken hab das es das Lied bestimmt irgendwo und irgendwie schon gibt oder zumindest sehr ähnlich (weil manche Akkordfolgen gleich sind ect.). Weiß jemand was man da machen kann bzw. geht es euch manchmal genauso?

Zum Beispiel ist in dem einen Lied am Anfang der Akkord "C", dann "F". Ich gehe vom C ins F über den Ton "H" über. Das ist nahezu genauso wie bei "Imagine" von John Lennon. Ich bin selbst darauf gekommen, aber irgendwie ist das trotzdem komisch. Kann ich trotzdem noch sagen das es mein Lied ist?! Dumme Frage ich weiß, aber ich weiß eben nicht was man da machen kann.

Vielleicht weiß ja jemand etwas!

Gruß,
Lukas
 
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SilenceKillsMe
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Hey,

das passiert mir auch oft. Ist aber nicht so schlimm wenn es ähnlich klingt, da du ja so schon etwas neues machst.
Wenn du z.B.: C|Am|F|G spielst gibt es millionen Lieder mit der selben Harmonie, aber alle sind schon verschieden.
Also keine Sorge wenn du denkst es klingt ähnlich, es ist immer noch dein eigenes.


Gruß SilenceKillsMe
 
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Arachnophobia
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akkorde sind nicht alles, denn musik besteht aus so viel mehr: rhythmus, sprache, effekte...
rein mathematisch sind tonleitern und rhythmen endlich. damit muss mensch leben.
rein mathematisch sind auch 26 buchstaben kein so tolles ausgangsmaterial, um sich schriftstellerisch was neues auszudenken. trotzdem werden jeden tag tausende! bücher neu veröffentlicht. die meisten geschichten sind nicht neu, trotzdem kaufen menschen bücher wie blöd. weil sie immer wieder dieselbe abwandlung desselben stoffes wollen, nur in ner anderen kombination aus buchstaben...
da haben wir musiker_innen es doch besser, weil uns mehr als 26 töne zur verfügung stehen!

wenn du feststellst, dass es ne gerade erfundene melodie schon gibt, ist das doch keine, die nicht mehr verwendet werden könnte... sondern der umgang damit muss imho nur bewusster sein, weil du nunmal assoziationen zu anderen liedern mit ähnlich klingender musik wecken wirst. beispiel zum umgang: ketchup song
in meiner schönen heimatstadt frankfurt gibt's nen straßengitarristen, der grundsätzlich keine eigenen lieder spielt, sondern ausschließlich musikalische zitate. crazy chong heißt der mensch... und findet so auch seine nische. der wird sogar zu betriebsfeiern und so gebucht.

edit sagt, das alphabet hat 26 buchstaben :D
 
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Puckmuckel
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Hi Lukas.

Ich kenne das... das Gefühl hab ich auch sehr oft.

Wahrscheinlich kommt das daher, dass man eben bestimmte Hörgewohnheiten hat und bestimmte Akkordfolgen einen besonders ansprechen.... es gibt ja eben auch diese klassischen Akkordfolgen, die in vielen Songs vorkommen. Irgendwie hängt das ja auch vom tuning ab.... Ich z.B. spiele drop-C...wenn man da ein schönes schnelles Metal-Riff spielen möchte mit Singenotes...dann lndet man da meistens auf der tiefen C-Saite...die dann auch relativ oft alss Leersaite angeschlagen im Riff vorkommt.... Deshalb finde ich eh ein klassisches E-Tuning bei Metalbands immer sehr langweilig...weil da eben immer viel auf E rumgehampelt wird....
Klar und unsere Lieblingsbands beeinflussen uns halt.... und ich finde es gibt auch viele Erfolgreiche Bands, die Songs raushauen, die man von älteren Bands aus den 70er und 80er Jahren schon mal fast genauso gehört hat.... selbst ein Popstar wie Shakira schreckt davor nicht zurück (über ihre Single "Underneath your clothes" kann man locker "Eternal Flame" von den Bangels singen... an der stelle ist es dann vielleicht ein bissel zu keklaut, weil zu weni eigenes drin steckt, find ich.....)

Ich denke aber das sollte man selber eher weniger dramatisch sehen. Zu einem Song gehört ja mehr als die Gitarre. Ich hab schon oft was gespielt, wo ich im ersten moment dachte: "Oh nein, das geht gar nicht...das klingt so nach dem und dem Song von der und der der Band..." Aber wenn eine Gesangsmelodie, ein cooler Basslauf und ein bestimmter Beat dazu kommen, kann das den ganzen Song ja nochmal rumdrehen, die Stimmung total verändern. Solange man etwas eigenes daraus macht, finde ich das nicht schlimm, wenn man im ersten Moment vielleicht an einen klassiker denkt...

Übrigenshat meine Band auch total oft schon den Fall gehabt, dass wir mit nem fertigen Song da gestanden haben und gedacht haben...hmmm...klingt das nicht zusehr nach einem bestimmten Song von irgendeiner Band?...und wir alle hatten den Song dann schon für beerdigt gehalten:eek:...und im direkten Vergleich war dann gar keine große Ähnlichkeit da...auch Freunde, denen wir den Song vorgespielt haben, sahen das weit weniger dramatisch als wir selbst...die meisten konnten das vermeintliche "original" überhaupt nicht raushören.
Wahrscheinlich spinnt sich da das eigene musikalische Gehirn etwas zusammen, sobald da einmal das Gefühl da ist und man fängt an Gespenster zu hören...:gruebel:

Das ist jedenfalls meine Erfahrung....:D

Liebe Grüße
 
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Tastenmanne
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da haben wir musiker_innen es doch besser, weil uns mehr als 26 töne zur verfügung stehen!

Auch wenn das Thema hier schon älter ist: Es gibt nur 12 Töne!
Das die durch enharmonische Verwechslung auch anders bezeichnet werden können steht auf einen anderen Blatt, jedoch sind es nur 12.

Aber das geschilderte Problem kenne ich auch. Es passiert ja auch oft genug das sich ein Komponist/Star/Band (wer auch immer) darüber beschwert das ein anderer geklaut hätte. Ich sag immer Musik ist Meterware :D
Man kann ja nicht jeden Tag das Rad neu erfinden, aber evtl. die Ausstattung am Gefährt. Also den Kopf nicht hängen lassen und drauf los schreiben. Wie weiter oben schon gesagt spielen so viele Parameter eine Rolle die ein Lied einzigartig machen.
Und wie war das? 4 Takte darf man klauen ;-) ???

Gruß
 
klaus111
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Und wie war das? 4 Takte darf man klauen ;-) ???

Bitte keine Gerüchte verbreiten, denn so einfach ist das natürlich nicht.

In der Musik besteht der so genannte "Melodienschutz". Vereinfacht ausgedrückt bewirkt er, dass eine Melodie nicht erkennbar einem Werk entnommen und einem neuen zugrunde gelegt werden darf.

Als "Melodie" definiert die Rechtsprechung eine Tonfolge, die einem Werk seine individuelle Prägung gibt. Es ist also gleichgültig, ob ein, vier oder sieben Takte einem geschützten Werk entnommen und in einem neuen verwendet werden.

Die GEMA besteht aufgrund des Melodienschutzes auf einer Genehmigung des Originalurhebers bzw. des Verlegers.

Quelle: https://www.gema.de/musikurheber/weitere-faq-fuer-musikurheber.html
(Hervorhebung von mir.)

Viele Grüße
Klaus
 
Tastenmanne
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Sorry, wollte keine Gerüchte verbreiten. Hab da auch selbst nur nachgehakt.
Danke für die Aufklärung. Eigentlich auch richtig so. Die meisten richtig guten Song erkennt man innerhalb von Millisekunden.

Gruß

- - - aktualisiert - - -

Hab da auch selbst nur nachgehakt

Meinte natürlich das ich da noch "nie" nachgehakt habe...
 
opaaufkoka
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Hallo lukas2148,

in deinem Gehirn hast du soetwas wie ein "musikalisches Zentrum". Dieses Zentrum ist immer aktiv, wenn du in irgendeiner Form mit Musik zu tun hast. Es ist unter anderem für deinen Musikgeschmack zuständig bzw. formt diesen für dich, indem es beim Konsumieren von Musik diese in ihre Bestandteile zerlegt und eventuell zum Zentrum hinzufügt. Dadurch bildet sich in deinem Kopf deine eigene kleine Musikwelt durch die bestimmt wird was du dir gerne anhörst und was nicht. Da es ständig dazulernt durch das hören von bis Dato dir unbekannter Musik, verändert es auch im Laufe der Zeit deinen Geschmack.

Der wichtige Punkt ist nun, dass dieses Zentrum bestimmt, was für dich musikalisch "richtig" oder "falsch" ist bzw. "gut" oder "schlecht". Es hat also ganz aktiven Einfluss darauf was für Musik du improvisierst oder komponierst - was dann wieder darauf zurückzuführen ist, was du in der Vergangenheit konsumiert hast.

Du stehst also immer unter dem Einfluss anderer Musik - sowie alle anderen Menschen auch.

Wenn du also das Gefühl hast mal was "geklaut" zu haben, dann versuch es zu ändern. Zumindest bei Melodien. Bei Akkordfolgen musst du dir weniger Sorgen machen, weil es unzählige Songs gibt die immer wieder die gleichen Akkordfolgen mit leichten Variationen recyclen.

/edit:

Ein hoffentlich noch ermutigender Nachsatz:

Solltest du dir wirklich dauernd Sorgen um soetwas machen, empfehle ich dir, dein musikalisches Vokabular zu erweitern. Je größer du dieses machen kannst, desto freier wirst du letzten Endes in deinen Handlungen. Je mehr unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, desto individueller kannst du deine Musik verknüpfen. Du verstehst schon. Aber mach dich deswegen nicht wahnsinnig. :)
 
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Da hier die Sache mit den 12 Tönen aufgekommen ist...
Klar, der Tonvorrat ist begrenzt. Dennoch sind die Möglichkeiten Musik zu komponieren fast unbegrenzt.
Kontext und rhythmische Phrasierungen können die gleichen Töne auf den selben Akkorden völlig anders klingen lassen.
Überhaupt die Phrasierung bietet unendliche viele Möglichkeiten. Kannst ja mal ausrechnen, wieviele ;)
Wenns um Komposition geht, würde ich mich ganz klar mit klassischer Musik auseinandersetzen, viel hören, Notationen angucken etc.
Dann wird Musik nocheinmal in einem anderen Licht beleuchtet. Bei mir hats dadurch Klick gemacht..
 
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michum
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@Titelfrage:
ich würd mir eher Sorgen machen, wenn du dauernd denken würdest "das gibts doch nicht! Da haben die mir schon wieder mein Lied geklaut. Ich verklag euch alle."
 
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Nerdinho
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Mich würde noch interessieren, wie es mit diesen "vorgefertigten Riffs" aussieht, die man aus diversen Musik-Makern kennt, wo man sich aus so Blöcken ein Song zusammenbastelt.

Mal angenommen man würde daraus ein Riff (z.B. auch ohne Pc und mit echten Instrumenten) für einen Song verbraten... Darf man das? Abgesehen davon dass es zugegebenermaßen etwas unkreativ ist.
 
klaus111
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Die Thematik des Urheberrechts können wir in der Musiktheorie nicht vertiefen, doch so viel dazu:

Generell ist die Frage zu klären, ob bei den entsprechenden Riffs die zum Schutz notwendige Schöpfungshöhe erreicht wird.
Wikipedia hat für interne Zwecke interessante Infos zusammengestellt.
""vorgefertigten Riffs" aus diversen Musik-Makern" klingt nicht nach einer ausreichenden Schöpfpungshöhe. Im Zweifelsfall, muß zur Klärung im konkreten Einzelfall ein rechtliches Gutachten erstellt werden, wie z.B. in diesem Fall geschehen.

Viele Grüße
Klaus
 
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rickcord
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jedes Lied gibt´s irgendwie schon in einer anderen akustischen Erscheinung, in einer anderen Sprache, anderem Rhythmus ...
Auch die bekannten Songs der sog. Profis, die sogar u.U. Musikgeschichte gemacht haben. Aber die haben auch nur mit Wasser gekocht und sind möglicherweise auch über vorgefertigtes Liedmaterial (als Inspiration, Vorlage) zu ihren "berühmten" Songs gekommen. Du wirst das Rad nicht mehr erfinden können aber du kannst mit deinen Emotionen und Interpretationen den Harmonien und Tönen, die schon immer da waren, einen neuen Anstrich geben. So gesehen kannst du immerwieder die uralte Kadenz C,F,G neu verbraten. Dein spezielles Feeling, diese alten Kadenzen neu darzustellen und zu belegen, eingekleidet in ein bestimmtes Arrangement, das ist dein NEUER Song!
Dann mal gutes Aufpolieren der schon seit Ewigkeit gebrauchten Kadenzen und Tönen!
 
NoNameCountry
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Alles kommt mir so bekannt vor!
Mod-Anmerkung: Themen vereinigt/klaus111

Hi,

Schreibe schon etwas länger eigene Lieder aber seit ein paar Wochen ist das irgendwie ganz komisch jede Melodie oder
Akkordfolge die ich beim brainstormen so "aus dem Handgelenk schüttle" kommt mir einfach extrem bekannt vor als würde
ich sie irgendwoher kennen.Dann verwerfe ich die Idee wieder weil ich denke wenn es schon ein Lied gibt das sich so ähnlich anhört
brauche ich ja nicht auch noch eines in der Art machen...und dann fange ich wieder von vorne an.Aber wie gesagt es ist erst seit ich
aus dem Urlaub zurück bin.
Hatte jmd. schonmal sowas ähnliches und kann mir sagen was man dagegen tun kann??
 
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Knötterjocke
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Hi!
Das kenne ich auch...
Verwerf doch mal die Ideen nicht und laß sie mal einige Zeit ruhen. Hör es Dir später wieder an und evtl. bekommst Du eine weitere Idee dazu.
Manchmal reicht eine kleine änderung aus und man findet`s wieder gut.
 
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Dazu kommt noch, dass oft auch die eigene Wahrnehmung trügt bzw. durch deinen Fundus an favorisierter Musik vorgefärbt ist.
Schreib einen Song und spiele ihn vier Leuten mit verschiedenen musikalischen Vorlieben vor, jeder wird was anderes sagen, woran ihn der Song erinnert.
 
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Lukas,
hast du je darüber nachgedacht, wieso es möglich ist, ein zufällig im Radio gehörtes Musikstück einer Epoche bzw. einem Genre zuzuordnen?
Es liegt daran, dass Musiker aus einer Zeit und einer Gegend ähnliche Stilmittel verwenden. Nicht so sehr die Melodien, sondern eher die Art eine harmonische Struktur aufzubauen oder die Stimmen miteinander zu verbinden. So klingen Mozarts Zeitgenossen fast wie Mozart, Wagners Zeitgenosen wie Wagner, alle Rock'n' Roller irgendwie ähnlich, und alle Metaller untereinander ebenso. Ein paar Takte genügen, um die Gemeinsamkeit mit anderen Stücken, die man kennt, herauszuarbeiten.

Eigentlich mach man kein neues Stück, das Ähnlichkeiten mit anderen Stücken des Genres hat, sondern man macht ein Genre-typisches Stück mit individuellen Merkmalen. Und deshalb hat man natürlich den Eindruck, dass man das Komponierte schon mal gehört hat.

Cheers,
Jed
 
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Ich belebe den Thread mal wieder, weil er sehr ähnlich ist wie etwas, was ich fragen möchte. Und zwar:
was tut man dagegen?`
Wenn ich versuche Musik zu schreiben, habe ich meistens eine Melodie, ein kurzes Stück im Kopf, was mir plötzlich so eingefallen ist. Nun gut. Das Problem ist, wenn ich dann versuche, mir den Rest des Songs auszudenken, rutscht mein Gehirn sofort in einen ähnlichen Song, den ich kenne, und düdelt den dann vor sich hin bis zum Erbrechen. Das heißt, mir kommen ständig irgendwelche Melodien in den Kopf, die ich schon mal gehört habe, die vielleicht sogar auch zum Song passen würden, aber ich will ja was eigenes verfassen.
Habt ihr Tips, wie man das vermeidet und den Kopf wieder frei bekommt?
 

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