Was mir gerade auch noch so in den Sinn kommt, warum überhaupt diese Relics angeboten werden, es kommen so gut keine echten nach!
Schaut man sich mal die Lackpanzer der meisten Instrumente seit den 80ern an, dann werden die nie so altern wie ihre Vorgängerinnen mit wesentlich dünneren Lackierungen.
Meine beiden ältesten Klampfen sind jetzt 24 und 23 Jahre alt und wurden weiß Gott nicht geschont und das bei minimaler Pflege. Aber wie soll man eine 2-3mm PU Lackschicht wie bei meiner Jackson nur mit dem Unterarm durchschleifen? Wenn dann platzt der in ganzen Brocken weg und man hat einen Krater und durch das Plek gibt es maximal feine Kratzer im Lack, die wird niemals so aussehen wie eine viel benutzte Gitarre aus den 50-70ern.
Auch meine Gibson SG mit viel dünnerem Lack ist dieser nach all der Zeit gerade mal etwas stumpf im Bereich der Armauflage, hat 2 kleine Lackabplatzer und die üblichen feinen Kratzer im Anschlagbereich.
Da werd ich auch noch einige Jahre brauchen, bis die auch nur annähernd so aussieht wie eine leicht gealterte Relic.
Da es aber für diese abgerockten Gitarren ja scheinbar einen sehr großen Markt gibt und in den letzten 30 Jahren so gut wie keine echten nachgekommen sind, was liegt da für die Hersteller näher als diese Kunden mit Fakes glücklich zu machen. In so fern ist das vielleicht sogar zu verstehen, was sollen die Leute denn machen, wenn es auf lange Sicht so gut keine echten Alterungsspuren geben wird, so wie man es haben möchte?
