Kabel/Wallbox- Löten?

von hannesjo, 13.12.14.

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  1. hannesjo

    hannesjo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.14   #1
    Hey!
    Hat jemand von euch Erfahrungen was das löten von einer Wallbox/Stagebox angeht?
    Habe vor eine 32 Kanal Wallbox für mein Studio zu löten. Mit allem was dazu gehört. Gute Kabel, gute Buchsen. Etc.
    Was brauche ich da für einen Lötkolben? - Lötzinn?

    Danke euch :)
     
  2. Lord Apophis

    Lord Apophis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.14   #2
    Hast du überhaupt schon mal gelötet - wenn nicht, dann würde ich an deiner Stelle etwas fertiges kaufen oder erst mal mit was Kleinerem anfangen.

    Es gibt zwar viele Tutorials, aber wenn du gleich mit was Großem anfängst, garantiere ich dir - Murphys Gesetz schlägt zu.
    (Eine schlechte Lötstelle ist und bleibt eine schlechte Lötstelle)


    Beste Grüße
    Lord Apophis
     
  3. sir stony

    sir stony Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.12.14   #3
    Naja... man kann aus einer schlechten Lötstelle durchaus auch eine gute, oder zumindest eine funktionierende Lötstelle machen. Aber ansonsten gebe ich dir recht.
    So ein Projekt ist einiges an Arbeit, und wer keine Ahnung vom Löten hat holt sich damit ganz sicher nur den Fehlerteufel ins Haus. Erstmal von jemand kompetentem richtig Löten lernen. Danach erübrigt sich dann auch jede Frage nach Kolben oder Zinn.
     
  4. primelinus

    primelinus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.14   #4
    ich löte seit ich ca. 8 jahre alt bin mit einem ersa 30 lötkölben und verwende immer ein 1 mm lötzinn mit s-sn60pb40 legierung von stannol. damit habe ich schon unzähliche klinken- und xlr-kabel gelötet, auch fertige kabel neu gelötet, und überhaupt in jungen jahren viel an elekronik gelötet. ich empfehle dir auch, lerne von jemand erfahrenen. löten ist zwar kein hexenwerk, trotzdem sollte man wissen was man tut und wie man es tut.

    hier noch mein handwerkszeug:

    [​IMG]
     
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  5. ECC82

    ECC82 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.15   #5
    Vielfach sieht man sog. "kalte" Lötstellen von Unerfahrenen. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um ein "Ankleben", das aber keinen zuverlässigen elektrischen Kontakt gewährleistet. Beim richtigen Löten entsteht zwischen den Kupferadern und den Lötfahnen (z.B. der Stecker) eine intermetallische Verbindung, die sehr dauerhaft, elektrisch einwandfrei und auch mechanisch belastbar ist. Diese Verbindung kommt aber nur unter entsprechender Prozeßtemperatur zustande. Unterhalb dieser Temperatur gibts die "kalten" ....

    Also müssen die am Lötprozeß beteiligten Teile heiß genug sein, aber auch nicht zu lange, da sonst Isolationsmaterialen verkokeln können; im Extremfall hast Du Verbindungen geschaffen, die Du gar nicht wolltest. Lötstellen mit ausreichender Temperatur - ich will es mal so sagen - saugen das Lot gewissermaßen. In einigen Fällen - z.B. bei minderwertigen Steckern, die schon lange irgendwo herumliegen - kann es Sinn machen, die Kontaktflächen vorab zu reinigen (Bürste, Messerchen oder so), da Oxidationsschichten das Zustandekommen der intermetallischen Verbindung behindern.

    Lote: Ich verwende ausschließlich bleihaltige Lote (zu erkennen an den Buchstaben Pb (chem Zeichen Plumbum - Blei); siehe die Stannolrolle oben von primelinus). Das Blei ist ein prima Bestanteil; es erlaubt relativ niedrige Prozeßtemperaturen im Vergleich mit bleifreien Loten. Und wird im übrigen bei sicherheitssensitiven Systemen nach wie vor eingesetzt wg. der hervorragenden elektrischen und mechanischen Eigenschaften der Lötverbindungen.

    Du ahnst sicher, Löten ist schon eine kleine Wissenschaft.

    Ich verwende eine Lötstation, die die Temperatur der Spitze des Lötkolbens in etwa konstant hält. Achte auch darauf, daß Du eine sog. zunderfreie Lötspitze bekommst, sonst wirst Du Dir am Anfang viel Verdruß einhandeln. Ein kleines Schwämmchen, daß man vorher naß macht und in jedem Elektronikladen bekommt, tut gute Dienste beim gelegentlichen Abwischen der Lötspitze (oxidierte Flußmittelreste...).

    Der Mensch an sich hat zwei Hände, was bekanntlich manchmal zu wenig ist. Eine dritte Hand - bekommst Du auch im Bastelladen - ist eine überaus praktische Sache, soweit sie standfest genug auf dem Tische steht. Stell Dir vor: Deine eine Hand hält den Stecker und das Kabel, die Lotrolle steht auf dem Tisch, Du balancierst das Ganze zum Lotfaden und lötest dann mit der anderen Hand: Fingerakrobatik. Nicht selten hört man solche Leute fluchen, weil sie sich schon wieder die Finger verbrannt haben.

    Übe an einfachen Lotverbindungen: löte doch mal zwei Litzen aneinander, sodaß eine glatte, schön glänzende Lotoberfläche entsteht. Good luck.

    Viele Grüße
     
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  6. Lord Apophis

    Lord Apophis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.15   #6
    Guter Hinweis. BTW - Bei (wortwörtlich) größeren Projekten kann es hilfreich sein die sog. dritte Hand an ein (ggf. mehrachsigen) Mikrofon- oder Lampenstativ zu tapen. Dann kannst du die Klemme der dritten Hand (fast) immer aus dem besten Winkel heranführen.


    Grüße
    Lord Apophis
     
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