Kadenzen bilden

von Sphärenklang, 22.04.07.

  1. Sphärenklang

    Sphärenklang Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.07   #1
    Hallo,

    habe folgendes Problem:

    Bin in meinem Musikkurs ein halbjahr zurück, da ich parallel gewechselt von kunst nach musik bin.

    Jetzt habe ich ein noch größeres Problem,

    schreibe am donnerstag eine arbeit über dreiklänge, kadenzen und musikgeschichte.

    sio, dreiklänge habe ich mir erarbeitet, kein problem.

    doch kadenzen denkt sich mein gehirn folgendes: ?

    habe mir mal die seite zu kadenzen

    auf justchors.com durchgelesen, doch nicht ganz geblickt wie ich die kadenz aufstelle.

    meine lehrerin verlangt dass ich kadenzen nach folgendem schema aufstellen kann:
    [​IMG]

    also wie ich das verstanden habe ist das eine authentische kadenz.

    ich habe den ersten ton in der basstonleiter gegeben, und ich glaube auch den ersten dreiklang und soll die kadenz vervollstänigen.

    wie man leitereigene töne bildet weiß ich, auch was ne tonika subdominate dominante ist. aber nicht wie ich t, s und d zum bilden der kadenz anwende. kann mir jemand ne schittfürschritt anleitung sagen wie ich das mache?


    Ich wäre dankbar für schnelle anwort weil ich die arbeit eben bald schreibe

    edit: achso und was bedeutet gegenbewegung bei der wahl des richtigen dreiklangs? das habe ich in meinen kopien der hefte anderer schüler als regel zu den kadenzen stehn. kürzester weg ist klar, gleiche töne bleiben liegen auch, aber das mit der entgegengerichtetheit verstehe ich eben nicht ganz.

    thx sphärenklang

    so nochma edit:

    ich lass das oben ma stehen, falls ich was falsch kapiert hab lol
    also nachdem ich ewigkeiten lang kadenzen angesehen habe is bei mir der groschen gefallen.

    jetzt muss ich aber immer noch 2 sachen wissen:

    was bedeutet diese gegenbewegung und gilt die regel, gleiche töne bleiben liegen nur für den jeweils nächstfolgenden intervall oder auch zum beispiel von der tonika zur dominante?
     
  2. MasterBlaster

    MasterBlaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.07   #2
    Das Liegenbleiben gilt immer von Intervall zu Intervall.
    Gegenbewegung hab ich leider wieder vergessen... :(
    ich bin eigentlich immer intuitiv vorgegangen, hat am Besten geklappt (ich weiß, das ist keine Hilfe)
    Generell gilt afaik, dass der höchste Ton aller Dreiklänge in der Kadenz niemals höher sein sollte als der Grundton der Kadenztonart.
     
  3. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.07   #3
    Das stimmt nicht. Der Spitzenton kann jeder harmonieeigene Ton sein.
    Also, dass der Grundton immer der Spitzenton sein MUSS stimmt auf gar keinen Fall.
    Grade die Quinte wird auch oft als Spitzenton verwendet.

    Zum Thema Kadenzen. Kadenzen sind bestimmte Akkordfolgen, die sich im laufe der Jahrhunderte so etabliert haben.
    Die gebräuchlichsten sind die authentische und die plagale.

    AUTHENTISCHE KADENZ:
    Die Akkorde bei der authentischen sind I-IV-V-I
    Du nimmst als den ersten Ton der Tonleiter und bildest auf ihm einen Dreiklang. Darauf folgt der Dreiklang, der sich auf dem vierten Ton bilden lässt, darauf der, der sich auf dem
    fünften Ton bilden lässt und dann wieder der erste. (Auf den Akkord der fünften Stufe kannst du noch eine Septieme setzen, dann erhälst du den sogenannten Dominantseptakkord.)

    PLAGALE KADENZ:
    Bei der plagalen Kadenz handelt es sich um eine I-IV-I Verbindung.
    Also den akkord auf dem ersten Ton, dann den auf dem vierten, und dann wieder auf dem ersten.

    BESONDERHEITEN IN MOLL:
    In moll gilt es zu beachten, in der authentischen Kadenz den Akkord der fünften Stufe nicht mit der leitereigenen kleinen Terz zu bilden, sondern mit der alterierten großen Terz.
    z.B. in a-moll würde der Akkord der fünften Stufe sich aus den Tönen e;g;h zusammensetzen. Da so aber keine Leittonbeziehung zum Grundton besteht alteriert man die Terz und erhält so einen Akkord, der sich aus e;g#;h zusammensetzt.
     
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