Kann ein Mensch... (zu doof sein).....

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..... zum Noten lesen??? :gruebel:

Hallo liebe Musiker!

Also, es ist echt super, dass es hier die Möglichkeit gibt auch mal blöde Fragen zu stellen. Ich möchte dann doch mal eine loswerden und meine das auch ersnt.

Ist das Notenlesen ausschließlich logisch begabten Menschen vorbehalten? :confused:

Ich denke im Rhytmus zu bleiben ist nicht so schwer zu erlenrnen, aber was ist denn mit den vielen Noten, Zeichen, Pausen, Halbton und Ganzton und wieviel Achtel ein Viertel sind etc.

Ohne Notenlesen eben kein Klavier, keine Gitarre oder sogar Blockflöte!

Ich war in Mathematik immer eher schlecht als recht und mir macht es wahnsinnig viel Probleme zu erkennen wie lange ein Ton sein soll oder wie kurz.
Oder um welchen Ton es sich überhaupt handelt. :-(

Kann also so "jemand wie ich" trotzdem Noten lesen lernen, oder ist es hoffnungslos? Kannn mir vielleicht einer einen wirklich guten Tipp geben????

LG Sennheiser
 
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Kann also so "jemand wie ich" trotzdem Noten lesen lernen, oder ist es hoffnungslos? Kannn mir vielleicht einer einen wirklich guten Tipp geben????

Ja, sicher. Übung macht den Meister, das ist alles. ;)
 
Ohne Notenlesen eben kein Klavier, keine Gitarre oder sogar Blockflöte!

Ohne Notenlesen keine Gitarre? Das halte ich für ein Gerücht. Seit wann können Gitarristen Noten lesen? :D

Ansonsten ist das nicht so schwer. Aber natürlich kommt es darauf an, was du spielen willst. Etwas schwieriger wird es, wenn viele punktierte Noten etc. vorhanden sind. Aber fang mit einfachen Sachen an, klopf den Rhythmus mit etc. Die Noten- und Pausenlängen ergeben sich doch durch die Noten an sich. Man muss das nur erstmal lernen. Und auch für die punktierten Noten oder gebundene Noten muss man kein Mathe-Genie sein. Ein wenig Bruchrechnen reicht, aber selbst das wird später überflüssig, weil sich das sozusagen automatisiert. Wichtig ist das ZÄHLEN der Notenwerte im richtigen Takt.
 
Haha allerdings =) es gibt sicherlich mehr Gitarristen die KEINE Noten lesen können, als welche die es können =) und nein man knan nicht zu doof sein Noten zu lesen, das ist nämlich nur Übungssache - Tempo runter immer weiter runter und noch weiter runter bis alles klar ist und dann langsam rauf das ist eigentlich immer das gleiche beim Klavier!
 
[Klischee]
Ohne Notenlesen keine Gitarre? Das halte ich für ein Gerücht. Seit wann können Gitarristen Noten lesen? :D
Können sie ja auch nicht. Gitarristen kennen nur Tabs, vor Noten stehen die wie vor außerirdischen Hieroglyphen.[/Klischee]


Martman
 
Die Frage wäre erst einmal, muss ich als Keyboarder Noten können?
Antwort: nicht unbedingt, aber...
a. kommt auf die Musik an, bei Klassik schon wichtig
b. kann manchmal hilfreich sein, gerade wenn man schwierige Passagen einüben will, die sich nur schlecht raushören lassen.

Ich finde Noten auf der Bühne absolut hinderlich, allerdings nutze ich sie zu Hause schon gelegentlich zum Erarbeiten von Songs. Zusätzliches Tool ist ein Metronom, was ich auf der Bühne ebenso wenig einsetzen würde. Das überlassen wir dem Drummer.
 
Notenlesen ist definitiv nicht schwierig! Ich bin mit Noten aufgewachsen und habe eher Mühe, mich mit den üblichen Gitarren-Tabs zurechtzufinden! ;)

Möglicherweise ist es aber wie mit so vielen anderen Sachen auch: Sprachen lernen, Musikinstrumente lernen etc. - je jünger Du bist, desto leichter fällt es. Ein Grundschulkind hat es wahrscheinlich einfacher, Noten lesen zu lernen, als ein Erwachsener. Aber GANZ SICHER kannst auch Du das lernen! :great: Für mich hat es auch nicht sehr viel mit Logik oder Mathematik zu tun.

Vielieicht suchst Du dir ein einfaches Lehrbuch, danach wurde hier im Board auch schon mal gefragt, müsste zu finden sein. Und abgesehen davon: Laut zählen, klatschen, auf die Schenkel klopfen etc., und immer schööööön langsam.... ;)
 
Nichts ist hoffnungslos, man muss nur wollen. (5 Euro in die Phrasenkasse :p)

Spielen (egal welches Instrument) oder Singen kann man alles ohne Noten aber bei bestimmten Dingen geht es einfach nicht mehr ohne. (z.B. klassische Stücke auf Gitarre oder Klavier oder auch bei langen anspruchsvollen Chören da kann man sich einfach nicht mehr alles merken und ist auf die richtige Deutung der mysteriösen Zeichen angewiesen).
Ich hatte früher keinen blassen Schimmer von Noten, habe aber dann versucht klassische Gitarre oder Sachen von David Qualey zu spielen und da wars dann vorbei mit einfach mal so raushören, da halfen nur Noten weiter und das "können wollen" war dann Motivation genug mich mit dem Thema ernsthaft auseinander zusetzen.
Im Chor hatten wir mal einen 4 stimmigen Satz von Phantom der Oper zu singen das wäre für uns ohne Noten nicht gegangen, obwohl wir eigentlich immer versucht haben auswendig zu singen....
Als Tip: Weiss ja nicht welches Intrument du spielst, aber versuch einfach mal ein Lied das Du schon lange im Auge hast aufgrund von Noten zu erlernen, also mal voll rein ins kalte Wasser ! Wie lange ne Note geht oder welche Pausen blablabla kann man ja heutzutage relativ einfach online erlernen wenn man "muss". Der Rest wurde schon gesagt... (Metronom etc pp)

Grüße alusi
 
Hallo Leute!

Vielen Dank für die positiven Antworten!!

Wollte übrigens nicht andeuten, dass ein Gitarrist keine Noten lesen kann! *voll ins Fettnäpfchen getreten*

Kann mir denn einer ein gutes Buch empfehlen um leicht Noten lernen zu können?? Habe schon Bücher gesehen "Gitarre für Dummies" *lach* Gibt´s das auch für Klavier??

Also denn...
 
Wollte übrigens nicht andeuten, dass ein Gitarrist keine Noten lesen kann! *voll ins Fettnäpfchen getreten*

Keine Sorge, damit läufst du bei mir offene Türen ein. ;) Ich kenne mehr Gitarristen, die's nicht können, als solche, die's können. Zumindest was Vom-Blatt-Spielen angeht.
 
Hallo Sennheiser,

erstens ist es eine Tatsache, daß die Mehrzahl der Gitarristen keine Noten lesen können (auch Eric Clapton kann keine Noten lesen) - man kann es also trotzdem durchaus zu was bringen ;)

Ich war in Mathematik immer eher schlecht als recht und mir macht es wahnsinnig viel Probleme zu erkennen wie lange ein Ton sein soll oder wie kurz.
Oder um welchen Ton es sich überhaupt handelt. :-(
Zweitens: Was die Mathematik angeht, laß Dir gesagt sein: eigentlich mußt Du bald fast nicht mehr rechnen. Der Trick besteht eigentlich darin, Muster zu erkennen und zu "wissen" bzw. "fühlen", wie die Stelle rhythmisch zu spielen ist. Es reicht also eigentlich, am Anfang einmal zu rechnen und dann Muster zu einzuüben, die immer wieder vorkommen - z. B. wenn Du eine punktierte Viertel mit einer Achtelnote dahinter siehst, weißt Du irgendwann direkt (ohne "Umrechnung"), wie sich das anhört.

Viele Grüße
Torsten
 
Man hat es bei tasteninstrumenten auch mit tabulaturen versucht, es waren aber zuviele tasten :)
Am besten lernt man noten schritt für schritte mit dem jeweiligen instrument, und es gibt "schulen" in jeder preislage und für jeden geschmack. Du brauchst nur hinzugehen und dir eine auszusuchen. Noch besser wäre freilich ein lehrer.

Der alte streit, ob noten oder nicht, beruht darauf, dass gitarre und andere volksnahe instrumente auch ohne auskommen, bzw. jemand nur ein kleines répertoire an "selbstgebastelten" stücken spielen oder vor allem improvisieren will, was sehr effektvoll sein kann. Schwierigkeiten ergeben sich im zusammenspiel: was studiomusiker in einem augenblick bewerkstelligen, dazu brauchen andere "by ear-spieler" lange oder kommen über ein simples strickmuster nicht hinaus.
Wer nicht lesen kann , kann keine bibliothek benutzen, er muss sich selber etwas ausdenken oder durch zuhören lernen.
Unser notensystem hat sich so entwickelt, es ist nicht durchweg logisch und auch nicht eindeutig, reguliert aber tonhöhen und dauern in form einen koordinatensystems, aber man braucht kein mathematker zu sein, um es zu durchschauen. Versuche, es zu reformieren, scheiterten an der praxis.
 
Der Trick besteht eigentlich darin, Muster zu erkennen und zu "wissen" bzw. "fühlen", wie die Stelle rhythmisch zu spielen ist. Es reicht also eigentlich, am Anfang einmal zu rechnen und dann Muster zu einzuüben, die immer wieder vorkommen

So sieht's aus. Noten lesen und Texte lesen ist eigentlich fast das gleiche - nur, daß die meisten im Noten lesen weniger Übung haben.
Texte lesen lernt man von Kind auf und tut es dann jeden Tag. Dabei setzt man ja auch nicht jedes Wort immer wieder beim Lesen neu zusammen - man liest z.B. "Haus", denkt "Haus" und ist im Normalfall in der Lage, es sofort auszusprechen - weiter kann man ganze Satzteile und gängige Formulierungen sofort erkennen und unter Umständen auch sofort Fehler im Text korrigieren - teilweise unbewußt, ohne daß man es merkt. Wirkliche Legastheniker sind da natürlich die Ausnahme.

Beim Noten lesen ist es genauso. Ein guter Notenleser erkennt eine Akkord, eine Tonleiter, gängige Läufe, Rhythmen etc. und muß sie nicht immer wieder neu zusammensetzen.
Gute Kenntnisse in der Harmonielehre - z.B. Akkorde und Umkehrungen in jeder Tonart kennen - sind da sicherlich hilfreich, oder sogar Vorraussetzung.

Man lernt Notelesen, indem man es tut. Ich mache immer wieder die Erfahrung, daß Schüler die Stücke schnell auswendig lernen können schlechte Notenleser sind. Mit denen mache ich meistens spezielle Übungen, indem ich einfach hin und wieder unbekanntes Material vorlege, das spieltechnisch leicht umzusetzen ist.
Bei schlechten Auswendiglernern ist es normalerweise umgekehrt - sie können meistens besser Noten lesen, da sie immer auf die Noten angewiesen sind.
 
Man lernt Notelesen, indem man es tut. Ich mache immer wieder die Erfahrung, daß Schüler die Stücke schnell auswendig lernen können schlechte Notenleser sind. Mit denen mache ich meistens spezielle Übungen, indem ich einfach hin und wieder unbekanntes Material vorlege, das spieltechnisch leicht umzusetzen ist.
Bei schlechten Auswendiglernern ist es normalerweise umgekehrt - sie können meistens besser Noten lesen, da sie immer auf die Noten angewiesen sind.
Früher konnte ich Stücke sehr schnell auswendig spielen und habe deshalb nie vernünftig gelernt, Noten zu lesen. Seit einiger Zeit klappt das aber nicht mehr so gut (insbesondere seit der Phase, wo ich so viel gespielt habe, dass ich mir einfach nicht alles merken konnte), sodass ich mich dann doch wieder mit Noten beschäftigen musste. Ich will zwar nicht mal ansatzweise behaupten, vom Blatt spielen zu können, aber ich kann die Noten mittlerweile deutlich flüssiger lesen und auch schneller umsetzen als früher. Das fällt mir deutlich auf.
 
Seit einiger Zeit klappt das aber nicht mehr so gut (insbesondere seit der Phase, wo ich so viel gespielt habe, dass ich mir einfach nicht alles merken konnte), sodass ich mich dann doch wieder mit Noten beschäftigen musste.

So geht's mir auch. Seit ich so viel Spiele, daß ich mir einfach nicht mehr alles merken kann, schreibe ich mir auch öfter auf, was ich mir raushöre. Außerdem notiere ich auch mal die die ein oder andere Übung für meine Schüler. Man bekommt auch ne Menge Sicherheit durch Noten schreiben - am besten mit Papier und Bleistift und nicht mit irgendeiner Software die alles automatisch macht.

Wirklich vom Blatt spielen kann ich aber auch nicht.;)
 
Ich mache immer wieder die Erfahrung, daß Schüler die Stücke schnell auswendig lernen können schlechte Notenleser sind. Mit denen mache ich meistens spezielle Übungen, indem ich einfach hin und wieder unbekanntes Material vorlege, das spieltechnisch leicht umzusetzen ist.
Bei schlechten Auswendiglernern ist es normalerweise umgekehrt - sie können meistens besser Noten lesen, da sie immer auf die Noten angewiesen sind.
Diese Erfahrung kann auch ich auch voll und ganz bestätigen.
Schon in der Blockflötengruppe im Kindergarten, wo wir reihum alle spielen mußten und ich am Ende der Reihe saß, hatte ich immer alles schon gehört und es einfach nachgespielt, ohne die Noten sonderlich zu beachten. Das war der Anfang des Dramas. :redface: Noch heute bin ich grottenschlecht im vom-Blatt-Spielen.
Aber wie gesagt zum Erarbeiten, Notieren von Herausgehörtem, oder auch mal einen Bläserstatz rausschreiben sind Noten eine wundervolle Hilfe.
Auf der anderen Seite kenne ich tatsächlich Musiker, die zuverlässig wie ein Uhrwerk auch schwierigste Stellen vom Blatt spielen, aber völlig (!) aussetzen, wenn es ihnen die Noten wegweht, obwohl sie den teilweise einfachen Kram seit Jahrzehnten spielen. Verschiedene Welten...

Viele Grüße
Torsten
 
In Projekten, wo wir uns häufiger Mal Musiker aus einer Bigband oder einem Orchester holen, bekomme ich jedes Mal eine Krise, weil kaum einer von denen in der Lage ist, irgendetwas ohne Noten zu spielen. Nicht einmal einen einfachen Streicher-Teppich, der lediglich auf Akkorden basiert, udn keine großartigen Melodielinien beinhaltet.
Die meisten von denen sind sogar nicht einmal in der Lage, irgendetwas zu notieren, wenn man gemeinsam jede einzelne Linie am Klavier durchgeht. Da heißt es "Gib uns Noten und wir spielen alles!" ...und das klappt dann in der Regel sofort - ohne großartige Proben vorweg. Einerseits beeindruckend, andererseits ist das leider oft kein wirklich produktives Arbeiten, weil man nicht für alles Noten bekommen kann. Manchmal hatten wir das Glück, dass wir auf einen Arrangeur zurückgreifen kontnen, ansonsten wären manche Projekte aber auch von vorneherein geplatzt, zumindest was die zusätzliche Instrumentalisten angeht.
Aber bei Orchester- bzw. Ensemblemusikern ist das wohl generell so.
 
Günter Sch.;4343281 schrieb:
Man hat es bei tasteninstrumenten auch mit tabulaturen versucht, es waren aber zuviele tasten :)
*sich Tabs für einen Bösendorfer 290 Imperial vorstell... oder eine viermanualige Theaterorgel...*


Martman
 
@dr_rollo

Das hat wohl mit spezialisierung zu tun, ein orchestermusiker hat andere aufgaben, ist dafür ausgebildet, praktiziert sie langfristig und ist oft ein meister seines fachs.
Es ist noch nicht lange her, da pinselten komponisten ein paar schlangenlinien auf ein blatt papier und sagten "Hi, musiker, nun seid mal kreativ und macht daraus ein meisterwerk!"
Das dauerte jedoch nicht lange, denn es stieß auf berechtigten widerstand.
Nicht komponierte, d.h. nicht aufgezeichnete musik hat andere gesetze, geht nur in kleinen gruppen, und manchmal begegnen sich die welten, wie erwähnt.
Wenn ich in einem großen orchester jedem musiker sagen müsste "hier machst du mit deinen kumpels einen streicherteppich oder einen cluster so von da bis da, dann machst du eine weile pause, und wenn wir dich wieder brauchen, winken wir dir zu, und du spielst irgendwas, was passt, heute so und morgen so!"
Nein, da gibt es eine partitur, aus der werden die orchesterstimmen ausgezogen, und was da steht, wird gespielt. Es bleiben immer noch viele fragen offen, darum wird geprobt.

Wer bekommt denn improvisatorisch einen sauberen fünfstimmigen satz für blech oder saxophone zusammen? Schon in der Big Band muss arrangiert werden. Der star am mikrophon braucht nicht viel zu können, die backgroundsänger müssen viel können.
 
Nach diesem Thread fühle ich mich sofort ertappt. Ich hatte damals angefangen mir mit einer der Schulen Noten beizubringen, die mittel C Position kann ich lesen, schreiben und spielen.

Jetzt kommt normales C Dur und ich habe aus verschiedensten Gründen immer aufgehört mit Üben. Ich denke der Grund für mein bisheriges Scheitern ist wirklich der Wille und die Systematik. Ich möchte natürlich unheimlich gern Noten lesen und populäre Stücke spielen können, flüchte aber immer in irgendwelche Improvisationen, weil dort sofort Musik rauskommt. Musik ohne Anstrengung.

In diesem Sinne glaube ich nicht, daß jemand zu "dumm" zum Notenlesen sein kann, höchstens zu faul. Mich (leider) eingeschlossen. :(
 

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