Kaufberatung Synth

  • Ersteller Tim-o-teus
  • Erstellt am
Tim-o-teus
Tim-o-teus
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.04.15
Registriert
10.07.11
Beiträge
24
Kekse
209
Ort
Köln
Moin allerseits,
wie der Titel verrät bin ich also auf der Suche nach einem Synth-Spielzeug. Anstoß dafür war die (eher zufällige) Entdeckung des Korg Monotron und anschließend des Korg Monotribes.
So wurde ich also angestachelt und schon ziemlich geil auf so einen Soundbaukasten. Ich hatte bisher ohnehin schon immer das Bedürfnis den Sound der Band mit ein paar Synth-Farben anzureichern, denn meine Band ist bisher sehr Gitarrenlastig (2 Gitarren, Bass, Drums), das heißt Songs entstehen über Gitarre.
Nach Einflüssen von vor allem Depeche Mode wurde mir dann vermittelt was für coole Sachen man so damit zaubern kann und daher ist meine Vision vom Synth-Gerät eine sehr malerische.

Also Kann ich bislang sagen, dass ich mir ein Gerät wünsche was selbstständig einen Ton kreiren und verändern kann. Dabei reicht mir monophonie aus. Was dann Soundtechnisch das Sahnehäubchen wäre, ist eine Sampler-Funktion. Ich rechne aber nicht damit, dass beides zusammen in meiner Preisvorstellung (siehe unten) läge.
Ich bin durchaus bereit mich Stunden mit diesem Gerät einzuschließen, es kann also kompliziert sein, ich würde auch eine Klaviatur begrüßen, dabei wäre aber chromatische, bzw. stufenlose Tonaliät wie bei den Korg teilen sehr willkommen.

Des weiteren bin ich wie gesagt ein absoluter Fachneuling und habe keine Ahnung von Sachen wie Oszilatoren - keine Ahnung was das ist.
Mein Wunschsynthesizer muss keine großartigen Beats erzeugen (wir haben einen Drummer), aber schöne Melodieführung und breite Soundmodellierung zulassen, um live, bei der Probe, oder zuhause im Hobbystudio eine Soundunterlage (gern auch mal fett á la Dubstep) zu bieten.

Insgesamt hoffe ich dabei mit höchstens 200 Euronen wegzukommen, bin aber auch notfalls bereit länger zu warten und etwas mehr zu investieren, wenn es einfach nicht anders geht.

Um euch nicht mit diesen unförmigen Beschreibungen dastehen zu lassen -hier noch der Fragebogen zu Kaufberatung:





1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis 200 €
[absolut ] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[ X] ja: , aber nur nicht elektronisches, sprich Gitarre, Bass, Drums
[ ] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[X ] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument einsetzen?
[ X] Zuhause
[X ] auf der Bühne
[ X] im Proberaum
[ X] im (Heim-)Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
Immer wenn ich Zur Probe, oder zum Konzert gehe.

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu -naja- schätze 20 kg

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
Als weitere Melodie-, und oder Soundstimme oder Beatergänzung

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
2 Gitarren, Bass, Drums, Vocal machen Hardrock, Rock, Blues, aber vor allem experimentelles Jammen :D und zu allem bereit, solange nicht 08/15

(7) Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
[X ] Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät
[X ] Klangerzeugung ohne Tastatur plus ggf. externe Tastatur (Rack-Expander + MIDI-Masterkeyboard)
[ ] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[x ] 25
[x ] 37
[x ] 49
[x ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[x ] 73/76
[ ] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[X ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[X ] Druckpunkttastatur (typisch für Sakralorgeln)
[X ] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[X ] ja: vielfältige Sounds bitte
[ ] nein, lieber ein Allrounder

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[NEIN ] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[JA ] Synthese (Soundbearbeitung)
[wär schön ] Sampling (eigene Sounds aufnehmen und spielen)
[ ] Sequencer (Songs aufnehmen und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[ ] Eingebaute Lautsprecher
[wär nett ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: Hall, Echo)
[ ] sonstiges: Standardausgänge (am liebsten Klinke groß)

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)


(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
Ach ja, ich liebe Analogzeugs, aber digital darf natürlich auch sein.


Dann schonmal danke für kommende Antworten. :great:
MfG, Tim.
 
Eigenschaft
 
Was ich vorweg schon mal sagen kann, ohne dir gleich ein konkretes Gerät nennen zu können:

Sounds, die sich beim Spielen mit der Zeit verändern, kann praktisch jeder Synthesizer. Genauso wie praktisch statische Sounds. Gut, der Veränderung sind je nach Synthesizer, je nach Klangsynthese etc. Grenzen gesetzt, aber es geht.

Jetzt habe ich das aber so verstanden, daß du darauf Einfluß haben willst, also nicht nur fertige Synthsounds abfahren willst. Andererseits aber bist du in Sachen Synthese und Synthesizerbedienung ein Nullanfänger ohne jegliches Vorwissen. An dieser Stelle noch ein Hinweis: Wenn du dem Synth wirklich neue Sachen entlocken willst, wirst du dich mit Klangsynthese und der Funktionsweise eines Synthesizers zwingend auseinandersetzen müssen. Es gibt keinen Synthesizer mit Microsoft-Office-artigen Assistenzfunktionen, die allgemeingültige, einfache Begriffe wie – was weiß ich – "sphärisch", "breit" – in die Parameter umsetzt, aus denen der Synth schließlich den Klang baut. Das wirst du schon selbst müssen, dir also klar darüber werden, was Oszillatoren, Filter, Verstärker, Hüllkurven, LFOs usw. sind und machen. Dazu gibt es Literatur (eher weniger bis gar nicht für lau im Netz), aber praktisches Auseinandersetzen mit einem entsprechenden Synth, also hands-on, ist noch sinnvoller.

Stufenloses Spielen wird schwierig. Monotron und Monotribe sind Spielzeuge mit Rudimentärst-Klangerzeugern. Die billigsten Monosynths mit Tastatur von vor 30 Jahren konnten mehr. Kaossilator ist meines Erachtens eher ein DJ-Spielzeug. Ansonsten wird die Luft dünn und das, was sich darin befindet, unbezahlbar. Klar, es gibt Eowave Persephone und Haken Continuum Fingerboard, da ist man aber auch gebraucht mit vierstelligen Preisen dabei, und das Continuum hat nicht mal eine Klangerzeugung, das heißt, den eigentlichen Synthesizer brauchst du dann auch noch – mal ganz zu schweigen davon, daß die Verbindung zwischen den beiden mitnichten USB-mäßiges Plug 'n Play Marke "Antüten und macht genau, was ich will" ist. Bei deinen Preisvorstellungen bleiben wir also lieber bei einer Tastatur.

Echtanalog mit schon im Gerät eingebauter Tastatur zu dem Preis halte ich auch für unmöglich. Auch als Monosynth. Klar, jetzt wird hier sicherlich jemand dir vorschlagen, du kannst ja noch ein bißchen sparen und dir dann einen MFB Nanozwerg plus MIDI-Keyboard (das Ding hat keine eigene Tastatur) zulegen. Aber: Der Nanosynth ist ziemlich eingeschränkt und hat außerdem keinen Speicher, du mußt also jeden einzelnen Sound Stück für Stück selbst reindrehen. Überhaupt ist MFB klanglich ziemlich Geschmackssache, die Dinger klingen nicht die Bohne wie die typischen fetten amerikanischen (Moog, ARP, Oberheim, Sequential) oder japanischen (Roland, Korg, Yamaha) Analogklassiker – eigentlich klingen die gar nicht wirklich fett. Einen DSI Mopho gibt's auch gebraucht nicht für 200 € minus Preis für ein MIDI-Keyboard (der hat auch keine Tasten). Problem bei Analogen generell: Da gibt's schon lange kein Wettrüsten mehr, die Teile haben also praktisch keinen Wertverlust. Im Gegenteil, je älter, desto teurer werden sie von Jahr zu Jahr.

Zusammenfassend reiche ich mal folgende Kriterien an die nächsten Poster weiter:
  • Kaufpreis des voll einsatzfähigen Setups (also bei tastaturlosen Geräten inklusive externem Keyboard: maximal 200 €
  • idealerweise analog oder virtuell-analog, jedenfalls kein einfacher Rompler, auf jeden Fall subtraktiv
  • muß fett klingen, also mindestens zwei Oszillatoren pro Stimme (Suboszillator zählt nicht) und ein wirklich gutes Filter
  • muß Drones können, also mehr als 1 Hüllkurve und 1 LFO, bitte
  • Speicherplätze, der TE ist Synthesizeranfänger
  • nicht zu komplizierte Bedienung


Martman
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Okay, die ein Beispiele geben schonmal etwas Aufschluss darüber was es alles gibt.

Mit der Zusammenfassung kann ich dir weitgehend Recht geben. Aber
nicht zu komplizierte Bedienung

heißt nichts was nicht für Laien lernbar ist. Wenn ich das Ding erstmal habe werde ich mich sowieso so lange damit auseinanderstzen bis ich es verstehe und bin auch durchaus lernwillig im theoretischen Bereich. Wellengeschichten finde ich schon recht interessant.
Wenn mir jemand Literatur dazu empfehlen könnte, wäre das auch sehr hilfreich.

Soweit danke für das sorgfältige Auseinandersetzen mit meiner Lage. Mit freundlichen Grüßen.
 
WEnn du vielleicht sogar 270 Euro ausgeben würdest, könnte es für eine Yamaha AN1x reichen. Der kann all das, was du dir so vorstellst. Du musst dich nur ein wenig in die Bedienungsanleitung vertiefen: Denn er kann schon sehr viel. Den Monotron steckt er mit links in die Tasche. Und für dich wichtig wg. der stufenlosen Klangsteuerung: Er hat ein Ribbonfeld zur Verfügung, größer als beim Monotron, das sich für einen Haufen Klang- und Tonhöhenveränderungen einsetzen lässt. Zusätzlich Drehregler, Pitchbender usw.

Und als Synthesizer: ist der an1x ziemlich klasse. Die Montron-Sounds hat er auch drauf.
:great:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Wow! Ich hab mir das Teil gerade mal auf YouTube angesehen und ich muss sagen... Das isses schon Wert.:D

Du beziehst dich mit den 270€ sicher auf eine Ebay-Auktion. Ansonsten hab ich da nicht viele Angebote zum AN1x gefunden.
Fragt sich jetzt ob ich das Geld so schnell auftreiben kann :D:D:D

Vielen Dank, das Teil ist Hammer!

Liebe Grüße, Tim.
 
OK, nach anfänglicher Euphorie bezweifle ich mit weiterer Recherche die Klangvielfalt dieses Teils.

Ich habe den Eindruck der AN1X bietet zunächst einige Samples ind der Digital-Datenbank, die dann über die Acht gegebenen Analogregler verändert werden können. Sehe ich das richtig? Wie funktionieren denn generell Analog-Digital-Geräte? Das ist dann wahrscheinlich vom Einen zum Andern wieder ganz anders?:redface:

Ansonsten habe ich noch einen Zweiten, der mir brauchbar zu sein scheint auf ebay entdeckt. Ein CLAVIA Nord Lead 1 Rack. Bin mir aber nicht sicher wie weit es sich mit dem Preis zu gehen lohnen würde...

Ich habe auf jeden Fall akzeptiert dass ich mein Preisniveau auf jeden Fall auf die 300€ anheben muss.

Ich hoffe es hat noch Jemand Geduld mit mir. :redface:
 
Das Nord Rack 1 ist schon ein belastbarer Synth, mit dem man einiges anfangen kann, aber auch schon sehr alt und nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Mehr als 300 Euro würde ich aber nicht bieten. Ein großes Plus ist die einfache Bedienung der Nord-Geräte und die haptische Benutzeroberfläche sowie der legendäre Clavia-Sound.
 
Dann ist natürlich noch einzuschätzen wieviel Synthesizergeile Mitbietende in den verbleibenden 6 Tagen bieten.:rolleyes:
Das Problem hier ist, dass ich mich jetzt für den ebenfalls verführerischen An1X, oder den Nord Lead entscheiden muss, da die Auktion des An1x bereits in 4 Tagen abgelaufen ist, wobei die Preislage des Nord Leads noch unklar ist.
 
Ich habe den Eindruck der AN1X bietet zunächst einige Samples ind der Digital-Datenbank, die dann über die Acht gegebenen Analogregler verändert werden können. Sehe ich das richtig? Wie funktionieren denn generell Analog-Digital-Geräte? Das ist dann wahrscheinlich vom Einen zum Andern wieder ganz anders?:redface:
Der AN1x hat überhaupt keine Samples. Das ist ein reinrassiger virtuell-analoger Synthesizer, der die Funktionsweise eines Analogsynthesizers nachahmt. Folglich können die Oszillatoren statt Samples nur zwei Wellenformen: Sägezahn und Rechteck/Puls. (In den 70ern wurden vollkommen analoge, monophone, spannungsgesteuerte, speicherplatzlose Synths gebaut, die mehr als das konnten.)

Ein virtuell-analoger Synthesizer (ich nehme an, das meinst du mit "Analog-Digital-Geräte") funktioniert im Prinzip genauso wie die meisten Analogsynthesizer, und zwar nach dem Prinzip der subtraktiven Synthese – mit dem Unterschied, daß im Analogsynthesizer tatsächlich analoge Schaltkreise mit einer analog erzeugten Schwingung herumhantieren, während das alles im virtuell-analogen Synthesizer digital simuliert wird.


Martman
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben