Kaufberatung Traum-Blues-Rock-Amp für zu Hause (JTM? Realtone?)

Eine Powerstation würde den Sound doch ordentlich einfärben bzw. den eigenen Stempel aufdrücken.
Macht es da dann so viel Sinn, einen Amp zu kaufen mit irgendwelchen NOS Bauteilen etc.?
Ich meine, sowas ist nur was für Puristen, die das Ding dann auch ordentlich ausfahren.
Natürlich darf das jeder so machen, wie er möchte...

Wenn es nur "ein Plexi" für den Heimgebrauch sein soll, dann ist mMn auch ein Marshall SV20 nicht verkehrt.
Die Kondensatoren kann man ggf. auch noch tauschen (lassen).
Ohne Attenuator wird der leise aber auch nicht wirklich gut klingen.
 
Der 59er ist ein sehr überzeugender Amp! Hat 100Watt :cool:
Also bei den Speakern sind wir noch nicht. Alles der Reihe nach!
Du hast immer noch nicht verraten, welche Soundideale dir konkret vorschweben. Nenn doch mal ein konkretes Beispiel!!!
 
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Dann noch was zu Realtone: Realtone ist ein Ein-Mann-Betrieb mit Sitz in Solingen, der seit vielen Jahren exklusive Amps im Alleingang und in Handarbeit, mit viel Liebe zum Detail baut. Hier scheint es wohl eine Basis mit diversen Endstufenbestückungen zu geben. Allerdings baut Andreas Breuhaus auch Sonderanfertigungen, Custom Orders, Fender Clones und immer mal wieder auch speziellere Sachen.
Ich bin vor ca. 15 Jahren auf die Realtone Amps durch einen Test im Gitarre&Bass aufmerksam geworden und weil ich mit meinem damaligen Valvetech Hayseed nicht wirklich glücklich war. Ich bin dann kurzerhand mit meinem Amp, meiner Box und einem ausgeliehenen Vox AC30HW Top nach Solingen zu Music City gefahren. Dort konnte man damals die Amps testen. Andreas Breuhaus war persönlich vor Ort und hat mir seinen Amp vorgestellt. Es war der EL84 mit 33 Watt, der dem Aufbau eines alten Vox AC30 entsprach. Allerdings mit MV und Hall. Ein einziger Akkord hat gereicht, um mich zu überzeugen, dass das der beste neue Amp ist, den ich jemals gehört habe. Natürlich waren da viele Vox Farben im Sound, aber vor allen Dingen waren es die Wiedergabeeigenschaften, die mich absolut umgehauen haben. So einen großen, breiten, tiefen, dreidimensionalen Sound hatte ich bis datto noch nicht gehört. Dazu noch absolut dynamisch, harmonisch, ehrlich und feingeistig. Eine echte Buttercremetorte im Rock and Roll!!!
Der Valvetech klang dagegen sehr rauhbeinig und höchstens halb so groß. Das war ein echter Schock. Das hatte ich so nicht erwartet. Der AC30 klang noch etwas mehr nach Vox als der Realtone, hatte aber gegen die Wiedergabeeigenschaften des Realtones auch keine Chance.
Andreas hat mir den Amp übers Wochenende geliehen und ich konnte eine Bandprobe machen. Eine komplett andere Welt! Und am nächsten Montag habe ich meinen Realtone bestellt.
Wer exakt den Sound eines 64er Vox oder 68er Marshalls will, sollte diese auch kaufen. Ein Realtone bietet nicht exakt diesen Tone. Aber meiner Meinung nach spielt Realtone mit seinen Ampssounds heutzutage in der Referenzklasse. Ein Amp fürs Leben!
Interessant ist der direkte Vergleich mit dem Linnemann. Für mich ist der Realtone der bessere Amp, weil er von allem etwas mehr hat. Allerdings sind die Unterschiede gar nicht so groß. Ich habe auch schon Gigs mit dem Linnemann gespielt und mir hat nicht wirklich was gefehlt. Daher ist der Linnemann preislich sicherlich der bessere Deal. Aber wem die Feinheiten wichtig sind, greift zum Realtone!
 
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@enuddo - ein Frage hätte ich auch noch, die indirekt auch mit der Musik zusammenhängt, die dir vorschwebt.

Brauchst du für die Musik einen FX Loop (für mich immer dann wichtig, wenn bereits viel Sound in der Vorstufe geformt wird) ... ?

Ansonsten wäre auch ein eher puristischer Laney LA30 https://www.laney.co.uk/amps/guitar/supergroup/la30bl eine sehr taugliche Basis für guten Sound und wenige Pedale vor dem Amp. Nachdem mir Lyndon Laney auf der NAMM den LA100BL erklärt hat (134 dB in 1m Entfernung) sagte ich scherzhaft, dass es nur 50 davon gibt, weil nicht mehr Stadion-Besitzer auch Gitarre spielen. Er ist halt (zu) laut. Basierend auf einem Design welches sie 1968 dann nicht nutzen konnten - Sound kam aus dem Amp, nicht der PA, er wäre damals zu leise gewesen - und verworfen haben, wurde vor 5 Jahren der LA30 als PUB Arbeitstier gebaut.

Ich habe selbst einen und mit dem 2x12 Oversized Cabinet füllt er den Raum gut, ist aber auch leise genug um ihn selbst voll aufgedreht ne Weile auszuhalten. Ich betreibe ihn meist bei VOL 3-4 und mit dem TI Boost vor dem Amp. Brauche ich mehr Zerre, nehme ich ein Wampler Plexi Drive und bekomme einen singenden Ton mit reichlich Sustain und Kompression. Also die nötigen Zutaten für "warm singenden Sound aus dem Hals Tonabnehmer".

Was zum Amp1 und LA30 findest du hier ...

#72

Thomas spielt dabei seinen Amp1 ... beide gehen jeweils durch 2 Speaker des 4x12 Laney Cabs (welches nicht zum LA30 gehört), sondern aus einer anderen Serie stammt.



aus der anderen Perspektive und nur internes Mikro ...




Benötigst du dringend einen FX Loop ... so kannst du den Beitrag natürlich ignorieren :) ...

Gruß
Martin

Leider wohne ich am Arm der Wohlfahrt in Südwestfrankreich und der nächste Laden mit interessanteren Amps ist drei Stunden entfernt. Naja, hab ja Zeit.

Mache doch einen Wochenendausflug draus und komme nach Frankfurt ... Übernachtung und Shuttle in ein paar größere Musikhäuser inbegriffen. Kammler zum Auprobieren vor Ort, UA OX um mal ein Feel dafür zu bekommen, wie eine "Bremse" klanglich wirkt auch ... Bier und Grill stehen parat :) ...

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Mache doch einen Wochenendausflug draus und komme nach Frankfurt ... Übernachtung und Shuttle in ein paar größere Musikhäuser inbegriffen. Kammler zum Auprobieren vor Ort, UA OX um mal ein Feel dafür zu bekommen, wie eine "Bremse" klanglich wirkt auch ... Bier und Grill stehen parat :) ...
Ha, da komm ich glatt das Stündchen nach Frankfurt raufgefahren und mach mit ;)

Und ich könnte sogar nen Lindemann Bassman/JTM5881 und nen Puretone mitbringen
 
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Ich käm dazu mit einem Marble Clubreverb und einer Kammler Mono-Kai mit nem Alnico Ruby Speaker.

Das würde so eine Art Boutique-Amp-Usertreffen 😉
 
Ok, da wird was draus.

Ich packe noch meinen Bruder ein, dann trinken wir an dem Abend Selbstgebautes.
Das muss dann aber leer werden... ;)
 
Wow, wo fange ich an:

@hack_meck Herzlichen Dank für die Einladung - wie nett ist das denn! Nur steht bei uns in zwei Monaten Familiennachwuchs an und realistisch gesehen, ist auf absehbare Zeit kein Hobbywochenende in Sicht ;)

Danke, @Spanish Tony für den Realtone Bericht. Freue mich, dass du deinen Traum-Amp schon gefunden hast. Klingt schon verlockend. Du fragst auch nach der Musikrichtung. Das 'Problem' ist eher, dass das etwas kreuz und queer 'die üblichen Verdächtigen' sind: Beano, Hendrix, Led Zeppelin, Neil Young, Bowie, Creedence Clearwater Revival, Queen - da hätten wir ja schon jede Menge Tweeds, Bassman, JTM-100, Hiwatt, Vox... Was ich nicht suche, ist zu viel Plexi-Bite - dafür würde ich mir evtl. in ferner Zukunft dann einen 1987-Clone holen. Vielleicht sollte ich mehr in die Vox-Richtung suchen, aber da weiß ich nicht, wie gut das mit pedals geht. Sind Vox nicht ziemlich wählerisch bei OD und Fuzz Face?

Wie ihr sehr, ich muss noch etwas in mich gehen.
 
Nur steht bei uns in zwei Monaten Familiennachwuchs an

Dann solltest du - wegen ordentlicher Konditionierung des Nachwuchs - rechtzeitig zuschlagen und dich eindecken :) ...

Ein gutes Mastervolume oder Powersoak wird dann aber noch wichtiger für dich. Insofern vergesse meinen alternativen Tipp mit dem Laney und kaufe dir den ganz "oben" vorgeschlagenen Engl Fireball 25 mit ner guten Box. Die Box wird dauerhaft bleiben, den Verstärker wirst du immer mal wieder nach persönlichen Geschmack tauschen.

Wenn ich mal wirklich leise sein muss (ansonsten ist es wie bei dir, ich dürfte "laut" wenn ich will), bekomme ich da immer noch gute Sounds aus dem Engl, trotz Powersoak. Und manchmal macht es auch bei "laut" Sinn, denn man kann den Master weiter aufdrehen (sich mehr Sustain holen) und den Powersoak reindrehen, um es auf ein verträgliches Niveau einzubremsen.

Viel Spaß weiterhin bei der Suche ...

Gruß
Martin
 
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Mache ich mit dem Fireball 25 auch so wie @hack_meck , ansonsten im Proberaum mein alter Mesa Boogie DC5,
den habe ich am Freitag vom Tech geholt und war abends Gitarre spielen und habe dann Cowgirl in The Sand
und Powderfinger gespielt. Den Amp gibt halt nur noch gebraucht ,Preise liegen bei 700-800,-.er geht übrigens auch leise
aber aufgedreht Master auf 10Uhr macht es richtig Spaß.
 
Weil immer wieder Plexi und Vox erwähnt werden.
Ein Boutique Hersteller aus den USA kombiniert beides. Bad Cat heißt die Marke. Die bauen von Clean bis HighGain diverse Verstärker die klanglich beide Welten vereinen sollen. Ich fand den Bad Cat Hot Cat den es damals bei Thomann gab absolut hammer. Leider haben die gerade keinen Vertrieb mehr in Deutschland, man bekommt sie aber über Umwege oder gebraucht
 
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Ah ja, Gladius, habe ich bei früheren Recherchen mal gesehen. Spielt jemand hier Gladius? Das Schild müsste ich dann aber abmachen... Das heißt doch "Schwert", oder?
 
Ich glaub proguitar ist da eher ein Problem als ein Gladius Schild .......?
 
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Ich bin noch unwissend, was die Probleme mit proguitar sind. Sollte man den Laden meiden? Mir ist auf der Homepage nur aufgefallen, dass die sich schon ziemlich gut finden.
 
Laut der Beschreibung dreier User (in einem andren Forum) ist der Besitzer sehr äh speziell ......
Quintessenz war jedenfalls das alle den Laden meiden werden.
 
Probleme mit proguitar

Früher wurden dort alle Artikel aus dem Shop in den AGB als "Sonderanfertigung" deklariert und vom Widerrufsrecht ausgeschlossen.

Mittlerweile hat man das überarbeitet und stellt dafür jeden Käufer unter Generalverdacht, irgendwelche Röhren und andere Bauteile bei einem Amp austauschen zu wollen, was zur Folge hat, dass der bei einer Retoure - sofern diese überhaupt genehmigt wird - 20% vom Kaufpreis einbehält.
Nachzulesen hier > Klick <

Online würde ich da eher nichts kaufen wollen - das wird dort auch anscheinend nicht empfohlen. ;)
 
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