Kauffmann Guitars

  • Ersteller Spanish Tony
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Hallo in die Runde, ich dachte ich gebe auch mal meinen Senf zu dem Thema dazu, da ich auch Kauffmann Gitarren daheim stehen habe.
Zum einen habe ich eine Telecaster, die ich ehr aus Zufall mal gegen eine andere Gitarre getauscht habe. Ich hatte damals mal eine PRS, die ich aber irgendwann wieder verkaufen wollte. Ich tauschte dann nur gegen die angebotene Kauffmann, weil ich mir einen einfacheren Verkauf erhoffte. Ich dachte eine Telecaster wird man sicher einfacher los. Es stellte sich dann für mich heraus, das es eine verdammt gute Gitarre ist, die bleibt und das obwohl sie optisch jetzt nicht meinem Ideal einer Tele entpricht. Candy Apple Red mit Binding am Korpus entspricht nicht meinem (optischen) Tele-Ideal. Dennoch war es meine No.1 Band/Live Gitarre im letzten Jahr.

Da ich die Gitarre vom Sound und Feel sehr mochte tauchte ich tiefer in die Materie ein und da war die Cozy natürlich auch auf dem Radar. Ich bin aber kein Fan von den Jazzmaster Tremolos. Ebenso finde ich die Stoptail Variante nicht so gut. Dann kam mir eine Cozy mit einfacher Tele-style Brücke vor die Flinte mit P-90s. Da konnte ich dann nicht nein sagen und habe jetzt diese sehr schicke Cozy daheim, die mir viel Freude bereitet. Das Feeling ist einmalig auch wegen des geringen Gewichts. Außerdem sei dazu gesagt, das die Gitarre unplugged ca. so laut ist wie meine 335.

Thema Qualität.
Bezüglich der Fertigung gibt es bei meiner Tele eine kleine Unsauberkeit beim Binding an der Halstasche. Das geht sicher etwas besser. Juckt es mich? Nein, gar nicht. In Anbetracht des Neupreises von ca. 1800 € kann ich aber nachvollziehen wenn man hier ein perfekt gebautes Instrument erwartet. Bei der Cozy ist alles in Ordnung. Soweit man das bei einer Schraubhalsgitarre im used Look sagen kann.

Relic
Das Thema Aging ist ja immer Geschmackssache, darum gehts ja auch nicht sondern ehr darum wie authentisch das gemacht ist. Ich finde den Lack bei beiden Gitarren sehr cool. Beide haben diese Checking-Risse, die vor allem auf der Tele wunderschön dreidimensional wirken. Ich finde sowas auch bei Prozellan oder Lacken auf Möbeln optisch ansprechend. Was vor allem bei der Tele so gar nicht dazu passt ist, dass die Harware nicht wirklich geaged ist und der Hals doch ehr etwas "einfach". Das wirkt nicht so harmonisch wie z. B. bei einigen Fender CS Gitarren oder den Produkten anderer Boutiquebauer. Ich bin trotzdem fein damit. Grade bei der Hardware ist mir wichtig, dass alles problemlos funktioniert und das auch auf lange Zeit. Beim Hals stört es mich auch nicht, da das Feeling der entlackten Halsrückseite einfach perfekt ist. Ich könnte es mir besser nicht vorstellen. Alles in allem bin ich damit also sehr zufrieden.

Ich hatte in irgendeinem YouTube Review zu einer Cozy einen Kommentar von Kauffmann selbst gelesen, dass sie versuchen das Thema Feeling ganz hoch zu halten. Vor allem bei der Cozy sei dass das Ziel gewesen. Die Rechnung geht für mich auf. Beide Instrumente fühlen sich einfach sehr toll an. Ich bin auf jeden Fall ein Fan.

Kauffmann.jpg
 
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Ich bin ja grade in die JM Welt eingestiegen ... mit Fender halt :) ... Das macht Spaß und "schreit" nach mehr!

Bei der Fender musste ich erst mal einen Shim unterlegen, um da Druck auf die Brücke zu bekommen. So ganz zufrieden bin ich noch nicht - vielleicht doch die 1 Grad Version des Shim nehmen. Auch an der Saitenlage gibt es - was ja durchaus bei JM's typisch ist - in den hohen Lagen noch Verbesserungspotential.

Kauffmann baut die JM gleich mit einem leichten Winkel zwischen Hals und Korpus und verwendet einen Mastery M1 Steg mit guter Saitenführung und das passende Mastery JM Tremolo. Und auf die Lollar PU's bin ich auch gespannt.

Firemist Gold ... und das ist angeblich nur die mittlere Stufe des TimeTravelTreatment ...

Bildschirmfoto 2023-12-23 um 19.14.00.png


Gruß
Martin

 
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Lollars & Mastery? Da hat sich jemand aber Gedanken gemacht. Beides ist auf einer Jazzmaster unfassbar gut aufgehoben.
 
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So, die Kauffmann JM ist angekommen. Das erste was man wahrnimmt - sie ist leicht!

Nach der ersten trocken Runde habe ich die D-Saite etwas runter gedreht. Sie schaute meinem Plektrum ein Nü zu hoch aus den anderen, sehr gut eingestellten, Saiten heraus. In Summe von Sekunde 1 an aber toll spielbar. Da hat jemand dran „gedreht“, der selbst auch spielt 👍

Der Hals ist Klasse. Man hat gut was in der Hand - der Hals der Vintera II ist dagegen schmächtig. Er hat aber auch nicht zu viel - ähnlich wie meine an 1963 angelehnten Strats. Das Griffbrett ist perfekt verrundet und die Bundstäbchen pieksen nicht. Durch die weitestgehend lackfreie Rückseite, fühlt sich meine Hand direkt zuhause.

Klanglich hat sie gut was auf der Kante. Die Lollar PU klingen etwas weicher als die Fender. In beiden Schaltkreisen ist der komplette Regelweg am Poti nutzbar. I like!!!

Das Tremolo funktioniert sehr angenehm weich. Die Brücke erfüllt definitiv ihren Zweck. Auch voll hingelangt, bleibt die Saite da wo sie sein soll.

Mehr Testruns kommen die Tage. Nach jetzt 1h am Amp macht das aber definitiv viel Spaß.

Die Farbe hat in natura mehr vom Firemist Gold als oben auf dem Bild erkennbar. Zumindest wie ich sie hier am TEL sehe, gibt sie sich auch im Raum.

Ach ja - Pics or it did not happen :)

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Gruß
Martin
 
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Schade, dass es beim Gregor immer nur Strats und Teles gibt. Andere Modelle würden mich mehr interessieren
 
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Ich starte dann zur Kauffmann Runde 2. Nach der NAMM freue ich mich auf diese hier. Maple ist bei mir die letzten Jahre etwas zu kurz gekommen.

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Mit Feedback ist Anfang Februar zu rechnen.

P.S. auf ihrer Webseite bieten sie ja auch Trade-In. Habe ich mal probiert und empfand das als recht fair!

Gruß
Martin
 
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...ich verstehe nur nicht, warum sie dann auf TUSQ-Sattel setzen... wo der Rest so "stimmig" ist, hätten sie hier auch Knochen nehmen können müssen.
 
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Knochen an sich ist ja noch kein Qualitätsmerkmal :) … wenn sie sich für ihre Ohren auf den Tusq eingeschossen haben, soll es mir recht sein. Am Sound fehlt es jedenfalls nicht.

Sollte mich die Neugierde treiben, ist der Tausch ja schnell erledigt.

Gruß
Martin
 
@hack_meck - ging mir auch nicht ums Qualitätsmerkmal - die tun so viel, um einen sehr guten Touch "vintage vibe" rüberzubringen (bei gewahrter Eigenständigkeit an anderen Stellen) und sprechen von der Aufmachung her auch so Leute wie mich an - da passt ein TUSQ-Sattel halt nicht ins Bild. Die modernen Bünde auch nicht so recht, aber dafür habe ich Verständnis ;) ... kein Kaufverhinderungsgrund, aber finde ich eben ... seltsam.

Aber Fachfrage - Lefty-Option haben die nicht, oder?
 
Aber Fachfrage - Lefty-Option haben die nicht, oder?

Müsstest du sie direkt anschreiben, das kann ich dir nicht sagen ...

um einen sehr guten Touch "vintage vibe" rüberzubringen

Der Fender Custom Shop hat auch nur noch wenige Gitarren mit den Vintage korrekten 7,25 Radius und Spaghetti Bünden. Der Herr Kauffmann war halt jahrelang als Dienstleister-Gitarrist unterwegs und baut primär Sachen ein, die für ihn funktionieren.

Aus den Mails mit ihnen habe ich aber rausgelesen, dass sie jederzeit auch Kundenwünsche erfüllen ... also im "nächsten Batch" umsetzen. Bünde und Sattel sollte zumindest kein Problem sein. Ob Radius auch gehen würde? Kommt darauf an, an welcher Stelle sie selbst mit dem Hals beginnen.

Gruß
Martin
 
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Den Tyler-Gitarren, insbesondere der Tele, wurde, zumindest früher, nachgesagt, sie würden den guten, alten Vintage-Ton mit einigen modernen Features bieten. Ich habe grad mal nachgeschaut, meine Tyler Tele hat auch einen TUSQ Sattel... Es ist eine Werbung in den Unterlagen, die die Vorzüge von TUSQ gegenüber denen eines Knochensattels vergleichen soll. Das Resultat (der Werbung...): Längeres Sustain mit mehr Obertönen. Einfach zur Kenntnis.
Und ja, der Großteil der gängigen Fender Gitarren inkl Custom Shop und Masterbuilt haben Specs, die nicht vintage-korrekt sind. Die Bünde, der Halsradius. Das sind Anpassungen an Ergonomie, Spielbarkeit, aktuelle Geschmäcker usw. Das gilt übrigens auch für die angeblich super korrekten Nachos. Da muss man einfach das raussuchen, was einem passt oder was man will. Ich bin bspw. etwas "jumboversaut" und freue mich, wenn ich große Auswahl mit 6105er Medium Bünden habe (die ja ursprünglich höher sind als die klassischen Jumbobünde 6100).
 
Zuletzt bearbeitet:
Lefty-Option haben die nicht, oder?

We don’t do lefties. We can order 7.25” radius though this would be a custom order and a higher price and delivery time. The reason we use tusq is it is easier to work with, saves time and we don‘t loose tone …

War eh mit ihnen in Kontakt …

Gruß
Martin
 
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Ach, der Postbote war da … die erste Runde ist gedreht. Die Maple hat ziemlich Spank in der Brücke, kann aber auch recht weich am Hals. Fühlt sich bereits nach 5 Minuten sehr vertraut an und kam mit perfektem Setup!

Für 2100 EUR wildert sie deutlich in F Custom Shop Gefilden.

Der Hals passt mir hervorragend, da er genug Fleisch hat ohne U zu sein und der Lack bereits weitestgehend ab ist. Auf dem Griffbrett ist er jedoch komplett intakt.

Vol und Tone haben eine sehr gute Reichweite, da braucht es fast nix außer einem Amp der sich per Vol von Crunch nach Clean bewegt.

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Gruß
Martin
 
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Nachdem ich mit meiner Maple Neck Strat sehr zufrieden bin, habe ich mir jetzt auch mal ne Rosewood Strat bei ihnen bestellt. Strat's habe ich eigentlich zu viele, aber wenn ich vom Sound her damit zufrieden bin, dann kann ich mir auch das zusätzliche Gewicht der Fender sparen. Die Kauffmann hat 2630 g ...

Bildschirmfoto 2024-02-21 um 15.14.31.png


Gruß
Martin
 
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Du, die sieht super aus! Wie klingen die Pickups? Kauffmann gibt sie ja als "überdreht" an. Sehr spitz in den Höhen? Berichte doch ein bisschen. Ich hab' nämlich noch keine Strat. Nachtigall, ich hör Dir trapsen...
 
Sie geht morgen auf die Reise ... die Maple Kauffmann Strat hat Punch aber kein nerviges "klingeln". Die 60s Variante sollte von der Idee her den "großen Blueston" haben. Wenn sie da ist, nehme ich mit beiden mal was auf.

Gruß
Martin
 
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