Keyboard-audio über Laptop aufnehmen

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HajoS
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Hallo zusammen
ich fürchte die Frage gab es ähnlich schonmal, aber ich habe bei Durchsicht keine passende Lösung gefunden ....

Ich will mein einfaches e-Keyboard (später auch andere Instrumente wie Gitarre, E-drum oder ein Behringer-Mischpult) als Audio-Signal an mein Laptop anschliessen und per Audacity aufnehmen.

Dabei dachte ich daran, den Mikrofon-Input am Laptop per Y-Kabel zu separieren und dann die 3,5mm TRS-Klinke einfach so zu 'belöten', dass ich das Signal vom Mikrofon-Eingang nutzen kann.

Allerdings: Egal wie ich es beschalte, höre ich in Audacity für ca. 0,3 Sekunden das Signal und das brummt es und dann ist es weg ....

Am Mikro-Eingang des Laptop liegt erstaunlicherweise eine 3,5V Gleichspannung an - vermutlich eine Art Speisespannung für ein externes Mikro ...?

Wie könnte eine einfache und günstige Lösung für mein Problem lauten?

Danke für jeden Tipp - Hajo
 
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Dafür ist der Mikro-Eingang nicht gedacht. Machst du so weiter, rückt ein schlechtes Ende für Deine Laptopelektronik in greifbare Nähe.

Entsprechende Audio-Eingänge findet man allenfalls noch auf Audiokarten in PC's. An Laptops sind die längst weggespart.

Dein Weg sollte über ein externes Audio-Interface gehen (Audio-In mit geeigneter Impedanz, über USB digital in deinen Rechner).
Wenn Du sowieso ein Mischpult anschaffen willst: Manche haben so etwas direkt an Board, aber nicht alle. Stichword wäre USB-Audio (wie oben).

P.S.: Merke insbesondere im Audio-Bereich ... nicht jeden Stecker und jede Buchse, die zueinander passend aussehen, darf man unbeschwert zusammenstöpseln ...
 
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Ich hab's befürchtet ... aber Dank für den Hinweis.
Dann werde ich mal in die Beschaffung gehen ...
Besten Gruß
 
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Was ist denn das für ein Behringer-Mischpult? Einige neuere Kleinpulte von Behringer haben bereits ein USB-Audiointerface drin (z.B. die Xenyx X####USB), die digitalen Pulte (XAir-Serie) sowieso... Damit umgehst du das Problem ganz elegant.
 
Wenn die Eingänge genügen, wäre das Flow-8 ein interessanter kleiner Digitalmixer, also inkl. Audio-Interface und jeder Menge mehr.

Behringer Flow 8
 
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Das Mischpult existiert bereits - ist ein Behringer Xenyx 1202FX, prima Teil aber leider ohne USB-Interface.

Bei Thomann gibt es USB-Adapter, zB das "Line 2 USB" - das hat zwei Monoklinken auf USB-Stick mit integriertem Audio-Interface.
Was ist davon zu halten?
 
Kenne ich nicht, dürfte aber die gleiche Qualitätsklasse wie die eingebauten Interfaces in den Xenyx sein. Da so ein Stereo-Interface heute kein Hexenwerk mehr ist, sollte das gegenüber einem "missbrauchten" Mic-Eingang am Laptop deutlich besser sein.
 
paar Einwuerfe:

3.5V: Speisespannung fuer 'Elektret' Mikrophone (z.B. div. Headsets)

Vergleich 24bit Wandler (Soundcraft Mischer) mit Xenyx USB 16bit (Keyboards, flac aufgenommen und auf Hi-Res-faehiger Anlage abgespielt): Null Unterschied (im Uebrigen kann man selbst bei Hi-Res-Referenzaufnahemen in konzentriertem AB-Hoeren allenfalls an einem Beckenklang einen winzig feinen Unterschied wahrnehmen ...). Der 'Vorteil' des 24 Wandlers war uebrigens: Spur-Routing auf 4 Tracks (statt 2/'nur Stereo') - unter umstaendlichstem Gefummel mit einem proprietaeren Windows-Treiber, der laufend abstuerzte :ugly: Hingegen Behringer: plug&play :D

Behringer Line-2-USB/16bit: mehr braucht kein Mensch (der ein paar Keys in Audacity einspielen will)

(polyvalente) Alternative: Mini-Soundkarte f. PC mit 'ordentlichem C-Media Chip'. Bsp: Ada-17 USB (vor ein paar Jahren 15 Euro, 24Bit/96KHz HPhone/Line-Out, 16bit Line/Mik-In). Der Winzling funktioniert mit Handy+Elektret-Stereo-Mic als 'Fieldrecorder' ('Rockband - Video-Aufnahme'), mit Handy (Tablet) zum schnellen Aufnehmen von Keys, an den Laptops zum Aufnehmen von Keys bzw. als 1A 'Kopfhoererbuchse' (ganz andere Liga als die eingebauten Laptop-Headphone-Outs)
 
Dank allseits - bin jetzt bei einem Behringer UCA202 USB-Interface als DA-Wandler für gut 20€ gelandet. Prima Qualität auf Ein- und Ausgängen 2-kanal und macht genau was er soll.

Liesse sich wohl auch noch mit besseren IO-Treibern 'tunen' (zB ASIO4all) , aber da traue ich mich nicht ran...: es heißt, diese Treiber 'ersetzen' die Windows-Treiber.
Weiß nicht wie ich ASIO installiere und auch wieder so deinstalliere, dass man wieder die ursprünglichen Win10 Treiber von Intel und Realtek nutzen kann (das sind in Summe mind. 30 verschiedene Treiber-Dateien).
Falls sich da jemand auskennt ....?
 
perfekt, UCA202 funzt genauso.

Asio 4 All installiert parallel, das 'ersetzt' nix (die Zeiten, wo Windows Treiber-Dateien ueberbuegelt, sind seit 15 Jahren vorbei).

Im Falle von Audacity nutzt Dir das aber eh nix: Audacity ist nicht Asio4all kompatibel (Lizensierungs-Geschichte) - kein Grund sich die Haare auszuraufen: Audacity laeuft auch so gut (Du hoerst mp3 u. wav ja auch ueber 'Windows').

Asio4All wird interessant bei virtuellen Instrumenten/DAWs/VSTs: z.B. hat Windows ordentlich Latenz (Verzoegerung): wenn man ein virtuelles Instrument ueber ein (virtuelles oder Hardware)-Keyboard bespielt, erklingt der (virtuelle Instrumenten)-Ton deutlich nach dem Tastenanschlag. Via Asio4all ist es (fast) latenzfrei.
Zudem ist Asio4All 'strikt monogam': sobald eine Applikation (z.B. DAW) aktiv gegen Asio laeuft, geht sonst nix mehr, z.B. gleichzeitig Youtube via Browser abzuspielen geht dann nciht mehr.

M.a.W.: solang Du nur eine 'Gesamtaufnahme' bearbeitest, ist Audacity prima (schnell und unkompliziert). Bei Einzelspuren, wo man z.B. Stimme A etwas Hall und Stimme B etwas anderen Hall oder Chorus oder Panning oder EQ-ing beifuegen will, ist Audacity vom Handling her nicht mehr zu gebrauchen, da heisst es: DAW - ein Thema fuer einen eigenen Thread ;)
 
Im Falle von Audacity nutzt Dir das aber eh nix: Audacity ist nicht Asio4all kompatibel (Lizensierungs-Geschichte) - kein Grund sich die Haare auszuraufen: Audacity laeuft auch so gut (Du hoerst mp3 u. wav ja auch ueber 'Windows').
Interessant - ich lass was in anderen Threads dass man auch Audacity die ASIO-Treiber 'vermitteln' kann - ist halt nur etwas mühsamer.
Sie sollen nicht nur schnellere Latenz sondern angeblich auch deutlich besseren Soundqualitäten haben, In wie Out - kann man das grundsätzlich bestätigen?

Gibt es DAW-Software free zum testen? (DAW steht wofür?)
Was würde man für low-budget empfehlen?

Danke & schönen Advent!
 
DAW steht für "Digital Audio Workstation". Es gibt durchaus kostenlose DAWs. Bei manchen handelt es sich um abgespeckte Versionen einer anderweitig kostenpflichtigen Vollversion, andere sind an sich schon die Vollversion. Hier ist eine (zwei Jahre alte) Liste samt Beschreibung:

https://www.gearnews.de/die-besten-freeware-daws/
 
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DAW bedeutet Digital Audio Workstation, kostenlos ausprobieren - de facto bisher unbegrenzt - kann man die hervorragende App Reaper und eine (private) Lizenz ist mit 60 USD auch nicht teuer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Workstation
https://www.reaper.fm/

DAWs, wie sie bei Interfaces dabei sind, bringen einige "plugins" mit (Effekte, ggf. Instrument Libraries). Mit ihren Upgrades erhält man geradezu jede Menge Studiosoftware, aber m.E. gerade in den abgespeckten Beigabeversionen auch eine einfachere Benutzerführung als z.B. mit Reaper. Das kann sich als nützlich und zeitsparend erweisen, wenn man neu in's Recording einsteigt.

Gruß Claus
 
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Interessant - ich lass was in anderen Threads dass man auch Audacity die ASIO-Treiber 'vermitteln' kann - ist halt nur etwas mühsamer.
Du kannst Audacity auf dem eigenen PC builden ('kompilieren') mit den asio libraries

Sie sollen nicht nur schnellere Latenz sondern angeblich auch deutlich besseren Soundqualitäten haben, In wie Out - kann man das grundsätzlich bestätigen?

1. Latenz: nochmal: fuer das blosse _simultane_ Aufnehmen von Key + Gesang und Zusschneiden, Effekte anreichern usw. ist Latenz irrellevant
2. Soundqualitaet: ich hab gehoert, an jedem dritten Vollmond bei exakt 37.15578% Luftfeuchtigkeit und 16.16923 Grad Raumtemperatur soll angeblich die Soundqualitaet noch besser sein :D
Hab grad keine Lust jetzt einen Aufsatz drueber zu schreiben, was man selbst in 10 Min. im Netz nachlesen koennte ...
Ganz einfach: wenn Du ganz fest dran glaubst, Du hoerest 24bit/96Hz aus der Soundkarte Deines Laptops, dann stell Audacity auf 'Wasapi', oder b(u)ild Dir ein Asio4all Audacity, oder installiere ne DAW (Tracktion find ich recht nett u. anfaengergeeignet) :D
 
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Latenz irrellevant
... gilt das auch für schnelle Drum-Passagen aufgenommen von einem V-Drum? Das Ergebnis und die Timings sollen schon 'knackig' sein.

Das mit der Soundquali/ASIO lege ich einstweilen mal beiseite - und werde dafür eine DAW aus der Liste ausprobieren.
 
was hat "knackige V-Drums" mit Audacity-'Latenz' auf dem Laptop zu tun?
Nix fuer ungut, aber irgendwie fehlt mir heut der Nerv um auf sinnfreies Umsichwerfen mit Buzzwords einzugehen. Vielleicht morgen wieder ;)
 
Hm - war eigentlich nur eine ernst gemeinste Frage - und ja, ich habe (noch) nicht viel Erfahrung mit diesem Thema sammeln können ...

Bei schnell gespielten e-Drum-Passagen (also ohne akustische 'Aufweichung') kommt es bei meinem Projekt auf möglichst akkurate Timings an.
Latenzen führen nach meinem Verständnis zu leichten Versetzungen zwischen wiedergegebenen und neu aufgenommenen Spuren.
Sind die mit Audacity / Standard-Treibern erreichbaren Latenzen hierfür ggf. kritisch und könnte sich ein New-build von Audacity+ASIO4all dafür dann lohnen?
Oder reichen die von Audacity vorgesehenen Einstell-Parameter zur Latenzkontrolle aus.
Danke für eine kurze Einschätzung aus Eurer Erfahrung. BG
 
Latenzen führen nach meinem Verständnis zu leichten Versetzungen zwischen wiedergegebenen und neu aufgenommenen Spuren.
Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber wenn die Latenz konstant ist, kann so ziemlich jede DAW das exakt kompensieren - die neu aufgenommene Spur wird einfach automatisch um die Latenz verschoben und bei der nächsten Wiedergabe ist alles in time.
Schwierig wird es mit Latenzen eigentlich nur dann, wenn das Signal einmal komplett durch den Rechner muss, bevor man es hört (also zB. bei virtuellen Instrumenten oder virtuellen Gitarreneffekten). Solange die Vdrums von extern kommen, ist die Latenz des aufnehmenden Rechners wirklich egal, solange der Rechner nur als "digitale Bandmaschine" dient.
 
Latenzen führen nach meinem Verständnis zu leichten Versetzungen zwischen wiedergegebenen und neu aufgenommenen Spuren.
genau. Die Latenzen sind ubrigens so, dass wir hier nicht mehr von Feinheiten sprechen :) Wenn Du z.B. die V-Drum dazuspielen willst, waehrend existierende Tracks auf Audacity (zeitverzoegert) ueber Lautsprecher/Kopfhoerer ablaufen, passt das nicht mehr und man muss nacharbeiten (wie Jens gesagt hat)

Wenn Du komplexere Sachen mit Mehrspur und Bearbeitung aufnehmen willst geht wirklich besser auf eine DAW.

Das 'Problem' bei Audacity liegt im praktischen Handling der 'Effekte' resp. 'Bearbeitung', vom EQ bis zum Klang-Effekt, HP-Filter und was auch immer.
Beispiel: Du hast irgendwann Singstimme Spur A etwas EQed, gehighpasst und ge-Hallt, dann an Spur B C D ... heftig gebastelt, jetzt magst in Singstimme A den Highpass rausnehmen - wie geht das? undo undo undo undo .............. und dann kannst alles was seither geschah, wieder neu machen (wenn man noch weiss was man gemacht hat).

In einr DAW gehst du einfach in Track Singstimme A und schaltest deren 'Highpass-Effekt-Plugin' aus

Ausserdem hat sich mit DAW das 'Problem Asio' erledigt: saemtliche (ausser LMMS) sind Asio komplatibel , d.h Du installierst Asio4all , stellst in der Daw Asio4all ein u. fertig.

Daws kaufen braucht man imho keine, was man als 'Freeware' geboten bekommt, ist eh unglaublich (naja, so ganz free ist das Konzept nimmer: du bezahlst mit dem, was heut genausoviel Wert hat wie Cash: mit deiner email-Adresse - kriegst halt ab und und zu einen Info-Letter :) )
Probier einfach ein paar aus und schau was Dir gefaellt:
Reaper (irgendwie ein bisserl Klicki-Bunti) oder Zynewave Podium Free (ist schon ein bisserl aelter aber sehr strukturiert aufgebaut) - beide laufen free-free, d.h. ohne Registrierung
oder wie gesagt
Tracktion Waveform - 'modern' u. hat einen Touch 'Garageband'
Sonar/Cakewalk
usw usw usw.
 
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