Keyboard gesucht die 100.

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Beichtstuhl
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Guten Abend liebes Forum,

ich habe mich hier angemeldet in der Hoffnung, ein bisschen Hilfe auf meinem neu eingeschlagenen Weg der Instrumente und Klänge zu erhalten.


Ich bin mir dessen bewusst, das es hier wahrschienlich zig Themen mit ähnlichen Anfragen gibt. Hoffe ich erwecke mit meinem jetzt nicht ein "nicht noch einer" Bild.


Ich bin seit kleinauf ein Freund melanchonischer Töne, lange Zeit berufsbedingt, war es mir allerdings nicht möglich, diesen Wunsch zu erfüllen.

Jetzt habe ich etwas Luft und starte endlich einen lang nur im Kopf ausgelebten Traum.

Ich will Klaiver bzw Piano lernen.

Wie den meisten Menschen mit diesem Wunsch, fehlt mir allerdings aktuell natürlich Platz sowie Geld für eine derweilige Anschaffung.

Nach meiner ersten Stunde heute im Musikunterricht, wurde mir seitens der Lehrerin geraten erstmal ein Keyboard zu besorgen.

Ich muss natürlich noch erwähnen das ich aktuell ein absoluter Laie bin, kann keine Noten vernünftig lesen.

Jetzt habe ich mir hier etwas eingelesen bevor ich mich angemeldet habe.

Die einen sagen vergiss es, bezahl mehr und kauf dir ein Piano. Andere wiederrum behaupten das man durchaus den Einsteig mit einem Keyboard feiern kann.

Mein Ziel ist folgender:

Eines Tages (egal wie lang es dauern mag) Stücke wie "Carly Commando everyday" oder Chopin Fantaisie Impromptu spielen zu können (letzteres dürfte wohl ein Wunsch sein der auf ewig verbleibt wird :) )


Mir geht es erstmal natürlich nur um den Einstieg.

Lange rede kurzer Sinn.

Mach ein Keyboard zum lernen vorerst Sinn? Oder muss ich meinem Traum noch etwas mehr Zeit lassen.

Und sollte ein Keyboard Sinn machen, welchen würdet ihr mir empfehlen? So maximal bis 200?

Ich hoffe ich habe durch meinen kleinen Roman hier, niemand zum einschlafen gebracht, sollte mir jemand helfen übernehme ich die Person gerne in meine Nachtgebete.

Vorab schommal Herzlichen Danke

Beichtstuhl
 
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Hallo,

ich versuche mal eine Antwort auf die Frage zu formulieren. Ich selbst hatte mit 6 Jahren meine erste Orgel (Tasten heute vergleichbar mit Keyboard + Pedale). Ein Freund von mir hatte ein Klavier und bekam Unterricht auf dem Klavier. Nach der Orgel kamen diverse Tasteninstrumente (Akkordeon - auch mit Unterricht), noch ne große Orgel, später diverse Keyboards. (Das teuerste dann ein Tyros 4) sowie Masterkeyboards.

Ein Klavier hat gewichtete Tasten. Man spielt ein Klavier mit beiden Händen und dazu gibt es noch zwei Pedale (wenigstens).

Was ich heute zusammenfassend sagen kann ist, dass ich nie Klavierspielen lernen konnte oder werde, weil ich an die "leichten" Tasten von Orgel und Keyboard gewöhnt bin. Außerdem habe ich eine "Schwäche" in der linken Hand. Ich bin es nicht gewohnt, eine Begleitung mit beiden Händen zu spielen. Bei einem Keyboard muss man zwar auch die linke Hand trainieren, aber es ist anders, als bei einem Klavier.

Sicher auch eine "Gewöhnungssache" - vielleicht kann man das durch entsprechende Unterricht auch korrigieren - mir ist dies nie gelungen - allerdings hatte ich auch nie Klavierunterricht.

Linke- und rechte Hand müssen von Anfang an trainiert werden. (Bei einer Orgel noch Pedale). Wenn Klavier das Ziel ist, geht das nur mit einer entsprechenden Tastatur. Man muss kein Klavier kaufen, es gibt auch gewichtete Masterkeyboards. Die kosten allerdings auch um die 500 EUR.

Es soll ja auch Leute geben, die kostengünstig Klaviere abgeben. (Ich glaube, hier gibt es zu dem Thema Kaufberatung eine ganze Menge Informationen).

Alle Leute, die ich in 20 Jahren gefragt habe, haben mir in der Vergangenheit gesagt. Klavierspielen kann man nur mit einem Klavier lernen. (oder halt einem vergleichbaren Masterkeyboard mit gewichteten Tasten).

Was den Fingersatz angeht - den könnte man theoretisch auch auf einem Keyboard lernen. Die Frage ist, ob es für die Praxis auf Dauer gut ist. Ski-Fahren lernt man ja auch nicht dauerhaft auf dem Idiotenhügel, irgendwann muss man wohl auf die Piste gehen.

Frag doch mal den Lehrer, ob es auch die Möglichkeit gibt für Mietkauf oder Leihinstrumente. Meistens haben die doch gute Kontakte zu Musikgeschäften. Für Platzgründe gibt es doch Alternativen.

Gruss
Thorsten
 
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KeysCaptain
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Hallo Beichtstuhl,

ich kann Thorsten nur zustimmen.
Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass ein Umstieg vom Keyboard mit Begleitautomatik auf ein Klavier häufig schwerer fällt, als man es glaubt. Das größte Problem ist sicherlich die Umstellung von der eher passiven Rolle der linken Hand beim Keyboard (die sich ja in den meisten Fällen auf das Greifen von Akkorden beschränkt) auf die aktiv gespielte Begleitung beim Klavier. Ich persönlich habe das Tastenspiel auf einem Keyboard gelernt und komme mittlerweile auf dem Klavier passabel mit der linken Hand zurecht. Ich werde jedoch niemals über die Spieltechnik in der linken Hand verfügen, die Stücke von Komponisten wie Chopin einfach voraussetzen. Auf der Bühne bin ich dann schon froh, wenn ich mein Tyros 4 dabei habe und nicht eine Sängerin / einen Sänger auf dem Flügel begleiten muss. :D

Von der unterschiedlichen Gewichtung der Tasten sollte man sich meiner Meinung nach nicht abschrecken lassen. Wenn man von einem Keyboard auf ein Klavier wechselt, erfordert das zwar eine Umstellung, die aber (was meine Erfahrung betrifft) absolut machbar ist.

Mein persönliches Fazit:
Wer sich für Musiktechnik, Audio Engineering usw. interessiert und Ambitionen in Richtung Recording hat, fährt nicht schlecht mit einem Keyboard. Sofern man den richtigen Lehrer hat, gehen technische Grundlagen bald schon ins Blut über und der Einstieg ins professionelle Recording fällt sehr viel leichter.
Wer allerdings Chopin perfekt nachspielen will, der muss mit sämtlichen Pianisten-Wassern gewaschen sein. Diese differenzierte Spieltechnik lernt man als Keyboardschüler nicht.

Ich finde Thorstens Idee des Leihens oder Mietens eines Instrumentes sehr sinnvoll. Solltest du nämlich doch feststellen, dass das Klavierspiel dir keinen Spaß macht, hast du nicht direkt 500 Euro ausgegeben (die du tatsächlich investieren müsstest für ein vernünftiges Digitalpiano). Die allermeisten großen Musikschulen bieten so eine Leihmöglichkeit, fragen kostet ja nichts. :)

Beste Grüße
KeysCaptain
 

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