KIESEL GUITARS Factory Tour 2016

von Mad_Owl, 05.12.16.

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  1. Mad_Owl

    Mad_Owl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #1
    Servus!

    Hab mir gestern die Kiesel Factory Tour angesehen und dachte vllt ist das für den einen oder anderen mal ein ganz interessanter Einblick.

    Kiesel Guitars ist aus Kalifornien und baut Klampfen aller Art seit ca. 70 Jahren. Gear Gods hat sich jetzt die neue Produktionsstätte mal angeschaut und die ganzen Eindrücke in ein 60 Minuten Video gepackt :)

     
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  2. Roli78

    Roli78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #2
    Sehr intressant. Dieser Jeff Kiesel ist ja allgemein ein sehr Kundenorientierter Typ und Preis-Leistung stimmt bei denen ziemlich gut. Werde wohl diesen Sommer mal vorbeischauen bei denen.

    Ganz grundsätzlich: nach Anschauen von solchen Videos ist es einmal mehr offensichtlich, wieviel Voodoo bei Gitarristen herumschwingt, wenn man bedenkt, dass alle das selbe günstige Holz nutzen, die selben CNC's, die selben Software, die selbe Hardware, die selben Maschinen, Jigs etc. Wieso sollen da USA-Fertigungen mehr Kosten als Chinesische? Das sind keine Gitarrenbauer, die da Arbeiten, das sind "Fliesband"-Arbeiter.... So auch bei Gibson/Fender/PRS etc.
     
  3. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #3
    Das hat sicher auch was mit der Lohnpolitik und den Lebenshaltungskosten zu tun.
    In China geht es offensichtlich (je nachdem wo und wer) noch günstiger.
     
  4. Roli78

    Roli78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #4
    Sorry, hab mich verschrieben. Ich meinte nicht "mehr Kosten", sondern qualitativ auf einem anderen Niveau sein.

    Ein Factory-Worker bei Fender und ein Factory Worker bei einer Chinesischen Company haben mit einem Gitarrenbauer relativ wenig gemein. Die könnten genau so gut auch Autoarmaturen herstellen... Das meine ich mit Voodoo-Verklärung...

    Was mich im übrigen nicht davon abhält, teures, irrationales Zeugs zu kaufen :-)
     
  5. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #5
    Jap, grundsätzlich ist es egal, wo gefertigt wird. Auch in China können gute Gitarren gebaut werden.
    Die Rasmus Serie von Suhr ist ein gutes Beispiel.
    Nur leider hält sich der "China = Billigschrott" Glaube hartnäckig, so dass man als Hersteller schon davon ausgehen muss, dass die Akzeptanz nicht uneingeschränkt vorhanden sein wird, wenn dann Preise von 1000 Euro aufgerufen werden (wie bei den Rasmus Gitarren). Es ist schon auch so, dass viele ultragünstig Gitarren made in China sind.

    Aber man sieht auch, wie sich sowas entwickeln kann.
    Früher wurden u.a. auch Gitarren aus Südkorea belächelt, mittlerweile werden dort z.B. bei WMI für zahlreiche Hersteller wirklich gute Gitarren produziert (LTD, PRS SE, Schecter, BC Rich, Diamond, Chapman usw.), die auch schon die 1000 Euro Marke knacken - je nach Modell - UND meiner Meinung nach qualitativ mehr fürs Geld bieten als man bei 7 oder G bekommt.

    Indonesien wird auch immer beliebter als Fertigungsland, siehe Ibanez Premium, Jackson X und Pro (Neck-Thru Modelle), Washburn Solar Non-USA, LTD, Schecter... - darunter auch absolut professionelle Instrumente. Die aktuelle Vai Premium 6-Saiter kostet sogar über 1500 Euro.
     
  6. Mad_Owl

    Mad_Owl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.16   #6
    Ich denke auch, dass in Asien produzierte Instrumente primär wegen niedrigeren Löhnen günstiger hergestellt werden können. Eventuell gekoppelt mit einer weniger gewissenhaften Qualitätskontrolle und kürzeren Zeitfenstern. Ich hab jetzt bisher noch nie einen Fehlgriff gehabt, aber im low budget Bereich scheint es ja schon öfter mal Qualitätsprobleme zu geben. Ich kann mir gut vorstellen dass ein Hersteller dann für den Massenmarkt in Asien produzieren lässt und in den USA andere Maßstäbe ansetzt - zusätzlich zu den höheren Löhnen - und dadurch ein anderer Gesamtpreis zustande kommt. Trotz allem haben die aber vermutlich dennoch die Möglichkeit mit der Massenproduktion deutlich Kosten zu senken. Gibson haut pro Monat angeblich 200 Klampfen aus ihrem Custom Shop raus, Standard-Modelle wohl so ca. 800 pro Monat. Mit der Automatisierung hat man sich da ordentlich die Gewinnspanne vergrößert - ich würde behaupten, die könnten locker die US-Preise etwas niedriger ansetzen und trotzdem noch gut Gewinn machen. Ist auch alles eine Frage der Schmerzgrenze: wie viel zahlen die Leute noch für ein bestimmtes Produkt? Mit entsprechendem Marketing kann man alles rechtfertigen.

    Kiesel und andere Gitarrenbauer haben auch extrem teure Gitarren, aber da finde ich die hohen Preise noch gerechtfertigt, grade wenn man sieht wie viele Leute dann doch daran arbeiten und trotz Automatisierung viel Mühe reinstecken, das perfekte Instrument zu bauen. Ich fand die Kiesel Gitarren ehrlich gesagt nie so extrem geil und fand den Preis etwas zu hoch angesetzt, aber nachdem ich jetzt das Video gesehen hatte, schätze ich die Arbeit dahinter umso mehr.

    Letztens hat einer auf reddit geschrieben wie krass die Qualitätsunterschiede waren in den 70er/80er Jahren, teilweise extreme Varianz in der Fertigung innerhalb einer Serie, so gut wie keine Qualitätskontrolle und trotzdem arschteuer. Es hat sich also schon viel getan. Ob die Preise gerechtfertigt sind ist aber auch immer eine Frage der persönlichen Einstellung bzw Wertschätzung. Bei Custom Guitars ist auch immer noch die individuelle Komponente die den Preis in die Höhe treibt, dafür hat man dann aber auch ein Instrument dass genau den eigenen Vorstellungen entspricht. Außer man möchte eine Zachary.
     
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  7. Soulagent79

    Soulagent79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.16   #7
    Es kommt in Sachen China vs. USA doch auch auf den Anspruch an das hergestellte Produkt an.
    In China werden Gitarren von der unteren bis zur mittleren Qualitätsklasse hergestellt, weil das eben bewusst so gewollt ist.
    Klar könnte man in China eine ähnlich gute Gitarre wie in den USA bauen, wenn man das Personal entsprechend schult, die erforderlichen
    Produktionsprozesse einführt, die entsprechend hochwertigen Teile einkauft und eine hohe Qualitätskontrolle sicherstellt.
    Das Problem ist aber, dass sich das nicht lohnen würde, weil es dafür die Kundschaft nicht gibt, die dann doch einen etwas gehobeneren Preis dafür zahlen würde.
     
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