Klavier mit Stummschaltung vs. Digitalpiano

von Amateurdiva, 03.07.16.

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Casio
  1. Amateurdiva

    Amateurdiva Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.16   #1
    Hier äußert eines der Kinder den Wunsch Klavierspielen zu lernen, ein Instrument muss also her. Prinzipiell bin ich ein Verfechter akkustischer Klangerzeugung. Aufgrund der Wohnsituation und der Tatsache, dass alle Familienmitglieder bereits musikalisch aktiv sind, kommt eigentlich nur etwas mit Stummschaltung oder ein Digitalpiano in Frage und das Schwarmwissen des Klavierforums ist gefragt ;-)

    - Kann man auf einem Digitalpiano ernsthaft Klavierspielen lernen? Wenn die Alternative "gar nicht" heißt, sicher schon. Aber wird ein solches Instrument ernst genommen, wenn ich jemanden zum Begleiten eines Sängers oder Instrumentalisten einlade?
    - Welches währen empfehlenswerte Modelle? Ein potenzieller Klavierlehrer empfiehlt mindestens ein Instrument mit festem Unterbau aufgrund der Statik.
    - Gebrauchte Klaviere gibt es ja massig und ich habe gehört, dass es Stummschaltungen / Silent-Systeme inzwischen auch zum Nachrüsten gibt. Kann man in ein x-beliebiges Klavier eine Stummschaltung nachträglich einbauen lassen? Unter welchen Bedingungen lohnt das auch wirtschaftlich?
    - Gibt es einen Markt für gebrauchte Klaviere mit werksseitig eingebauter Stummschaltung? In welchem Preisbereich bewegen sich diese Insrumente?
     
  2. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 04.07.16   #2
    Das sind viele Fragen. Ich versuche mal mein Bestes.
    Ja, ein Digi ist zum Lernen in Ordnung. Irgendwann möchte man mehr Kontrolle über die Tongestaltung haben. Dann muss ein gutes Klavier oder ein Flügel her. Der Weg bis dahin ist aber weit. Die ersten paar Jahre kommt man mit einem Digi aus. Schön ist es, wenn man (z.B. beim Klavierlehrer) ab und zu Gelegenheit hat, akustisch zu spielen.
    Für eine Kaufberatung empfehle ich das Digitalpiano-Forum. Dort gibt es einen Fragebogen, den Du ausfüllen kannst, um Deine Wünsche klar zu benennen und passgenaue Antworten zu bekommen.
    Kurze Information vorab: Ein fester Holzunterbau wird von vielen kritisch gesehen, weil er nicht nur die Transportabilität eingeschränkt, sondern auch Geld kostet, das man eher für Musik ausgeben könnte. Stabilität ist kein Argument. Die festen Unterbauten sind eher hübsch. Stabilität kann man auch mit einem transportablen Gerät haben, wenn man nicht gerade einen X-Ständer, sondern einen Keyboard-Tisch verwendet. Da wackelt dann nichts. Außerdem ist der dann oft noch für Kleine und Große in der Höhe verstellbar.
    Nachrüsten lohnt sich besonders dann, wenn man schon ein Instrument stehen hat. Allerdings wird die Tonerzeugung dadurch immer ein wenig verändert.
    Die guten Stummschaltungen sind relativ neu. Man findet sie nur mit Glück gebraucht. Erster Ansprechpartner ist der Klavierbauer in der Nähe. Der kennt die Geräte in der Gegend. Er hat Ahnung und am ehesten Verbindungen zu potenziellen Verkäufern.
     
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  3. Amateurdiva

    Amateurdiva Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #3
    Vielen Dank für die Hinweise - schaue gleich mal ins Nachbarforum.
     
  4. Amateurdiva

    Amateurdiva Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.16   #4
    So, die Digitalfreunde meinen, ich sei in der traditionellen Ecke besser aufgehoben - Recht haben sie, nur ich leider kein freistehendes Einfamilienhaus und potenzielle Benutzer, die alle bereits ein Orchesterinstrument spielen...

    Es wurde angemerkt, dass auch bei einer Silent-Funktion die pure Mechanik ein Lärmproblem sein könnte. Würden da spezielle Dämmmatten, ggfs. mit Teppich drauf als Untergrund helfen? Im Zimmer liegt Parkett, darunter vermutlich Balken mit Sand und Asche verfüllt - Altbau halt.

    An einem Klavierhaus führt kein Weg vorbei, das sehe ich ein, zum Glück sind bald Sommerferien. Gebrauchte Instrumente gibt es mit Sicherheit zuhauf. Gestern wurde mir spontan eines angeboten, etliche Leute holen sie vom Recyclinghof zum Selbstkostenpreis. Letzteres finde ich ohne eigene Expertise aber zu riskant.
     
  5. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.07.16   #5
    Mit nichten meint man drüben das du "hier" besser aufgehoben wärst ;)
    Außerdem, die die hier schreiben, schreiben und lesen auch drüben :)

    Es ist nur die Überlegung:
    Ob es für dich "besser" wäre ein akustisches Klavier zu kaufen und wegen Nachbarn wenig spielen.
    Oder ein akustisches Klavier kaufen UND ein günstiges digitales, damit du was zum stillen üben und ein Klavier hast (halte ich für die "schlechteste" Idee)
    Oder ein richtig hochwertiges digitales Piano kaufen, so dass du dem Klavier so nah wie möglich kommst und nie in die Verlegenheit, ein akustisches Klavier zu vermissen.

    Eigentlich gibt es nur die drei Möglichkeiten und bei den digitalen solltest du anspielen was nur geht (auch hochwertig vs günstig, akustisch vs digital) damit du Unterschied erkennst und dich an deinem d oder a Piano wohlfühlen wirst :)
     
  6. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 06.07.16   #6
    Lies doch mal den Beitrag zum N1 durch. Da wird nebenbei auch das Leiden an Silent-Mechanismen thematisiert. Das macht es Dir vielleicht nicht einfacher, gibt aber einen Eindruck von der Breite der Problematik. Deine Frage trifft genau in die Nahtstelle zwischen akustisch / silent / digital.
     
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  7. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.07.16   #7
    Ich finde die Idee eigentlich ganz gut: Wenn mehrere Klavierspieler im Haushalt sind, kann man dann auch mal Stücke für 2 Klaviere spielen.
     
  8. Klavierbauer1

    Klavierbauer1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.16   #8
    Naja, es werden jährlich tausende Silent-und Hybrid-Klaviere in Deutschland gekauft mit durchwegs positiven Feedbacks. ich weiß nicht wo es da ein "Leiden" gibt, nur weil einer hier nicht klar kommt damit...
     
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  9. PianoAmateur

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    Erstellt: 07.07.16   #9
    Unglaubwürdige Behauptungen aufstellen und den Beweis schuldig bleiben! Und dann noch die Urteile der User infrage stellen! Unglaublich! Wo sind denn hier die tausenden, positiven Lobhudeleien auf die Hybriden?
     
  10. Klavierbauer1

    Klavierbauer1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.16   #10
    Was ist denn in Deinen Augen unglaubwürdig ?

    Der SILENT-Anteil bei YAMAHA oder KAWAI im Klavier-und Flügelbereich liegt aktuell je nach Modell bei bis zu 50% - keine Ahnung wo die alle ihr angebliches Leid klagen, hier jedenfalls nicht.

    Komischerweise schreiben zufrieden Käufer nach einem Kauf gar nicht oder deutlich weniger in irgendeinem Forum als unzufriedene.
     
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  11. Amateurdiva

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    Erstellt: 08.07.16   #11
    Interessante Info. Mein Eindruck ist auch, dass zwar massig gebrauchte Klaviere angeboten werden, aber nur wenige mit Silent-Funktion. Das scheinen die Kunden zu sein, die das Instrument auch wirklich nutzen?
     
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  12. Mod-Paul

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    Erstellt: 08.07.16   #12
    Diese Situation kenn ich nur zu gut :-)
    Ich hatte zu diesem Zeitpunkt, als meine Tochter (eins von drei Kindern) Ambitionen ameldete nun auch noch Klavier zu spielen, ein Digi hier stehen. Und ich dachte mir: Prima, eine Investition weniger :-) Aber da hatte ich die Rechnung ohne mein Töchterchen gemacht. Sie (damals 8Jahre) "baut sich vor mir auf" und meint: Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich auf diesem Ding Klavierspielen lerne! Du bist Klavierbauer und ich soll auf einem E-Piano spielen?
    Nun, da hatte sie nun mal Recht und schließlich kam dann doch ein "richtiges" Klavier wieder ins Haus. Wir haben hier allerdings Glück und die Nachbarn empfanden nun ein Instrument mehr oder weniger nicht weiter störend. Und hier wird allerlei auf allen möglichen Instrumenten musiziert :D

    Inzwischen gibt es wirklich gute Digitalpianos, auf denen man auch sicherlich Klavierspielen lernen kann, aber die meisten Klavierlehrer, die ich kenne (und das sind ziemlich viele :-)) raten dazu auf einem "richtigen" Klavier zu lernen. Vorausgesetzt es erfüllt die Mindestanforderungen. Gleichmäßige Spielart, Tonhöhe und Stimmstabillität.

    Immer noch nicht wirklich. Zum üben reicht´s und funktioniert es. Kommt auch drauf an, was man macht und welchen Anspruch man hat. Vor gar nicht langer Zeit hat eine Kundin (Liedsopranistin) ihr Klavier überholen lassen. Die Reparatur wurde so getimt, dass ihr Liedbegleiter vor dem nächsten Konzert wieder auf dem Klavier spielen konnte und nicht auf dem E-Piano.

    Man kann nicht jedes Klavier mit einer Stummschaltung nachrüsten. Vorher immer einen Klavierbauer fragen! Das System braucht an den Seiten, unter der Klaviatur und in der Mechanik Platz. Was das Wirtschalftliche angeht, so gibt es mehrere Parameter. Es kann durchaus sein, dass man ein gutes gebrauchtes Klavier findet, in das es sich lohnt ein Stummschaltesystem nachzurüsten. Empfehlen würde ich hier erst einmal in ein Geschäft zu gehen und sich Pianos mit solchen Systemen anzuschauen und anzutesten. Das Grundprinzip einer jeden Stummschaltung ist, dass die Hammerköpfe kurz vor den Saiten durch eine Prallleiste abgefangen werden. Dadurch verändern sich ein paar Regulationsmaße, die wiederum ein anderes Spielgefühl verursachen können. Mit diesem Kompromiss muss man leben können, ist aber aber bei den derzeitig erhältlichen Systemen klein :-)

    Ja, gibt es. Und er wird immer größer :-) Z.B. viele Studenten besorgen sich auf Leih- und Mietbasis genau diese Instrumente mit Stummschaltung. Nach dem Studium geht´s meistens irgendwo anders hin und die Instrumente werden wieder zurückgegeben und werden dann als gebrauchte Instrumente günstiger weiterverkauft oder vermietet.


    :-)

    Ja, das ist so. Man ist dadurch zeitlich gesehen viel flexibler und wie oben schon geschrieben, wird der Gebrauchtmarkt mit solchen Instrumenten immer größer.

    Empfehlen würde ich die B-Modelle von Yamaha. Gutes System, gute Stimmhaltung und wartungsfreundlich :-)
     
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  13. Amateurdiva

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    Erstellt: 08.07.16   #13
    ... und prompt über ein Gebrauchtinstrument gestolpert...

    Yamaha U-Serie aus den frühen Siebzigern, jetzt also etwa 45J alt mit (vermutlich nachgerüsteter?) Stummschaltung. Der Preis (von privat) kommt mir erstaunlich günstig vor - weniger als 1/10 des aktuellen Neupreises. Allerdings habe ich noch kein Feeling für realistische Gebrauchtpreise.

    Vom Grundinstrument wäre das höherwertiger als die schon erwähnte B-Serie - korrekt?

    Weiß jemand, seit wann Yamaha Silent-Funktionen anbietet? M. W. gibt es Yamahas Technologie auch ausschließlich werksseitig installiert.
     
  14. Klavierbauer1

    Klavierbauer1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.16   #14
    Ein neues YAMAHA U-Serie ist durchaus hochwertiger als ein neues B-3, aber nicht eines aus den Siebzigern - da ist die heutige B-3 Konstruktion wesentlich aufwendiger als die damalige U-Bauweise - und in dem Alter sollte man sich mal Gedanken über neue Hammerfilze-Saiten usw. machen.

    Desweiteren ist zu beachten um welches Silent-System es sich dabei überhaupt handelt.
     
  15. Mod-Paul

    Mod-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.16   #15
    :-)
    Defintiv mit nachgerüstetem System.

    Was die Händlerpreise angeht, hat man immer je nach Modell, Alter und Zustand einen bestimmten von-bis-Bereich. Auf dem privaten Markt sieht das ganz anders aus. Hier darf und sollte man nicht nach der Devise kaufen, je teurer, desto besser. Es gibt massive Ausrutscher in beiden Richtungen. D.h. Leute zahlen mitunter für Schrott sehr viel Geld und auf der anderen Seite gibt es fast für geschenkt richtig gute Instrumente. Die Frage des Klavierkäufers lautet deswegen fast immer: Wie erkenne ich ein solches Klavier? Auf dem Privatmarkt lohnt es sich fast immer einen Fachmann mitzunehmen.

    Eigentlich ja. Und eigentlich ist man mit einem U3 auf der sicheren Seite. Soviel "eigentlich" ;-) Man kann aus der Entfernung nicht in ein solches Instrument hineinschauen. D.h. man kann nicht wissen, wie die Hammerköpfe aussehen, oder ob die Saiten erneuert werden müssen. Halte ich für ein Instrument dieses Alters auch eher für unwahrscheinlich. Wichtig ist: Hat es Stimmstabillität, ist die Meachnik in Ordnung. Je genauer die Mechanik reguliert ist, desto besser funktioniert die Stummschaltung. Schlagen Hämmer "durch". D.h. im Stummschaltebetrieb, ob einzelne Töne auch noch akustisch zu hören sind. Wenn ja, kann man das noch nachjustieren, etc. Und natürlich: Gefällt es einem vom Klang und von der Spielart her. Das alles kann man nur vor Ort beurteilen.

    Ich meine seit Anfang der 90ger. ´92/´93 so um den Dreh. Müsste ich nachgucken. Aber auf jeden Fall noch nicht den 70ern :-) Yamaha waren die ersten und es gab sehr viele, die seinerzeit darüber geunkt haben. Und jetzt möcht´s keiner mehr missen ;-)

    Ja, das ist so.

    Es gibt ja auch andere Stumschaltesysteme und andere Hersteller, die das anbieten. Kawai, Hoffmann, Bechstein, Seiler, Schimmel, Steingraeber u.v.a. Das ist schon eine echt große Auswahl :-)
     
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  16. MichaHH

    MichaHH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.16   #16
    Hallo,

    falls es hilft.... beim Steinwaybesuch letzes Jahr, haben Lisa2 und einige andere das mal an einem Boston (Japan- Produktion, mittlerer Preisbereich) ausprobiert und war positiv vom Spielgefühl überrascht. Vom Kopfhörerklang weniger. Das "Genörgel" im Spielgefühl ist relativ, im Vergleich zum D-Flügel aus dem Auswahlsaal, 20 Minuten vorher zu sehen. Lisa war so nett, nebenei eine kleine Linksammlung zu Stummschaltungen zu machen:

    Das MB besucht die Steinway & Sons Fabrik in Hamburg am 20.11.2015

    Gebrauchte aus Rückläufern Miete, oder von welchen die auf ein anderes Klavier/ Flügel "upgraden" gibt es bei Händlern. Das wäre, falls ich je zu einem Klavier kommen sollte, mein Weg. Oder doch meinen Steinwayliebling aus indischem Apfelbaum direkt aus der Urlaubskasse.... :cool:?

    Grüße vom Nichtklavierspielenkönner
    Micha
     
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  17. Gast 2430

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    Erstellt: 11.07.16   #17
    Verschoben aus: https://www.musiker-board.de/thread...-sons-fabrik-in-hamburg-am-20-11-2015.613374/

    McCoy
    (Moderator)


    Ohne, daß ich den ganzen Thread gelesen habe - ihr habt da ja enorm viel Informationen zusammengetragen. Ich war in den vergangenen Monaten selbst mehrfach dort anläßlich von Konzerten im Horowitz-Saal (bei Steinway in Hamburg). Die Instrumente sind sicherlich sehr schön, die Essex-Klaviere von Pearl River aus China gar nicht mal schlecht, die bei Kawai produzierten Bostons ganz gut und die Steinways natürlich sowieso.

    Leider war ich vom Verkaufspersonal ziemlich enttäuscht. Das scheint mehr zur Bewachung der Instrumente geeignet, als fachkundige Auskunft geben zu können. Insbesondere hinsichtlich der Silent Systeme haben die dortige Frau K. und ein Verkäufer, dessen Namen ich nicht erfragt habe, null Ahnung und sagen sogar falsche Dinge. Er behauptete, es würde von Steinway ab August 2015 nur noch das neue Quiet Time ProRecord eingebaut, das MagicStar sei viel schlechter und das gäbe es dann nicht mehr. Bei meinem letzten Besuch im Juni 2016 waren aber in den Essexen weiterhin die MagicStars verbaut, nur auf eienm einzigen Boston war ein ProRecord. Das klang aber ganz furchtbar symthetisch, viel schlechter als das MagicStar, und zeigte gar keine Dynamik. Ich fragte dann Frau K., wie man das einstellen könnte, um einen besseren Klang und vor allem mehr Dynamik zu erhalten (laut Internet verfügt es über ganz vielfältige Anpassungsmöglichkeiten), worauf sie jedoch keine Antwort hatte. Nach eigener Aussage hat Frau K. auch erst vor kurzem angefangen, Klavierspielen zu lernen. Entsprechend begrenzt dürften ihre Fähigkeiten sein.
     
  18. Gast 2430

    Gast 2430 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.16   #18
    Es gibt ganz neu ein Silent System von Sauter, das laut Aussage des Klavierladens, in den ich öfter gehe, besser sein soll als Yamaha. Wenn das so wäre, wäre das ein echter Quantensprung. Ich wollte das Teil ein paar Tage nachdem es annonciert war probespielen, aber da war das Instrument bereits verkauft und ausgeliefert. Eigentlich ein gutes Zeichen. Man will mich anrufen, wenn sie es wieder da haben.

    http://www.sauter-pianos.de/de/sauter-silentplay

    Im Netz gibt es leider wenig Informationen darüber. Keine Ahnung, wo das produziert wird und was für ein Klangerzeuger zum Einsatz kommt.

    Mein persönlicher Eindruck von Silent Systemen, die ja auch nichts anderes als eine besondere Form des Digitalpianos sind, ist folgender: der Klang ist eher flach und hart, für Rock/Pop wunderbar. Diese Sounds wurden ja in den 80er und 90er Jahren (z.B. von Kurzweil) in allen gängigen Rock/Pop-Aufnahmen eingesetzt (z.B. Piano-Intro von "Against all odds - Take a look at me now" von Phil Collins). Sowas geht damit prima. Ein akustisches Instrument klingt meiner Meinung nach aber wärmer, runder, voller. Letzteren Klang kann man eher erreichen, wenn man als Klangerzeuger ein Software-Piano, wie z.B. Galaxy Vintage D (ca. 130 €) einsetzt. Dann kann es aber sein, daß zwar der Klang ganz gut ist, aber andere Eigenschaften wie Dynamik, Ansprechverhalten und gleichmäßige Lautstärke der Tasten schlechter sind, als wenn man das Silent System mit dem Original-Klangerzeuger betreibt, der eben genau auf die Sensorleiste abgestimmt ist (kann sein, muß aber nicht). Bei meinem GT2 mini von PianoDisc ist das jedenfalls so, augenscheinlich weil die Sensorleiste nicht optisch arbeitet, sondern mit kleinen Kunststoffstreifen, über die der Tastendruck mechanisch auf Sensoren übertragen wird.

    Mein subjektiver Klangeindruck der Silent Systeme, die ich bisher gespielt habe: Yamaha, Pianodisc MagicStar V5 und Pianodisc GT2mini alle ziemlich gleich, der Klavierklang ist für mich praktisch identisch. Nach Möglichkeit immer nur den mitgelieferten Kopfhörer verwenden, die Verwendung eines anderen Kopfhörers verändert den Klang (kann positiv oder negativ sein, bei meinem GT2mini negativ). Bei bestimmten Griffen deutlich synthetisch (einfach mal die ersten Takte von Manuel Ponces Intermezzo No. 1 spielen, einmal akustisch, dann silent), bei vollen Akkorden prima. Kleine Nuancierungen der Lautstärke innerhalb einer Phrase kaum möglich. Alberti-Bass-Begleitung bei Wiener Klassik leiser als die Melodie zu spielen, ist ebenfalls nur sehr schwer möglich. Die Abklingkurve mit Sustainpedal gespielter Töne verläuft zu steil abwärts, dadurch "singt" eine in der rechten Hand gespielte Melodie nicht richtig, die Melodietöne werden zu schnell leise. Augenscheinlich hat man hier an Anfänger gedacht, die das Sustainpedal nicht oft genug loslassen und dann trotz eines solchen Fehlers ein hörbares Klangerlebnis erzielen können. Pianodisc MagicStar V4 (Vorgängerversion) mehr hohe Frequenzen, aber für meinen Geschmack unnatürlicher und deutlich synthetisch.

    Wenn man aber erst das Klavierspielen lernt, spielen alle diese Details keine Rolle. Dann dürfte man andere Schwierigkeiten haben, und da spricht überhaupt nichts gegen den Kauf eines Silent Systems oder eines Digitalpianos.
     
  19. mirojan

    mirojan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.16   #19
    Hi die Runde

    Ein glück das niemand hier ein Kurzweil empfohlen hat… :D
    Ich denke man soll am Boden der Tatsachen bleiben, und nicht anfangen zu Philosophieren… ;)
    Es handelt sich nur um ein Piano oder E-Piano für ein normales Kind, und nicht für den Mozart,
    oder Chopin der mit 8 Jahren schon Komponiert hat…

    Hier ist ein Beispiel des Kawai MP11 zu hören:


    Ja so gut kann es ein E-Piano klingen… Und…
    Aber umso eine Expression auf einem Akustischen Klavier zu bringen zu können musste
    man das Vielfache mehr bezahlen…
    Ist das Wert?
    Und vor allem...
    Wie hoch ist den jetzt die Finanzielle Grenze?
    Denn in Parallel Thread war eine Rede von 2000€ als die Obergrenze…

    Ein Silent Piano in einem gutem Zustand sollte Pauschal ca. 3000-3500€ kosten.
    Wobei das ist noch nichts Besonders… Das ist grade das Billigste Piano im vollen Sinne des Wortes.

    Und ich garantiere, dass wird vom Klang her nicht besser als der Kawai MP11 oder CA97 sein…
    Und wenn ja… Dann wird das ein Kind nicht beurteilen können.
    Auch das Manual wird nicht viel besser sein…. dass die höhere Investition rechtfertigen würde.

    Statt das Geld ins „überteuertes“ Instrument reinzustecken, lieber das Geld in das Kindes Ausbildung investieren. Das ist die einzige Wahre Investition.

    Denn es hat kein Zweck ein Mercedes schon zu kaufen, wenn man noch kein Führerschein besitzt. ;)
    Außer man hat ein Wunderkind, und erwartet man Wunder.
    Dann kann man ja auch Wunder Erleben… :engel:
    Ich meine nur gut...
    Bringe erst das (die) Kind(er) die 2000€ E-Piano version vollauszureizen …
    Und wenn das Kind soweit ist, wird sich schon Outen, was es noch braucht.
    Dann kannst du weiter Gedanken machen... :)

    LG
    Mirojan
     
  20. Amateurdiva

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    Erstellt: 15.07.16   #20
    ... da steh ich nun, ich armer Thor und bin so schlau als wie zuvor... :evil:

    Aus den Diskussionen gelernt habe ich, dass es Digitalpianos in der Größenordnung 500-700 EUR gibt, insofern muss ich die eingangs erwähnte Summe für ein Digitales Instrument revidieren und sehe aus dem bisher gelesenen für mich keinen Sinn für eine (digitale) Investition in dieser Größenordnung. Ein Digitalpiano würde ich auch nicht gebraucht kaufen. Technologie altert dermaßen schnell, vermutlich wäre jedes Instrument der Einsteigerklasse einem zehn Jahre alten Gebrauchtmodell haushoch überlegen sein dürfte.

    Tief im Herzen bin ich Freund der akustischen Tonerzeugung und möchte das auch meinen Kindern gönnen, für mich hat das auch was mit Emotion zu tun. Digital wäre wirklich nur ein Kompromiss, um möglichst schnell zum Ziel Klavierunterricht zu kommen, max. für das erste Unterrichtsjahr.
     
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