Klavier vs. Flügel

von Lenny, 31.05.04.

  1. Lenny

    Lenny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.04   #1
    Also mal abgesehen, dass ein Fügel besser aussieht, grösser ist und viiiel mehr kostet...gibts da klanglich gravierende Unterschiede ?
    Denn ich überlege die ganze Zeit ob ich mir n Klavier kaufen soll. Gut für nen Flügel hab ich eh nicht das Geld oder den Platz. Aber wie klingt ein Klavier in Vergleich zum Flügel ?
    Btw wo ist im englischen der Unterschied zwischen den beiden; heisst doch beides "piano" oder ?
     
  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.06.04   #2
    Sprachlich: Der Flügel ist ein "Grand Piano", nicht einfach nur ein "Piano".

    Klanglich: Ein Flügel macht einfach mehr her. Das fällt mir jetzt schwer in Worte zu fassen, aber vielleicht könnte man sagen, er klingt voluminöser, größer, bombastischer, monumentaler im Gegensatz zur Bar-und-Wohnzimmer-Atmosphare des Klaviers.
    Ich habe auch noch nicht sooo viele verschiedene Flügel (2) und Klaviere (ich glaub 4 oder 5) gehört (also direkt mit den eigenen Ohren daneben, keine Aufnahmen) aber soweit trifft der vorhergehende Satz zu. :)

    Gruß,
    Jay

    Edit: PS: Natürlich bezogen auf den Klang bei gleicher Lautstärke...
     
  3. Sportmusicgirly

    Sportmusicgirly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.04   #3
    hi erstma,
    ..hm..ich finde ein Flüge klingt im vergleich zu einem klavier voller und voluminöser..(ok aber nur wenn er richtig gestimmt ist etc.) ,jedenfalls ist das meine erfahrung.also ich persönlich spiele am liebsten auf flügeln is halt auch schönerer klang meiner meinung nach ciao lena
     
  4. Barbara

    Barbara Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.04   #4
    nur so mal...
    Ale meiner bescheidenen Meinung nach ist Klavier der Oberbegriff.
    Flühel ist das große und Piano ist das kleine Klavier.
    Es sind aber beider Klaviere...

    Ein Flügel klingt einfach voller wie ein Piano. Wenn man sich aber ein teures Piano kauft kann es gleich gut klingen wie ein billiger Flügel.
     
  5. Lenny

    Lenny Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.04   #5
    Ok, vielen Dank an euch. Wenn noch jemand was erzählen will, immer her damit. ;)
     
  6. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.04   #6
    Das Volumen macht es einfach...Flügel rules!!!
     
  7. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 03.06.04   #7
    Ein "Feature" der Flügel gegenüber dem Klavier ist die unterschiedliche Impementierung der Pedalerie: das rechte Pedal bewirkt kein generelles ineinanderschwimmen des Spiels wie beim Klavier und man kann erheblich feiner dosieren.

    ciao,
    Stefan

    P.S.: ich liebe meinen Flügel :)
     
  8. Mari

    Mari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.04   #8
    Ich schließe mich dem vorigem an: ein Flügel klingt voller.
    Jedoch gibt's auch bei Flügeln riesige Unterschiede....Beispiel aus eigener Erfahrung:
    ich war im Besitz eines schönen Feurich-Klaviers (1,25m hoch). Hatte vor ca. 15 Jahre schon 15.000,-DM gekostet und hatte super Klang. So ein Instrument dürfte jetzt schätzungsweise neu 10.000€ kosten. Vor etwa 6 Jahre hab ich mich für einen kleinen Flügel von Yamaha (A1S=1,49m lang) entschieden (getestet in einem großen Saal bei Piano Lang in München) und bin von dem Klang absolut begeistert. Mein früheres Klavier wäre in einem so großen Raum "untergegangen". Das zum Thema "vollen Klang".
    Alternativ hatte ich das preisgünstigere Flügel-Modell GH1B von Yamaha getestet---> grauenhaft wie ein Flügel für 16.000,-DM klingen kann. Diesen Flügel hätte ich niemals als Klavierersatz hergenommen.
    Beim Flügel kommet es noch darauf an, ob hier eine Duplexskala vorhanden ist. Das macht von Klang her sehr viel aus.
    Gruß, Mari
     
  9. Pixie

    Pixie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.04   #9
    Hallo Lenny,

    weiss nicht, ob ich noch was sinnvoll ergänzen kann - der unterschiedliche Bauweise der Seilaufhängung, des gesamten Klangkörpers und Volumens (räuml. Mass), ob evtl. unterschiedliche Anzahl von Stahlsaiten , evtl. Längen und Spannung, Dämpfung und auch die Stimmung (des Instrumentes) - führen zu vielfältigen Eindrücken. Selbst an ein und demselben Instrument erreicht man unterschiedliche (ob- + subjektive) Eindrücke durch verschiedene Komponenten, z.B. schon der Aufstellungsort, Raum und ich behaupte auch Lichtverhältnisse verändern das Stimmungsbild. Die Umgebung wirkt mit. Eigenresonanz der Körperelemente - auch der gedämpften Saiten, die durch das Anschlagen eines Tones in Schwingung geraten und die "gute Küche" in der das Instrument gekocht ist, der eigene Geschmack und die Zutaten - Materialien dabei entscheiden.
    Jedes Piano ist ein Unikat. Nur die Bauart kann identisch sein.
    Unter den Klavieren findet man etliche, die sich durchaus mit einem Flügel messen können, wenn sie den Raum bekommen.
    Dann kommt es zusätzlich noch darauf an, ob Pop & Rock oder Klassik und selbst dabei kann man immer noch hin- und hergerissen sein, ob trockener oder nasser, vollmundiger Sound (BierschüttindeKombüse :rolleyes: ) besser kommt.
    Für mich ist der Piano-Sound auch immer primär entscheidend beim elektronischen Instrument. Kann er gut simuliert werden ist meistens auch das Key ok. Bedingt durch die räumliche Klangvielfalt oder Ausdruckskraft eines Klavier-Tones ist eine hohe Polyphony erforderlich, um diesen Ton natürlich darzustellen.
    Ja und ergänzen will ich noch die Eigenresonanz, das was jeder für sich individuell empfindet - wobei wir als Herdentiere am liebsten gemeinsam dieselben Empfindungen ausdrücken. Deshalb verkaufen sich best. Produkte am besten. :)
     
  10. mnutzer

    mnutzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.04   #10
    Mich begeistert immer wieder die angenehmere Spielart eines Flügels. Ist wohl ein Unterschied, ob die Hämmer direkt von unten anschlagen können, oder erst wie beim aufrecht stehenden Klavier um 90 % umgelenkt werden müssen.
    Der Klang gefällt mir vor allem in den Bässen auch besser.
    Am Flügel fühle ich mich freier, beim Klavier sieht man schon das "Brett vorm Kopf".
    Aber immer noch besser ein gutes Klavier als nur einen elektronischen Ersatz. Da schalte ich meist schnell um zu den E-Piano-Samples, weil da der Unterschied zu den Originalen nicht ganz so groß ist.
     
  11. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.06.04   #11
    Ich habe heute einen Schimmel (Preis 40000 Euro, in Worten Vierzigtausend!) gespielt, und mein Leben hat sich verändert. :D Was soll ich sagen, ich war von Ehrfurcht ergriffen, als ich mich drangesetzt habe, und dann ist es fast Majestätsbeleidigung, "nur" Blues zu spielen. Über die Klangfülle eines 2,56 m Instruments brauchen wir gar nicht reden, aber auch die Tastatur war wunderbar leichtgängig und dabei einfach und genau zu dosieren. Einfach Wahnsinn!!
     
  12. Mari

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    Erstellt: 06.07.04   #12
    ...und neulich hab ich auf den großen Bösendorfer Konzertflügel gespielt!
    Wenn man das mal gehört und gespielt hat, will man nix anderes mehr.
     
  13. MasterOfMayhem

    MasterOfMayhem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.04   #13
    Hallo
    bin 14 und spiel seit 9 jahren klavier.
    Das mit dem Flügel das der besser klingt stimmt schon aber es gibt auch Flügel die vom Klang einiger Klaviere übertroffen werden. Wenn man den Platz hat ist ein Flügel klasse aber es gibt auch klaviere die hammer klingen und es müssen dan nicht immer die teuersten sein. Also ich würd in erster Linie auf den Plat schaun und dann wenn man genug Platz hat würde ich n Mittelmäßigen Flügel nehmen.
    Das mit dem Klangunterschied hengt aber denk ich auch mit der Spannung der Saiten zusammen, weil bei einem Klavier beträgt die bis zu 14 Tonnen und bei einem Flügel können es bis zu 32 Tonnen sein.
     
  14. pharos

    pharos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.04   #14
    Hallo,
    ich hoffe ich bringe euch mit meiner "ketzerischen" Frage nicht gegen mich auf - habt Mitleid mit einem Einsteiger :-)

    Ich habe mir, bevor ich diese Woche mein erstes Klavier gekauft habe, intensiv auf allen möglichen Instrumenten probegespielt. (Ich bin 21 und hatte vorher auch nie Unterricht, aber mein Bruder spielt, hat mich dafür begeistert und mir ein paar Takte von Bachs Inventionen beigebracht). In dem Laden gab es gebraucht Klaviere zwischen 600 und 6000€, und ich habe insgesammt vielleicht 4 Stunden in dem Laden verbracht und probiert. Ich muss jedoch ganz ehrlich sagen, dass ich keine Klangunterschiede feststellen konnte, zumindest nicht im Sinne von "besser" oder "schlechter". Daraufhin habe ich mich für das günstigste aus dem Sortiment entschieden.

    Aber was mache ich denn falsch, dass ich nicht so wie ihr himmelweite Unterschiede zwischen den verschiedenen Instrumenten sehe??? Bin ich vom Metal-hören taub geworden, oder hätte ich schon als kleines Kind damit anfangen müssen? Oder kommt das einfach, wenn man etwas besser spielen kann? (Jemand der noch nie einen Computer gesehen hat wird ja auch keinen Unterschied zwischen einem 286er und einem Pentium-4 mit 3GHz erkennen :-)

    Ich freue mich wenn mir das jemand erläutern kann.
     
  15. engineer

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    Erstellt: 12.08.04   #15
    (Schimmel für 40TDE): Vor 2 Wochen, Steinway 110TDE. Sehr imposant.

    (Bösendorfer): Habe schon einigemale "Imperiale" aufgenommen. Klingen von Mittelmässig bis Spitze.

    Flügel klingen nur dann wirklich besser als andere, wenn sie genau gestimmt und intoniert sind, der Klavierstimmer die Aufnahme begleitet, die Tempratur passt und der Flügel noch neu ist. Alt, abgespielt oder falsch temperiert, klingen auch Bösendorfer nur nach Klimperkasten.

    (Unterschied): Wesentlich ist auch, daß im Klavier der Klang der Saiten häufig reflektiert wird, bevor er aus dem Instrument gelangt. Das macht den Klang voller und dichter. Daß die Flügel trotzdem mehr Volumen haben, hängt u.a. auch mit der Masse und der dem Aufbau (Rahmen, anderer Resonanzboden etc) zusammen.

    Ich rate zu einem kleinen Wohnzimmer-tauglichen Flügel.
     
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