Kriterien für Flügelkauf

von Texess, 05.08.18.

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  1. Texess

    Texess Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.18   #1
    Hallo zusammen,

    ich möchte mir einen Traum erfüllen und mir einen Flügel kaufen. Ich weiß bereits, dass es ein Yamaha-Flügel (Silent) wird, allerdings weiß ich nicht, nach welcher Art ich den richtigen Flügel für mich aussuchen soll. Ich habe nun C2X bis C7X gespielt und ich je größer der Flügel war, umso besser hat er mir gefallen.

    Nun habe ich zwei Kriterien natürlich im Kopf: a) habe ich genug Platz und b) möchte ich soviel Geld ausgeben.

    Mein Gedanke war immer, dass ich jetzt einen Flügel kaufe und diesen wahrscheinlich ein Leben lang behalten werde. Das relativiert aber beide Kriterien etwas, weil ich bestimmt noch ein paar umziehen werde und wenn man etwas für immer kauft, dann ist man beim Finanziellen auch etwas weniger knauserig :) Aber stimmt die Annahme überhaupt? Kauft man einen Flügel und behält diesen 10, 20, 30 Jahre? Oder verkauft man einen Flügel auch nach 5 oder 10 Jahren wieder und kauft etwas anderes? Mein Klavier habe ich nun auch schon 10 Jahre.

    Denn sonst könnte man sagen: Nimm den größten Flügel, der Dir gefällt, den Du aktuell vom Platz unterbekommst und den Du Dir aktuell leisten kannst. Stimmt das so? Oder gibt es auch Kriterien, die gegen einen C7X im Vergleich zu einem C5X sprechen?

    Danke Euch :)

    Tex
     
  2. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 05.08.18   #2
    Nur mal eine ganz simple Überlegung: In einem 30qm Wohnzimmer wirst Du taub, wenn Du einen Konzertflügel C7X spielst. Da ist alles jenseits von einem C2X zu viel.
     
  3. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.08.18   #3
    In einem 30qm-Raum kann man meiner Meinung nach sehr gut einen 2m-Flügel spielen. Es kommt halt auf den Raum und auf den Flügel an. Ein höhenreicher Flügel kann anstrengend werden, aber man kann auch viel mit Schalldämmung im Raum machen (Teppiche, Gardinen ...). Es kommt auch darauf an, wie hoch der Raum ist. Mein Lehrer hatte einen 225 Bösendorfer und einen alten Bechstein in seinem Unterrichtsraum, der knapp unter 30qm war. Das ging hervorragend.

    Was soll man da sagen? Das macht jeder anders: Der eine hat "sein" Instrument gefunden und zieht es immer mit um, der andere verkauft, kauft oder tauscht, wie es ihm gerade Spaß macht.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  4. Klavierbauer1

    Klavierbauer1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.18   #4
    Warum ? Man kann auf einem langen Flügel genauso leise spielen wie auf einem kurzen …

    Viele Überäume in Hochschulen z.B. sind oft sehr klein mit einem möglichst großen Flügel drin.
     
  5. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 06.08.18   #5
    Aber ich möchte ja nicht nur pp spielen, sondern auch mal richtig in die Tasten hauen. :) Ein großer Flügel, der 2.000 Leute beschallen kann, ist für einen kleinen Raum mMn überdimensioniert und lässt die Tassen im Schrank klirren. Ich kann das dann wieder dämpfen - aber warum? Kleinere Flügel sind nicht per se schlechter.
     
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  6. OE1FEU

    OE1FEU Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.18   #6
    Ich schließe mich dieser Meinung nicht an. Ein Flügel mit 2m Länge ist nicht leiser als ein 2,74er Konzertflügel, er klingt nur kleiner, gedrungener im Baß und weniger klar differenziert in den Obertönen.

    Zum OP, die Wahl kann Dir letztendlich keiner abnehmen und ich verstehe sehr gut, dass Du Dich auf einen Yamaha eingeschossen hast; hatte selbst vor Jahren einen 2,75er CF-III-S (In einem 24qm Wohnzimmer...). vielleicht wäre ein älterer C7 gebraucht auch noch eine Option. Der dürfte dann dramatisch viel billiger sein als ein neuer CX und das Silent-System läßt sich wohl nachrüsten.

    Ich würde heute immer nur noch einen älteren, gebrauchten Fügel kaufen. Erstens sind sie deutlich billiger, gerade bei Marken, die einen höheren Wertverlust haben als Steinway oder Bösendorfer. Zweitens hat man dadurch vor allem einiges an Geld übrig, das man für einen guten Klaviertechniker und -bauer ausgeben kann. Aus einem Yamaha C7 kann man ein wahnsinnig schönes Instrument machen. Abel-Hammerköpfe drauf, von einem richtigen Konzerttechniker durchstimmen lassen und dann richtig schön auf Deinen Raum die Intonierung der Hammerköpfe vornehmen lassen.

    Die Mechaniken von Yamaha in der hochklassigen Instrumenten sind wirklich herausragend gut, kein Steinway ist da besser und das gilt definitiv auch für die älteren C7 oder CF3.

    Vielleicht helfen die Hinweise ja.
     
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