Klavierkaufberatung

von turjaci, 27.04.11.

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  1. turjaci

    turjaci Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.11   #1
    Guten Morgen,

    war gestern bei uns in Karlsruhe im Klaviergeschäft und habe nach Klavieren (neu/Gebraucht) bis 5000 Euro geschaut. Außer Yamaha, die mir nicht gefallen, gab es folgende 3 Klaviere mit dem Klang meiner Vorstellung nach:

    1. Hoffmann 112

    http://www.schlaile.de/Hoffmann_VISION_V_112_Klavier_(schwarz_poliert).2165480.html

    2. Essex 123

    3. May 121

    Alles Marken bekannter Hersteller, die mir jedoch nichts sagen. Jetzzt wollte ich Euch einfach mal fragen, was Eure Erfahrungen sind und wie diese Marlen einzuordnen sind.

    Mir persönlich wäre wichtig, dass die Technik einige Jahre hält und die Qualität der Geräte stimmt. Der Preisverlust wäre nicht so schlimm, da mir der Verkäufer den gleichen Preis wieder anbietet, sollte ich ein anderes Klavier in paar Jahren kaufen.

    Danke für Eure Antworten!!

    Liebe Grüße:)
     
  2. Mod-Paul

    Mod-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.11   #2
    Hallo turjaci,

    Hoffmann (früher und heute Berlin) gehört zur Bechsteingruppe und ist das niedrigste Instrument von den drei Angegebenen. Das V112 hat schon für seine relativ niedrige Höhe ein gutes Klangvolumen. Dieses Instrument wird in China hergestellt. Das muss - wie bei den anderen beiden Instrumenten - nichts schlechtes heißen. So "läuft" de Mechanik gleichmäßig. Ab Werk sind die Instrumente schon recht gut reguliert. Sie Stimmhaltung ist als gut zu bezeichnen. Manche Modelle reagieren aber trotzdem sensibel auf stäkere Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen.

    Essex
    gehört zur Steinwaygruppe. Dieses Instrument ist mit seinen 123cm schon ein recht hohes Instrument. Natürlich kann es mit einem "echten" Steinway & Sons Piano nicht vergleichen. Klanglich liegt es wahrscheinlich zwischen dem May und dem Hoffmann. Hergestellt wird es auch je nach Modell in China oder Korea.

    May (früher Berlin) gehört zur Schimmelgruppe. Dieses ist zwar "nur" 121cm, aber trotzdem klingt es noch voll, vielleicht nicht ganz so "rund" wie das Hoffmann oder das Essex. Hergestellt wird auch dieses Instrument in China. Allerdings ist die Mechanik von Renner. Renner ist mit einer der renomiertesten Mechanikhersteller.

    Qualitätstechnisch tun sich die drei Instrumente nicht viel. Sie sind alle auf einem Niveau. Sie sind alle mit einem Mderator ausgerüstet und verfügen alle über eine 88er Klaviatur. Die Mechaniken laufen gut, auch die Stimmhaltung bei allen Instrumenten ist als gut zu bezeichnen. Natürlich unterscheiden sie sich vom Klang. Anhand der Auswahl kann man vermuten, dass Du eher den etwas runderen und weicheren Klang magst. Das ist völlig in Ordnung, und lass Dir das auch nicht ausreden. Du spielst auf dem Klavier, und Dir soll es auch gefallen und Spaß machen. Das Hoffmann V122 fällt etwas raus, da es das "kleinste" von den dreien ist. Vergleichbar von der Höhe, wäre das Hoffmann V120 oder das V126. Die sind sind natürlich dann auch schon eine Ecke teurer. Was die Größe des Instrumentes angeht, ist auch mit entscheidend in welchem Raum (wieviel qm und Bodenbeschaffenheit) es zu stehen kommen soll. Ein großes Klavier kann in einem kleine Raum genauso wenig "wirken" wie ein kleines Klavier in einem großen Raum. Holzboden, oder Laminat "verstärken", Teppich und Vorhänge "schlucken" den Klang.

    Wenn alle drei Klaviere sich in Deinem preislichen Rahmen bewegen (wobei man bei Direktkauf auf jeden Fall handeln sollte!) kannst Du Dich von Deinem Gefühl leiten lassen, und Dir das aussuchen, worauf Du Dich am meisten wohlfühlst.

    Gruß,

    Paul
     
  3. Ippenstein

    Ippenstein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.11   #3
    Im Preisbereich von 5000 Euro liegt man aber schon in einem Rahmen, bei dem man ein vom Meister restauriertes Klavier bekommt und legt man noch ein zwei Scheinchen drauf, ist es Wurzelholz mit Intarsien... Was aus China kommt, muß nicht schlecht sein, aber ich würde mir da eher ein restauriertes holen. Praktischerweise habe ich den Klavierbauer/-restaurateur meines Vertrauens, der auch noch im selben Ort wohnt.

    Hier als Beispiel: http://www.piano-formann.de/reparatur.html Wenn da eines fertig ist, ist es wie neu. Im schlimmen Fall sogar mit Schellack, das man dann entsprechend pflegen darf.
     
  4. turjaci

    turjaci Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.11   #4
    Vielen dank für Eure Antworten :)
     
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