Klavierspielen lernen

von reiserso, 08.06.05.

  1. reiserso

    reiserso Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.06.04
    Zuletzt hier:
    30.12.09
    Beiträge:
    104
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    113
    Erstellt: 08.06.05   #1
    Hi, hoffe, dass ich mit meinen Fragen hier richtig bin. Spiele eigentlich Gitarre, aber in letzter Zeit interessiert mich Klavier/ Keyboard immer mehr. Ich habe mal als Kind Klavierunterricht gehabt,habe ein Harmonielehregrundwissen, weiß, wo die Töne liegen auf dem Klavier (ist ja auch nicht so schwierig :-) ) und klimpere in letzter Zeit manchmal was , was ich mir aus meinem Wissen über Kadenzen und Skalen auf das Klavier übertrage. Einfache Melodien kann ich einhändig gut spielen. Mich ziehts in Richtung Rock/Pop / Blues PianO.Ich möchte nicht mehr als Pianist Karriere machen , auch nicht unbedingt in `ner Band Keyboard spielen, aber würde es schon halt gerne bessser können.

    1.) Reicht ein gutes Lehrbuch/DVD , um mir Grundlagen zu vermitteln, oder ist Lehrerbesser?

    2.) Worauf sollte ich beim Unterricht achten, was ist wesentlich für jemanden, der aus Spaß ein bißchen Rock/Pop spielen will, was ist dafür die Grundlage ?

    3.) Ich bin schon relativ fleißig, mittelmäßig talentiert, wie lange dauert es wohl, bis ich einfache Rock/Pop Sachen spielen kann ?

    4.) Sehr subjektive Frage, aber wie dauert es wohl ,bis man Koordination rechts, links bei einfachen Stücken halbwegs geregelt bekommt ?

    5.)Wäre es für mich als Anfänger sinnvoller, ein E-Piano zu holen, ohne diese ganzen tollen Sachen wie Begleitautomatik, Speichern von Spuren 100 Klangfarben, Rhythmusfarben etc., oder eher so`n technik Spielzeug, wie seit Ihr eingestiegen ,was macht Euch Spaß ?
     
  2. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    07.10.03
    Beiträge:
    7.381
    Ort:
    "Rhinelunt"
    Zustimmungen:
    437
    Kekse:
    48.180
    Erstellt: 09.06.05   #2
    Ein Lehrer ist immer besser, vor allem, um typische Anfangsfehler zu vermeiden, die, wenn Du sie erst mal verinnerlicht hast, nur schwer wieder loswirst. Ein motivierendes Lehrbuch mit DVD kann aber hervorragend unterstützen.
    Daß Dir der Lehrer nicht SEIN Programm aufzwingt, sondern in der Lage ist, auf Deine Wünsche einzugehen, ohne Euer gemeinsames Ziel aus den Augen zu verlieren. Du solltest jemanden auswählen, der dich nicht überredet das ein oder andere zu üben, sondern der Dich überzeugt.

    Städtische Musikschulen nicht außer Acht lassen. Hier gibt's auch meist eine kostenlose 'Schnupperstunde'; ein virtuoser Musikstudent ist hingegen nicht zwingend der beste Didakt.
    Prognosen sind immer dann besonders schwierig zu stellen, wenn sie in die Zukunft gerichtet sind. :D Nein, im Ernst: Am Anfang wirst Du - aller Voraussicht nach - enorme Erfolge erzielen, später entwickelt es sich eher zäh.
    Eine ganz wesentliche Rolle spielt die Tastatur. Das spricht eher für ein Stagepiano oder Home-Digitalpiano mit 88 Tasten gewichteter Hammermechanik und weniger für ein Keyboard im engeren Sinne.
     
  3. DI-Box

    DI-Box Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.12.04
    Zuletzt hier:
    19.09.13
    Beiträge:
    1.489
    Ort:
    OL
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    1.466
    Erstellt: 09.06.05   #3
    Ich habe auf einem analogen :D Klavier angefangen, und damit recht gut gefahren.
    Ich denke, dass verschiedene Klänge wie E-Pianos oder auch Streicher manchmal einfach mehr Spaß machen als der reine Klavierklang, deshalb ist es sicher gut, da ein bisschen Abwechslung zu haben, Programmierung und Rhythmus würd ich mir sparen, das Geld lieber in eine gute Tastatur investieren, wie Sticks das vorgeschlagen hat!
    Oli
     
  4. Manu85

    Manu85 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.04.05
    Zuletzt hier:
    15.11.11
    Beiträge:
    515
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    237
    Erstellt: 09.06.05   #4
  5. Cruiser

    Cruiser Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.12.03
    Zuletzt hier:
    11.03.08
    Beiträge:
    81
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    31
    Erstellt: 09.06.05   #5
    Hallo reiserso,

    Ist aber eine echte Empfehlung von mir. Wann auch immer du die Möglichkeit dazu hast, steig ein, egal wie gut du bist. Dann macht das Klavierspielen noch mehr Spass und die Motivation zum weiterspielen bleibt sehr hoch.
    Einen Anfang oder Wiedereinstieg bekommt man auch mit einem Buch hin, aber wenn du es dir leisten kannst, nimm dir einen guten Lehrer.

    Rock/Pop bedeutet ja auch oft nur Begleitung zu spielen, das kann sehr schnell gehen. Den ganzen Song zu lernen, dauert länger.

    Beim Instrument würde ich für den Anfang ein transportables Digitalpiano mit eingebauten Lautsprechern wählen. Für den Fall, dass du die Band nicht ganz ausschließt, würde ich ein neueres Instrument nehmen, die haben meistens mehr Sounds "on Board".

    Grüße
     
  6. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 09.06.05   #6
    Und wie immer muss ich auch meinen Senf dazugeben:

    Lehrer! Du hast zwar wie o.a. Vorkenntnisse, und für den Fall, dass du dich noch an die technischen Grundlagen erinnerst, würdest du eventuell auch mit einem oder mehreren Büchern zurechtkommen. Mit einem Lehrer gehts aber in jedem Fall schneller vorwärts.

    Wichtig ist, dass du das dem Lehrer unmissverständlich(!) klar machst, damit er auch weiß, was du willst. Trotzdem wird aus den unterschiedlichsten Gründen (Spieltechnik, grundlegender Songaufbau, Entstehungsgeschichte, ...) wohl mal "etwas links und rechts geschaut", sprich andere Musikstile.

    Wie dir sicher klar ist, können wir nicht hellsehen, aber nach einem Jahr wird bei fleißigem Üben schon ganz schön was möglich sein.

    Selbes wie eben.

    Du willst Klavier lernen, also lern auch auf einem Klavier. Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein sollte, tuts auch ein E-Piano. Alle anderen Geräte wie Keyboards kannst du vergessen, schon wegen der nicht vorhandenen Hammermechanik. Was aber nicht heißt, dass du sie nicht auch spielen kannst. So ein Synthesizer macht schon Spaß. ;)

    Gruß,
    Jay
     
  7. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 09.06.05   #7
    Ach ja, und dann ist da noch der Satz:
    Hä? :confused: :D
     
  8. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    07.10.03
    Beiträge:
    7.381
    Ort:
    "Rhinelunt"
    Zustimmungen:
    437
    Kekse:
    48.180
    Erstellt: 09.06.05   #8
    O.K.,Jay, nochmal (und für die Yamaha-Fraktion gaaaaaanz langsam ;) ):

    Wie so meistens ist vieles nur eine Frage der Motivation. Sture Geläufigkeitsübungen, wie sie z.T. noch heute - und nicht nur von ältlichen hochgeschlossenen Damen mit Haardutt und Spinnenfingern - angeordnet werden, tragen nicht gerade zur Motivation bei. Damit ist das AUS früher oder später vorprogrammiert - mithin nur eine Frage der persönlichen Frustrationstoleranz. Ein Lehrer oder eine Lehrerin hingegen, der/die den Schüler auch von weniger illustren Übungen zu überzeugen vermag, kann mitunter den Schüler auch über sich selbst hinauswachsen lassen. Comprende ? ;)
     
  9. reiserso

    reiserso Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.06.04
    Zuletzt hier:
    30.12.09
    Beiträge:
    104
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    113
    Erstellt: 09.06.05   #9
    Hallo Leute, vielen Dank für Eure kompetenten und ausführlichen Antworten :)
    Hat mich echt weitergebracht und motiviert, vorallem die frage nach dem lehrer hat sich jetzt für mich geklärt. projekt piano läuft an , zwar nicht sofort, aber in fester Planung.
     
  10. karlheinz1133

    karlheinz1133 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.05
    Zuletzt hier:
    23.11.05
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    17
    Erstellt: 08.09.05   #10
    Kann dir auf meiner Erfahrung nur das Klavier emfehlen. Hab 9 Jahre lang Keyboard gespielt und bereue jeden Tag. Jetzt spiele ich 2 Monate Klavier und geniesse jeden Tag.
    Der Unterschied - wie ich ihn sehe:
    Beim Klavier spielst du. Man lernt schneller als man glaubt. Und auf dich kannst du dann auch bei leichten Stücken stolz sein.
    Beim Keybaord spielst du auch - und zwar wie die Automatik das vorgibt
    Da gibts 4 Variationen (zum kotzen) bei den Intros spielst du fast nie, bei den Endings auch nicht und bei den Fills wahrscheinlich auch nicht.
    Ich hatte 8 Keyboards und hab alle verkauft. Jetzt hab ich ein Klavier und lerne mal auf Tasten zu spielen und nicht auf Knöpchen zu drücken. Nie mehr möchte ich von einer Begleitautomatik abhängig sein. Bevor ich mir wieder ein Keybaord kaufen würde, würd ich mir die Finger abhacken und Radio hören.
    lern Klavier - da lernst du wirklich was´!!
    Gruß an ALLE
     
  11. Tastenkopf

    Tastenkopf Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.09.05
    Zuletzt hier:
    12.08.11
    Beiträge:
    8
    Ort:
    Schweinfurt
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 21.09.05   #11
    hey, so schlimm is es doch gar net aufm Keyboard zu spielen! :(
     
  12. Armin

    Armin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.11.04
    Zuletzt hier:
    8.05.16
    Beiträge:
    606
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    30
    Erstellt: 21.09.05   #12
    man kann auch auf einem keyboard spielen - man darf sich nur nicht von musikschulen vergrauen lassen. Bestehe auf Klavierunterricht ohne Begleitautomatik. Viele sind davon überzeugt, dass keine Rhythmusbindung besser ist. Manche verteufeln sogar das Metronom - wenn das eine schwachstelle von dir wird, kannst immer noch mit metronom üben. Oder du hast es im Blut.

    Bei mir ist es eine Schwachstelle geworden - trotz Begleitautomatik. Bringt also fast gar nix. Ich kann kein richtig Tempo halten, sobalds mal schwieriger wird. Ich komm nie mehr zurück in die alte Geschwindigkeit.

    Soll dich nicht abschrecken. Spiel was du willst und auf einem Instrument, das du dir leisten kannst. Für ein monat ausprobieren kommt auch Leihen in Frage

    (bin ich irgendwie zu spät? ist das denn überhaupt noch aktuell?) ^^
     
  13. emanuel

    emanuel Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.06.04
    Zuletzt hier:
    21.10.16
    Beiträge:
    478
    Ort:
    Schweiz
    Zustimmungen:
    13
    Kekse:
    170
    Erstellt: 21.09.05   #13
    @karlheinz1133

    Lieber Karlheinz
    :o ohne dich zu beleidigen
    sei so nett, was du nicht verstehen konntest, hast du gottlob aufgegeben und DEIN Instrument gefunden, das dir Spass macht.
    Darum nicht auf Instrumente schimpfen wovon man keine Ahnung hat, gell!

    :eek: Grund dazu war mit grosser Wahrscheinlichkeit ein/eine Lehrer/in der/die dir das Keyboardspiel beigebracht hat und keine Ahnung davon hatte.
    Beim Keyboard spielt nicht nur das Spielen eine grosse Rolle, sondern auch das verstehen und lernen von verschiedenen Rhythmen und Instrumenten, wie sie gespielt, programmiert und akzentuiert werden.

    :great: Gruss aus der Schweiz
     
  14. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

    Im Board seit:
    05.11.03
    Zuletzt hier:
    30.11.16
    Beiträge:
    2.551
    Ort:
    Stuttgart
    Zustimmungen:
    39
    Kekse:
    2.382
    Erstellt: 22.09.05   #14
    wer 8 Keyboards hatte wird das wohl nicht ohne Grund gehabt haben.... aus der Distanz Ahnung abzusprechen halte ich für einen recht schlechten Stil, sorry.

    ciao,
    Stefan
     
  15. Tastenkopf

    Tastenkopf Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.09.05
    Zuletzt hier:
    12.08.11
    Beiträge:
    8
    Ort:
    Schweinfurt
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.09.05   #15
    ich finde blos allgemein unfair, dass Keyboarder als dumme, unerfahrene Musiker hingestellt werden, die nur ihre Knöpfchen drücken. -.- :screwy:
     
  16. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    22.07.05
    Zuletzt hier:
    13.03.15
    Beiträge:
    9.007
    Zustimmungen:
    836
    Kekse:
    20.854
    Erstellt: 23.09.05   #16
    die gibt es aber auch... diejenigen, die dann mit ihrem mega-entertainer keyboard da stehen und eine riesige begleitautomatik spielen lassen und dazu dann im bestfall noch ne monophone melodie mit rechts klimpern...

    und eine sache ist wohl unbestritten:
    wer "keyboard" lernt, kann technisch nacher weniger als jemand, der "klavier" lernt
    (dabei ist es zunächst mal sekundär, ob man auch auf nem klavier oder nur auf nem keyboard spielt; es geht um den unterricht)
    was einem nun besser gefällt muss man für sich selbst entscheiden...

    wenn du mal in ner band spielen willst würd ich auf jeden fall zum klavierunterricht raten...
    wenn du lieber als allein-entertainer für dich selbst oder auf irgendwelchen feiern oder so spielen willst, dann wär vielleicht "keyboard"-unterricht besser...
     
  17. butcher123

    butcher123 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.07.05
    Zuletzt hier:
    19.10.12
    Beiträge:
    70
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    19
    Erstellt: 20.10.05   #17
    hi also du willst einfache rock/pop sachen spielen?
    ich hab auf meinem pc noten zu "nothing else matters" von metallica, sind recht einfach (ich spiel auch erst seit nem jahr klavier)
    wenn du die ahben wilst schreib mir ne pm, dann schick ich se dir per email (.pdf dokument)
     
Die Seite wird geladen...

mapping