Kleine PA für Folkband

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Earl Gray
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Hallo zusammen,
erst einmal möchte ich euch meinen Respekt bekunden, wie ihr hier in diesem Forum Leute beratet, die plötzlich mit schwierigen Fragen auftauchen. Ich bin schon länger passiv dabei, habe viele Diskussionen durchgelesen, und schon einiges dabei gelernt, aber bei weitem noch nicht genug - deshalb bitte ich euch nun auch um Rat, damit wir uns mit etwas profunderen Vorstellungen an einen Händler wenden können.

Zuerst der Fragebogen:
1.) Anwendung

a) Musikart:

[ ] Konserve
[ ] Sprache
[ ] Verleih
[x] Livemusik (Band/Orchester) oder [ ] Proberaum:

Stil: Folk (Scottisch/Irish/Deutsch)

b) Größe und Location der Veranstaltungen:

[ ] nur Proberaum, Gigs bis ca. 50 Leute
[x] ...bis ca. 100 Leute
[ ] ...bis ca. 200 Leute
[ ] ...bis ca. 300 Leute
[ ] ...bis ca. 500 Leute
[ ] ...bis ca. ____ Leute...

Location qm meist:

[ ] 50qm
[x] 100 qm
[ ] 200qm
...
[ ]genaue Abmessung (falls bekannt): ______

obige Angaben für [x] Indoor oder [x?] Outdoor/Zelt.

c) Anzahl und Art der Boxen:

[ ] komplettes Front-System
[x] Mid/High-Speaker
[ ] Subwoofer
[ ] Monitore: Anzahl: möglichst keine!
[ ] komplette PA: Front und Monitore

d) Aktiv/passiv

[x] aktiv
[ ] passiv
[ ] egal/was will der von mir?

2.) Budget

erwünscht: 1000€ +/-
absol. Maximum: VHS

3.) vorhandenes PA-Equipment (Typenbezeichnung nicht vergessen):
  • Mischer Behringer Eurorack MX1604A (4 Mik Eingänge mit Gain, 4 Mono/Stereo Eingänge ohne Gain, Phantomspeisung) (wird dann zu klein)
  • Gesangsmikro 2x AKG D5 (weitere Nutzung erwünscht)

4.) Klangliche Ansprüche:

[ ] sollte halt zum Proben reichen
[x] sollte klingen
[ ] sollte exzellent klingen (Bem.: gehobenes Budget Voraussetzung!)

5.) Zukunftsfähigkeit:

[ ] wir wechseln eh ständig die Belegschaft
[ ] mittelfristig sollts schon halten
[x] wir halten ewig!

6.) Sonstiges/Bemerkungen:

Besetzung: 5 Musiker + kein Tontechniker
Gesang: Max. 2 gleichzeitig
Instrumente mit Tonabnehmer: A-Gitarre (pass. Piezo im Steg), E-Bass, Bass-Akkordeon, wenn genug Platz ist auch der Kontrabass mit passivem Piezo dabei
Instrumente ohne Tonabnehmer: Low + Tin Whistles, 2-3 Akkordeons, Irish Bousouki, Cajon

Was erwarten wir von der PA?
Unser musikalisches Spektrum reicht von recht zarten Instrumentalstücken (Flöte+Gitarre) über textorientierten Balladen bis zu groovigen Trinkliedern mit Gesang, Bass und mehreren Akkordeons.
Die Verstärkung soll den akustischen Charakter unterstützen, aber nicht ersetzen. Ziel ist ein ausgewogenes Klangbild mittlerer Lautstärke. Wir wechseln fast nach jedem Stück die Instrumente, das ist schon nicht einfach, daher brauchen wir möglichst wenig zusätzliches PA Equipment auf der Bühne worin wir uns verheddern können und nehmen in Kauf, dass die Tonabnahme nicht perfekt ist. Wenn wir irgendwann perfekter werden möchten, können wir ja weiter ausbauen. Auch hinsichtlich Transportaufwand und Aufbau wäre eine handliche Lösung klar favorisiert.

Ideen:

  • 2 Gesangsmikros (vorhanden)
  • 1 Instrumentalmikro am Ständer für die Flöte (Low Whistle bis Tin Whistle)
  • 3 Instrumentalmikros am Ständer die gleichermaßen für Akkordeons, Bousouki, Kleinpercussion geeignet sind. Zur Abnahme der Akkordeons finde ich im MB tolle Lösungsvorschläge, die aber in Kosten und Aufwand nicht so gut zu uns passen. Ich habe schon anständige Akkordeonverstärkung mit einfach in 40 cm Abstand davor platzierten Mikros gehört, die durch den Abstand den Gesamtklang des Instruments erfasst haben und auch nicht mit dem Balgwind kämpfen mussten: So etwas suche ich. Der Spieler darf dann halt nicht so rumzappeln. Welche Mics kämen da in Frage?
  • Cajon unverstärkt
  • Umfallfreie Mikroständer am besten mit angedocktem A4-Notenblatthalter :)
  • Mischer
    • Analog
    • 12 Eingänge: 2xGesangsmikro, 4xInstr.-Mikro, A-Git, E-Bass, B-Akk, K-Bass, 2 Kanäle Reserve
    • Leichter Hall Effekt wäre schön
  • Boxen
    • 2 aktive Fullrangeboxen, die auch die Bässe befriedigend wiedergeben. Die Hosen müssen nicht flattern, die Leute sollen lieber tanzen. 12/2er Boxen wären vielleicht recht passend, vielleicht reichen sogar 10/2er. Aus dem Boxentest kommt die Empfehlung die Behringer Eurolive B812NEO zu probieren. Allerdings wären sie für uns mit je 800 W RMS viel zu stark. An verschiedenen Stellen im Board fand ich auch Hinweise auf die Yamaha MSR Boxen - vielleicht eine passende Alternative? Oder noch was anderes?
    • Ground-Lift Schalter wären in den Aktivboxen vielleicht auch eine gute Idee.
    • Auf Monitore möchte ich wie gesagt gerne verzichten! In Anbetracht der mittleren Lautstärke müsste es doch irgendwie hinzubekommen sein, dass wir uns noch gegenseitig gut hören können, oder die Boxen seitlich etwas zu uns strahlen lassen?
    • Gibt es irgendeinen Sinn über alternative Bauformen wie Maui28 nachzudenken? Diskussionen wie über L1 möchte ich aber bitte nicht in Gang setzen ;)
  • Limiter/Kompressoren
    • Irgendwo auf dem Signalweg wären wirkungsvolle Limiter zum Geräteschutz hilfreich falls mal jemand zu viel Gas gibt (die großen Akkordeons können ganz schön laut). Oder gibt es in den Mischer integrierte Kompressoren?

Nun bin ich gespannt auf eure Rückmeldungen. Hoffentlich sind meine Ideen nicht völlig blöd.
Vielen Dank vorab für eure Unterstützung!
 
Eigenschaft
 
Servus Earl,

willkommen im Forum und danke für deinen ersten Beitrag :)
Die Behringer-Boxen hast du dir ja schon selber rausgesucht - laut Testergebnis eine gute Wahl und keinesfalls zu stark.
Bei dem vorgegebenen Budget von 1.000 Euro würde ich kaum über was anderes nachdenken. Einigermaßen ordentliche getrennte Systeme mit Subwoofer kommen teurer.
Monitore sind wünschens- und erstrebenswert. Ich denke jeder der mal mit Monitorbox gespielt hat verzichtet nicht mehr darauf. Allerdings lässt das euer Budget nicht mehr zu. :redface:
Mikrofonständer gibt es eigentlich nur eine Antwort: K&M (König & Meyer).
Eine günstige Abnahmemöglichkeit des Akkordeons wäre mit einem normalen, dynamischen Gesangsmikrofon möglich. Allerdings ist auch hier eine andere Lösung erstrebenswert. Unser Keyboarder in der Bluesband spielt auch ab und zu einige Nummern mit dem Akkordeon und nimmt dazu ein Schwanenhals Kondensator-Mikrofon von AKG. Klingt sehr gut.

Das Cajon würde ich auf jeden Fall verstärken. Am besten mit einer Grenzfläche. Einfach ins Schalloch reinlegen - fertig. Wil_Riker hat da mal was günstiges getestet:
https://www.musiker-board.de/faq-wo...bericht-jts-cm-601-grenzflaechenmikrofon.html

Über Kompressoren würde ich an der Stelle noch nicht nachdenken. Ja, gibts integriert ins Mischpult.
z.B. bei diesem hier:
https://www.thomann.de/de/yamaha_mg_166cx.htm
Allerdings ist dieser Ein-Knopf-Kompressor nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Funktioniert - aber das ist auch schon alles. Ein Klangwerkzeug ist es nicht.

Gibt es auch eine Nummer größer - allerdings sind dann leider keine Effekte mehr integriert:
https://www.thomann.de/de/yamaha_mg_206c.htm

Und euer Budget ist damit leider gesprengt :redface:

Bleibt evtl. noch ein Mischerchen aus der Behringer XENYX-Serie:
https://www.thomann.de/de/search_di...38a2a4e346acefe1f2&sw=behringer+xenyx&x=0&y=0
die mit "FX" haben Effekte integriert - leider keine Kompressoren so wie beim Yamaha.

Alternative und taugliche Boxen wären die von Superlux:
https://www.thomann.de/de/superlux_sf112a.htm
Die vertragen allerdings keine großen Lautstärken und haben untenrum sicherlich nicht diesen schönen Wumms wie die Behringer NEO.
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus Harry,

danke für dein rasches Feedback und die Links. Eine Budgetgrenze zu setzen scheint sehr hilfreich zu sein. Allein mit zwei B812NEO und einem Mischer kommt man leicht drüber raus ;)
Vielleicht bestünde eine Möglichkeit, einen Yamaha Mischer second hand zu bekommen - wobei ich davor etwas Respekt habe aufgrund der vielen Möglichkeiten dass etwas kaputt ist was man erst merkt wenn man's später braucht. Auf der anderen Seite habe ich schon einen kleinen Mischer, der nicht mehr ausreicht, daher sollte der nächste dann schon der richtige sein.

Ich verstehe deinen Hinweis mit den Akkordeon Mikros, aber mehrere AKG Schwanenhälse sind nicht drin.
Welche Gesangsmikros kämen denn für die Akkordeons überhaupt in Frage? Und wären die auch für Flöte und Bousouki geeignet, oder bräuchten wir da was anderes?
 
Im Prinzip ist jedes Live-Gesangsmikrofon ein Allroundmikrofon. Da kannst du hier mal gucken:
https://www.musiker-board.de/live-mikrofone-pa/206016-vocal-mikros-standard-empfehlungen.html
(oben stehen die günstigeren)

Es funktioniert halt am besten wenn das Instrument so nah wie nur irgend möglich am Mikrofonkorb ist.
Mit Abstand kannst du eigentlich nicht mikrofonieren. Da ist sofort der Druck weg und die Feedbackgefahr erhöht sich.
Im Proberaum nehmen wir das Akkordeon auch mit einem Shure SM58 ab. Ich hab früher mal in einer Salsa-Band gespielt. Der Sänger spielte auch Querflöte und hat ein SM58 benutzt - das ging sehr gut.

Und das SM58 kannst du für so einen Fall durch ein beliebiges Vokalmikrofon ersetzen.
Hauptsache es ist keines für 19,95 aus dem Conrad-Katalog ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Earl,

auch von mir noch einmal herzlich willkommen im Board!

Als Akkordeonspieler, der regelmäßig auf der Bühne steht, kann ich Dir berichten, dass eine Abnahme des Instruments per Stativ-Mikros nur in den seltensten Fällen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen wird - es sei denn, Du schraubst die Füße des Akkordeonspielers auf dem Bühnenboden fest ;).
Da Du ein Bass-Akkordeon mit Tonabnehmer erwähnt hast, gehe ich davon aus, dass bei restlichen Akkordeons hauptsächlich Diskant gespielt wird, und dann reicht dann ein Schwanenhals pro Instrument. Einen Vergleichstest der Platzhirsche habe ich dort veröffentlicht:
https://www.musiker-board.de/faq-wo...c-tg-i56c-opus-mix-31-akg-c-416-l-b-29-l.html

Eine günstigere Alternative wurde dort vorgestellt:
https://www.musiker-board.de/faq-wo...e-kleinbauende-clip-kondensatormikrofone.html

Hier noch weitere allgemeine Ausführungen zum Thema "Akkordeon abnehmen":
https://www.musiker-board.de/zubehoer-akk/175629-akkordeon-abnehmen.html

Normalerweise kenne ich es so, dass die Instrumentalisten in einer Band selbst für Ihre eigenen Mikros aufkommen (dazu könntest Du die entsprechenden Bandmitglieder animieren - schließlich bleibt ja auch der ein oder andere Euro selbst bei kleinen Auftritten hängen ;)) und nur Pult und Boxen gemeinsam angeschafft werden.
 
Danke für die Übersicht! Dann werden wir mal ausprobieren wie sich unsere Tonerzeuger mit SM58 & Co. entfalten.
Ehrlich gesagt bin ich angenehm überrascht, dass die Gesangsmikrofone universell einsetzbar sind. Bei allen Beschreibungen der einzelnen Mikros werden so viele Besonderheiten hervorgehoben dass ich den Wald vor lauter Bäumen gar nicht gesehen habe. Vielleicht werden wir uns für diesen Einsatzbereich mit Nieren leichter tun als mit Supernieren - wir werden es probieren.

Hallo Wil Riker,

die Idee mit den Schrauben finde ich recht ansprechend ;) Stillsitzen beim Musik machen ist aber auch nicht einfach, da müssen Hilfsmittel erlaubt sein.

Dein Test mit AKG und Beyerdynamik Komponenten zeigt, dass eine wirklich gute Akkordeonabnahme einiges verlangt. Danke für das umfangreiche Material!
Da die Umlage der Kosten auf die Bandmitglieder aus bestimmten Gründen gerade nicht geht (wär aber toll!) sehe ich das JTS CX-508 mit der Klemme als interessante Alternative.

Besteht die Möglichkeit, dieses Mikro testhalber zu bekommen? Bei den Händlern meines Vertrauens find ich es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Earl,

bei Amazon sind einige Anbieter aufgelistet, die das Mikrofon verkaufen. Widerruf/Rückgabe bei Nichtgefallen sollte da kein Problem sein. Im Internet-Auktionshaus mit den 4 bunten Buchstaben ist im Moment ein CX-516 drin, allerdings von einem privaten Anbieter, dafür zu einem interessanten Preis.
Ich besitze dieses Mikro selbst nicht, habe es aber schon ausprobiert.
Achtung: Von den JTS-Schwanenhälsen gibt es jeweils 2 Ausführungen - eine mit XLR-Anschluss und eine mit Mini-XLR-Anschluss (letztere heißt 516W bzw. 508W und ist ausschließlich zum Betrieb an einem Batteriespeisegerät ähnlich dem AKG B29 L geeignet).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo die Herren,

danke für die Recherche! Mein Bild wird klarer.
Der Tipp mit dem "W" an den JTS Schwanenhälsen ist für mich sehr wichtig, denn es soll ja einfach bleiben. Von den Modellen tendiere ich eher zum 508 wegen der Klemme. Ich fand den Ansatz sehr interessant, die Gurte zur Befestigung zu nutzen - ich weiß noch nicht wie man das wackelarm hinbekommt, aber es dämpft den Körperschall ab und bleibt voll flexibel, was ja für uns wichtig ist.
Außerdem habe ich eine Klebephobie. Seitdem mir ein angeblich zuverlässig haftender und rückstandsfrei zu entfernender TA mitten im Auftritt von der Gitarre fiel, die PA ließ einen Schlag, die Sängerinnen flogen raus, das Stück war im Eimer, und der restliche Auftritt, na ja, schwierig, und nachher hab ich ne Stunde lang den Kleber vom Korpus gepult, also seitdem hab ich da Vorbehalte.
Und unsere Akkordeonistinnen würden ihre Instrumente wahrscheinlich mit Klauen und Zähnen verteidigen wenn ich mit Bohrmaschine und Schraubenzieher anrücke um Mikrofonplatten zu montieren ;)

Aber zurück zu den zentralen Komponenten. Und dem Budget. Ich habe mich gestern abend auf die Suche nach einem gebrauchten Yamaha MG 166CX begeben, das Teil scheint aber kaum jemand hergeben zu wollen.

Bleibt evtl. noch ein Mischerchen aus der Behringer XENYX-Serie:
https://www.thomann.de/de/search_di...38a2a4e346acefe1f2&sw=behringer+xenyx&x=0&y=0
die mit "FX" haben Effekte integriert - leider keine Kompressoren so wie beim Yamaha.
Da die Behringers nicht alle Eingangskanäle "full featured" haben, muss man einen größeren nehmen, könnte aber gegenüber dem Yamaha immer noch einiges sparen.
Z.B. Behringer Xenyx X1832 USB, 6 Mic Inputs (219,-) oder Behringer Xenyx X2442 USB, 10 Mic Inputs (285,-). Beide mit "thomann Compressor pro Mikrofonkanal, internes 24.Bit Multieffektgerät mit 16 Presets". Heißen aber nicht "FX". Es verwirrt mich. :confused:
Der kleine alte Behringer, den ich habe, hat zudem das Problem, dass man mit hochohmigen Signalquellen wie meiner A-Gitarre nicht viel anfangen kann - er bekommt sie einfach nicht genügend verstärkt. Außerdem ist der Klang recht trocken. Ist das bei den XENYXen auch so?
 
Zum Akkordeon: wir kleben das Schwanenhalsmikrofon immer mit Gaffa fest. Überhaupt kein Problem. Auch nicht während des Sommers Open Air.

Gebrauchte Yamaha MG-Pulte wird schwierig. So lange gibts die noch nicht. Im übrigen würde ich unseres auch nicht hergeben :D. Warum auch? Das ist ein tolles Teil für das Geld.

Wenn bei Behringer "Multieffektgerät" drauf steht dann ist auch eines drin. Auch wenn kein "FX" in der Bezeichnung steht.

Ein Mischpult klingt nicht "trocken". Es klingt zunächst mal überhaupt gar nicht.
Erst wenn man anfängt an den EQs zu drehen dann tut sich was. Und es ist leider bei Behringer so, dass man heftig kurbeln muss damit man was hört.
Ein günstiges Yamaha MG oder Soundcraft EFX-Pult reagiert da schon anders. Obwohl das auch die "Billig"teile sind. Im unteren Preisbereich kann ich dir eigentlich nur zum Yamaha (hier speziell MG166CX) raten. Genau das haben wir auch und wir bestreiten damit jeden kleinen Gig - ohne Probleme zur vollsten Zufriedenheit aller.

Das Vorgängermodell heißt Yamaha MG 16/6FX. Das ist ähnlich ausgestattet - allerdings OHNE Einknopf-Kompressor - und hat sogar ein Metallgehäuse. Das gibts eventuell gebraucht günstig.
 
Hallo Harry.

Zum Akkordeon: wir kleben das Schwanenhalsmikrofon immer mit Gaffa fest. Überhaupt kein Problem. Auch nicht während des Sommers Open Air.

Am Akkordeon mit Gaffa zu hantieren ist für mich ein No-Go. In dem oben verlinkten Review hatte ich elastischen Klebekitt von AKG erwähnt, der sehr gut hält und definitiv rückstandsfrei entfernbar ist, ohne das Zelluloid des Akkordeon-Korpus anzugreifen.

Von den Modellen tendiere ich eher zum 508 wegen der Klemme. Ich fand den Ansatz sehr interessant, die Gurte zur Befestigung zu nutzen - ich weiß noch nicht wie man das wackelarm hinbekommt, aber es dämpft den Körperschall ab und bleibt voll flexibel, was ja für uns wichtig ist.
Außerdem habe ich eine Klebephobie.

Meine Mitspieler in meiner Folklore-Formation, Gastmusiker oder Spieler, die ich beschallen soll, bekommen mangels eigener Mikros immer meine älteren Backup-Systeme zur Verfügung gestellt, die aus jeweils 2 AKG C409 mit zugehörigem Doppel-Speiseadapter B 9 bestehen - das sind auch Clipmikros. Wir befestigen sie am aufgeknöpften Balghalter bzw. am Bassriemen - das funktioniert sehr gut und wackelfrei.

Aber um die Kurve zum Herzstück der PA-Anschaffung wieder zu bekommen: Kalkuliere beim Mischpult nicht allzu knapp mit den Kanälen - etwas Reserve ist immer hilfreich.
 
Hallo Wil,

unser Keyboarder/Akkordeonist ist da schmerzfrei. Desweiteren verwenden wir selbstverständlich hochwertiges Gaffa. Und es gibt keinerlei Rückstände oder Beschädigungen am Korpus.
Klebekitt ist natürlich die smartere Variante :)

Ich pflichte Wil bei: Reservekanäle am Mischpult sind eigentlich Pflicht. Ich mach den Musikerjob wirklich schon Jahrzehnte. Auch wenn man sagt "Ich brauch nicht mehr als 12 Kanäle" - die Erfahrung sagt was anderes. Irgendwann braucht man doch den 13ten oder 14ten. Das ist so. :nix:
 
Moin!

Wenn Ihr Musik mit akustischem Charakter spielt, sollte das Pult diesen nicht kaputt machen. Und daher sind die Behringer-Pulte (genauso wie die analogen kleinen Phonic-Mischer) für Euch eigentlich NoGos! Hört Euch mal über ein Yamaha MG 166cx an - der Unterschied ist deutlich hörbar. Diese Kombi sollte es daher schon sein, darunter ärgert Ihr Euch nach einiger Zeit:


Auch bei den Boxen gebe ich zu bedenken: Die Behringer NEOs haben damals den Boxenvergleichstest des Forums gewonnen, aber sie färben den Sound etwas in Richtung "aktiviertes Loudness", also mehr Bass und Höhen. Bei Eurer Musik ist aber die saubere Übertragung der Mitten kriegsentscheidend, da fast alles akustische Instrumente sind, und die tummeln sich nunmal alle im mittleren Frequenzbereich, ohne allzuviel natürlichen Bass und Höhen. Darum hört Euch mehrere verschiedene Systeme an - die Mackie Thump 12A wird immer mal wieder empfohlen (nicht sehr laut, klingt aber gut), vielleicht ist die was für Euch.



Ich würde für Euch die RCF ART 410a oder 412a wählen (auch weil ich letztere selbst habe) nebst der zugehörigen Hüllen, aber dazu müsstet Ihr ein weiteres Sparschwein anzapfen.



Es heisst zwar immer "ist doch nur für akustische Instrumente, da gehen auch billige Boxen" - aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn akustische Musik einigermassen ansprechend übertragen werden soll, muss das Equipment was taugen und verfärbungsfrei übertragen können. Und da kosten die Boxen und Mikros dann ein wenig mehr.

Kommt denn Gebrauchtkauf infrage?

Viele Grüße
Jo
 
Auch bei den Boxen gebe ich zu bedenken: Die Behringer NEOs haben damals den Boxenvergleichstest des Forums gewonnen, aber sie färben den Sound etwas in Richtung "aktiviertes Loudness", also mehr Bass und Höhen. Bei Eurer Musik ist aber die saubere Übertragung der Mitten kriegsentscheidend, da fast alles akustische Instrumente sind, und die tummeln sich nunmal alle im mittleren Frequenzbereich, ohne allzuviel natürlichen Bass und Höhen. Darum hört Euch mehrere verschiedene Systeme an - die Mackie Thump 12A wird immer mal wieder empfohlen (nicht sehr laut, klingt aber gut), vielleicht ist die was für Euch.

Sorry, aber das würde ich so nicht stehen lassen:
Jo, ich weiß nicht, ob du die beiden Boxen schon mal im direkten Vergleich gehört hast, was sicherlich optimalerweise auch für Earl Grey das entscheidende Kriterium sein sollte, aber bei unserem Boxentest in Eisenach war wohl allgemeine Meinung, dass die Thump im Vergleich zur NEO stumpfer und weniger präzise klang. (Klang in Worte zu fassen ist schwer, aber so trifft es die allgemeine Meinung von uns Testern hoffentlich). Die Thump war nicht wirklich schlecht, aber irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Und selbst, wenn einem die Bassbetonung zu viel ist, ist es immer noch leichter, eine Überbetonung zurück zu nehmen, als eine Box zu etwas zu zwingen, dass sie eigentlich nicht, oder nur angestrengt liefern kann.

Allerdings solltet ihr euch ggf. mit den Maßen der Boxen auseinandersetzen; die NEO ist schon ein recht großes Gerät. Wenn Behringer mit vergleichbaren Eigenschaften eine 10" Variante im Programm hätte, dann wäre die sicherlich aus gut für euch geeignet.

Zu den 412ern möchte ich mich in diesem Zusammenhang mal nicht äußern, da sie hier deutlich außerhalb des Budgets liegen.

Zu den Mikros:
Aus meiner Sicht deutlich besser geeignet, als ein SM 58 zur Flötenabnahme wäre, da es hier ja günstig sein soll, dieses Mikro:

Oh Ha :eek:! ich höre schon die Aufschreie. Trotzdem würde ich es an eurer Stelle testen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Mikro gut für Flöten und auch Gesänge, speziell weibliche funktioniert. Es bildet deutlich natürlicher ab, als es ein SM58 kann und der Effekt, den man beim 58er oft beobachtet, dass das Signal quasi abreißt, wenn der Mikofonabstand etwas zu groß wird, ist hier auch wesentlich geringer vorhanden.

Solltet ihr dann doch noch über eine Mikrofonierung der Cajon nachdenken, könnte dieser Test ggf. als Alternative zur Grenzfläche interessant sein.
 
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Noch als kleiner Nachtrag:

Sollte die NEO aus irgend welchen Gründen nicht in die engere Wahl kommen, dann würde ich eher die Superlux SF 112A als die Thump kaufen, speziell bei eurer Musik. Details zu der Box bzw. zu unseren Eindrücken stehen auch wieder im großen Musiker-Board Boxentest
 
Hallo zusammen,

danke nochmal an alle für die konkreten Ratschläge. Und ganz klar, wir müssen und werden uns die Lösungen anhören und mit unseren Instrumenten ausprobieren, Vorher wird nix gekauft.

1. Beim Mixer gibt es im wesentliche genau eine Empfehlung, da sind sich alle beim Yamaha MG166CX einig. Also gut, werde ich ausprobieren. Ein Case dazu muss sein, ab besten mit abnehmbarem Deckel damit der Mischer immer drin bleiben kann und geschützt ist. Vielleicht gibt es so ein Case auch unter hundert? Der Mixer beansprucht schon einen guten Teil des Budgets.

2. Mikros. Ausprobieren wo für uns gute Kompromisse zwischen Klang und Flexibilität und Kosten sind. Das ist in jedem Fall ein Bereich wo wir uns mit der Zeit auch noch verbessern können. Ich werde eure Empfehlungen mitnehmen und hoffe dass der Händler die Modelle weitgehend vorrätig hat.

3. Boxen. Neue Neos (Wortspiel!) wären nach eurem Test wohl am wunderbarsten aber woher nehmen. Anscheinend sind die Boxen am ehesten der Bereich wo wir kostenmäßig aufpassen können - insbesondere über Gebrauchtware. Neben einer Superlux SF112A finde ich auch eine SF12A für unter 200,-. Auffällig preisgünstig - vermutlich nicht gut?
Den Hinweis zur transportabilität von 10 Zöllern find ich recht wichtig. Habt ihr Erfahrungen mit 10/2 Aktivboxen die für unseren Musik/Instrumentenbereich geeignet wären und auch ein Bassakkordeon noch schön tubamäßig tröten lassen?

Auf deine Frage, Jo, ob Gebrauchtkauf eine Option wäre: Definitiv ja! Und falls man zum Test einer gebrauchten Aktivbox mehr machen kann als sie einfach ausprobieren würde ich das natürlich gerne wissen :)

Ach, noch ne Frage als Forumsneuling. Ich finde alle eure Beiträge hilfreich. Sollte ich dann auch diesen Link anklicken, also, bedeutet euch das was, oder ist der Link einfach da weil die Forumssoftware eben so ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Earl Gray.

Den Hinweis zur transportabilität von 10 Zöllern find ich recht wichtig. Habt ihr Erfahrungen mit 10/2 Aktivboxen die für unseren Musik/Instrumentenbereich geeignet wären und auch ein Bassakkordeon noch schön tubamäßig tröten lassen?

Ich spiele zwar kein Bassakkordeon, sondern ein "herkömmliches" Modell, aber für einfache Solo-Einsätze verwende ich folgende Box (allerdings die ältere Version davon - wenn man dem Eisenacher Test Glauben schenkt, soll die MK III gegenüber den Vorgänger-Generationen etwas schlechter sein :nix:.), die auch ohne speziellen EQ den Bass gut herüberbringt:


Da Du ja ohnehin ein Mischpult im Signalweg hast, kannst Du den Sound über den Kanal-EQ noch ein klein wenig formen. Richtige Bass-"Gewitter" sind aber nur mit zusätzlichen Subwoofern drin, und das ist zum einen beim genannten Budget nicht realisierbar (ggf. bei einer späteren Erweiterung) und bei kleinen Gigs auch nicht unbedingt notwendig.

Auf deine Frage, Jo, ob Gebrauchtkauf eine Option wäre: Definitiv ja! Und falls man zum Test einer gebrauchten Aktivbox mehr machen kann als sie einfach ausprobieren würde ich das natürlich gerne wissen :)

Realistisch gesehen dürfte es ziemlich schwierig sein, eine deutlich bessere gebrauchte Aktivbox zu einem ähnlichen Preis zu bekommen wie die Neuware im LowBudget-Bereich. Z. B. die o. g. RCF ART 310 A wird auch gebraucht recht hoch gehandelt. Wichtig bei Gebrauchtmaterial ist immer, dass es sich noch im unverbastelten Originalzustand befindet, also nicht z. B. schon einmal ein Chassis gegen irgendein anderes getauscht wurde.

Ach, noch ne Frage als Forumsneuling. Ich finde alle eure Beiträge hilfreich. Sollte ich dann auch diesen Link anklicken, also, bedeutet euch das was, oder ist der Link einfach da weil die Forumssoftware eben so ist?

Müssen tust Du nichts ;). Die Hilfreich-Links sowie die "richtige" Bewertung über das Sternchen links unter den Beiträgen ist als "Schmankerl" gedacht, wenn Du die Beitragsersteller für ihre Mühe "belohnen" willst. Weitere Infos dazu findest Du im allgemeinen Board-Bereich, u. a. bei den Board-Regeln:
https://www.musiker-board.de/f32-board-regeln-bt/
 

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