kleine sinnvolle Verstärker Lösung für Orgel Expander

FrankH
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Hallo und frohe Ostern!

ich bin Laie, daher wundert Euch nicht über meine Fragen. Für Bühnenerfahrene
sicherlich eher kleine Fische.


Ich habe ja den Orgel Expander Ferrofish B4000+ an einer alten Orgel von Yamaha HC-2
hängen und nutze auch Verstärker und Boxen der Orgel. Soundausgabe ist aber Mono 30W.
Das geht ohne Rauschen und Brummen und reicht zuhause eigentlich aus.

Aber:
Ist die Soundausgabe der Leslie-Simulation in Stereo sehr viel besser? Wir da nicht
ein räumlicher Effekt erzielt, wenn man zwei Boxen an einem geeigneten Verstärker
hat, der das Stereo-Signal nicht zusammenschmeisst und auf jeder Box das gleiche
ausgibt?
Also die üblichen Keyboard-Verstärker machen dann ja wohl keinen Sinn.

natürlich könnte ich auch versuchen einen gebrauchten Allsound oder Solton Leslie für
ca. 250 EUR zu bekommen. Aber wenn ich mal ehrlich bin, der Sound, denn ich da in
Online-Videos höre, reißt mich da auch nicht gerade vom Hocker. Und der Platzbedarf
ist sowieso riesig für so ein Teil. Und wie lange läuft so ein Teil ohne teure Wartung?

Also was ratet Ihr mir da im Bereich für ca. 100W? Kleine Stereo-PA-Anlage oder
Aktivboxen-Paar? und wenn ja welches? Budget klein natürlich...
Vielleicht auch sinnvoll um nicht zu laute Orgel-Hintergrundmusik in Restaurant oder Kneipe
üblicher Größe machen zu können.

Was aber nicht bedeutet, dass die Leslie-Simulation des B4000+ schlecht ist. Die
klingt eigentlich gar nicht so schlecht.

Viele Grüße

Frank
 
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Ich spiele ein Hohner ORT 100 Leslie, das ist gar nicht soo riesig und klingt ganz ordentlich. Ich glaube manche Allsound-Lelies sind auch ähnlich klein und haben eine ähnliche Bauweise, sind dafür aber nochmal günstiger als die Hohner. Hab aber die Allsound-Lelies nie selbst gehört. Auf Video-Aufnahmen klingt der Unterschied zwischen einem echten Leslie und der Simulation oft gar nicht groß. Auf Aufnahmen (auch für einfachere CD-Produktionen) ist eine Simulation oft der einfachere Weg zu ziemlich guten Orgel+Leslie Sound. Aber wenn es dir um den Dopplereffekt in der Live-Situation geht führt nichts am Leslie vorbei.

Wenn ich mein Leslie nicht mitnehme, oder leiser üben möchte spiele ich meine SK1 über einen Roland SA-300. Das ist eine Mini-Stereo-PA die auch ganz gut klingt. Ist gebraucht manchmal für ca. 500€ zu haben. Der Stereoeffekt ist aber trotzdem nicht wirklich viel stärker als auf herkömmlichen sonstigen Keyboard-Verstärkern. Ich hab mir den Amp hauptsächlich wegen dem Klang der E-Pianos und dem Subwoofer für die Orgelsound zugelegt.

Ich würde sagen, dass du auch guten Gewissens über einen ganz normalen 100-Watt Keyboard/Allround-Amp (z.B. mit 15 Zoll Lautsprecher, ein bisschen Bass sollte für die Orgel schon zur Verfügung stehen) spielen kannst, da die Simulationen ja trotzdem ganz ordentlich klingen. Solche Amps gibt es gebraucht schon ziemlich günstig 80-200€. Früher hatte ich oft meinen Laney KB-120 für Keyboard und Orgel hergenommen, der geht auch schon recht gut. Hab gehört, dass der Hartke Kickback 15 Basscombo-Amp auch von manchen Organisten als mobile Lösung hergenommen wird.

Ansonsten bleiben dir ja noch die Leslie Clones, die sind halt schwerer und etwas größer, viel kleiner als Hohner ORT oder Allsound gibt es im unteren Preissegment aber nicht.

Stereoeffekt bei separaten Stereoboxen ist sicherlich ganz nett fand ich aber auch nicht gigantisch viel besser als über einen einzelnen Amp (der unterschied zwischen Leslie und Simulation ist da viel größer, was den Dopplereffekt angeht). Ich persönlich hab immer lieber meinen Verstärker/Leslie direkt neben/hinter mir stehen, als solche Stereoboxen mit Stativen und Mischpult herumzuschleppen/auf und abzubauen.
 
FrankH
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Hui, vielen Dank für die rasche und detaillierte Info,

habe gerade bei EBAY einen alten britischen Stereo Keyboardverstärker Torque T 225 SK ersteigert. Konnte nicht widerstehen.
Mit Porto für unter 20 EUR.
Soll einwandfrei in Ordnung sein. Er hat drei Stereo-Klinken-Eingänge. Da kann ich also direkt über Stereo-Klinke von dem Expander
rein. Bässe, Mitten, Höhen regelbar. Und 2 Klinken-Ausgänge für Boxen auf Rückseite. Die müssten dann ja jeweils mono sein, oder?

Das Teil hat zwar nur 2x30W Dauerleistung, aber das sollte für mich reichen.

jetzt benötige ich noch zwei passive Boxen, die geeignet sind für den Verstärker.

Viele Grüße

Frank
 
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habe nun auch die zugehörigen Boxen von Torque speziell für diesen Verstärker bekommen.
Funktioniert alles prima. Kann ich empfehlen diese Kombination. Sicherlich nicht um Hallen
zu beschallen. Aber für privat, Probenräume oder für nicht zu dominante Hintergrundbeschallung
in kleineren Kneipen reicht das allemal. Und robust sind die Teile ohne Ende.

Viele Grüße

Frank
 
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Freut mich das es klappt!
 
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Der Unterschied zwischen dem echten Stereo zum Mono (auch aus zwei Boxen) bei der Leslie-Simulation des Ferrofish B4000+ ist übrigens gigantisch.
Man ertappt sich dabei, dass man die Boxen noch ein wenig weiter auseinander stellt. Kann ich nur empfehlen.

Der Unterschied von vorher 30 Watt Mono zu jetzt 2x30 Watt Stereo (Dauerleistung) bei sicherlich erheblich besserem Klang ist ebenfalls riesig.
Auch wenn man relativ leise spielt.

Habe für Verstärker und Boxen nun insgesamt bloß ca. 130 EUR gelöhnt.

Da hätte ich ja nicht mal einen Roland 30W Cube bekommen und ich hätte ja auch zwei für vergleichbaren Sound benötigt.

War also wieder mal Schnäppchen.

Viele Grüße

Frank
 
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TiGu !!!
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Klingt es denn jetzt eher recht homogen wie bei einer amtlichen Stereoanlage oder werden einzellne Frequenzen überbetont wie bei nem Gitarrenamp? Suche nämlich auch nach ner gescheiten Lösung für den B4000+...
 
FrankH
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Mit den Frequenzen kenne ich mich nicht so aus. Der Verstärker wurde aber vom Hersteller als ausgesprochener Keyboard-Verstärker bezeichnet.
Und von der robusten Bauweise zu schließen, sicherlich für den Live-Betrieb in kleineren Locations, Kneipen etc.
Klingt nicht so langweilig flach wie Stereo-Anlagen-Sound vergleichbarer Anlagenstärke.

Er verzerrt nicht wie vermutlich diverse Gitarren-Verstärker, lässt den Sound wie er vom Expander kommt. Natürlich muss man den Bass etwas
runter drehen, wenn man zuhause spielt, da dass sonst schon ganz schön rummst.

Gruß

Frank
 

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