Komponieren mit dem Orchester

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Bellini
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Hallo,

ich spiele jetzt als Solo-Gitarrist im Orchester und muss demnächst anfangen auch für das Orchester mit zu komponieren. Ich habe sonst mit klassischen Instrumenten nicht sehr viel zu tun gehabt und habe deshalb folgendes Problem.

Was muss ich tun wenn ich jetzt zB. möchte, dass die Streicher ein A-moll spielen sollen? Bei einer Geige ist es ja maximal möglich zwei Töne gleichzeitig zu spielen.
Wie soll man dann einen Dreiklang hinbekommen? Muss dann ein Drittel der Geigen A ein anderes C und das letzte Drittel E spielen oder wie?

Danke,

Nicky
 
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wuchinger schrieb:
Was muss ich tun wenn ich jetzt zB. möchte, dass die Streicher ein A-moll spielen sollen?

Wie soll man dann einen Dreiklang hinbekommen? Muss dann ein Drittel der Geigen A ein anderes C und das letzte Drittel E spielen oder wie?

Danke,

Nicky


Mich wundert Deine Frage sehr. Weil: Du hast die Aufgabe, was für Orchester zu schreiben, kennst aber nicht mal die Stimmenverteilung der Streicher ( 1. Geige / 2. Geige, Bratschen Celli, Bässe) ? Es gibt im Orchester keine 3. Geige.
 
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wuchinger schrieb:
wuchinger schrieb:
ich spiele jetzt als Solo-Gitarrist im Orchester und muss demnächst anfangen auch für das Orchester mit zu komponieren. Ich habe sonst mit klassischen Instrumenten nicht sehr viel zu tun gehabt und habe deshalb folgendes Problem.

Sieh dich in deinem orchester um, wie ist es denn besetzt? Und wenn du für orchester setzen willst, musst du dich von gitarristenlogik befreien, nicht alle instrumente sind dazu da, um akkorde zu schrubben, manche habe melodische,manche harmonische funktionen. Und es gibt da etwas, das heißt "stimmführung", von gitarristen meist vernachlässigt, solisten könnten es aber wissen.
Da streicher chorisch besetzt sind, kannst du sie teilen, auf einer violine kannst du sogar 4 töne produzieren. Vieles geht, aber nicht alles, man muss es wissen. Da helfen lehrbücher für instrumentieren und arrangieren.
Aber bei speziellen problemen kannst du jederzeit wieder anfragen.
 
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mir graust vor dem Gedanken, daß jemand, der das Handwerk nicht gelernt hat, für große Besetzungen schreibt!
Ich hatte schon gelegentlich das "große Vergnügen" solche Machwerke zu spielen, die geschrieben waren nach dem Motto "wie stellt sich Klein-Hänschen große Musik vor"

Handwerk kann man lernen - bitte Reihenfolge beachten, erst lernen, dann schreiben!
 
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Lite-MB schrieb:
mir graust vor dem Gedanken, daß jemand, der das Handwerk nicht gelernt hat, für große Besetzungen schreibt!
Lite-MB schrieb:
Ich hatte schon gelegentlich das "große Vergnügen" solche Machwerke zu spielen, die geschrieben waren nach dem Motto "wie stellt sich Klein-Hänschen große Musik vor"

Handwerk kann man lernen - bitte Reihenfolge beachten, erst lernen, dann schreiben!


Ich nehme an, der junge will nicht für die Berliner Philharmoniker schreiben, sondern für ein wie auch immer besetztes schulorchester, aber obigem ist nichts hinzuzufügen.
 
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Es ist so, dass ich anfangs nur ein Lied von der Concerto Suite Malmsteen's mit dem Orchester spielen sollte und das so gut ging, dass ich weiterspielen kann.

Es ist kein besonderes Orchester aber jedenfalls größer als ein String ensemble aus 2 Geigen einer Bratsche und einem Cello.

Ich muss manche Stücke auch umschreiben und somit zwangsweise Stimmen die andere Instrumente gespielt haben jetzt auf Streicher verschieben; jedoch kenn ich mich mit Streichinstrumenten überhaupt nicht aus und weis auch nicht wie dies in einem Ensemble funktioniert.

Und lieber lite-MB, ich bin mir im Klaren, dass man so etwas lernen kann und deshalb frage ich auch nach. Oder wie soll ich es sonst erfahren?

Hat jemand vielleicht einen Link der mir helfen könnte?
 
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ich bin mir im Klaren, dass man so etwas lernen kann und deshalb frage ich auch nach. Oder wie soll ich es sonst erfahren?

Hat jemand vielleicht einen Link der mir helfen könnte?[/QUOTE]

Du findest in jeder bibliothek bücher über instrumentation ( da erfährst du alles über charakter, spielweise, tonumfang und anwendung von instrumenten), und arrangieren/orchestrieren (schreiben einer partitur), vielleicht auch bei jeder suchmaschine informationen über das betreffende instrument. Wenn du ein fertiges arrangement hast und nur einzelne stimmen umlegen willst, weil die betreffenden instrumente nicht vorhanden sind, gib sie denen, die du hast und die deren umfang entsprechen, eine flöten-, oboen- klarinettenstimme der violine, evtl. der viola, eine fagottstimme dem violoncello usw. Bei transponierenden instrumenten (b-klarinetten, b-trompeten, f-hörnern, es-oder-b-saxophonen) musst du aufpassen und sie in C-stimmung bringen, sonst gibt es eine schöne katzenmusik. Und wenn ich recht verstanden habe, habt ihr einen streicherchor, und streicher können fast alles spielen, was andere instrumente können, nur ein kleines "c" kannst du von der violine (tiefster ton "g") nicht verlangen, das hat die viola und das große "C" das violoncello, und fast alle können schwindelnde höhen erreichen. Und da bläserstimmen immer solistisch sind, gib sie denen, die gut spielen können und lass die anderen "ripieno" im chor spielen.
Wir können nur genau auf genaue fragen antworten, wenn du dich um mehr präzision bemühtest, wäre es leichter.

Und zur klarstellung: was du meinst, ist nicht komponieren, auch nicht arrangieren, sondern man nennt das "stimmen einziehen", ein ganz mechanischer vorgang, außer einer möglichen transposition brauchst du nichts zu machen als zu kopieren.
 
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Ich habe ja schon etwas auf dem PT editor gemacht ich kann es ja mal zeigen. Ich weiß nur nicht wie ich es umsetzten soll.
Ich hab auch für den Chor was arangiert.

Ich mein nur wie soll ich das auf so viel instrumente verteilen?

Ist mit dem PT-editor gemacht den man hier bekommt:

http://www.harmony-central.com/Software/Windows/powertab.html

Währ nett mal reinzuhören,

Danke.

PS: Mit der E-gitarre werde ich wahrscheinlich zwischen F# - moll und B (bzw. H) mixolydisch wechseln.
 
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wuchinger schrieb:
Ich habe ja schon etwas auf dem PT editor gemacht ich kann es ja mal zeigen. Ich weiß nur nicht wie ich es umsetzten soll.
wuchinger schrieb:
Ich hab auch für den Chor was arangiert.

Ich mein nur wie soll ich das auf so viel instrumente verteilen?

Es fällt mir nicht leicht, mich in deine gedankengänge zu versetzen, aber was ich da sehe, sind gitarrentypische akkorde, die man am besten auf einer gitarre spielt, warum willst du sie anderen instrumenten geben, auf denen sie wahrscheinlich so nicht gut klingen?
Ich glaube, du musst lernen umzudenken und dich ernsthaft mit dem wesen anderer instrumente beschäftigen.
 
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Die Sache ist, dass ich für das Orchester was arrangieren MUSS.
Das ist auch nur ein Midi-Klang, aber wie schaffe ich es zB. die Noten des String ensembles auf die einzelnen Strings zu verteilen?

Und mit der Gitarre werde ich das doch nie spielen können wenn ich zB. den Klang der Piccolo Flöte oder der normalen Strings brauche.


Wenn ich jetzt als Beispiel gleich die ersten 4 Takte nehme, des String ensembles. und ich zB. A, G, C D als einzelne Noten habe. Müsste dann jedes Streichinstrument diese Noten in seiner Oktave spielen?
 
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Partitur: Bildbeispiel

Bild18.jpg


Partitur, Beschreibung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Partitur

Stimmführung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Stimmführung
 
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wuchinger schrieb:
Die Sache ist, dass ich für das Orchester was arrangieren MUSS.
wuchinger schrieb:
Man muss nur, was man kann. Sieh dir das schöne beispiel von Hans an, aber ich wette, der Herr Kurz (ob er ein nachkomme von Siegfried Kurz, dirigent und komponist ist?) hat eine weile studiert, um das so aufs papier zu bringen. Man sieht auf den ersten blick, dass es gut klingt, ich spiele es auf dem klavier, wofür es konzipiert ist, aber ich musste dafür auch ein paar jahre lernen.
Missverständlich ist freilich die bezeichnung klarinette in A und horn in F, wenn es eine C-partitur (nicht transponierende) ist, aber in den stimmen wird es entsprechend notiert sein.
Tut mir leid, keinen anderen rat geben zu können.
 
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Okay,

kein Problem bis hierher wurde mir schon sehr weit geholfen.
Hab mich die ganzen Jahre (leider) nur mit den verschiedensten Techniken auf der Gitarre auseinandergesetzt und kann jetzt zwar beihnahe alles spielen, aber in sachen Theorie hab ich zumindest im Zusammenhang mit anderen, gerade mit E-gitarre eher ungewöhnlichen Kombinierbaren, Instrumenten wenig Wissen.

Danke für die nette Hilfe soweit.
 
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andreasoberholz schrieb:
Ich bin echt verwundert.
Ein Freund von mir hat Komposition studiert.
Wenn er darüber redet, kann ich ihm kaum bis gar nicht folgen, und ich spiele auch schon viele Jahre Gitarre. Habe mich auch durch die ganze Theorie geackert tue es noch bin Stolz die Musik zu meinem Beruf gemacht zu haben. War in Luxembourg an der Musikschule habe dort Harmonielehre belegt und und und...also mein Leben besteht fast nur aus Musik...

Nun fragt einer so nebenbei im Forum wie man Orchestriert....WOW...

!

Dieser naive Umgang mit dem Thema Musik wundert mich auch immmer wieder. Da kann man genausoschlecht fragen: Welche 5 Vokabeln brauche ich, um perfekt französisch zu sprechen...

Schon erstaunlich, wie einfach sich manche Leute Musik vorstellen. Ist wohl eine Zeiterscheinung: Alles instant, alles sofort aus dem Web, jede Lösung sofort und billig ohne Aufwand. Wie werde ich Komponist und Arrangeur in 2 Wochen... obwohl selbst Hochbegabte dafür zig Jahre intensiv studieren und dann trotzdem noch nicht mal eine Wildcard besitzen, auch nur 1 Cent mit ihrer Begabung und ihrem Wissen zu verdienen. :screwy:
 
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vielleicht könntet ihr aufhören den armen wuchinger so fertig zu machen, weil er sich vorgenommen hat sich an die hohe schule der orchestrierung zu wagen. jeder fängt mal an, auch ein studierter komponist. und wenn einer von besagten daherredet und man selbst als erfahrener musiker kein wort versteht, dann macht der mann vielleicht auch etwas falsch.

es gibt nur einen fehler den man machen kann: zu glauben, dass es dinge gibt, die man ohnehin nicht verstehen kann und sie deshalb anderen zu überlassen.
 
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darf ich dich so verstehen, daß es dir egal ist, daß dein Automechaniker nicht weiß was eine Bremse ist, Hauptsache er glaubt fest daran, daß die neuen Bremsbelege an den Tankdeckel geschraubt werden müssen?!
 
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lass meinen automechaniker aus dem spiel, ja!

trau dich eine bremse zu reparieren, auch wenn es deine erste ist. wann du dich mit deinem auto auf die straße begibst, ist eine ganz andere frage.

ernsthaft: komposition mache ich seit zwei jahren. in dieser zeit habe auch ich diversen musikern in die augen sehen und ihnen gesagen müssen: hier spiel mal. natürlich frage ich mich jedes mal, was dieser jenige welche sich über mein stück und auch mich denkt. sieht der mich jetzt als einen anfänger, der sich mal ausprobiert, oder bin für ihn die unantastbare person, für die komponisten und auch automechaniker im allgemeinen gehalten werden? bloß soll ich deswegen meine stücke in der schublade behalten? wenn mein erstes stück öffentlich aufgeführt wird, muss ich mich dann schämen, weil ich anfänger bin?
 
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am Thema vorbei!
Musik ist wie jeder andere Beruf zum großen Teil Handwerk, das man lernen kann. Warum sollte ich mich als Musiker mit Komponisten rumschlagen, die vom Handwerk keine Ahnung haben? Die Überflieger gehen gegen Null und Wuchinger gehört (nach seinen Fragestellungen) nicht dazu - deine Kompositionen standen hier noch nicht zur Debatte...
 
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ich bin es leid.
 

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