Kontaktsperre-Lockerung-was nun?

..die bilden aber genau das Spannungsfeld, in dem solche Entscheidungen getroffen werden müssen. Das ist doch wie bei Promillegrenzen und Autofahren, es gibt Menschen, die "ach, einen kannste doch" vertreten, mir ist völlig unabhängig von staatlichen Vorgaben klar, dass ich keinen Alkohol beim Fahren will und vertrage. Also treffe ich da meine Entscheidung entsprechend.

Genau das muss/soll aber doch jeder für sich selbst entscheiden!
Das "Spannungsfeld" diese Entscheidung oder Meinungen dazu, zu diskutieren, birgt das grosse Potential, dass die Spannungen auch kontrovers werden. Letzteres ist für mich zwar grundsätzlich völlig ok, dieses Forum ist aber nicht der Ort dafür!

Dagegen hilft der Erfahrungsaustausch im Umgang mit der Situation auch bei der eigenen Standortbestimmung und es wäre IMO schade wenn das durch "politische" Beiträge abgesteuert wird.
 
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Schon irre, wie sehr das Thema Covid-19 (auch hier im Forum) polarisiert...

Wenn ich dann noch lese, dass Bandmitglieder unter Druck gesetzt werden oder ganze Bands daran zerbrechen klappt mir echt die Kinnlade runter - was ist denn da los bei euch??

Für mich ist die Band ein Hobby das ich mit sehr angenehmen Zeitgenossen teile, warum gerade in einer solchen Situation Druck ausüben bzw. sich unter Druck setzen lassen?? Verstehe ich nicht...haben die Leute keine Empathie mehr?

Kommende Woche werden wir den "normalen" Probebetrieb wieder aufnehmen, hätte jemand von uns Bedenken oder Sorgen, so wäre das völlig okay für alle...die Risikobewertung kann eh nur eine Momentaufnahme sein, vielleicht ändert sich das bei mir auch schneller als ich denke wieder.
 
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Verstehe ich nicht...haben die Leute keine Empathie mehr?
Bei meiner Band habe ich eher unterschiedliche Temperamente und Herangehensweisen gesehen, die zur Trennung geführt haben.

Fehlende Empathie? Nein, aber ein gewisses Maß an Unverständnis für die Ansichten der Anderen.
 
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Genau das muss/soll aber doch jeder für sich selbst entscheiden!
.. dann verstehe ich den Anlass deines Eingangsposts überhaupt nicht. Entscheide/t und fettich :D (sowas nannte sich früher "Verantwortung" ...;) )
 
Mir geht es um eine Erweiterung der "Datenlage". Wie gehen die Leute hier damit um.
Das "warum?" ist schon zweitrangig und wie man das im einzelnen bewertet, mag interessant sein, ist hier aber nicht der Ort der Diskussion.
 
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Wie gehen die Leute hier damit um.
Das "warum?" ist schon zweitrangig und wie man das im einzelnen bewertet
.. aha, du möchtest dann was damit anfangen? Ich kann mir für mich nicht vorstellen, eine Umgangsweise zu übernehmen, ohne die Gründe dafür zu kennen ... aber das greift wohl um sich zur Zeit ;)
 
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Also: keine politische Antwort :D sondern eine sehr persönliche: ich glaube ja, dass die wenigsten Menschen wirklich selbstlos und sozial sind, wenn es um Urängste geht.
Sogenannte persönliche Antworten, die irgendwelche vagen Annahmen über Urängste propagieren, sind in Wirklichkeit ziemlich politisch... und sollen es ja wohl auch sein.

Zur Ausgangsfrage.

Ich habe überhaupt kein Problem damit, mich verantwortungsvoll im Hinblick auf die Pandemie zu verhalten
Die Auffassungen darüber, was noch verantwortungsvoll ist und was nicht mehr, gehen nun mal sehr weit auseinander - wie auch dieser Thread zeigt. Auch diesbezüglich finde ich die Parallele zum Autofahren mit Alkohol im Blut treffend. Und was machen wir da?
 
... sind das doch eher nicht, das entspricht der Empfehlung, die wir dem Coronakonzept, dem die Bundesregierung gefolgt ist, entnehmen können. Ich denke nicht, dass die sich so was ohne Sinn und Wirkung aus den Fingern saugen, sondern funktionierende Ansätze gesucht haben.
Die Auffassungen darüber, was noch verantwortungsvoll ist und was nicht mehr, gehen nun mal sehr weit auseinander
... und da sind wir auch schon wieder an der Kante zur Politik, denn was "Verantwortung" zu sein hat, ist uns deutlich mitgeteilt worden. Das also für deutbar zu erklären, ist keine persönliche Entscheidung.
 
Die Auffassungen darüber, was noch verantwortungsvoll ist und was nicht mehr, gehen nun mal sehr weit auseinander - wie auch dieser Thread zeigt. Auch diesbezüglich finde ich die Parallele zum Autofahren mit Alkohol im Blut treffend. Und was machen wir da?
Für mich gibt es da klar zwei Ebenen. Die eine ist die rechtlich/gesetzliche. Das ist mittlerweile eigentlich kein Thema mehr. Wer will, kann (zumindest in Hessen mit bis zu 10 Leuten) wieder zusammen proben.
Die andere Ebene ist, was man das für sich selbst oder als Band entscheidet und welche Maßnahmen man (dennoch) für notwendig hält.

Der Vergleich mit dem Alkohol&Autofahren, mag da ähnlich sein, aber Autovergleiche sind IMO aber immer auch etwas Apfel und Birnig... Wenn ich weiß, dass ich meinen Führerschein riskiere, fahre ich nicht. Da gibt es auch kein wenn und aber.
Bin ich mir sicher, unterhalb dieses Levels zu liegen, weiß ich aus langer Erfahrung, dass ich bei der mittlerweile niedrigen gesetzliche Grenze, keine Bedenken habe, dennoch ein Fahrzeug sicher führen zu können.

Bei diesem Corona Irrsinn ist das aber etwas anders. Die Auflagen sind ziemlich gelockert worden. Das mag in vielen Fällen verantwortbar und vor allem auch notwendig sein. Das Einzelne da dennoch ein flaues Bauchgefühl haben, kann ich aber auch verstehen und respektiere das, auch wenn ich persönlich da eher wenig Befürchtungen (was den Probenbetrieb angeht) habe.

Im Detail sieht es bei mir nun so aus, dass auch wir als Band den Probenbetrieb wieder aufnehmen. Wir werden versuchen für Lüftung zu sorgen (...wäre mal eine gute Gelegenheit, dass sich endlich alle Bandmitglieder sich um Inear Monitoring kümmern...). Händedesinfektion und Mundschutz so weit wie es möglich ist. Zeitlich werden wir uns auch zunächst auf etwa eine Stunde limitieren. Ob 7- oder 14-tägig ist noch offen.
Das ist IMO zwar schon sehr auf der „sicheren“ Seite, aber wie gesagt, ich trage und respektiere das, was die Band als Kollektiv da beschlossen hat.
 
Wir hatten letzte Woche, obwohl mittlerweile alle Gigs für dieses Jahr abgesagt sind, einfach just for fun, um nicht alles zu vergessen, oder weil's einfach nur in den Fingern juckt, mit der Tanzmucke mal eine Probe überlegt. Unser Bassist muss vorsichtig sein, da er beruflich mit Risikogruppen zu tun hat, unsere Sängerin noch mehr, da geht's gar nicht, und unser Drummer ist im Gastrogewerbe. Somit haben wir's ganz schnell wieder verworfen. Mit der Coverband ist auch schon seit Anfang März nichts, da ist aber auch der Proberaum nicht wirklich Corona-geeignet, zu klein, keine richtige Lüftung - also lassen wir's da auch, treffen uns aber zum Grillen, sobald das Wetter mal wieder mitspielt.
Es ist schon richtig, was hier geschrieben wird. Auch wenn die Gesetzeslage es wieder hergeben würde, sollte man schon mit gesundem Menschenverstand abwägen, ob es vernünftig wäre, das Risiko in Kauf zu nehmen, und lieber alles dafür tun, um eine zweite Welle zu vermeiden.
 
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Autovergleiche sind IMO aber immer auch etwas Apfel und Birnig
Ich habe immer wieder das Gefühl, dass Ver-gleich und Gleich-setzen gleichgesetzt(!) wird ;-) So war's aber nicht gemeint - ich sehe halt ausser dem von Dir genannten Unterschied auch mehrere, m.E. nicht unwesentliche Parallelen, vor allem die, dass nicht umkehrbare Auswirkungen auf die Gesundheit Anderer möglich sind.

Aber Ihr habt ja offensichtlich einen brauchbaren Kompromiss - wie immer mit Geben und Nehmen... - gefunden. Wäre schön, bei Gelegenheit zu erfahren, ob Ihr da im Lauf der Zeit noch was nachjustiert.
 
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Ich werde berichten.

btw. ich spiele noch in einer zweiten Band, in der ein Mitstreiter beruflich im Gesundheitsmanagement arbeitet. Der hat -angesichts wieder der individuellen Umstände für diese Band- davon abgeraten, mit dem Proben wieder anzufangen. Risiko und Notwendigkeit stehen da in keinem vernünftigen Verhältnis.
 
..., hier meine Erfahrungen aus der 1. Probe nach 18 Covid-19 Wochen:
  • Man kann auch "privat" ein vernünftiges Hygiene Konzept aufstellen und umsetzen!
  • Wir proben bei unserem Schlagzeuger im Keller der ausreichen gross ist und sogar über zwei Fenster verfügt. Während einer Pause haben wir einmal durchgelüftet.
  • Die Aufstellung wurde noch mal hinsichtlich der Abstände optimiert. Bei fünf Leuten konnten konnten wir sogar mehr als 2.5 Meter Abstand realisieren.
  • Ich habe mit schon zu Beginn des Look Downs ein Face Shild besorgt. Der Großteil meiner Mitmusiker wird jetzt wohl auch von Maske auf Face Shild umsteigen, weil es einfach viel kommunikativer und angenehmer ist.
  • Die Länge der Probe haben wir auf eine Stunde limitiert. Dafür werden wir wieder besser vorab planen was während der Probe gemacht wird, um diese Abstimmungszeit zu minimieren und nicht während der Probe zu verplempern.
  • Trotz der langen Pause hat das Zusammenspiel sehr gut geklappt. Man hat gut gemerkt, das alle "heiß" waren und richtig Bock hatten!
 
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Bei uns scheint langsam wieder "Normalität" einzuziehen. Wir proben seit mehreren Wochen wieder, die Zahl der Neuinfektionen laut RKI werden auch immer geringer bzw. hält sich hier seit über ner Woche tapfer auf 0.
Es scheint sogar so als würden unsere beiden Auftritte im September stattfinden dürfen. Ich bin gespannt und sehr heiß mal wieder auf eine Bühne zu dürfen.
Aber wir werden sehen wie sich die nächsten Wochen so entwickeln. :thumb_twiddle:
 
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Bei uns in Celle in der Rockinitiative kommt auch langsam wieder Bewegung rein. Die Proberäume können unter Auflagen, wie zuvorige Einweisung, wie man sich richtig verhält, Abstand halten und Führen von Anwesenheitslisten wieder freigegeben. Die nächste Openstage, wie sie jeden letzten Freitag im Monat läuft, wird ohne Gäste, nur als Livestream stattfinden. Das ist zwar im klassischen Sinn keine 'freie openstage' mehr, aber in den letzten Monaten hat es sich eh mehr in die Richtung geändert, dass man Bands, die gerne mal auf die Bühne wollen, weil sie sich entweder gerade neu gegründet haben, oder ein neues Programm erarbeitet haben etc. so eine Plattform bietet. Die melden sich dann im Vorfeld an, und dann gibt es quasi schon ein festes Line-Up für den Abend. So sind dann auch nur die Musiker anwesend, die an dem Abend auftreten. Da ist dann genügend Abstand gewährleistet, und zwischen den Wechseln wird dann ggf. Equipment, das geshared genutzt wird, wie z.B. Mikrostative, desinfiziert.
Ist schon sehr durchdacht, weil es dort auch ernst genommen wird :great:
 
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Ich habe mit schon zu Beginn des Look Downs ein Face Shild besorgt.
Ich musste über den (eingefärbten) Schreibfehler so lachen, dass ich um ein Haar vergessen hätte, was ich eigentlich fragen wollte :ugly:

Also: Ist das - bei einer Probe von 60 Minuten - nicht unangenehm? Mich hält vom Kauf ab, dass ich zuviel Druck vom "Reifen" befürchte, weil das Teil ja gerade eng sitzen muss, wenn der Kopf sich (möglicherweise...) auch mal bewegt...
 
Ich habe einen billigen Hut genommen, der keine ausladende Krempe hat und da passt das Schild noch gut außen drüber. Jetzt ist das im Prinzip so ein ganz leichter Helm mit Gesichtsschutz. Das funktioniert super und wackelt/rutscht überhaupt nicht.
 
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...ein ganz leichter Helm mit Gesichtsschutz
Habt ihr da so wenig Abstand? Bei mir wäre es mit dem Abstand nicht das Problem. Das Problem bei uns ist leider der Kellerraum, der nur sehr schwer zu lüften ist. Und da bringt mir persönlich so ein Gesichtsschutz auch nix. Ich würde ja ne FFP2 Maske tragen in der Theorie, dann wären die 2 Stunden im Kellerraum auch ok. Aber ich kann es einfach nicht. Ich bemitleide ja jeden, der so ein Ding den ganzen Arbeitstag anhaben muss.
 

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