Kontrabass G und Eb Mensur

von Manni89, 01.04.12.

  1. Manni89

    Manni89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.12   #1
    Hi.

    Ich hab heute erfragt das man beim Kauf eines Kontrabasses auf die Mensur achten muss bzw. ob es ein G oder Eb Bass ist, da dies beim bespielen wichtig sein soll!
    Also auf der G seite der höchste Ton bestimmt ob es ein G oder Eb Bass ist!

    Kennt sich da jemand aus und weiß wer ob das wirklich so wichtig ist!?

    Ich hab im Netz nicht darüber gefunden!

    Manni.
     
  2. OliBasser

    OliBasser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.12   #2
    Hallo Manni,
    es gibt eine D und eine Es Mensur. Diese gibt an, ob auf Höhe des Übergangs zwischen Hals und Korpus auf der G-Saite der Ton D oder Es gegriffen wird. Die meisten Kontrabässe besitzen eine D Mensur, was meiner Meinung für Anfänger auch besser geeignet ist. Dadurch nämlich, dass man zwischen Sattel und eben diesem Punkt nur 7 und nicht 8 Halbtöne greifen kann, fällt die Orientierung leichter. Ist aber in Endeffekt beides eine Gewöhnungssache. Man sollte aber auch daran denken, dass man, falls man mal auf fremden Bässen spielt (z.B. im Unterricht, später im Orchester etc.), sich meist auf D Mensur einstellen sollte. Insofern, halt ich es für sinnvoll, sich erstmal nach Bässen mit D Mensur umzusehen.
    Gruß,
    Oli
     
  3. Bassstreichler

    Bassstreichler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.04.12   #3
    Hi Manni!

    Oli hat die Sache auf den Punkt gebracht, ich versuche nur es noch etwas anschaulicher darzustellen: Man rutscht mit dem Daumen den Hals runter bis zum Halsfuß, also bis es "nicht mehr weiter geht". Genau gegenüber dem Daumen wird nun mit dem Zeigefinger auf der G-Saite ein Ton gegiffen - das ist dann entweder ein D oder ein Es und bezeichnet damit die Mensur. Manche Bassiten lassen sogar einen Baß mit Es-Mensur in D-Mensur umbauen, entweder indem der Hals gekürzt wird (sehr aufwendig und teuer) oder indem der Obersattel einen Halbton nach unten versetzt wird, sieht Sch... aus. In beiden Fällen verkürzt sich natürlich die Gesamtmensur der Saite.

    Ich rate auch zur D-Mensur: Leichter zu spielen und viel verbreiteter, aus gutem Grund.

    Mit dem höchsten Ton auf der G-Saite hat das gar nichts zu tun. Griffbretter sind unterschiedlich lang, meist ist noch das c''' greifbar. Wenn man in dem Bereich fest auf die Saite drückt braucht man gar kein Griffbrett mehr drunter, so ein Baß läßt sich gegriffen schon über 5 Oktaven spielen. Und dann gibt's ja noch die Flageoletttöne. Ist aber in dem Bereich für Streicher unangenehm, weil man dabei Kolophonium an die Finger bekommt. Das ist der "Bereich des ewigen Schnees" (weißer Kolophoniumstaub). Das Kolophonium an den Fingern bekommt man wieder weg, indem man die Fingerkuppen über die Stirn oder durch die Kopfhaare zieht, wenn sie nicht ganz frisch gewaschen sind funktioniert das am besten. (Einblick in Bassers Trickkiste.)

    Grüße

    Thomas

    Nachtrag: Guck' auch mal unter www.kontrabassblog.de/?page_id=5 , Jonas spricht zwar vom Mittelfinger, es ist auf jeden Fall der Finger der dem Daumen gegenüber liegt.
     
  4. Manni89

    Manni89 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.12   #4
    ok! danke euch für die Antworten!
    Alles super erklärt und hat mir sehr weitergeholfen!
    gruß manni.
     
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