Du musst nicht die Eingänge des Interfaces mit den Lautsprechern verbinden, sondern die AUSGÄNGE des Interfaces.
Das sind die beiden Stecker ganz rechts im Bild.
Wenn du genau hinsiehst wirst du sehen dass einer der beiden Stecker mit "L" beschriftet ist - durch deduktives Schlussfolgern erkennt man, dass hier "LINKS" gemeint ist, und somit hier ein Kabel angesteckt gehört, dessen anderes Ende an den (aus deiner Sicht) LINKEN Lautsprecher gesteckt wird.
Genauer gesagt ein Kabel, das bei beiden Enden über Cinch-Anschlüsse verfügt (auch RCA-Stecker genannt)
Wie das mit dem "R" Anschluss aussieht, kannst du dir nun selbst zurechtreimen.
Also:
2 Lautsprecher (1 für links, 1 für rechts)
2 Cinch-auf-Cinch-Kabel (1 für links, 1 für rechts)
2 Ausgänge am Interface (1 für links, 1 für rechts)
Recht viel deutlicher kann man's glaub ich nicht mehr schreiben... Aber ein Geheimtipp: Im Handbuch des Interfaces sowie der Lautsprecher steht das alles drin...
der Vorteil von TRS-Klinken oder XLR-Steckern besteht darin, dass das Signal auf 3 Leitungen übertragen wird (+/-/ground statt hot/ground), man macht sich damit die Vorteile von symmetrischer Signalübertragung zunutze.
Bei herkömmlicher Signalübertragung (unsymmetrisch) überträgt der hot-Leiter eine Spannung in Bezug auf den ground-Leiter.
Bei symmetrischer Signalübertragung überträgt ein Leiter (+) ebenso die Spannung in Bezug auf den ground-Leiter, und der dritte (-) Leiter überträgt genau das invertierte Signal (ebenfalls in Bezug auf den ground-Leiter).
Wenn also über + gerade +3V kommen, kommen über - exakt -3V.
Am Eingang des Lautsprechers (oder des signalempfangenden Gerätes) wird dann die Spannung des dritten (-) Leiters wieder invertiert und zur Spannung des (+) Leiters dazugezählt.
In unserem fiktiven Beispiel werden also +3V mit -(-3V) addiert, ergibt +6V.
Der Vorteil besteht darin, dass eine Einstreuung durch EM-Felder entlang des übertragenden Kabels sich auf beide Leiter (+ und -) gleich beaufschlagt, also mit zB +1V.
Die beiden Leiter in unserem fiktiven Beispiel übertragen dann also 3+1 = +4V und -3+1 = -2V.
Am Lautsprechereingang wird wieder eines der beiden Signale phaseninvertiert, und die beiden Signale zusammengezählt: +4V plus -(-2V) ergibt... wieder 6V, die Einstreuung ist also herausgefiltert.
tl;dr - durch symmetrische Signalübertragung kann man störende Einstreuungen bis zu einem gewissen Grad verhindern.