[Kurzbericht] Vergleich Yamaha Revstar RS420, RS620, RS720B

grimmels
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Ich konnte am Wochenende die Revstar RS420, RS620 und RS720B antesteten und möchte euch mal kurz meinen Eindruck schildern.

Rocke (https://www.musiker-board.de/thread...maha-gitarrenlinie.628523/page-6#post-7733069)
Musikus70 (https://www.musiker-board.de/thread...maha-gitarrenlinie.628523/page-8#post-7741006)
Buzzdriver (https://www.musiker-board.de/thread...aha-gitarrenlinie.628523/page-11#post-7761793)
Haben ja alle schon was zur 502 Mit den P90er geschrieben. Diese hatte es leider nicht im Laden.

Die 3 Modelle, die ich anspielen konnte, waren jeweils mit 2 Humbuckern, bzw. Filtertron bei der 720.

yamaha_revstar.jpg


Ich habe alle Klampfen über einen Fender HRD gespielt.

Angefangen bei der günstigsten, der RS420. Was mir direkt aufgefallen ist, war die gute Verarbeitung und die Klasse Haptik. In dem Preisbereich fühlt sich ja vielen oft nach Plastik an, hier absolut nicht. Auch das Gewicht war überraschend leicht.
Seitenlage und Hals waren tiptop eingestellt. Clean sowie im Overdrive klang die Gitarre recht ordentlich. Was mir im Overdrive besonders aufgefallen ist, war die Tolle Auflösung der Einzelseiten! Da kam wirklich alles ordentlich durch. Auch allgemein war der Sound recht ausgewogen, nicht dumpf.
Der Dry Switch räumt den Sound untenrum ordentlich auf. Wenn’s im Oberdrive zuviel matschen würde, kann man hier gut entgegenwirken. Denkbar wäre auch ein Rythm-, Leadsound Spielerei. Als ich die Push-Pull Funktion am Volume Poti testen wolle, hatte ich doch glatt den Poti-Knopf in der Hand:er_what: Ich nehme mal an, dass das andere auch schon versucht haben…

Mit dem Klang im Ohr, holte ich mir die RS620 raus. Was als erstes auffällt ist die Matte Decke und die schöne Maserung. Die Decke ist Stahlwollen gebürstet. Hat sich schon sehr speziell angefühlt. Andere User hier berichten ja, dass der Lack empfindlich auf Nagel und Plektrum Spuren ist. Das wollte ich nicht testen ;-) Ansonsten sind die Inlays anders und statt der TOM + Stopbar, gibt’s eine wraparound Lösung.
Vom Klang her, war die 620er noch etwas frischer und direkter. Jetzt nicht Welten besser, aber dennoch hörbar. Auflösung im Overdrive war auch sehr schön, ohne am Stegtonabnehmer zu spitz zu werden.

Zum Schluss die RS720B mit Filtertron-like Pickups und Bigsby in Ash-Gray. Verarbeitung war wie bei den beiden Anderen auch sehr schön. Die PUs haben deutlich weniger Output als die der RS420 und 620. Der Sound klang in meinen Ohren etwas runder und wärmer. Hätte hier eher das Gegenteil erwartet. Kann aber auch am Abstand zu den Seiten liegen, oder an den Amp-Einstellungen, die ich kaum angepasst habe.

Dann habe ich nochmals kurz die 420 und 620er verglichen. Markantester Soundunterschied ist wirklich, dass die 620er mehr Brillanz hat und noch ein bisschen aufgeräumter wirkte, die 420er etwas breiter.
Zum Schluss habe ich mir noch ne Epiphone LP geholt die ungefähr gleich viel wie die 420er gekostet hätte. Ich habe selber Jahrelang eine Epi LP gespielt und wollte das hier nochmals vergleichen.
Schon von der Haptik her sind es Welten. Die Epi hat halt dieses die Lack Feeling.
Der Sound bei gleichen Amp-Einstellungen war dann mit der Epi viel dumpfer im cleanen. Im Overdrive einfach nur matschig. Saitenauflösung im Overdrive war im Vergleich unterdurchschnittlich.
Habe noch kurz eine Squier Classic vibe angetastet. Sound kann ja nicht wirklich verglichen werden, aber bei der Haptik und Verarbeitung war meiner Meinung nach die Revstar klar im Vorteil.

Ich habe dann kurz mit dem Gitarrenmech geredet ;-)
Gemäss ihm sei die Einstellung ab Werk nicht ganz rund, und sie hätten da was schrauben müssen. Yamaha nehme solche Kritik aber im Gegensatz zu anderen Anbietern anscheinend ernst, und verbessere das für gewöhnlich.
Ich für meinen Teil war wirklich positiv überrascht. Ich spiele normalerweise auf meiner Duesenberg Fullerton Elite und Gibson LP Studio 50s Tribute. Von der Verarbeitung her waren die Revstar in einem ähnlichen Niveau. Klar kann ich nicht mit einer Langzeiterfahrung dienen, aber die werden hier sicher von den anderen Usern folgen.

Von den angespielten her, hat mich vor allem die RS420 überrascht. In der Preiskategorie definitiv die Beste Gitarre die ich bislang spielen durfte.
Verarbeitung und Sound waren meinem Empfinden nach wirklich Welten besser als z.B. einer Epi in der Preiskategorie (und ich war bislang mit meiner Epi eigentlich immer zufrieden).

Der Aufpreis von der 420 zur 620 ist wohl vor allem der optischen Mehrarbeit und der Holzwahl geschuldet. Hier war auch ein tonaler Unterschied hörbar, aber im Preis der 620 gibt es ja mittlerweile auch Made in USA Gitarren zu kaufen, was ja nicht heissen soll, dass die automatisch besser sind...

Das günstigste Modell, die RS320, war leider nicht anspielbar. Diese ist optisch nochmals schlichter und hat auch keine Ahorn Decke.

Was mich zudem überrascht hat, war der günstige CH-Preis. Keine Ahnung ob das am Laden (musik müller) lag, oder ob der Yamaha Vertrieb die schon so günstig rausgibt. Ich bin gewohnt in der Schweiz 20% und mehr als in DE zu zahlen, aber hier ist der Preis identisch.
…ok eigentlich wollte ich mich kurzfassen, aber ich nenn es jetzt gleich wohl Kurzbericht ;-)
 
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Grund: Fender HRD, orthographie
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ein schöner Vergleich, dank dafür und liebe grüsse in die Schweiz
 
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Schöner Kurzbericht! :great:

Es ist ja schon etwas länger her, aber erinnerst du dich noch an folgendes:
  1. Wie war denn die Balance des Instruments? Gab es eine Halslastigkeit? Der Gutpin am oberen Cut reicht ja nicht so weit nach vorn und das Gewicht bezeichnest du ja als leicht.
  2. Wie was das Halsprofi? Teilweise wird von hinten etwas dicker oder bei den Bassseiten dicker geredet, aber alles nicht ganz klar beschreiben.
 
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grimmels
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Hey @GEH

Schön das der Bericht gefällt.

Sorry hab deine Frage erst jetzt gesehen.

Ehrlich gesagt kann ich mich an die Punkte nicht erinnern. Zusätzlich hatte ich die Gitarren nur im Sitzen gespielt.
Ich kann nur soviel sagen, dass mir die SG immer zu kopflastig war, ich das aber bei der Revstar nicht hatte.

Aber frag am Besten nochmals jemanden, der die Gitarre besitzt.
 

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