Lack bei ausbessern – Tipps?

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pamparius
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Hallo!
Ich hab heir ein paar Patienten (Ibanez Les Paul aus den 70ern und eine RG 270) die zwar alle gut funktionieren, aber kleine und grössere Lackschäden haben. Vor allem die Les Paul hat auf der Rückseite schon einiges wegstecken müssen und dementsprechend gibt es da großflächigere Stellen an denen der lack rausgeplatzt ist. Bei der Paula ist auch ein stück Lack am hals rausgeplatzt was natürlich der Bespielbarkeit ein wenig beeinträchtigt.
Jedenfalls möchte ich die Gitarre nicht komplett neu lackieren, nur etwas schöner machen und die fiesen Platzer ausbessern.
Ich habe mir das relativ einfach vorgestellt, die betroffenen stellen mit Holzspachtel ausgebessert und abgeschliffen. Allerding steh ich jetzt vor dem Problem wie ich es am besten schaffe das man von den ausgebesserten stellen so wenig wie möglich sieht.
Ich habe Nitrosprühlack (Auto K, wurde in dem workshopthread auch empfohlen)und damit schon an einer wenig kritischen stelle etwas probiert, das resultat lässt leider zu wünschen übrig, der lack wirkt matter und man sieht einen deutlichen unterschied zum originalen finish.
Vielleicht weiß ja jemand wie man das am besten anstellt, bei Halsbrüchen z.b. wird ja nach der Reparatur auch nur die kaputte stelle neu lackiert und man kann dann prinzipiell keinen unterschied mehr erkennen. So ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt, also wenn jemand die tricks kennt...vielen dank schonmal!
 
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teh_Q
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Bei Sprühlack würde ich in dem Fall eventuell nochmal mit Klarlack drüber gehen - dann ist's auch nicht mehr matt.

Liebe Grüße
 
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Gidear
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Hallo pamparius,

Bei Nitrolack muss man ein bischen aufpassen. Nach Deiner Beschreibung ist der Lack herausgeplatzt und es sind "Löcher" im Lack entstanden. Dies solltest Du mit einem dickflüssigen 2- kompnentenlack (DD-Lack oder Polyesterlack) vorsichtig ausgiessen und dann langsam mit feinem Schleifpapier beischleifen. Dann kannst Du eine Schicht Nitroceluloselack aus der Sprühdose als Finish auftragen. Ganz dünn und in mehreren Schichten. Immer erst an einer "unsichtbaren" Stelle probieren um sicherzugehen, dass der alte Lack nicht angegriffen wird.

Saludos,

Gidear
 
züborch
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Moment, Nitrolack und PU/Polyester/Acryllacke vertragen sich nicht. Nitro auf PU/Acryl ist weniger problematisch als anders herum. Am besten immer gleiche Lacke verwenden. Aber um mich meinem Vorredner anzuschließen: Goßflächig über den kompletten Salat sprühen hilft nicht. Hier gilt es erstmal, die Vertiefungen auszuheben. Wenn der farbige lack mit ab ist, brauchste erstmal den farbigen Auftrag. Danach würde ich mit Sekundenkleber dran gehen. Eher dünnflüssig als dickflüssig. Epoxi halte ich nicht für eine gute Lösung. Schicht für Schicht, und immer wieder austrocknen lassen, da verdunstet einiges an Lösungsmitteln und die aufgetragene Schicht sackt wieder ein.
Guck mal hier: http://www.frets.com/FRETSPages/Luthier/Technique/Finish/Lacquer/DropFill/dropfill.html

Sprühen allein, ist ohne schleifen und polieren nie das Ergebnis, das man davon erwartet. Ausserdem gilt hier: immer nur einen feinen Nebel bei warmer trockener Raumluft auf ein am besten handwarmes Werkstück auftragen, dann zieht der Auftrag gleich an und es gibt weniger Staubeinschlüsse oder weiße Feuchtigkeitspünktchen.

Übrigens, ein paar Photos sind nie verkehrt. :)
 
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pamparius
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Ich mach dann mal ein paar photos. Wie gesagt die Platzer habe ich bereits mit Holzspachtel ausgebessert und abgeschliffen, das sieht bis jetzt auch so aus als wäre es ganz gut geworden. Mir geht es eigentlich eher darum wie ich eine einheitliche Lackflläche am ende schaffe, wie gesgat ich denke da an z.b. Halsbruch reparaturen etc. wo man weder sieht noch fühlt das mal etwas war/nur die eine stelle nachlackiert worden ist.
 
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pamparius
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so hier mal ein paar photos:
die rechteckige fläche ist die ausgebesseret stelle, aber erst eine dünne schicht schwarzer lack drüber:

DSC06903.jpg


der korpus:

DSC06899.jpg


DSC06900.jpg
 
züborch
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hast du holzmacken mit holzspachtel ausgebessert? oder auch lackschichten damit nivelliert?
hier noch eine anregung, wie du die sachen plan bekommst, http://www.frets.com/FRETSPages/Luthier/Technique/Finish/RazorScrape/razorscrape1.html und hier eine anleitung zum polieren:
http://www.rall-online.net/andreashp/git_technik/Polieren/git_tec_polieren_de.htm
bei der ziehklinge ist der grat sehr wichtig, der da am anfang reingemacht wird. und falls dir eine rasierklinge zu kurz ist, tuts auch ein messer aus einem papier-cutter, der kleineren ausführung vom teppichmesser.

EDIT, hoppla, da waren die bilder schneller als meine antwort.
Bild 1: geht schon in die richtige richtung, wahrscheinlich fehlen aber noch ein-zwei dünne schichten. du bist im besitz von 300er schleifpapier und aufwärts?(bis 2000 danach micromesh oder grobe politur)

Bild 2: da ist bisher nur das gröbste nachmodelliert, um das unsichtbar zu lackieren musste da noch am besten mit verdünnter holzpaste alles glattkriegen, danach am besten mit ziehklinge und feinerem schleifpapier alles glattziehen.

Bild 3: auch hier, feineres schleifpapier, umliegenden lack mit anschleifen, und dann peu à peu lackieren. danach schwabbeln.

insgesamt sieht die ganze gitarre aber so mitgenommen aus, und die dir bevorstehende arbeit ist eh so groß, dass du überlegen solltest, noch ein bißchen mit den kwasni-dosen zu üben, die gitarre zu entlacken (große ziehklinge und schleifpapier) und dann einen neuen paintjob zu machen. bei deckend schwarz sicherlich nicht allzu schwierig.
 
poor but loud
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Ich hätte da auch noch ein Lackproblem. Und zwar möchte ich eine moderne Tele von LP-Style-Buchsenblech auf Vintage-Buchsenblech umrüsten. Dabei bleiben vier Schraublöcher übrig, die ich mit Zahnstocherstücken zudübeln müsste. Wenn dann der Leim herausquillt, nehmen sie aber keine Beize mehr an, und ich müsste vier Kleckser transparenten Farblack auftragen, der auf dem Leim hält und außerdem nicht mit dem ihn umgebenden Klarlack reagiert. Deshalb würde ich sie lieber vorher mit geeigneter Beize durchfärben. Leider hat das Farbengeschäft dichtgemacht, und der Baumarkt hat den passenden Farbton weder als Beize noch als Lasur noch als Lack da. Die Gitarre hat einen Erlekorpus in Blond (eigentlich eher eidotterfarben). Wer kann helfen?
 
Damn Dan
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Ich gehe davon aus, dass Du Wasserbeize haben möchtest. Das Sortiment von Clou sollte das richtige sein. Ruf doch direkt bei denen an und frag nach Händlern in Deiner Nähe bzw. mach eine Direktbestellung.

Übrigens sollte man sich diese "Reperatur" aus dem alten Thread genau anschauen... Genau so macht man es bitte NICHT!

Grüsse
 

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