Lautstärke des Sax: Abhängig vom Können?

von Radiesli, 21.07.08.

  1. Radiesli

    Radiesli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #1
    Ich habe vielleicht eine etwas seltsame Frage. Ich überlege mir anzufangen Sax zu lernen. Ich habe nun von meinem Schwager sein Saxophon ausgeliehen bekommen, da er kaum mehr spielt. Ich habe nun mal versucht nach seinen Anleitungen ein Ton raus zu bekommen und bin ziemlich erschrocken wie laut das ist! Ich hatte den Eindruck, als er gestern hier gespielt hat, war das nicht so laut. Ist die Lautsträke etwas das man mit etwas Übung regulieren kann und nur bei Greenhorns so ohrenbetäubend? :confused: Ansonsten würden mich meine Nachbarn wohl bald einmal hassen.... :rolleyes:
     
  2. cordfel

    cordfel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #2
    Hallo Radiesli,

    das geht jedem so, der die ersten Male in ein Sax trötet. Erst bekommt man keinen Ton heraus, die Folge ist, das man volle Granate (auf jeden Fall kräftig) reintrötet und man von dem Gehupe fast nen Herzinfarkt bekommt und sich fragt, ob das jemandem zuzumuten ist. Keine Angst, das gibt sich wieder. Laut spielen (oder Töne produzieren) kann jeder, um sehr leise spielen zu können braucht man schon etwas Erfahrung und einen passablen Ansatz, vor allem im tiefen Register ist das oft nicht einfach.

    Hat Dir Dein Schwager im Groben erklärt, wie man in das Horn hineinblasen sollte? Wenn nicht, solltest Du Dir das mal erklären lassen, wobei auch dann vermutlich noch recht laute Töne rauskommen werden. Du könntest z.B. versuchen, die Töne auszuhalten und hierbei versuchen, den Druck (die Geschwindigkeit) aus Deinem Luftstrom zu nehmen, so dass der Ton leiser wird, dann bekommst Du vielleicht ein wenig Gefühl dafür. Auch werden die Töne laut, wenn man recht explosiv (mit Kraft) anbläst, das ist bei richtigem Ansatz nicht nötig, macht man am Anfang aber oft, um überhaupt etwas herauszubekommen. Beim ppp muss eigentlich nur ein Hauch durch das Saxophon wehen, ohne Kraft, aber gut, das ist nichts für den Anfang, nur zur Verdeutlichung. Einfach ein bisschen herumprobieren.

    Was haste denn für eine Blattstärke? Als Anfänger ist es besser, ein leichteres Blatt zu nehmen (so um die 2 ist da ganz geeignet, vielleicht sogar 1,5?, auf jeden Fall kein 3er). Bei starken Blättern muss man einen kräftigeren Ansatz haben, als Ungeübter bekommt man nur was raus, wenn man mit Schmackes ins Horn bläst und das ist dann wieder laut.

    Viel Spass noch beim Nachbarn ärgern. :great:

    cordfel
     
  3. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.08   #3
    Hey hey =)

    wie bereits gesagt wurde, läuft es tatsächlich etwa so am
    Anfang ab. Aber ich kann nur bestätigen, dass mit der Übung
    und dem Können natürlich die Kontrolle kommt, sodass man
    von "beinahe unhörbar" leise bis "Kettensäge mit 150 Dezibel"
    laut spielen kann ;)
    Diese Kontrolle, die durch einen guten Ansatz und eine kontrollierte
    Atmung gewährleistet wird, betrifft übrigens auch viele andere wichtige
    Bereiche wie z.B. Intonation, Artikulation und Klangfarben.
     
  4. Radiesli

    Radiesli Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.08   #4
    Hallo Cordfel und Marc

    Danke für Eure Antworten, da bin ich ja doch beruhigt und muss das Vorhaben nicht schon jetzt aufgeben.... :rolleyes: Mein Schwager hat mir schon erklärt, wie ich rein blasen muss, aber wenn ich beginne, nehme ich auf jeden Fall Stunden, natürlich wollte ich das einfach so schon mal ausprobieren. Was für ein Blatt das ist, habe ich keine Ahnung, er hat in der Musikhandlung einfach eins für Anfänger erhalten.

    Vielen Dank für Eure Antworten!
     
  5. Freelancer

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    Erstellt: 25.07.08   #5
    Leise spielen ist ein qualitätsmerkmal. Allerdings vernünftig laut spielen auch. Die Dynamische Bandbreite muß kontrollierte werden. Aber bei vielen bleibt das Tröööt die max grenze. Das ist natürlich auch nicht das wahre. Lautstärke ist auch ein qualitätskriterium, aber nur Laut reicht nicht um sich gegen ein ganzes Orchester durchsetzen zu können. Strahl, Volumen und tragfähigkeit gehören auch dazu.
    Opernsänger können mit ihrer Stimme unverstärkt einen riesen Saal füllen. Andere schreien sich die Lunge aus dem Leib und werden schon in der 3. Reihe geschluckt.
    Aber gwöhn dich dran, Sax ist ein lautes Instrument und für eine gute Soundentwicklung muß es auch laut gespielt werden.
     
  6. lePhilippe

    lePhilippe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.08   #6

    Ein lautes Instrument? naja, ich weiß nich so recht, in ner bigband gehn die Saxen meist ziemlich unter, wenn trompeten und posaunen mal loslegen...gut, vllt hat das weniger mit Lautstärke als mit Durchsetzungsfähigkeit zu tun...


    Philippe
     
  7. oggimatt

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    Erstellt: 31.07.08   #7
    In einer Bigband gehen die Saxe, zumindest in geschlossenen Räumen, nicht unter.
    Das ist eine Legende, daß die Saxe zu leise sind.
    Immer dieses Rumgenöle, als wenn ihr auf 'nem Kamm spielen würdet.
    Wenn die Lead-Trompete oben mal abdrückt und laut ist, ist das vom Arrangeur so gewollt.
    Da müssen die Saxe nicht drüber liegen. Die Posaunen auch nicht.
    Die Kölner Saxophon Mafia macht ganz schön Sound. Mußt Du dir mal anhören.
    Von wegen leise. Das ist ganz schön druckvoll.
    Auch beim Saxophonspielen geht es um gute und effektive Luftführung/Stütze.
    Die Bahn und das Blatt sollten aber schon auch zur Tröte passen.
    Dann ist der Ton auch groß genug.

    Bigbands höre ich am liebsten unpugged/unverstärkt, weil sie für mich so am Besten klingen.

    Bis denne

    Matt
     
  8. Freelancer

    Freelancer Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #8
    Ich habe neulich als einzelner Altist, nen 30Mann Hobbyblasorchester übertönt.
    Hatte nen guten Tag und vorher lief es mit den Soundübungen recht gut. Wurde dann angeflaumt, dass da nur mf stand; zu meiner Verteidigung habe ich sagen müssen, dass ich dass für mich nur mf war, denn es war noch deutlich potential nach oben da.
     
  9. wiesenforce

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    Erstellt: 01.08.08   #9
    Da hat keiner wirklich unrecht meien ich. Generell würde ich Trompeten und Posaunen als lauter einschätzen. Aber man kann auch als Saxophonist bei genügend Puste und evtl dem richtigen Equipment durchaus mithalten oder einen Trompeter übertrumpfen. Trotzdem ist es einfacher auf ner Trompete mehr Lautstärke zu produzieren würde ich sagen. Trotzdessen ist ein Saxophon immer noch ein lautes Instrument (ich wette mir fallen mehr Instrumente ein die leiser sind, als welche die lauter sind).

    Übrigens ist es kein Kunststück ein Hobbyblasorchester zu übertönen. Das Kunststück ist es wohl eher sich in dne Klang des Orchesters einzubetten ;-)
     
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