Lautstärketipps AD30VT und andere Combos

von Perplex, 30.05.06.

  1. Perplex

    Perplex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #1
    Hallo Forianer,

    immer wieder lese ich hier im Forum Fragen wie: "Reicht der von der Lautstärke für ne Band oder für nen Gig bis xxx Zuhörern?"

    Dazu möchte ich ein paar Gedanken aus Mischer-Sicht (ich mische ein paar Bands ab, neben meinem Gitarristendasein) loswerden:

    Grundsätzlich sollte man mit gar keinem Gitarrencombo versuchen, ein Publikum direkt zu beschallen, aus 2 Gründen.
    1. Combos sind meist nicht Watt-stark genug, so dass sie sich an der Leistungsgrenze, besonders im cleanen Bereich, nicht mehr optimal anhören.
    2. Combolautsprecher sind im Gegensatz zu PA-Auslegungen nicht dahingehend optimiert, weit, heißt 5m und mehr, den Sound möglichst unverfälscht zu transportieren. Selbst bei einem lauten Combo werdet ihr feststellen, dass er sich ab einer doch recht geringen Entfernung (und auch Winkel) einfach nicht mehr danach anhört, was ihr gewohnt seid, und einfach nur schlecht klingt.

    Es gibt kaum eine Band, die bei Auftritten nicht über eine PA, wenn auch klein, verfügt. Selbst diese verfügen schon über mehrere hundert Watt und sind dazu ausgelegt, einen Sound auch über weitere Strecken vernünftig abzustrahlen. Was liegt also näher, als einen kleinen Combo zu mikrofonieren; kleines Stativ und ein SM57 artiges Mikro, - es gibt auch gute günstige Alternativen- , genügt und ihr habt den originalen Verstärkersound im Publikum, auch bei 8, 10 oder 15 Metern.

    Auf einer sehr großen Bühne, sagen wir mal mehr als 25m2, ist es allerdings dann auch nötig, das Gitarrensignal auf den ein oder anderen Monitor zu legen, da der kleine Combo als Gitarrenmonitor für die Bühne nicht mehr ausreicht.

    Für den Proberaum gilt im Prinzip dasselbe. Meist ist auch hier zumindest ne abgespeckte PA vorhanden, oder singt ihr durchs Megaphon?:)
    In meinen Bands wird aber auch im Proberaum darauf geachtet mit möglichst gemäßigter Lautstärke zu arbeiten, so dass dort im allgemeinen die normale Combo-Power selbst eines Cube 30 oder AD30VT für eine Probe ausreicht.

    Zusammenfassend soll das heißen, dass man mit jedem Combo, der sich bei höherer Zimmerlautstärke gut anhört, sowohl proben, als auch auftreten kann.
    Ohne Mikrofonierung ist der Unterschied auch zwischen 30 und 100 Watt nicht so erheblich (3-5db**), dass man generell sagen kann, mit Combo A geht das, mit Combo B aber nicht. Ehe ich also 100 Euro für mehr Watt ausgeben würde, lege ich jedem ein kleines Stativ und Mikro ans Herz, und ihr seid für alle Fälle gerüstet.

    Gruß PP

    **noch ne kurze Anmerkung hierzu: Doppelt so laut empfindet das menschliche Ohr ein Musiksignal erst bei einer Erhöhung von 10db!
     
  2. fiedel

    fiedel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #2
    Genau so ist es! Und auch beim "1000 W Fullstack" wird ja meist nur 1 Speaker von den Achten mikrofoniert. Interessant wären mal die (günstigen) Alternativen zum SM57. Wenn deine Erfahrung da was gutes hergibt, poste doch bitte mal!
     
  3. Perplex

    Perplex Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #3
    Hallo fiedel,
    Musicstore bietet z.B. ein Fame MS57 (erstaunliche Namensverwandschaft) in gleichem Design wie das Shure SM57 an, so ca. 40Euro, da ist man dann schon mit 50Euro am Ziel.

    Ich kenne diese Mikro allerdings nicht aus Erfahrung. Neben original Shure, setze ich aber regelmäßig zb ein Monacor DM2500, eins der teureren und auch schwereren Monacors ein. Das kostet auch so um den Dreh.

    Gruß PP
     
  4. Ed

    Ed Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #4
    Schöner Beitrag - habe ich gleich mal bewertet ;). Ich kann aus meiner Erfahrung das e906 von Sennheiser empfehlen. Einfach toll, das Mikro. Für Gitarrist|nnen nur zu empfehlen...

    Gruß,
    /Ed
     
  5. Bruegge

    Bruegge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.06   #5
    Supi! Diesen Tread sollte man pinnen!!:D
     
  6. riddler

    riddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #6
    Sehr schön dass das mal einer (und dazu ein Mischer UND Gitarrist) gesagt hat, die Meinung man könnte nur mit nem Halfstack bzw. mit soundsoviel Watt(und die werden wohl einige Leute haben) auf ner Bühne bestehen ist meiner Meinung nach völliger Schwachsinn, solange ne vernünftige PA da ist(meisstens ist das ja auch so) könnte man sogar mit nem Microcube auftreten.

    @ Bruegge
    ich hab war btw auch in mengen auf der realschule...vor langerlanger zeit..naja ok so lang isses auch wieder net her :D sind der bredendiek und die frau mars(c)hall immer noch musiklehrer?
     
  7. stylemaztaz

    stylemaztaz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #7
    naja, schwachsinn ist es nicht:
    1. mehr watt, mehr membranoberflächer-->ganz anderer sound
    2. manche müssen das was sie spielen auch spüren, um sich wohl zu fühlen(ich gehör auch dazu...), da macht es keinen spass wenn man seinen sound nur durchs monitor hört...
    3. des mit nem minicube will ich ma hören, besser gesagt: ich hoffe irgendwas zu hören...

    find den thread super, würde mich aber freuen mehr mikrofone speziell für gitarrenabnahme zu erfahren: worauf sollte man auchten?welche marken? welche charakteristiken?

    greetz

    stylemaztaz
     
  8. Perplex

    Perplex Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #8
    Hallo stylemaztaz,
    zu Deinen drei Punkten:

    Ich hab' ja oben auch geschrieben, Zitat: "...heißen, dass man mit jedem Combo, der sich bei höherer Zimmerlautstärke gut anhört, sowohl proben, als auch auftreten..."
    Ich würde auch keinem nen Minicombo empfehlen, der sich schon bei lauter Musikraumlautstärke wie ein Transistorradio anhört. Der Amp muss einem schon im lauten Alleinbetrieb gefallen, und das können doch schon ein paar.

    Ich weiß nicht so ganz genau, was Du mit "...manche müssen das was sie spielen auch spüren..." meinst, ich hoffe aber Du meinst die Umsetzung Deiner Spielweise oder des Anschlags bei bestimmten Ampeinstellungen durch den Amp.

    Wenn Du aber damit das Grollen in Deinem Magen oder das Hosenflattern meinst, dann möcht' ich nicht so gern mit Dir in 'ner Band spielen müssen, denn so schön das für Dich auch sein mag, Du tust Deinen Kollegen, sowohl im Proberaum als auch auf der Bühne was an, die dann auch ihre Lautstärke entsprechend hoch fahren müssen, damit der Gesamtsound stimmt.

    Gruß PP
     
  9. stylemaztaz

    stylemaztaz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #9
    @perplex: mein post war eher auf meinen vorgänger bezogen...
    spüren: ich persönlich brauch so ne wohlfühllautstärke, das mein ich mit spüren. schwer zu erklären, aber ein bisschen lauter als normalo-umgebungssound...ist natürlich abhängig von der lautstärke um mich herum. deswegen ist es auch so schwer des dem foh-mischer klarzumachen, dass ich meinen combo scho zum gewissen grad aufdrehen muss, oder ich hör nur gesang und drums...die mischung machts! klar kann man das regeln mit speakerstrahlwinkel, aber ein best. lautstärkelevel sollte scho da sein...
    ich mein bei meinem 40w-combo sinds so ungefähr 1/4...wenn ich nen gig mit vol 1,5 - 2(von 10) spielen muss, dann machts einfach keinen spass...

    zurück zu meiner frage:
    bei livevideos/gig der helden werden boxen manchmal mit etwas größeren mikros abgenommen...sehen fast so aus wie studiokondensatormics, nur schwarz und mit flausch(?)kopf. was sind das denn für mics? mit welchen mics nimmst du sonst gitarren ab, außer jetzt sm57?

    greetz

    stylemaztaz
     
  10. Perplex

    Perplex Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #10
    ja, ok, bisschen lauter als Umgebungssound ist genehmigt ;-), und Du hast Recht, sowas ist dann schon mit nem MicroCube oder ähnlichen Sachen schwierig.

    Zum Thema Mikroabnahme:
    Live benutze ich tatsächlich nur SM57 oder Klons davon (s.o.). Ed hatte noch was von Sennheiser empfohlen.
    Im Studio kombiniere ich oft ein SM57 direkt leicht schräg vor der Kalotte mit einem Fame Brikett ca. 1.5m weg leicht aus der Achse. Die panne ich dann im Cubase ein bisschen auseinander.

    Zu den Mikros der Helden hab' ich leider keinen Schimmer, ich werd' mal drauf achten! ;-))

    Gruß PP
     
  11. riddler

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    Erstellt: 02.06.06   #11
    Naja mit dem Microcube hab ich mich vllt etwas aus dem Fenster gelehnt aber so funktioniert das ganze ja schiesslich auch bei Leuten die vor sich ein Tonelab oder ähnliches liegen haben. Ich geb dir aber recht das es für einen selbst viel besser ist wenn man seinen Sound noch aus seinem Amp hinter sich hat weil sonst einfach was fehlt aber es ist nicht zwingend notwendig, die Aussage kam vllt nicht so klar rüber. Im Grunde gehts darum das man Live nicht mit einem Fullstack oder Halfstack aufwarten muss, ein guter Combo tuts genauso.
     
  12. Bruegge

    Bruegge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #12
    Ja sind sie! Die Frau Marschall hab ich sogar zur Zeit in Musik.
     
  13. Zakk Wylde 369

    Zakk Wylde 369 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #13
    Wo ist eigentlich das problem das ein combo zu leise ist!?
    Wird doch sowieso per pa abgenommen!
     
  14. stylemaztaz

    stylemaztaz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.06   #14
    DU hörst dich dann nicht! was bringt ne pa, wenn du nicht mitkriegst was du grad spielst? deswegen gibts ja die 60w-aufwärts-amps...headroom und kraft...
    bevor leute mich als taub oder sonstwas abstempeln: auf der bühne neben schlagzeug und 4x10"bassbox und noch halfstacks vom kollegen, da kann man scho probleme haben um sich zu hören. und kommt keiner mit"dann stell dich doch wech", es gibt leider viel zu viele bühnen die nicht groß genug sind.

    so, genug jetzt

    greetz

    stylemaztaz
     
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