Les Paul Custom Neck-Pickup mikrofonisch?

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Pascal89

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Servus Leute,

Ich hab seit langem mal wieder ein Problem, und zwar quietscht meine 1 Jahr alte Gibson les Paul custom (Black Beauty) ganz schrecklich über den Neckpickup. Das Problem tritt natürlich erst ab einer gewissen Lautstärke auf aber schon bei recht niedrigem gain am Marshall* Röhrenverstärker ohne dass andere Effekte im spiel sind.( also zb kein Overdrive als boost vorgeschaltet)
Also bei gain auf 4/10 geht grade so noch normale auftrittslautstärke, die leichte Anhebung fürs Solo ist dann zu viel, dann quietscht sie furchtbar und das sollte bei einer derart teuren Gitarre ja echt nicht sein.
Jetzt habe ich mit einem befreundeten Gitarristen mal gesprochen und der hat ein ähnliches Problem auch bei einer Standard.
Gleichzeitig hat der noch eine FGN les paul, die da null Problem macht. Wenn man bei dieser leicht mit der Fingerkuppe auf die humbuckerkappe klopft ist das am amp kaum zu hören, bei meiner Gibson wird das klopfen sehr stark übertragen, beim Steg pickup auch aber der macht keine Probleme bezüglich quietschen.
Jetzt meine Frage: kennt jemand dieses Problem von der custom? Lösen sich da an den Kappen unten vielleicht die Lötstellen oder sind die Pickups manchmal nicht vernünftig gewachst sodass Hohlräume entstehen?
Dass die Kappe nicht 100%ig fest sitzt könnte ich mir vom Gefühl her beim draufklopfen durchaus vorstellen.

Wäre für jede Hilfe dankbar !!

Lg Pascal
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Nachtrag: den klopftest hab ich grade nochmal gemacht und der Klang ist am neck-PU beim draufklopfen deutlich mehr „metallisch“, wirkt als wäre die Kappe nicht so fest wie am Steg…
 
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Das nennt man mikrophonische Rückkopplung. Dabei kommt es zu Schwingungen der Metallkappe und die werden in ein Signal umgewandelt.

In der Black Beauty sind ungewachste Custombucker drin, da ist das Pfeifen eigentlich vorprogrammiert. Bei gewachsten Pickups kommt das idR nicht vor.

Das Thema lässt sich beheben, aber nur von jemanden, der wirklich im Thema ist. Ansonsten machst Du beim Pickup mehr kaputt, als Du reparierst.

Evtl kann dich @Ben zen Berg da unterstützen.
 
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  • #3
Ach echt? Ich dachte die wären gepottet..🤔
Ok das wäre natürlich eine logische Erklärung auch wenn es mich wundert dass die da so empfindlich ist. Bei sehr viel gain könnte ich es ja verstehen aber meine Einstellungen sind ja wirklich sehr human.
Weißt du zufällig was das so kostet und wer es anbietet?
Lassen kann ich das so auf keinen Fall 🙈
 

Ja, das scheinen ungewachste PickUps zu sein. Dämpf doch mal, wenn es quitscht, die Kappe ab, in dem Du einfach einen Finger auf die Kappe drückst. Dann kann die Kappe nicht mehr mit schwingen und das Quitschen sollte aufhören.
Der bekannteste Hack bei quitschenden Kappen ist ein Stück Schaumstoff-Klebeband zwischen Spulen und Kappe zu kleben. Oder die Kappe einfach fest kleben, wie in diesem Video gezeigt wird:


View: https://youtu.be/fOUIHjq7NtM?si=qigUVsjXuTsj1hkk
 
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Hey,
kommt vor...und das Thema ist nicht neu und war schon früher der Grund warum in Bands die auf großen Bühnen spielten immer wieder Paulas zu sehen waren wo eine oder beide Kappen der HB abgenommen waren (siehe Jimi Page zB) .

Lösungen also:
-Kappe runter
-Pickup mit Wachs ausgießen
-Schaumstoff-Trick

Letzteren kann ich nicht soo sehr empfehlen, da viele Schaumstoffe wenig dauerhaft sind.

Ein Spezialtrick von mir, der oft ausreicht und am wenigsten Aufwand ist:
Pickup mit samt Rahmen rausnehmen.
Dann von unten um die Federn rum und den unteren Teil des Pickup-Gehäuses alles mit n paar Lagen Leukosilk recht stramm umwickeln...fertig, wieder rein.
Wie gesagt reicht diese Teilabdämpfung des Gehäuses und der Federn oft schon aus um deutlich mehr und in der Praxis für Leadsounds ausreichend Headroom in Sachen Pfeifen zu bekommen😉
Hab ich in meinen Service-Zeiten öfter erfolgreich auch für Kunden gemacht...die natürlich froh waren, dass sie keine aufwändigen Umbauten an den Pickups machen lassen mussten oder gar neue brauchten.

Gruß,
Bernie
 
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ich hab meine Hummbucker in Bienenwachs getaucht.
das hat gereicht.
die Ummwicklung mit Gewebeband hatte sich gelöst, ansonsten war's problemlos.
 
Ja, das ist sehr gut, aber du bist entweder sehr geschickt oder erfahren mit Technik...denn das ist für Nicht-Fachleute sehr heikel und für Laien schlicht nicht machbar.
Zudem besteht noch die Gefahr den Pickup durch die Hitze komplett zu zerstören...
 
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ja , ich hatte dabei auch bedenken, wehe eines der dünnen wicklungs Drähtchen reist ab.

und die Schweinerei nicht zu vergessen, die bei Unachtsamkeit entstehen kann.
als Koch sind die Handwerkstechnischen Voraussetzungen allerdings schon erfüllt.
vielleicht kann Mutti helfen?
aus den Wachsresten werden danach Kerzen gebastelt
 
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Zudem besteht noch die Gefahr den Pickup durch die Hitze komplett zu zerstören...
Ein Wachserwärmer -> Waxing -> Enthaarung bekommst Du ab 20 € aufwärts... Den stellst Du auf 60° Grad, das zerstört keinen Tonabnehmer.
 
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  • #10
...ja, so machen das die Profis...isser aber wahrscheinlich nicht und bei Wachsversuchen wurden schon viele Pickups verbraten.
Außerdem sollte doch dafür die Kappe runter!? Auch das ist nicht unheikel...
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Ich gehe eben davon aus, dass jemand der hier im Forum sowas auf die Art und Weise fragt Gründe dafür hat und sich evtl. lieber aufs Spielen seiner Gitarre als auf deren Reparaturen versteht...
 
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  • #11
Danke für eure Tipps🙏
Die Variante mit dem gewebeband werde ich gleich morgen mal als erstes ausprobieren.
Wenn das funktioniert wäre das ja die risikofreieste Option.
Die Kappe abzumachen oder auch das wachsen würde ich mir durchaus auch zutrauen aber bei der teuren Gitarre mach das natürlich nur ungerne.
Ich werde berichten 👍🏻
 
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  • #12
viel Erfolg , bei mir war's ne Gibson
 
  • #13
Ich hab seinerzeit ein Stückchen Knetmasse zwischen Spule und Kappe gelegt. Hatte seitdem auch keine Probleme mehr.
 
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  • #14
Also ich hab das mit dem gewebeband jetzt mal ausprobiert. Das scheint mir schon etwas zu bringen.genau sagen kann ichs erst wenn ich die gitarre mal im Proberaum am Röhrenverstärker hängen habe. An meinem übungsverstärker zuhause ist es jetzt deutlich besser geworden.
Aber trotzdem mal noch eine Frage: seid ihr euch wirklich sicher dass die PUs nicht von werk ab gewachst sind? Auf der Unterseite des Pickups ist nämlich so ein leichter Film drauf was Wachs sein könnte.Habe mal ein Bild vom PU angehängt aber der Film ist natürlich schwer zu erkennen.

IMG_2054.webp
 
Grund: Bild eingebunden
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  • #15
Jep stimmt. Das ist noch eine der Black Beautys mit den 490R und, ich glaube, 498T. Die sind definitiv gewachst. Dann sollten die Tipps oben helfen um die Kappe zu fixieren und das Pfeifen zu beseitigen.
 
  • #16
...dann könnte das Klebeband einiges bringen, da in dem Fall das Feedback auch von den Federn kommen könnte😉...
Leukosilk ist allerdings besser geeignet als Isolierband oder Gaffa...
 
  • #17
Kann man nicht immer von außen erkennen.

20260426_181034.webp


Beide Humbucker sind gewachst, bei dem geöffneten konnte man es von außen nicht erkennen. Bei dem Rechten schon. 😉
Man weiß halt nicht, wie der Hersteller das macht. Und wenn die Gitarre mal im Sommer in der Sonne steht oder im Kofferraum eines Autos liegt, dass im Sommer in der Sonne steht, dann kann der Wachs auch mal flüchten. Das rechte Exemplar wird für eine große Sauerei sorgen, beim Linken kann dann einfach nur ein Hohlraum zurück bleiben.
 
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  • #18
Ich hab seinerzeit ein Stückchen Knetmasse zwischen Spule und Kappe gelegt. Hatte seitdem auch keine Probleme mehr.

Diesen Vorschlag würde ich auch empfehlen, möchte die "Knetmasse" etwas spezifizieren: Jeder gut sortierte Baumarkt hat zum Abdichten nicht austrocknende Knetmasse im Sortiment. Diese bleibt dauerelastisch auf sehr sehr viele Jahre. Und sollte sie mal austrocknen, kann man sie immer noch rückstandslos entfernen.

Ein wenig dieser Knetmasse zwischen Kappe und PU -> vorsichtig und mit viel Gefühl fest reinpressen -> die Knetmasse verteilt sich in der Regel über die ganzen Flächen -> dort wo sie rausquilt kann man sie mit Küchentüchern und Spiritus sehr schnell weg wischen.

Mit Spiritus kann man auch vorzüglich Wachsreste nach dem Spulenwachsen entfernen.
 
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  • #19
Also ich war gestern Abend mal noch im Proberaum und leider quietscht sie immernoch. Es ist durch das Tape definitiv ein wenig besser geworden aber die Mikrofonie von dem PU scheint schon heftig zu sein.
Ich werde heute Mittag die Kappe ablöten.
Macht es eurer Meinung mehr Sinn, da jetzt wirklich mit Knet oder Silikon zu arbeiten als einfach ein paar Tropfen Wachs zu nehmen?
 
  • #20
Knetmasse oder Silikon ist einfacher zu handeln und hat weniger Potential zum rum sauen.
 
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