Les Paul Custom Neck-Pickup mikrofonisch?

  • Ersteller Ersteller Pascal89
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  • #21
Also ich war gestern Abend mal noch im Proberaum und leider quietscht sie immernoch.

Ich habe bei meiner Les Paul vor ein paar Jahren meine Burstbucker raus genommen. Diese "pfiffen" bei etwas mehr Gain. Mit dem Klang der Burstbucker war ich sehr zufrieden, aber dann dieses ständige Pfeifen bei mehr Gain.

Ich habe sie aus den Kappen genommen und erst mal gewachst, dann die Kappen mit dauerelestischer Dichtungsmasse aus dem Baumarkt wieder drauf gesetzt. Ich hätte mir das alles sparen können: Gibson hat die Spulen der Burstbucker zu locker gewickelt - da brachte selbst wachsen nichts mehr.

Ich hatte mir zunächst Seymour Duncan SD4 - oder wie die heißen - in meine Paula gesetzt. Das Pfeifen war mit einem Schlag weg, aber auf Dauer klangen mir diese PUs zu langweilig. Jetzt aktuell habe ich Amber Spirit of '59 in meiner Lady drinne, ein "Pfeiffreier" schöner Ton der damailgen Zeit, mit luftigen Höhen und einer excellenten Saitentrennung auch beim Chrunch/Gain. Ich muss dazu allerdings sagen, das ich ein großer Freund der Sounds von ~1957 bis ~1962 bin. Das gilt auch für Single Coils und hier gibt es für mich nur einen Namen: Kloppmann ;)
 

  • #22
Ich hatte mir zunächst Seymour Duncan SD4 - oder wie die heißen - in meine Paula gesetzt.
Vielleicht SH-4?

Jetzt aktuell habe ich Amber Spirit of '59 in meiner Lady drinne.
Gute Wahl für eine Les Paul. In meiner Goldtop hatte ich die ebenfalls drin, da hießen sie noch "´59 PAF". Die Goldtop tauschte ich gegen eine Les Paul Custom, auch mit den Amber und schon neuem Namen.
 
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  • #23
So ich habe heute den PU nochmal rausgemacht aber die lötpunkte hab ich trotz eigentlich recht vernünftigem regelbaren Lötkolben nicht geschmolzen bekommen. Weiß der teufel was die da für ein Zeug verwendet haben 🤷🏼‍♂️ bevor ich den humbucker überhitze hab ich lieber aufgehört, kurz abkühlen lassen und die lötpunkte dann mit frischem Zinn etwas verstärkt weil einer davon aussah als hätte er möglicherweise keine gute Verbindung zum Untergrund.
Zu meinem Erstaunen ist das Pfeifen tatsächlich weg. Ist jetzt selbst bei höherer Lautstärke komplett ruhig und fängt erst sehr spät an zu quietschen wenn ich mich mit der Gitarre zum amp drehe und Feedback provoziere…🤷🏼‍♂️
Glück gehabt
 
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  • #24

Jepp! So hießen die 👍

Gute Wahl für eine Les Paul. In meiner Goldtop hatte ich die ebenfalls drin, da hießen sie noch "´59 PAF". Die Goldtop tauschte ich gegen eine Les Paul Custom, auch mit den Amber und schon neuem Namen.

Nochmals "Jepp"! Die Amber haben schon was. Was mir auch sehr gut an denen gefällt ist, das sie gsplittet einen schönen SC-Sound haben.
 
  • #25
...das sie gsplittet einen schönen SC-Sound haben.
Das würde ich vielleicht auch gerne testen wollen. Meine mich zu erinnern, dass die in meiner Custom nicht dafür ausgelegt sind. Die meiner Goldtop waren es jedenfalls nicht.
 
  • Ersteller
  • #26
Update: wir hatten am Freitag den ersten Gig des Jahres und pünktlich zu „Sweet Child o Mine“ wo ich den neckpickup zum ersten mal wirklich gebraucht hätte, hat das Teil leider wieder gepfiffen was das Zeug hält. Also das nachlöten der Kappe hat vielleicht ein klein wenig was gebracht aber bei auftrittlautstärke am Marshall* ist das Problem unverändert dramatisch.
Morgen will ich den Pu ausbauen und in Wachs tauchen.
Mein Plan: PU auslöten, im wachserhitzer von der Freundin 80%Paraffin und 20% Bienenwachs auf 65 grad erhitzen, pickup vollständig eintauchen,20 min drinlassen und ab und zu bewegen um Luftblasen zu entfernen, dann raus, abtropfen und abkühlen lassen und wieder einbauen.

Hat das schonmal jemand gemacht und kann meinen Plan so bestätigen oder hat Tipps?
 
  • #27
Mit Kappen habe ich das noch nicht gemacht, da befürchte ich eine zu große Sauerei. Wenn ich nur die Spulen wachse, reichen 60° C.
Wenn Du den PU mit Kappe pottest, dann achte darauf, dass Du sie kopfüber an den Beinchen herausziehen kannst, damit nicht das meiste Wachs direkt wieder ausläuft.
Wenn der Tonabnehmer 20 Minuten im Wachsbad war, haben sich die Spulen auch entsprechend aufgewärmt. Gefühlt dauert es dann genau so lange, bis sie sich wieder auf Raumtemperatur abgekühlt haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
wichtig ist vor allem, nicht zu heiß. Ich habe schon Spulenkörper verformt.
20 Minuten braucht es mMn nicht, 10 reichen.

Ich persönlich wachse in den meisten Fällen ohne Kappe und montiere diese erst hinterher.
 
  • #29
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  • #30
Ich würde sie nicht mit Kappe wachsen. Weil das anschließende wieder drauf setzen der Kappe mit einem Füllstoff zwischen Spulenoberseite und dem Kappeninnendeckel völlig ausreichend ist.

Aus der Kappe nehmen, das Isolierband vorsichtig entfernen* und dann langsam in das flüssige Wachs eintauchen. Langsam, weil das einer Luftblasenbildung innerhalb der Spulenkörper entgegen wirkt. Ich schließe dabei immer ein Ohmmeter an dem PickUp an und beobachte diesen. Mit zunehmender Erwärmung erhöht sich der Widerstand, bleibt dieser auf einem Höchstwert stehen, kann man davon ausgehen, dass das Wachs bzw, die Wärme gut durch die Spulen gedrungen ist. Dann noch ein zwei Minuten drinne lassen und wenn dann keine Luftbläs'chen mehr zu sehen sind, langsam wieder rausziehen.

Das geht in der Regel sehr schnell. Nach 10 Minuten ist man in der Regel damit durch. Das Wachs würde ich nur soweit erwärmen, bis der Punkt der Verfüssigung erreicht ist, dann ein, zwei Grad mehr. Den PU würde ich auch nicht kalt tauchen -> hast Du einen Wäschetrockner? -> nehme zwei noch warme Handtücher aus diesem und wickel den PU vor der Prozedur in die Handtücher.

Die Spulenoberseite vorsichtig nach dem Tauchen über ein Haushaltstuch schieben, das entfernt den gröbsten überschüssigen Wachs. Wenn alles kalt ist, ist Spiritus für mich das Mittel der Wahl, die Spulenoberseiten vom Wachs zu befreien.

* Wenn das Isolierband noch zu gebrauchen ist, kannst da es ja wieder um den PU wickeln und mit einem kleinen Tropfen Alleskleber fixieren.





Kennt Ihr den größten Feind des Tauchers? :giggle: ....guckst Duuuhhhh... :p:ROFLMAO:
 
  • #31
das Isolierband vorsichtig entfernen
Das würde ich nicht machen, die Gefahr, den Wickeldraht mit ab zu reißen ist schon recht hoch. Zum einen kann man die PUs durchaus mit dem Isolierband potten, zum anderen halten viele Tapes diese Prozedur gar nicht durch und lösen sich von selbst.
 
  • #32
Das würde ich nicht machen, die Gefahr, den Wickeldraht mit ab zu reißen ist schon recht hoch. Zum einen kann man die PUs durchaus mit dem Isolierband potten, zum anderen halten viele Tapes diese Prozedur gar nicht durch und lösen sich von selbst.

Ja das geht auch. Ich hatte allerdings noch nie Probleme beim Abnehmen des Isolierbandes. Ich schrieb ja auch "vorsichtig" ;)

@Pascal89 , lass das Isolierband dran ;)
 
  • Ersteller
  • #33
Die Kappe würde ich gerne drauflassen. Beim Versuch die abzulöten hatte ich ja schon geschrieben, dass es garnicht so einfach ist. Bei 360 grad am Lötkolben hätte ich da echt lange draufhalten müssen was ja auch schon heikel ist.
Prinzipiell sollte es ja mit Kappe auch funktionieren und was man so liest machen das ja auch einige so.
Also werde ich sie mal mit 60 grad Kopfüber tauchen.
Es spricht ja eigentlich nichts dagegen die Oberseite der Kappe mit Isolierband abzudecken um nachher nicht so viel Wachs entfernen zu müssen oder?
 
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  • #34
das flüssige Wachs dringt in jede Ritze auch mit Kappe.
das Abkleben der Kappe sollte funktionieren.
 
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  • #35
Ich habe soeben gewachst😌hat super funktioniert. Danke nochmal für all eure Tipps.
Kamen anfangs ein paar kleine Luftblasen und nach ca 5 min eine richtig fette, danach eigentlich garnichts mehr. Habe ihn aber trotzdem ca 20 min drinnen gelassen, dann war der Widerstand auch bei 9,1 kOhm stehen geblieben.
Jetzt trocknet das gute Stück und wird morgen wieder eingebaut. bin gespannt aber guter Dinge dass mein Problem gelöst sein sollte😊

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Grund: Bilder eingebunden
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  • Ersteller
  • #36
So, eingebaut alles bestens. Der neckpickup ist jetzt selbst bei voll aufgerissenem gain absolut ruhig. Selbst wenn schon brummendes Feedback einsetzt quietscht garnichts mehr. Da er allerdings jetzt sogar deutlich mehr abkann als der Steg-PU bin ich am überlegen den auch noch zu wachsen. Der hat bei meinen Einstellungen zwar nie Probleme gemacht, quietscht jetzt aber früher als der Neck und falls ich doch mal mehr gain fahren oder nen Tubesreamer einsetzen will wärs vielleicht garnicht dumm.
Da der Humbucker nach dem wachsen jetzt auch merklich schwerer geworden ist gehe ich davon aus dass Gibson die Teile ohne Kappe wachst und das möglicherweise die Schwachstelle bei den Dingern ist.
 
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  • #37
Frage an die Spezialisten
wenn man die Kappe weglässt, also ohne spielt, löst sich damit das Problem?
 
  • #38
...siehe Post #5😉
 
  • Ersteller
  • #39
Habe den 2. Pickup gestern auch noch gepotted und grade wieder eingelötet. Jetzt sind beide absolut ruhig auch bei viel gain und vorgeschaltetem tubescreamer.
Der Sound hat sich nicht verschlechtert, im Gegenteil ist er sogar wenn überhaupt noch etwas besser geworden (definierter/straffer).
Bin sehr froh dass ich’s gemacht habe.
War dank eurer Tipps, etwas Vorbereitung und anständigem Equipment (vor allem dem Wachserhitzer) mit etwas technischem Geschick auch als Laie auf dem Gebiet sehr gut machbar und nicht mit großer Sauerei verbunden.

Also nochmals vielen Dank an euch !!
 
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  • #40
@Pascal89 Bei welcher Temperatur schmilzt dein Wachs? Sind die 64 auf dem Display die Temperatur? Interessiert mich deshalb, weil wenn wir live spielen die Gitarren durchaus mal längere Zeit im Auto verbringen. Normalerweise achte ich immer darauf, dass die Gitarren nicht zu lange im Auto bleiben. Aber manchmal hat man nicht groß die Möglichkeit.
 
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