Les Paul ohne Mahagoni

von ColdFire95, 27.11.08.

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pedaltrain
  1. ColdFire95

    ColdFire95 Guest

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    Erstellt: 27.11.08   #1
    Ich möchte mir eine les paul nachbauen. Der typische Ton bekommt man ja mit mahagoni. Da dieses (so viel ich weiss) vom aussterben bedroht ist, würde ich gerne wissen welches holz bei uns heimisch und nicht vom aussterben bedroht ist und am nächsten zum typischen ton von mahagoni herankommt.

    Vielen dank schon im voraus.:D
     
  2. band-olero

    band-olero Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.08   #2
    Sich informieren hilft.
    Google ist dein Freund, und wikipedia.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mahagoni

    Bedroht ist z.B. Swietenia macrophylla,
    andere Mahagoniarten sind z.T. nicht bedroht.
    google nach Sipo, Sapelli, Khaya/afrikanisches Mahagoni und Tiama.

    So, und nun google und Boardsuche anwerfen, dann werden unnötige Fragen, geboren aus Halbwissen, vermieden.

    B.
     
  3. cikl

    cikl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.08   #3
    Vieeleicht wäre Cedro was, siehe http://espen.de/. Allerdings auch nicht gerade bei uns heimisch.
    Ich könnte mir eine Paula aus Walnuss auch sehr gut vorstellen auch wenn das wohl etwas höhenreicher als Mahagoni ist, dafür heimisch ;)
     
  4. Werwolf

    Werwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.08   #4
    Wie Band-Olero schon sagte sind nicht alle Mahagoni Arten gefährdet. Und auch nicht alle Tropenhölzer. Wenn du trotzdem ein einheimisches Holz willst kommt Erle Mahagoni vielleicht noch am nähsten.
    Wobei es Erlen und Eschen in Europa z.Zt. ebenfalls sehr schlecht geht, wegen einem Pilzbefall:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,588372,00.html
     
  5. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 28.11.08   #5
    Ich mir auch. Walnuss hätte ich auch in die engere Auswahl zur Substitution von Mahagoni genommen.
    Besonders brillant ist Nuss zwar auch nicht, aber eventuell könnte man auch die Ahorndecke etwas schwächer machen, für Unerschrockene wäre eventuell auch ganz weg lassen eine Option.

    Erle verwendet z.B. Epiphone für diverse Thunderbird Kopien.
    Abgesehen davon, dass bei denen der Hals auch geschraubt anstatt durchgehend ist, finde ich den Klang schon ein wenig anders. Kann wie gesagt aber auch an der anderen Konstruktion liegen.

    Ganz weit hergeholt ist der Vergleich jedoch auch nicht.

    Sumpfesche ohne Decke mit Walnusshals wäre auch noch eine denkbare Variante.
     
  6. räänz

    räänz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.08   #6
    Linde geht auch etwas in die richtung mMn.
     
  7. ColdFire95

    ColdFire95 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 28.11.08   #7
    Ihr sagt ja das nussbaum eine gute idee sei ich sollte aber vieleicht die Ahorn Decke weg lassen (ich nehm mal an das ist weil nussbaum schon ein härteres holz ist als mahagoni). Wäre es vieleicht eine gute idee ein weicheres holz als decke zu nehmen? Falls ja, welches?
     
  8. räänz

    räänz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.08   #8
    für meinen nächsten selbstbau werde ich wahrscheinlich linde mit eschedecke verwenden.
    denke das dürfte auch ganz gut harmonieren denk ich

    aber warum sollte ein weicheres holz als decke besser sein?
    verarbeitung?
     
  9. ColdFire95

    ColdFire95 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 28.11.08   #9
    Nicht wegen der verarbeitung. Ich dachte dass, da nussbaum ein eher härteres Holz ist, als kontrast vieleicht was weiches gut klingen würde.
     
  10. band-olero

    band-olero Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.08   #10
    Korina
    ...
     
  11. ColdFire95

    ColdFire95 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 28.11.08   #11
    gäbe es noch ein holz welches sich gut mit nussbaum kominieren würde und kein tropenholz ist?

    ich weiss dass nicht alle tropenhölzer vom aussterben bedroht sind, möchte ihnen trotzdem gerne aus dem weg gehen, da si einen viel längeren beschaffungsweg haben als bei uns heimische hölzer.
     
  12. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 28.11.08   #12
    Wie gesagt, Sumpfesche mit Nusstop und Nusshals könnte ich mir gut vorstellen.
    Erle anstatt Sumpfesche wäre ebenfalls denkbar.
    Beides hätte tendenziell etwas mehr Brillanzen als die klassische Mahagoni-Paula, was aber nichts Schlechtes heißen muss.

    Wenn's etwas dumpfer sein soll, kannst du auch die angesprochene Linde als Korpusbasis ins Auge fassen. Die würde ich aber eher mit Ahorn als Decke kombinieren und einen Hals aus Nuss dranleimen.
    Ahorn könnte man in dem Fall aber auch durch ein hübsches Obstholz wie Apfel, Kirsche oder Pflaume ersetzen, was sicherlich auch sehr interessant wäre.

    Ich finde deinen Ansatz übrigend sehr interessant und bin sehr gespannt für was du dich entscheidest. :great:
     
  13. ColdFire95

    ColdFire95 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 28.11.08   #13
    Wäre es auch möglich dass ich eine anstatt einer ahorn eine nussdecke und anstatt einem nuss einen ahorn hals zu nehmen?
    diese wird meine 1. selbst gebaute gitarre und würde gerne einen gekauften hals nehmen. ich habe schon sehr viel hälser gesucht und ausser mahagoni bisher nur ahorn gefunden. würde ich mit dieser kombination etwa den gleichen ton erreichen wie mit der anderen?
     
  14. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 28.11.08   #14
    Klar, möglich ist das.
    Stell dich aber darauf ein, dass der Ahornhals nicht unbedingt nach einer Les Paul klingen wird.

    Vielleicht sollten wir erst mal klären, ob du auch den Sound der Paula kopieren möchtest oder ob es dir in erster Linie um die äußere Erscheinung geht.

    Meine bisherigen Empfehlungen zielten eher in die Richtung des Sounds und da würde ich wie gesagt nicht unbedingt zu Ahorn greifen.

    Und nur am Rande:
    Einen Hals zu bauen ist nicht so schwierig, wie man sich das vorstellt. Ich hatte da auch Bedenken und im Nachhinein empfinde ich es als eine der schönsten Arbeiten bei so einem Projekt.
     
  15. ColdFire95

    ColdFire95 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 28.11.08   #15
    die äussere erscheinung wird so sein aber das geht ja mit jedem holz. vom sound her würde ich gerne so nahe wie möglich an ein original kommen.

    falls es wirklich nicht so schwer ist mit dem hals überlege ich mir noch ob ich ihn selber baue.
     
  16. Werwolf

    Werwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.08   #16
    Laut diesem Vergleich hier klingt Nussbaum eher hell und kälter als das warme und fette Mahagoni:
    http://www.warmoth.com/guitar/options/options_bodywoods.cfm

    kann das selbst aber nicht beurteilen, habe nie was aus Nussbaum gespielt (außer Streifen im Hals)
    aber interessant finde ich dieses Holz auch.

    Den Halsbau würde ich auch empfehlen! viel schwerer als einen Korpus zu bauen ist es wirklich nicht, man muss einfach genau arbeiten und genau planen. Es lohnt sich aber in der Hinsicht, da du wirklich dein eigenes Halsprofil hast, aus deinen Händen für deine Hände -> wird sich gut anfühlen!
     
  17. khal

    khal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.08   #17
    Was sollen eigentlich solche Kommentare?
    Sie helfen keinem und weisen den Urheber nur als rechthaberisch und altklug aus.
    Es tut mir leid, aber ich musste das jetzt loswerden.
     
  18. cikl

    cikl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.08   #18
    Ja, ich denke auch, dass es sehr ausgewogen und relativ warm klingt, sicherlich aber brillanter als Mahagoni. Von Wamoth wird es wie gesagt etwas brillanter als Erle eingestuft. Ich denke es hat aber mehr Charakter. :confused: Meine Ibanez Proline hat einen Korpus aus Walnuss, allerdings auch recht dicke Decke und Boden aus Riegelahorn (https://www.musiker-board.de/vb/e-gitarren/243717-ibanez-pro-line-zuschlagen.html). Die klingt aber schon recht strattig, aber hervorragend. Für eine Paula würde ich es Erle oder Esche auf jeden Fall vorziehen.
    Da Walnuss auch optisch sehr schön ist und klanglich wohl nichts vermissen lässt würde ich ggf. auf eine Decke verzichten.
    Ansonsten würde ich für die Decke auch zu einem Obstholz tendieren. Vielleicht Birne (http://acapella.harmony-central.com/showpost.php?p=21268169&postcount=11) oder Kirsche.
    http://www.rockfunk.de/klangholz.htm#Walnuß:confused:
     
  19. band-olero

    band-olero Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.08   #19
    So wie dein Beitrag? Meiner enthielt informative Links.
    Deiner auch?

    So wie dein Beitrag, der rein gar nix Themenbezogenes enthält nur aus besserwisserischen Belehrungenn besteht?

    Dito.

    So, nun etwas zum Thema.
    Einen nicht-tropischen Ersatz für einen Mahagonihals zu finden ist wohl schwer bis unmöglich. Walnuss könnte eine Möglichkeit sein, ist aber teuer, da es vor allem für Waffen verwendet wird, und es is tkein 100%iger Ersatz für Sipo, Sapelli oder so.
    http://www.warmoth.com/guitar/necks/necks.cfm?fuseaction=guitar_neckwoods
    Und der Hals hat den größten Einfluß auf den Klang. Je nach Konstruktion kann man das Korpusholz u.U. vernachlässigen.
    Aus ökologischer Sicht spricht nix gegen Tropenholz, so lange es aus nachhaltigem Holzanbau stammt.
    FSC (Forrest Steward Council) als Stichwort.
    Wenn keiner Holz aus tropischer nachhaltiger Holzwirtschaft kauft, hat sich in etlichen Entwicklungsländern das Thema nachhaltige Holzwirtschaft schnell wieder erledigt. Und das will ja wohl keiner, oder?

    B.
     
  20. ColdFire95

    ColdFire95 Threadersteller Guest

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    Erstellt: 29.11.08   #20
    Ich habe noch mal ein wenig nachgeschaut und heraugefunden dass honduras mahagoni fsc zertifiziert ist. Wie wäre es mit honduras hals, walnuss körper und birne aufleimer? nach euren bisherigen meinungen käme das ja recht nahe an eine les paul heran. Es gäbe ihr dann warhscheinlich noch einen individuellen ton, das wäre vieleicht auch noch toll.
     
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