Leslie 122 slow / fast Problem

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Gast8590
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Hallo zusammen!

Heute bei der Probe fing mein Leslie 122 an, Mucken zu machen.

Das Leslie 122 ist über ein 4H Leslie Kit an meine A-100 angeschlossen und ich nutze ausschließlich die Funktion "Echo" - also die G-G outputs der A-100 gehen ans Leslie.

Zuerst war bei der Probe alles normal, aber nach einer Weile schaltete sich das Leslie automatisch permanent auf fast (tremolo).

Nach Ausschalten der Orgel und des Leslies und ca. 15 Minuten warten ließ sich das Leslie unmittelbar nach Einschalten der Teile auch kurz wieder auf slow (chorale) schalten, sprang dann aber automatisch wieder auf fast (tremolo).

Ich hatte leider während der Probe keine Zeit, nährere Untersuchungen anzustellen, aber vielleicht hat ja trotzdem jemand ne Idee.

Vielen Dank schonmal!

Schönen Gruß Martin
 
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Don Leslie
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Hört sich nach defektem Relais an. Oder das Kit liefert keine Steuerspannung. Kannst mal mit dem Ohmmeter zwischen Leslie-Buchse Pin 1 und 2 (Signal / GND) im 200V Bereich des DVM messen (wenn es noch einen höheren Bereich gibt - 2KV - dann den) und schauen, ob
die Steuerspannung bei Chorale hochgeht (> 35V).

Kann auch der 12K/2W Widerstand im 122er sein, der zur Relaisspule geht. Letzlich kommt auch die 12AU7 in Frage oder der 1M Widerstand zur 12AU7, Pin2.
 
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Hallo Don,

danke, jetzt weiß ich schonmal, wo ich nach Fehlern suchen kann.

Das Relais scheint mir in Ordnung zu sein, da das Umschalten kurz nach dem Einschalten ja noch funktioniert.

Erst wenn das Set ne Weile in Betrieb ist, klappt das Umschalten nicht mehr.

Ich werde in den nächsten Tagen mal ein bisschen messen und dann berichten.

Viele Grüße Martin
 
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Das Relais kann gebacken sein, d.h. es ist mal zu heiß geworden und hat in Folge dessen Windungsschlüsse.
Wenn es kalt ist reicht der erzeugte Magnetismus noch aus, um es anziehen zu lassen. Später erhitzt es sich und
die Haltekraft bzw. Anzugskraft reicht nicht mehr.

Aber wie gesagt, der Wärmeeffekt kann auch auf ein anderes Bauelement anwendbar sein: Widerstand, Röhre, Kondensator im Leslie Kit.

Wenn das Kit die Steuerspannung aus der Leslie B+ (Pin 5) erzeugt, kann es auch der 10K 7W sein, der von den 310V an Pin 5 geht. Ist aber eher seltener der Fall.
 
.Jens
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Bei sowas würde ich auch auf was thermisches tippen. Oder vielleicht auf irgendeinen Kondensator bzw. dessen "um-Beschaltung", so dass der sich nicht mehr gescheit entlädt und eine Spannung hält, die da nicht mehr hingehört. Sind da irgendwelche Schalter mit Elkos entstört?
 
Don Leslie
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Bei sowas würde ich auch auf was thermisches tippen. Oder vielleicht auf irgendeinen Kondensator bzw. dessen "um-Beschaltung", so dass der sich nicht mehr gescheit entlädt und eine Spannung hält, die da nicht mehr hingehört. Sind da irgendwelche Schalter mit Elkos entstört?
.Jens, ich schrieb "Wärmeeffekt" - ist das nichts Thermisches? ;) Und ich schrieb: Kondensator im Leslie Kit. Das sollte reichen. Zum Schalterentstören nimmt man keine Elkos, weil die polar sind (es gibt zwar auch bipolare) und weil der Wertebereich für sog. Funkenlöschkondensatoren eher im Bereich liegen, die deutlich unter denen von Elkso sind. Und: Ein Kondensator, der "nicht mehr gescheit entlädt" wäre dann eine Batterie. Sowas hätte ich gerne :) Nein, Kondensatoren (Elkos) verlieren eher ihre Fähigkeit, Ladung zu speichern, weil das Elektrolyt austrocknet und auch leitend werden kann, wodurch der Kondensator nicht mehr richtig aufgeladen werden kann.
 
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Hey, Don...

.Jens, ich schrieb "Wärmeeffekt" - ist das nichts Thermisches? ;)
...und ich schrieb "auch" - ich wollte deine Vermutung eigentlich nur unterstützen. Wir sind uns einig, glaube ich...

Und ich schrieb: Kondensator im Leslie Kit. Das sollte reichen. Zum Schalterentstören nimmt man keine Elkos, weil die polar sind (es gibt zwar auch bipolare) und weil der Wertebereich für sog. Funkenlöschkondensatoren eher im Bereich liegen, die deutlich unter denen von Elkso sind.
Ist mir soweit bewusst. Ich habe aber schon alle möglichen Kondensatortypen als Puffer an Schaltern (oder elektrisch in deren unmittelbarer Nähe) gesehen: von Bipolar-Elkos über "normale" (dort, wo DC geschaltet wird, kommt selbst das vor) etc. Wenn du mal auf die Uhrzeit schaust, dann verzeih mir bitte den Lapsus, dass ich "Elko" geschrieben habe, wo ich ganz allgemein "Kondensator" meinte ;)

Und: Ein Kondensator, der "nicht mehr gescheit entlädt" wäre dann eine Batterie. Sowas hätte ich gerne :) Nein, Kondensatoren (Elkos) verlieren eher ihre Fähigkeit, Ladung zu speichern, weil das Elektrolyt austrocknet und auch leitend werden kann, wodurch der Kondensator nicht mehr richtig aufgeladen werden kann.

In diesem Fall wohl ein Missverständnis: Mit "nicht mehr richtig entladen" meinte ich keinen defekten Kondensator, sondern z.B. kalte Lötstellen in der Umgebung - beispielsweise. Ich hatte mal vor Jahren einen ähnlichen Effekt, dass ein Widerstand, über den ein C normalerweise entladen wurde (Widerstand einige kOhm gegen Masse), im Warmzustand keinen richtigen Kontakt mehr hatte (da war es allerdings ein Haarriss auf der Platine) und somit der C über Minuten noch ein paar V hielt.
 

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