Danke für die weiteren Beiträge. Über die drei Seiten sind inzwischen die verschiedensten Meinungen zusammen gekommen. Zusätzlich habe ich auch ein paar ältere Diskussionen unter dem "Ähnliche Themen"-Eintrag gefunden. Da wollte ich nochmal ein paar Zeilen schreiben, damit ihr auch wisst, worauf es für mich als Threadersteller hinausläuft.
Für mich ist erstmal die wichtigste Erkenntnis, dass jeder Gitarrist früher oder später über das Thema Tunings stolpert. Die unterschiedlichen Lösungsansätze deuten klar darauf hin, dass es nicht den einen allein seligmachenden Ansatz gibt. Stattdessen muss man das immer im Kontext sehen, was/wie man spielt, bzw. welche Teilaspekte bei unterschiedlichen Tunings störend sind.
Gut zu wissen ist, dass viele von euch unterschiedliche Tunings nutzen. Das heißt also, dass ich definitiv nicht mit Gewalt alle Stücke umschreiben werde. Mein aktueller Gedanke ist, dass ich mich auf 2 oder 3 häufige Tunings festlege, und versuche, damit möglichst viele Lieder abzudecken. Alles in ein Tuning wird sicher nicht gehen: So spiele ich aktuell vieles im Bereich Rockklassiker, wo Standardtuning weit verbreitet ist. Aber etliche Metalbands, die ich gerne höre und auch mal spielen möchte, verwenden D-Standard, Drop Cis oder sogar Drop C.
Die Pitchshifter passen leider nicht zu mir. Denn ich spiele aktuell viel zu Hause und auf niedriger Lautstärke, entsprechend höre ich auch die Saiten deutlich. Die Auto-Tuning-Gitarren sehe ich auch nicht so zielführend: Denn bei zu starkem Verstimmen kommen immer noch die Kompromisse durch Saitenstärke.
Deswegen wird es nach aktuellem Stand immer noch darauf hinauslaufen, dass ich mir bei Gelegenheit eine zweite Gitarre zulegen werde, die auf D-Tuning eingestellt wird. Damit sollten sich (notfalls mit Kapo) D+Eb-Standard sowie Drop C/Cis brauchbar spielen lassen. Das klingt für mich als guter Kompromiss, der mir das Gitarristenleben gegenüber Status Quo schon deutlich erleichtert, ohne gleich die ganze Wohnung mit Gitarren vollzustellen. Zudem müsste ich dann das Griffbrett nur noch in zwei Tunings lernen, auch das erspart viel Denkarbeit (leider lassen sich Kopf+Finger nicht so schnell umstimmen wie eine Gitarre).