Pentatonik in Es-Tuning (E-Flat) transponieren oder nicht...

von ShaQsta, 08.04.16.

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  1. ShaQsta

    ShaQsta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.16   #1
    Hallo zusammen,

    ich möchte meine Gitarre von E-Standard in Es (E-Flat/Eb) umstimmen, weil es sich für mich subjektiv besser anhört und auch einige Bands, deren Lieder ich spielen möchte, dieses Tuning benutzen.
    Generell, so meine Absicht, soll die Gitarre dann in diesem Tuning bleiben.
    Ich habe mich also etwas auf Youtube und im Internet "schlau" gemacht, bin es aber in einem Punkt nicht geworden.

    Und zwar geht es um den Einsatz der A-Moll-Pentatonik. Im Standard E-Tuning ist der Grundton A auf dem 5. Bund der tiefen E-Saite und daraus folgen dann die allgemein bekannten Pattern.

    Nun dachte ich, bei E-Flat Tuning verschieben sich diese Patterns um einen Bund nach "oben", weil der Ton A dann auf dem 6. Bund zu finden ist.
    Aber leider gibt es im Internet 2-3 Aussagen, dass die Patterns nicht verschoben werden, weil, so die Begründung, der Unterschied zwischen den beiden Tunings nicht so groß ist und es ja den Reiz ausmacht, Standard-Patterns und Akkorde in einem leicht veränderten Tuning zu spielen :(.

    Was stimmt nun?
    Und wie verhält es sich mit Akkorden, z.B. welche Veränderung erfahren der "normale" C-Dur, D-Dur usw...?
    Vielen Dank.
     
  2. alexanderjoseph

    alexanderjoseph Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.16   #2
    :O Also auf Ideen kommen die Leut.
    Probier es aus. Du kannst ja auch jetzt schon alles einen halben Ton tiefer spielen in dem du alles einen Bund in die andere Richtung verschiebst. ;-)
     
  3. DerThorsten

    DerThorsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.16   #3
    Lass Dich nicht verunsichern. A bleibt A, und wenn Du deine Stimmung änderst, verschiebt sich der Ort, an dem Du greifen musst.
    Man kann natürlich sagen: Ich spiele Lied XY, dass eigendlich in Am, Standart-Tuning geschrieben ist, spiele es aber in Ab. Dann wären die Griffe wieder gleich.
     
  4. ShaQsta

    ShaQsta Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.16   #4
    Das verstehe nicht ganz? Meinst du damit, dass sowohl die Penta als auch Akkorde einfach gleich gegriffen werden, so, als wäre es Standard-Tuning? Oder anders gefragt, muss ich bei dieser "leichten" Stimmungsänderung von e in eb überhaupt was ändern, weil: Aus den "Quellen" war auch noch die Aussage, dass wenn Lieder in Standard E-Tuning geschrieben sind, man das gleiche (gleiche Tabs, Akkorde) usw. spielen soll, aber dadurch, dass es E-Flat Tuning ist, hört es sich voller/besser/usw. an.

    Immer diese Verwirrung :-(
     
  5. DerThorsten

    DerThorsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.16   #5
    Wenn Du jede Saite einen halben Ton tiefer stimmst, und dann etwas genauso spielst wie vorher, wird aus A Ab, aus E Eb, und so weiter. Es funktioniert, hört sich nur etwas tiefer an. Aufpassen musst Du nur, wenn noch ein anderes Instrument, oder ein Playback hinzukommt. Die müssen dann natürlich auch einen halben Ton tiefer spielen.
     
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  6. ShaQsta

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    Erstellt: 08.04.16   #6
    @DerThorsten Danke, nun hab ichs verstanden. Kann manchmal mit der richtigen Erklärung doch einfach sein...spiele wie immer, aber es klingt halt etwas tiefer :-)
     
  7. Gast 2356

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    Erstellt: 08.04.16   #7
    Ach kommt, ist doch nur ein Halbton, kann doch nicht so wichtig sein.
     
  8. bluesdriver96

    bluesdriver96 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.16   #8
    Also prinzipiell kann es dir schon passieren dass du deine Gitarre dann anders einstellen musst, weil sie nicht mehr Bundrein ist, aber eigentlich wuerde ich auch

    recht geben, es ist nur ein Halbton, also wenn du nicht gerade Ray Charles bist und sowas hoerst, wirst du da keine Probleme bekommen.

    Ich mache das ja nicht, aber ich hab schon oft Leute gehoert die in diesem Tuning spielen und das kann natuerlich auch sehr cool sein.
    Hendrix hat manchmal ein Zwischentuning benuzt d.h. der hat quasi den Viertelton zwischen Eb und E als Tiefsten Ton verwendet (whyever :D). Bei Keith Richards hoert man das auch schonmal, allerdings montiert der dann die tiefe E-Saite ganz ab. :p
     
  9. Gast 2356

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    Erstellt: 08.04.16   #9
    Du meinst bestimmt die Oktavreinheit.
    Wenn die Bundreinheit leidet, würde ich mir ernsthaft Gedanken machen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 08.04.16 ---
    Das dürfte eher der Abwensenheit von digitalen Stimmgeräten und/oder
    der Geschwindigkeit von Bandmaschinen geschuldet sein.
    Wer hat schon ein perfektes Gehör? Ein gutes Relatives haben dagegen viele.

    Bei vielen alten Aufnahmen, besonders Liveaufnahmen musste das so sein,
    da viele frühe elektronische Musikinstrumente gerne mal die Stimmung verloren
    oder temperaturabhängig waren..
    (Hör dir z.B. mal Sunrise von der Uriah Heep live an...gruseliges Mellotron)
     
  10. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 08.04.16   #10
    Dann ist das Eb-Tuning natürlich optimal. Andereseits lassen sich dann keine Standard-Tuning-Songs spielen, in denen Griffe oder Einzeltöne vorkommen, die zwingend Leersaiten enthalten. D.h. spielen natürlich schon (klingt dann wie gewünscht tiefer), aber halt nicht 1:1 zum Original mitspielen. Das geht dann nur mit Capodaster oder eine Audiosoftware, mit der man den Song 1/2 Ton runterstimmen kann.
     
  11. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.16   #11
    ..oder die Klampfe mit einem Pitch Shifter einen Halben rauf.
     
  12. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 08.04.16   #12
    Für das Geld, was ein brauchbar klingender Shifter kostet, kann man sich auch gleich eine Zweitgitarre fürs Üben in Standardstimmung kaufen ;)
     
  13. ShaQsta

    ShaQsta Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.16   #13
    Danke erstmal für die rege Beteiligung.
    Ich habe gestern meine Gitarre mal runtergestimmt.
    Was mir persönlich als erster Eindruck hängen blieb:
    Spiele ich einen Backingtrack, der in A-Moll ist und darauf spiele ich die Pentatonik, dann hört es sich, wenn ich unverändert im 5. Bund der tiefen E-Saite starte (was im Standard Tuning ja der Ton A ist), einfach nicht gut bzw. etwas schräg an.
    Verschiebe ich einen Bund nach oben, um wieder das originäre A zu spielen, passt es wieder.
    Von daher bin ich noch nicht überzeugt davon, die Gitarre dauerhaft auf Eflat zu lassen. Auch mit dem Hinweis von @Hans_3 . Bzgl. des Capodasters, den müsste ich dann im ersten Bund ansetzen, richtig?
     
  14. DerThorsten

    DerThorsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.16   #14
    Richtig.

    Und wenn Du eh in der fünften/sechsten Lage spielst, hat das Runterstimmen auch keinen Effekt, außer, dass die Saiten labberiger sind.

    Es macht zum Beispiel Sinn, wenn Du in einer Band spielst, und ihr wollt euch ein wenig wuchtiger anhören. Dann stimmen alle ihre Saiten 1/2, oder einen Ton tiefer, und Ihr spielt auch alles Tiefer. Außerdem kann man so den Sänger entlasten, wenn er bei hohen Tönen nicht sicher ist.
    Es macht halt nur Sinn, wenn Du den neugewonnen Ton (Eb) auch benutzt.
     
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  15. ShaQsta

    ShaQsta Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.16   #15
    Bitte nochmal Klartext für mich...irgendwo stehe ich noch gewaltig auf dem Schlauch...
    Woher hole ich denn dann den Effekt, dass alles tiefer klingt?
    Wenn ein Song in E-Standard geschrieben ist, muss ich die Akkorde und/oder Töne einen Bund verschieben, transponieren, sollte ich in Eb-Tuning sein. Sonst hört es sich "schief" an. Also hier schonmal kein Effekt.
    Wenn ein Song in E-Flat Tuning geschrieben ist und ich will hier solieren, starte ich entsprechend der Pattern. Das klingt tiefer, könnte aber in Standard-E ja einfach transponieren.
    Dies elende Musiktheorie könnte ruhig einfacher sein.:igitt:
    Irgendwie check ichs nicht.
     
  16. DerThorsten

    DerThorsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.16   #16
    Also, ich versteh langsam nichtmehr, was da so schwer dran ist. Anstatt weiter verwirrendes Zeug zu schreiben beschränke ich mich deshalb auf: Ausprobieren!
     
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  17. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.16   #17
    Naja es klingt nur tiefer wenn du auch in der tiefsten Lage spielst.

    Also Gitarre um einen 1/2 Ton runtergestimmt, du greifst du A Moll und es klingt tataa Ab Moll

    Spielst du also mit anderen Musikern (die nicht umgestimmt haben) oder zu Playbacks,
    musst du immer 1 Bund höher greifen. Beispiel Song ist in A Moll du verschiebst alles nach Bb Moll usw
     
  18. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.16   #18
    Äh sorry,
    auf keinem anderen Instrument ist Transponieren so easy wie auf der Gitarre.
    Song von E nach Eb: einen runter
    Song von E nach A: fünfe rauf
    Einfacher gehts doch nicht oder?

    Du mußt nur überlegen, in welcher Tonart du gerade unterwegs bist.
    --- Beiträge zusammengefasst, 11.04.16 ---
    Kleine Frage: Auf welchem Bund findes du das A auf der tiefsten und höchsten Saite bei Eb-Stimmung einer 6-saitigen?
    Wenn du das raus hast, klappts auch mit der Pentatonik!
     
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  19. wulfenganck

    wulfenganck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.16   #19
    Du musst hier schon unterscheiden: wenn Du einen Halbton tiefer stimmst und dann ein E-Dur in der ersten lage spielst, erklingt logischerweise ein Eb-Dur.
    Wenn Du dann allerdings Ein F-Dur Barré greifst, erklingt E-Dur.
    Tatsächlich wirst Du bei diesem Akkord vermutlich feststellen, dass er zwar nicht "tiefer" klingt, aber unter Umständen wuchtiger, bass-lastiger. als wenn Du ein E-Dur in einer Standardstimmung (E, A, D, g, h, e) spielst.
    Das hängt damit zusammen, dass der Ton bei Saiteninstrumenten ja eben durch die Schwingung der Saiten entsteht.
    Je tiefer die Saite gestimmt ist, desto größer kann die Schwingung der Saite sein, denn sie steht unter geringerer Spannung, als eine höher gestimmte Saite.
    Dadurch werden die tiefen Frequenzen betont (ein Ton besteht ja nicht nur aus einem reinen, klinischen Ton wie ein Synthesizer, sondern beinhaltet auch diverse Obertöne etc.), der Gesamtklang erscheint daher "tiefer".
    Das wird natürlich auch von der Saitenstärke beeinflusst, je tiefer die Stimmung ist, desto dicker wird die Saitenstärke sein....so eine 80er-Metall-Shredder Stärke von 008 auf 038 wird zum Beispiel mit eine Eb-Stimmung nicht so gut funktionieren. Ebenso kann es sein, dass bei der kürzeren "Gibsonmensur" eine tieferee Stimmung sich "labbriger" anfühlt, als bei einer Gitarre mit der etwas längeren Fender-Mensur.
    EIne Stimmung auf Eb ist allerdings eher unproblematisch und gar nicht mal so selten. Quasi alle Stücke mit größeren Bläsersätzen sind in für Gitarristen ungewohnten Tonarten wie Eb oder Bb geschrieben, bei den "klassischen" Gitarristentonarten E, A, G, D sind die Meisten Bläser......eher unglücklich.....ICh spiele ab und zu in einem Orchester, da stimme ich eigentlich immer auf Eb, um Akkordbegleitungen nicht nur in höheren Lagen spielen zu müssen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.04.16 ---
    Noch eine kleine Ergänzung: meines Wissens hatte Stevie Ray Vaughn generell seine Gitarren auf Eb gestimmt.
     
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