Live Mics für Sax

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Hi,

wir setzen für 2 x alt-sax und 1 x Tensax je ein Electronics SE3 ein. Es gibt ab und zu Stress weil ich häufiger höre, dass diese Mics für live nitchhgeeignet sind und Feedback verursachen. Stimmt das? Gibt es schlaue Alternativen oder ist das doch eine gute Wahl?
Bin einfach nur verunsichert.:confused:

Gesamtbesetzung:
2 x Gitarre mit Leadgesang, 3 x Background, drums, keys, Bass, Perc, Trp, posaune, 2 x Altsax, Ten. Sax
 
Eigenschaft
 
Die SE3 sind ja ganz normale Kleinmembrankondenser mit Nierencharakteristik. Mir sind die Teile nur einmal in einem Studio über den Weg gelaufen, live hab ich sowas noch nie gesehen.

Wenn Eure Leute geübt sind mit stehenden Mikrofonen umzugehen (kleiner und konstanter Abstand von Instrument zu Mic), sollte es allerdings keine Probleme live geben, da so ein Sax ja nicht das leiseste Instrument auf der Bühne ist.
Praktischer wäre es allerdings auf ein Klemmikrofon umzusteigen, damit haben die Leute bedeutend mehr Bewegungsfreiheit und der Sound bleibt trotzdem konstant.
 
Wenn ihr damit klar kommt, nicht verunsichern lassen.
Wenn ihr mal was anderes probieren wollt, ich nehme gern das EV Cardinal für Sax, man muss allerdings die Optik mögen.
Clips sind, wie humi schon schreibt, natürlich auch eine gute Möglichkeit, da sind es dann bei mir Audio Technica Pro35.
 
Hallo,

da schließe ich mich an. Wenn ihr bisher keine Probleme hattet, laßt es so. Wenn ihr grundsätzlich gut mit stativmontierten Mics klarkommt, paßt natürlich auch das gute alte Sennheiser MD421... das EV Cardinal ist übrigens wirklich ein heißer Tip - hat bei mir sogar mal bei einer Aufnahmesession so ziemlich alles geschlagen, was an renommierten Großmembranern da war.

Viele Grüße
Klaus
 
Hi,

danke für Eure Antworten. Zwei Nachbrenner:

1. Bei Clips heisst es, dass man dei Ventilklappen stärker hört? Zudem entsteht der Ton im TRichter udn an den Klappen. Mit Clip gehe ich nur in den Trichter. SInd das Weisheiten früs Studio oder spielt das auch live eien Rolle?
2. Dei Mics nehmen schnell Nebengeräusche auf, da die Bläser nicht permanent spielen. EInfach muten, wenn Pause für Bläser oder ist das ein Mic-Problem, was lösbar ist?
 
Moin....

zu 1.
Prinzipiell hast du Recht, dass ein Clipmikro am Trichter den Klappensound nicht einfängt. Allerdings gehe ich mal davon aus, dass das eher was fürs Studio ist.
Guck dir mal an, wie bei großen Bühnen das Sax abgenommen wird. Bei Dire Straits "On the night" tut´s ein SM58 oder auch ein Mikro, was direkt auf den Sax-Trichter gespannt ist...
Also, von daher würde ich mir da live keine soo große Platte machen. Wenn du damit anfängst, dann wirst du wahrscheinlich nicht drumrum kommen, 2 Mikros aufzustellen (1x Trichter 1x Klappen). Wenn du das mit einem Mikro erledigen willst, dann hast du entweder die gesamte Band auch noch mit drauf oder du musst die Saxofone schalltechnisch vom Rest isolieren.....

zu 2.
Muten ist das wohl am sichersten und am wenigsten aufwendigste - oder keine Nebengeräusche produzieren.;)
Mikros fangen halt nunmal alle Geräusche auf, die ihren Schallwandler erreichen, und da spielt die Richtcharakteristik natürlich auch eine Rolle. Man kann seitliche Einflüsse ganz gut durch Super- und/oder Hypernieren-Mikros reduzieren, aber Wunderdinge sollte man sich dadruch nicht erwarten.
Deshalb also am besten Mikros Muten.... dafür macht sich halt ein Tonmensch mit Setliste am Mischpult ganz gut.

Grüße,

Johannes
 
Praktisch hat es bewährt für fast alles was als Gebläse bei einer BigBand auf der Bühne steht (Trompeten, Posaunen, Sax, ...) Clips zu verwenden. Die Durchsetzungsfähigkeit und Verständlichkiet leidet nicht darunter und man spart Platz durch das Wegfallen der Stative auf eh meist viel zu kleinen Bühne bei den Massen an Personal ;)
Mics auf Stativen werden eigentlich nur noch verwendet, wenn der Künstler oder mitreisende Tontechniker darauf bestehen oder wenn nicht genügend Pultkanäle vorhanden sind und man dadurch 2 gleiche Instrumente in ein Mic spielen lassen kann.

Muten ist sicherlich eine Möglichkeit. Aber so wie ich es lese, seid Ihr ohne eigenen Techniker unterwegs und damit ist dies schon wieder riskant mit einem Fremdtechniker.
Die andere Möglichkeit ist die entsprechenden Mics zu gaten.
Praktisch wird meist keine der Varianten gewählt, weil die Nebengeräusche eh in dem restlichen Gefüge untergehen :)
 
Danke für die vielen Infos!!!:great:

Fazit für mich: Clips auf der Bühne für Sax. Damit haben wir auch für Bläser-Choreo mehr Möglichkeiten. Wie sind denn die Sennheiser e 904? (eigentlich frü drums sollen aber supper funzen bei sax)

 
Hallo Dizzy Finger,

ich habe es öfters mit Gebläse jeglicher Art zu tun: Bei stationären Mikros (auf Stativen) ist eine höhere "Bewegungsdisziplin" erforderlich, dafür kann ein versierter Spieler aber auch den variablen Abstand zum Mikro als klangbildendes/-formendes Element nutzen. Clipmikros sind aber sowohl für den Spieler als auch für den Tonmann insgesamt wesentlich unproblematischer verwendbar. Hier noch ein Link zu einem für Dich evtl. interessanten Thread - die dort erwähnten Mikros sind nicht nur für eine Trompete, sondern auch fürs Sax einsetzbar:
https://www.musiker-board.de/live-mikrofone-pa/407683-clip-mikro-fuer-trompete.html

P.S. Bitte nur einen Thread zum Thema erstellen (siehe Board-Regel 7) - Deinen Parallel-Thread habe ich gerade geschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen

Also ich habe lange für ein Clip-Mic gesucht und habe mich schlussendlich für das SHURE
PGX14E/BETA98H R1 entschieden. Es ist Zwar Funk, aber bietet dafür jegliche Freiheiten an Konzerten.
Schlechte erfahrungen habe ich noch keine Erlebt...

Ich würde es jedem Empfehlen, der etwas Simples sucht, dass einfach Funktioniert.

cheers
 
also ich benutze bei live konzerten immer mein AKG K519ML mit WMS funksender. Klappergeräusche hört man nur beim soundcheck, wenn erst mal gitarre und drums einsetzen legt sich das aber. Und auch den sound kriegt man super hin, von der angeblichen "schärfe" ist nichts zu hören
klare kaufempfehlung von mir (vor allem weil das set nur 250€ kostet)
 
Wie sind denn die Sennheiser e 904? (eigentlich frü drums sollen aber supper funzen bei sax)

Ich mag sie schon an Toms nicht :)
Problematisch am Saxophon dürfte der Klemmhalter sein, der schon an Drums nur mit ziemlichem Gewaltaufwand anbringbar ist. An einen Schalltrichter würde ich sowas nicht klemmen wollen.

Klare Empfehlung für Audio-Technica Pro35 bzw. ATM350. Pro35 habe ich seit Jahren für Toms und Gebläse im Einsatz und bin damit nach wie vor sehr zufrieden. Schön offen, geringe Rückkopplungsneigung und bereits ohne EQ-Einsatz sehr wohlklingend.
Eine weitere Empfehlung wäre das Shure Beta 98 H/C.

Was Klappergeräusche angeht kann ich mich bei beiden nicht beschweren. Bei eher starren Haltern wie am 904 sehe ich da eher Probleme. Die Schwanenhälse von Pro35 und Beta 98 fangen da schon einiges ab und ermöglichen nebenbei eine Positionierung, die auch Klappensound mitnehmen kann, wenn man das denn will.
In der Praxis waren bisher alle mit direkt auf den Trichter gerichtetem Mikro mehr als zufrieden.
 

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