So, hier hab ich mal ein Beispiel. Ein kurzer Schnipsel Gesang von mir. Zunächst das Original, dann "nur" Pitch und dann Pitch und Pitch Modulation.
In der Originalaufnahme war das G auf dem Text "want" (I don't want you to worry, babe) zu tief, ebenso am Schluss das "Babe". Im zweiten Take bin ich nur mit dem Pitch Tool der Basis-Version drangegangen. Dadurch klingen die beiden "korrigierten" Töne etwas heller, als hätte ich bei den Worten die Mundwinkel hochgezogen. Es passt nicht zum Rest. In der letzten Version habe ich die Modulations-Kurve abgemildert, nachdem der Pitch korrigiert war. Jetzt klingen die Töne nicht mehr "hochgezogen", sondern recht organisch für meine Ohren. Es sind nur Nuancen, aber ich hoffe, man kann es gut hören.
So sieht das dann aus:
Original:
Nur Pitch:
Hier sieht man schön, dass das "Babe" am Schluss (der lange Ton) einen Einschwinger "von oben" hat, der den künstlichen Eindruck verursacht. Außerdem ist die Beule zwischen "Don't" und "want" (die beiden hohen Töne anfangs) sehr ausgeprägt. Das gibt den Mickey Mouse Effekt.
Pitch und Modulation:
Die Mickey Mouse am Anfang ist um einen Ganzton verringert und schon klingt es natürlicher. Bei dem letzten Wort "Babe" hab ich über die Modulation den ersten Einschwinger beseitigt, der den komischen Eindruck verursacht hat. Dadurch ist auch das Vibrato etwas weniger geworden. Um das zu behalten, hätte ich den Ton auch splitten können.