Lollar Vintage Blonde Pickups

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Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen, wie eure Meinungen zu Lollar Pickups sind und ob jemand speziell die Vintage Blonde-Pickups kennt.
Hintergrund meiner Frage ist, dass ich meiner Fender Robert Cray Signature Stratocaster mexican diese Pickups gönnen möchte.
John Mayer ist mein absoluter Lieblingsmusiker/Gitarrist und ich habe mehrfach gehört, dass die Vintage Blonde Pickups durch ihren Midscoop
den Big Dippers der John Mayer Signature sehr ähnlich klingen sollen.
An sich klingen die Pickups der Robert Cray nicht schlecht aber wenn die Vintage Blondes ein Stück mehr Klarheit durch zurückhaltendere Mitten liefern würden wäre das schon eine Option.

Was mich generell an den Lollar Pickups interessiert:

Hat jemand Erfahrung damit, diese Pickups in "Nicht-Customshop-Gitarren" eingebaut zu haben?
Meine Robert Cray Signature ist ein Glücksfall, da sie nur 3 Kilo wiegt und sehr resonant klingt aber ich wäre nicht so vermessen, sie mit Customshop-Gitarren oder zum Beispiel Strats von Nash Guitars gleichzusetzen.
Man sagt ja einigen Pickups (Kloppmanns, Seymour Duncan Antiquities) nach, dass sie gnadenlos ehrlich sind und der Schuss bei einer vermeintlichen Sound-Verbesserung bei Gitarren von der Stange (wenn auch guten Modellen)
nach hinten losgehen kann.
Puh, was soll ich sagen......schwierig schwierig.....

Ich hatte die Seymour Duncan Antiquites mal in einer Fender Roadworn (extrem gutes leichtes Modell, was ich dummerweise leider 2011 verkauft habe :-(
eingebaut gehabt und die klangen tierisch und vor allem seeeehr dynamisch und sensibel. Da weiss ich halt nicht, wie viel davon von der Gitarre kam und wieviel von den Pickups.

Haben Lollar Pickups eine ähnlich dynamische Ansprache?

Meinungen bitte ;-)
 
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Reinhardt
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Die Lollar kenne ich leider nicht, aber was ich gelesen habe, sollen gut sein...? :gruebel:

In diversen Ami-Foren hab ich aber auch gelesen das einige Fender CS-User, nachdem sie so ziemlich alles durch hatten, mit den SD Antiquities endlich zufrieden waren...;)

Unser @Don Joe hat die seit geraumer Zeit auch in einer seiner Strats und ist am schwärmen, zumal er u. a. auch ne tolle 50ties Fender CS hat, aber die Seymour Duncan in einer anderen, da sie mehr dem 60ties Sound entsprechen...

Nur zur Info...

:hat:
 
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Don Joe
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Ja, die antiquities begeistern mich immer wieder aufs neue. Total tolle Pickus
 
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Bist Du sicher...? ! :D

:hat:
 
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Danke für die Antworten :)

Die Antiquities kenne ich halt auch und fand sie damals wirklich tierisch in der Roadworn Strat.

Mal was anderes:

Gibt es eine Möglichkeit, das Frequenzspektrum von Pickups objektiv zu messen?

Ich will ja generell eher mittenärmere Pickups wie die Big Dippers, bei manchen sehr mittigen Pickups hört man es ja rein subjektiv schon, dass die sehr mittig klingen.

Aber kennt ihr selbst Möglichkeiten, das zu messen?
 
Dr. T
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Hallo Maik2005,

natürlich kann man Pickups objektiv durchmessen, siehe z.B. die aufschlussreichen Internet Seiten von Helmut Lemme (der auch etliche meines Erachtens gute Bücher zum Thema verfasst hat und so manche unbequeme Realitäten anspricht):

http://www.gitarrenelektronik.de/pickup-geheimnisse

und spezieller:

http://www.gitarrenelektronik.de/elektronik/17-messtechnik

Der Pickup-Klang ist im Wesentlichen durch Frequenz und Güte seiner Resonanz bestimmt - und natürlich auch vom Kabel (sehr stark!) und den Volumen und Tone-Potis (weniger) abhängig.

Die traditionellen magnetischen Pickups habe nie vom sich aus eine "Mittenabsenkung" (also einen Midscoop) - das kannst Du nur am (Pre-) Amp einstellen oder mit spezieller passiver (und aus anderen Gründen nicht unproblematischer passiver Zusatzschaltung). Die Pickups selbst haben mehr oder weniger Betonung (Resonanz) im einen vom Typ and der Konfiguration anhängigen Frequenzbereich (bei der Resonanzfrequenz) und je nach dem, wo diese liegt, klingt der Pickup heller oder dunkler/mittiger.

Meine eigene unmaßgebliche Meinung: Du hast schon eine tolle Gitarre und wenn du Dich mit ihr so wie sie ist auseinandersetzt und sie viel spielst, kommst Du gitarristisch schneller voran als durch Tausch von Pickups. Du arbeitest damit auch an "Deinen" Ton. Klar, wenn Du die gleichen Pickups wie John Mayer spielst und Dich diese Tatsache inspiriert, ist das auch was wert - diesen Aspekt will ich nicht herunterspielen. Aber selbst wenn Du eine reiner J.M.-Clone sein wolltest, dann ist die Realität doch, daß John Mayer viele verschiedene Gitarren mit allerhand verschiedenen Pickups hat und sich greift, was ihn gerade anmacht. Deswegen ist schwer festzustellen, was eigentlich bei ihm den Sound macht ... und vermutlich hängt der sowieso an seiner Spielweise. Die wiederum hat er einfach durch Talent und viel Spielen erworben, noch bevor er sich um Lollar Pickups gekümmert hat (falls er das heutzutage überhaupt wirklich tut).

Nichts für ungut,

beste Grüße,
T.
 
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Hallo T.

vielen Dank für die umfangreiche und informative Antwort :)
Deinen letzten Absatz kann ich nachvollziehen und ist mir bewusst, das habe ich selbst Schülern die ich unterrichtet habe gesagt ;-)
Durch intensives Studium und Begeisterung für das Gitarrenspiel John Mayers habe ich mir vieles für "meinen" Ton und mein Spiel abgucken können (Rakes, Spiel mit Fingern, Mischen von Major und Minor Scales wie es auch BB King oft getan hat, grooviges souliges Spiel) abgucken können.
Dadurch hat sich mein eigener Ansatz enorm erweitert und ich merke schon unplugged, dass sich mein Ton seit knapp 1,5 Jahren, in denen ich jetzt bedingt dadurch dass ich Vater geworden bin pausiere, diesbezüglich verbessert hat.

Mir ging es eher um Folgendes:

Ich möchte eine (!) Strat, die inspiriert von John Mayers Signature Gitarre dem elektrischen Ton relativ nah kommt.
Also nehme ich mal das Motto von Lee Anderton von Andertons Music (einer meiner Lieblings-Youtube-Kanäle, die Videos zusammen mit Rob Chapman sind immer wieder erfrischend und informativ)
um das zu verdeutlichen: "Mod the sh*t out of them!" :-D
Also lieber diese eine Strat die ich so liebe soweit modden, dass es "meine" Strat für die einsame Insel wird.
Zum 40. in sieben Jahren gönne ich mir vielleicht mal was aus dem Customshop aber bis dahin wäre es meine definitive Gitarre.


Mir würde es bereits reichen, wenn ich durch die Lollar Vintage Blondes einen Hauch mehr Klarheit im elektrischen Ton hätte und dem Ton von John Mayer etwas näher komme.
Ich kenne ein Video von nem Auftritt in Rio, da nimmt er eine relativ günstige Strat aus dem Publikum und spielt das ausgedehnte Schluss-Solo von Gravity auf dieser Klampfe und natürlich klingt er auch da wie John Mayer ;-)

Da ich mir keinen Dumble-Amp leisten kann (nein, wie schade, so ein Mist aber auch.... ;-) werde ich vermutlich auch bald mal ein Fuchs Blackjack 21 Topteil kaufen, da diese Amps dem Dumble-Ton nachempfunden sind.

Ich bin halt ein Fan und der Ton von John Mayer (der übrigens auch neuerdings mit PRS-Gitarren grandios ist) so etwas wie mein Klangideal ;-)
 

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