Lum im Studio - Ein Erfahrungsbericht (ongoing)

buschreiter

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Sehr schöner Bericht, der mal wieder zeigt, dass Studiozeit harte Arbeit ist. Alleine die Vorbereitung eines schicken und abwechslungsreichen Arrangements dauert seine Zeit vorab und lässt einen Song plötzlich ganz anders klingen als wenn man ihn „nur“ für Auftritte einstudiert. Live kann man Abwechslung durch Animation des Publikums oÄ auf der Bühne reinbringen, aber ab und an erscheinen Songs, die live immer großartig ankommen, in der Studioversion langweilig und träge. Wir haben schon komplette Arrangements, die wir live seit 2 Jahren genau so gespielt haben, komplett umgeworfen. Nach dem Studio funktionieren die Songs dann live definitiv noch besser...auch handwerklich.
Weiter so und noch viel Spaß...wir nehmen derzeit alle daheim auf. Geht auch sehr gut, macht aber weniger Spaß.
 
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Fred Board

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Vocals habe ich nun 2 Songs schon eingesungen; da reichen mir idR 4 Stunden pro Song bisher. Danach ist die Stimme ohnehin weg, aber darauf kann ich, wenn Bedarf, in einem weiteren Post eingehen.

@Morloc hat ja schon Eukal empfohlen. Ich persönlich schwöre ja auf Kamillentee oder Husten-/Bronchialtee und Apfelschorle fürs Singen. Kamillentee, um den Hals zu beruhigen und wieder "frei" zu bekommen, und Apfelschorle, um nen gewissen zuckrigen Schmierfilm zu haben. Gibt auch einige Profis, die zwischen der Aufnahmen zuckrige Bonbons lutschen/kauen.
Hast du da vlt. auch selbst schon eine Lösung für dich? Ich find die Routinen, die verschiedene Sänger haben, immer sehr interessant.
 
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Salty

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Frans13

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Zuerst meinen Glückwunsch, daß ihr es nicht selber versucht, sondern in ein richtiges Studio geht: Aufnehmen zu lernen dauert halt einfach einige Jahre und auch wenn jeder Horst ein Mikrofon und Interface kaufen kann vergleiche ich das gern damit, daß auch jeder Vollhorst ein Drumset kaufen kann und dann trotzdem noch kein Drummer ist.
Zweitens Daumen hoch fürs nacheinander einspielen. Ich bin zwar der Typ, der gern alle-zusammen-in-einem-Raum macht, aber bei eurer Zielsetzung und Stilistik wäre das ein klarer Schuß ins Knie.
Drittens am allermeisten Dank für deine/eure viele Vorarbeit. DAS ist es, was die Arbeit im Studio mehr voranbringt als alles andere. Dein Thread trägt dazu bei, daß die Leute das kapieren. Irgendwer muß irgendwo bluten - und wenn das im Proberaum und zuhause passiert ist das besser. Das gilt für alles - spielen, Arrangements, SOUND der Instrumente.

Die Dinge mit Tuning und Saiten muten, die grad keiner braucht: das ist Standard. Die einfache Methode ist, Papiertaschentücher gefaltet und geknödelt unter die Saiten zu schieben. Explizit nochmal erwähnt: bringt die Bretter zum Gitarrenfachmann und laßt die bundrein kneten. BITTE. Danke. Ein weiterer allgemeiner Ratschlag, der im Studio 1000 Euro wert ist: der Drummer soll nie, NIE, NIEEEE gleichzeitig die Hihat laut spielen, während ein Snareschlag kommt. Danke.
 
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Kasper666

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Zuerst meinen Glückwunsch, daß ihr es nicht selber versucht, sondern in ein richtiges Studio geht: Aufnehmen zu lernen dauert halt einfach einige Jahre und auch wenn jeder Horst ein Mikrofon und Interface kaufen kann (...)

Da stimme ich voll zu. Schon die Snippets klingen besser (weil nach Musik und nicht nach Plastik) als 90% von dem, was heute gemeinhin die ambitionierten Homerecording-Schreibtische verlässt ...

Die einfachste Erklärung warum es 4 Heavy-Spuren und 2 Amp-setups gibt: Weil es alle anderen auch so machen und unsere Ohren das auch (leider) inzwischen so gewohnt sind. (hatte auch mal gelesen dass Rammstein sogar 8 Spuren haben..)

Sicher hat sich vieles, "was alle anderen auch so machen" in der Tat bewährt, trotzdem darf man hinterfragen, warum das so ist: Um so öfter man die Gitarre doppelt, desto mehr überlagern und homogenisieren sich die Anschläge und desto "sauberer" erscheint das eingespielte. Wenn man eine Rhythmus-Gitarre links und eine weitere rechts hat, die dasselbe spielen, hört man Latenzen, egal, wie sauber das eingespielt ist - bei 4 Gitarren pro Seite definitiv nicht mehr. Letzetres klingt "perfekter", ersteres aber in der Regel "lebendiger"

Du hast aber insofern schon recht: In Zeiten wo selbst im Rock/Metal vielen Hörern (und auch Musikern ....) ein Naturschlagzeug störend auffällt, weil sie nur noch Sounds aus der Dose gewohnt sind, ist ein gewisser Druck da, sich diesem Perfektions-(oder besser: Sterilitäts-)Wahn zu ergeben ... Muss man aber nicht.

Ich finde, Musik packt einen dann, wenn sie "atmet" - und dazu ist ein wenig Imperfektion absolut förderlich. Noch (?) machen wir die Musik ja eigentlich für menschliche Ohren und nicht für Algorithmen, die auf Perfektion überprüfen ...

(...) der Drummer soll nie, NIE, NIEEEE gleichzeitig die Hihat laut spielen, während ein Snareschlag kommt. Danke.

Das allerdings könnte beim Mix schon ein Problem sein. Ansonsten gefallen mir die Drums (was man da so im Hintergrund hört) aber schon ziemlich gut. Würde mich freuen, wenn da nicht zu viel noch nachträglic glattgebügelt wird.
 
abolesco

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der Drummer soll nie, NIE, NIEEEE gleichzeitig die Hihat laut spielen, während ein Snareschlag kommt. Danke.
Ist das ein Gebot aus dem Blues? Im Metal (TE-Band) jedenfalls ist es ganz normal wenn zb. über HH-8tel bei 2 und 4 die Snare gleichzeitig gespielt wird.
Oder so, Snare und HH rot markiert:
snare-hihiatt.JPG


Klingt dann so:


Wollte ich nur mal berichtigt haben, denn hier lesen ja sicher manchmal Totalanfänger mit. Wenn davon einer aus dem Metalbereich deinen Tipp beherzigt wird der sein Lebtag nicht mehr froh :)
Ansonten, interessant hier. Sogar die Hustenbonbonmarken werden zum Thema.
 
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Frans13

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Gerade im Metall sollte der Drummer mit der Hihat Vorsicht walten lassen. Er will einen ober-todes-harten-Snaresound, ja? Spielt währenddessen die Hihat zu laut mit, kannst du das in etwa so vergessen wie wenn jemand eine Urinspende in dein Feierabendbier abgibt. Oder wir tackern alles mit Samples zu, dann könnt ihr machen was ihr wollt. Es ist leider so, daß die Mikrofone hören, wenn der/die/das Drummerin was spielt. Das Mikrofon hört sogar, wenn das Drummerin (das ist meine etwas schlampige Form von korrekt gegendert) etwas lauter oder leiser spielt. Und ausserhalb von Schlagzeugerinnen*Personal-innen mit Berufshintergrund (ja gut, das war schon noch schlampiger gegendert) tun sich manche schwer ihre Draufhau-Teile in der Lautstärke zu spielen, die sie im Mix hören wollen. Ich kürze ab: sie wollen gern die Snare ausreichend laut und die Hihat hoffentlich nicht lauter als die gut-oberhalb-der-mittleren-Lautstärke-Snare. Ich kürze noch mehr ab: Snare soll lauter als Hihat, wenn Snare nachher volle Dröhnung sein soll. Das verstehen jetzt auch Bassistinnen. (ICH bin Bassistin, falls wer fragt) (das ist entweder Humor, Selbstironie oder Selbsthass, sucht es euch aus).
Das Mikrofon hört mit, wenn die Snare zu leise und die Hihat zu laut ist. Dreh ich dann ohne Feenstaub-bis-Anschlag-Kante im Mix, wird die Hihat noch lauter.. weil die meist auf der Snarespur drauf ist. Das ist wie der Berufstaucher, der nicht naß werden will.
Also bitte liebe Drummerinen: macht keine LAUTE Hihat an der Stelle wo die Snare laut werden soll. Ich zahl euch pro Tag auch gern nen Kasten Bier, wenn ihr so lieb seid. Manche Mikrofonschubbser*innen sind sogar soo crazy, daß sie ein ExtraMikrofon*innen an die Hihat*innen hängen. (Ja, ich weiß, Leute gibts...) (sorry: Leut*innen). Ja, auch ich häng ein Mikro an die Hihat. Nicht für die lauten Stellen. Nicht für die mittellauten Stellen - auch die hört das andere Mikrofondings (*innen...), das da irgendwo da oben rumgammelt. Ich habs für die leisen Stellen, also wenn z.B. gefühlvoll mit dem Fuß ne geschlossene Hihat getreten wird, während vorn der Blastbeat raspelt und die drei Fullstacks grade alle zusammen in ihr BigMuff schalten. (tatsächlich so passiert) (war ne geile Stelle--harharhar!!) (Ah, halt: Stell*innin.)
 
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monsy

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Der Post liest sich wie ein Unfall.

Es gibt ja auch noch das snare bottom mic, wo die Übersprechungen nicht so stark sind.
Ich würde mich auch hüten Schlagzeugern (oder anderen Musikern) in Aufnahmesituationen zuviel Input zu geben was Technik angeht.
Die gute Performance steht schon noch über allem. Es killt auf jeden Fall jede Performance, wenn man die Konzentration ablenkt.
 
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ikarus2228

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der Drummer soll nie, NIE, NIEEEE gleichzeitig die Hihat laut spielen, während ein Snareschlag kommt. Danke.

Wann werden Leute aufhören immer mit diesem dogmatischem Mist zu kommen? Natürlich kann man das so machen. Wie abolesco schon schrieb ist das ganz normal im modernen Metal.

Vl sollte man auch nicht immer mit Halbwissen in Genres reinplärren von denen man keine Ahunung hat. Ich geh ja auch nicht in einen Bluesthread und erzähl dort, dass da auf jeden fall ne doublebass fehlt und der Bass tighter wäre wenn er auf 3 seperate Spuren unterteilt wäre...
 
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Rostl

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ihr habt den Thread von @Lum richtig zerlegt :rolleyes:
 
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Lum

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Alles ok und valide Diskussion :) @Rostl

Aber ich würde auch bitten diesen Strang hier zu beenden.
Monsy hat das sehr gut gesagt:
Die gute Performance steht schon noch über allem. Es killt auf jeden Fall jede Performance, wenn man die Konzentration ablenkt.

Ist auch eines meiner "Erkenntnisse": Mic, Raum, Gitarre, Amp, Box ist wichtig; aber am wichtigsten ist die Performance / Leistung des Musikers.
Idealerweise hilft jede dieser Komponenten damit man besser spielt. Es "muss" ja auch Spaß machen!
Es geht hier um Musik und ich spiele ein Riff 10 mal lieber (und auch dementsprechend besser!) ein, wenn ich mit meinem Sound sehr glücklich bin und sich meine Gitarre aalglatt bespielen lässt.
Bei anderen Instrumenten ist das haar genauso.

Keyboard ist inzwischen komplett eingespielt; ich bin heute Abend wieder mit Vocals dran.
Werde also spätestens gegen Ende der Woche dazu einen Beitrag verfassen :) Stay tuned!
 
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Lum

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60% der Songs sind eingesungen. The end is near :)
Nachdem Gesang fertig drin ist, kommt noch vor dem Beginn des Mixings noch eine Sessions zu "EffektGitarre" (Rückkopplungen, Akustik-Gitarre, mal sehen was uns so einfällt) und dann ist Warten angesagt.
Bis wir es wieder zur Gitarre schaffen, hoffe ich dass ihr mir einen kleinen Ausflug zu Keyboard und Vocal verzeiht.

Ein Nachtrag noch: Alle clean und wenige Crunch-Spuren wurden mit einem Sony c-100 Kondensator Mic aufgenommen.

Keyboard Recordings (Klavier, Leslie und Orchester)

Unser Keyboarder (Zach) hatte vorab schon alle spuren zu Hause eingespielt und sowohl als Midi, wie auch wav exportiert. Dadurch konnte man passende Spuren direkt übernehmen, bei anderen den Sound am Midi anpassen, oder eben Passagen doch nochmal "analog" einspielen.
Bei den vorhandenen Sounds hat sich der Orgensound als eben einer solcher Kandidaten herausgestellt, die man noch etwas anfetten könnte. Dazu wurden die Midi-Spuren genommen und nochmal durch ein Roland VK7 in eine Leslie gejagt. Die Leslie wurde dann mit 2 Neumann km-184 und deren Bass-Rotor mit einem Neumann u-89 abgenommen. Das ganze sah dann so aus:
image0.jpeg

IMG_20210228_141511.jpg


Da das Leslie so gut klang, wurde dieses Setup teilweise für E-Piano wie auch Synth-Spuren genutzt.
Nicht jeder Sound muss 100% ausgearbeitet sein, wenn man ins Studio geht, aber die voreingespielten Midi-Spuren haben den Sound-Findungs-Prozess extrem beschleunigt.
Am meisten Zeit hat es allerdings gekostet Orchester oder Chöre zu programmieren; da die benötigten Plugins dafür auch einiges Kosten, ging das nicht vorzubereiten.

Beides wurde aus dem Regie-Raum dann eingespielt:
IMG_20210228_140806.jpg


Cleane "Klavierteile" wurden aber dann doch an einem richtig (geilem) Klavier eingespielt:
IMG_20210228_141518.jpg

Hier kamen zwei Kleinmembran (Earthworks Audio SR-25), zwei Großmembran (AKG C214) Kondensatormikros und ein Array mit drei SM57 genommen. Zu aller Verwunderung klangen die SM57 zumindest für die Parts mit Band am besten. Klavier musste man natürlich live einspielen:
DSC02026.jpg


Vocal Recording

Ich begann relativ spät zu singen; vor etwa 10 Jahren zum ersten mal in einer Band mit Kumpels, just for fun. Nachdem ich das wenige Jahre so vor mich hin probiert, und auch weiter in Bands eingenommen habe, bin ich aber irgendwann an meine Grenzen gestoßen.
War nie so happy, klang nie so richtig geil. Gitarre konnte ich mir selbst beibringen (mit 16 ist man arm und motiviert), aber bei Gesang fehlte mir einfach das Körpergefühl. Daraufhin nahm ich 2 Jahre regelmäßig Gesang/Einzel-Unterricht und gewann etwas Selbstbewusstsein sowie Körpergefühl.
Spult man weitere 5 Jahre vor, landet man hier:
DSC01952.jpg

Das eingesetzte Mic hier ist ein SE electronics gemini 2.
Für Shouts/ Growls hatten wir das SM7B probiert. Allerdings hatten wir recht schnell gemerkt, dass diese Art von Gesang besser kommt, wenn es nicht super laut und kontrollierter ist.
Daher wurde auch für die non-clean parts das SE eingesetzt.

Zur Vorbereitung der Vocal-Sessions hatte ich mir immer exakt nur einen Song vorgenommen zum Üben. 5 Tage die Woche habe ich jeweils etwa 40 Minuten Gesangsübungen (mit Klavierspuren oder selbst an der Gitarre) gemacht
und danach zu dumps/guideTracks der Songs meine Parts geübt. Wichtig war hier die Gesangsmelodie festzunageln. Zumindest meine Idee davon.

Im Studio haben wir bisher immer mal wieder den Text (falls Textteile / Wörter suboptimal klangen (und den Sinn der Lyrics dennoch beibehalten) sowie Töne & Melodien angepasst:

"Meine" größte Erkenntnis (eher die von David und Zach) war: Ich denke als kleinste musikalische Einheit nicht in Tönen, sondern in "Bögen". So schreibe ich Musik, melodien, Riffs; und das oft sehr schnell.
Bogen heißt, ich weiß in meinem Kopf wo eine Melodie beginnt und wo sie endet, aber nie genau welchen Verlauf die nimmt. War mir nie so bewusst, macht aber viel Sinn.
Das hatte ich schon bei Gitarrenriffs, wo manche Zwischentöne gerne (verschluckt) werden beim Schreiben, weil sie für den Melodie-Verlauf nicht soo wichtig sind. Beim Studio/Fixmachen allerdings schon.
Ich denke also (und kannte ich bis vor wenigen Monaten, als Zach es mir beibrachte) nicht in Dominanten & Terzen, sondern etwas mehr nach Wellenlehre. :ugly:
Das passt perfekt, denn Zach ist super fit in Musik-Theorie, weiß was einen guten Übergang ausmacht und bringt nochmal seine andere Sicht zum Songwriting in Form von Riff/Songideen und Feedback mit ein.

David hat dann das buchstäbliche absolute Gehör und einen genialen Sinn dafür, was Melodien ausdrucksstärker macht (also zB in einer Abfolge eher Ganzton als Halbton schritte gehen) und damit ziehen wir die Melodien gerade.
Keine riesen Änderungen, aber es sind eben die letzten 5-10% die zum fertigen Song gehören :)

Im Studio selbst habe ich zu jedem Song auch erstmal eine "GuideSpur" eingesungen, damit wir wussten welche Parts zuerst eingesungen werden.
Meine Vorbereitungsmaßnahmen:

  • Am Abend davor nicht zu spät essen (ist wohl doof wegen Verdauungstrackt, Liegen, Stimmbänder)
  • Am Tag des Studios nur halb aufwärmen
  • Growls/Shouts erst am Ende einer Session aufnehmen, weil am meisten auf die Stimme schlägt
  • Texte ausdrucken (in zweifacher Ausführung, einmal für David, einmal für mich)
  • Und so dumm das klingt: seine Stimme mögen. Wie oben schon erwähnt: Performance ist alles und dahinter steckt immer Selbstbewusstsein und Überzeugung
Melde mich wieder, wenn alles eingesungen ist :)
 
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Frans13

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Es wundert mich nicht, daß im Kontext die SM57 gewinnen. Weil euer Tonmensch ein Fuchs ist, wußte er das schon, hat schließlich Erfahrung. Das Signal der SM57 läßt mehr Platz für den Rest im Mix, die "guten" Mikrofone sind praktischer, wenn das Klavier mal alleine dasteht. Wobei es wurscht ist, ob es ein SM57 oder sonst ein Mikrofon ist, daß wie ein Bandpassfilter funktioniert. Je nach Dichte des Arrangements tut man sich da auch mit einer Monospur nen Gefallen. Was dem Laien kontraproduktiv erscheint, ist in der Praxis selbserklärend: mit Erfahrung denkt Frau voraus, dh. wie klingt das Signal im Raum (A), wie soll es nachher im Mix einfügen (B). Der Erfahrungswert mit (B) fehlt Musikanten meist. Und etwas off-topic: wenn Musikanten Phantasien über ihr selbst verursachtes Musiksignal (A) haben, hören sie nicht richtig hin und phantasieren es sich schön. Also wenn sie das nicht spielen, so wie sie es haben wollen. Beispiel: ich hatte mal einen Metal-Gitarristen der hat aus allen Reglern aller Amps Bass rausgedreht. Und am Pedal Bass rausgedreht. Und den Bridgepickup benutzt. Ich habe ihn während des Aufnehmens mehrfach drauf hingewiesen, er betont, daß das so gehört. Und ein paar Stunden später beschwert er sich bei mir, warum sein Signal null Bass hat. Meine Schuld. Okeeh... ich überlege direkt, einen eigenen Thread aufzumachen der die Top Ten der selbstverursachten Probleme von Musikanten thematisiert. Und wie man sie halt erkennt und umgeht.
 
NicoTiN

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Bei einem konstruktiven, lehrreichen Inhalt sicher ne gute Idee. Wenns ums "abkotzen" gegen Musiker geht, in einem Musiker Forum nicht unbedingt förderlich.
Ich würds an anderer Stelle im ersteren Fall sicher lesen.

@Lum Bin gespannt, wie es weitergeht. Lese dss hier mit großer Begeisterung.
 
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Prospero

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...ich überlege direkt, einen eigenen Thread aufzumachen der die Top Ten der selbstverursachten Probleme von Musikanten thematisiert. Und wie man sie halt erkennt und umgeht.
Ja, mach das doch bitte - an anderer Stelle. Ich finde es sehr schade, dass Du diesen sehr schönen und informativen Thread mit Deinen Negativerfahrungen, Feindbildern und Vorurteilen zuspamst.
Die Menschen, über die Du herziehst, sind Deine Kunden. Wenn diese alles selbst könnten, bräuchten Sie Dich deutlich weniger.

Danke & Gruß
 
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Tracii

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Kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen! :) Dass das ein bisschen off-topic ist, wurde ja schon selbst erkannt, von daher alles i.O.

Undogmatischer Workshop "So erspart ihr euch Ärger, Kosten und vertane Zeit im Studio" im entsprechenden UFO - jederzeit gerne!!! :D Ich werde nicht mit Keksen sparen.
Auf einen "Genau so und nicht anders wird's gemacht, ihr Hirnis!"-Rant könnten wir verzichten... ;)
 
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klaatu

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ich überlege direkt, einen eigenen Thread aufzumachen der die Top Ten der selbstverursachten Probleme von Musikanten thematisiert.
Ich bitte darum. Und hier um Ruhe von deiner Seite (klaatu, für die Moderation)
 
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